Die Kantonspolizei Thurgau hat am Freitag in Basadingen einen Raser aus dem Verkehr gezogen, der mehr als doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs war.
Der junge Autofahrer wurde mit einer Geschwindigkeit von 178 km/h gemessen.
Die Kantonspolizei Bern hat am Freitag im Rahmen eines Medienanlasses die wichtigsten Sicherheitsregeln für den Aufenthalt auf und in der Aare thematisiert.
Dabei erinnerte Andreas Beyeler, Fachbereichsleiter der Gewässerpolizei an die wichtigsten Verhaltensregeln und stellte Rettungsmaterial vor. Alle wichtigen Tipps sind online abrufbar.
Weil einer der Lenker den Vortritt missachtete, stiessen ausserhalb von Zeiningen zwei Lieferwagen zusammen.
Dabei kippte einer von ihnen und blieb auf der Seite liegen. Drei Insassen wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht.
Ende Mai sind in Ins zwei Kuriere angehalten worden, die mutmasslich in einen versuchten Telefonbetrug durch «Falsche Polizisten» involviert waren.
Die beiden Beschuldigten werden sich vor der Justiz verantworten müssen. Die Kantonspolizei Bern warnt vor Telefonbetrug und gibt Tipps.
Auf der Autostrasse A13 in Rothenbrunnen ist am Donnerstag ein Personenwagen in Leitplanken geprallt.
Der Lenker – ein medizinisches Problem steht im Vordergrund – verstarb trotz Reanimation.
Die Kantonspolizei St.Gallen führt diesen Samstag auf dem Polizeistützpunkt Oberbüren einen «Camper Day» durch.
Fahrerinnen und Fahrer von Wohnmobilen können das Leergewicht ihrer Fahrzeuge wägen lassen, um so die zulässige Restzuladung zu ermitteln. Das Ziel dieser Präventionsaktion ist, Risiken im Strassenverkehr durch überladene Wohnmobile zu minimieren.
Am Donnerstagmorgen (04.06.2026) ist bei Forstarbeiten etwa 120 Liter Hydrauliköl ausgelaufen.
Eine grössere Verschmutzung konnte durch rasches Handeln der Forstarbeiter und der örtlichen Feuerwehr verhindert werden.
Am Freitagmorgen, 05. Juni 2026, kam es in Gelterkinden zu einem Polizeieinsatz aufgrund eines entlaufenen Rinds.
Das Tier konnte trotz umfangreicher Suchmassnahmen bislang nicht lokalisiert werden.
Am Freitagmorgen hat es in einer Lagerhalle in Schötz gebrannt.
Durch die Feuerwehr konnte verhindert werden, dass sich der Brand auf das gesamte Gebäude ausbreitet. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte es sich um Brandstiftung handeln. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.
Am Donnerstag ist in Bonaduz ein Personenwagen auf einer schmalen Strasse in einen Abhang gefahren.
Einsatzkräfte sicherten das Fahrzeug und befreiten daraus zwei Personen.
Immer wieder kommt es im Kanton Thurgau zu Trickdiebstählen. Die Täterschaft lenkt ihre Opfer gezielt ab und entwendet dabei Schmuck.
Die Kantonspolizei Thurgau bittet um Vorsicht.
Am Donnerstag, 4. Juni 2026, kam es im Bereich des Kraftwerks Chavalon zu einem tödlichen Wingsuitunfall.
Die Bundesanwaltschaft (BA) hat zur Klärung des Unfallhergangs eine Untersuchung eröffnet.
Bei einer Kollision mit einem Auto wurde am Donnerstagnachmittag in Wängi eine Motorradfahrerin leicht bis mittelschwer verletzt.
Sie musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Ein Mann wurde am Donnerstag in Happerswil beim Sturz auf einer Treppe verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Der Verunfallte zog sich mittelschwere bis schwere Verletzungen zu.
Die gegen den Täter des am 10. April 2025 in Epagny begangenen Mordes sowie der zuvor an seiner Ehefrau und seinen Kindern begangenen Gewalttaten eingeleiteten Strafverfahren wurden mit den am 1. Juni 2026 erlassenen Verfügungen eingestellt.
Das aufgrund der Ereignisse vom 10. April 2025 in Epagny eingeleitete Ermittlungsverfahren ist abgeschlossen.
Der Mann, der am vergangenen Mittwoch bei einem Verkehrsunfall in Dippishausen ums Leben gekommen war, konnte identifiziert werden.
Die genaue Unfallursache ist weiterhin Gegenstand von Abklärungen.
Im Rahmen der Unterhaltsarbeiten im Gotthardstrassentunnel wird die Nationalstrasse A2 zwischen Göschenen und Airolo an mehreren Nächten im Juni 2026 für jeglichen Verkehr gesperrt.
Die Sperrungen erfolgen jeweils von 20.00 bis 05.00 Uhr.
In Burgdorf ist es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem Brand in einem Bahnhofgebäude gekommen.
Es wurde niemand verletzt. Ermittlungen zur Brandursache sowie dem Sachschaden wurden aufgenommen.
Auf einer Lernfahrt verlor eine junge Automobilistin die Kontrolle über ihren Wagen.
Dieser prallte heftig gegen einen Hauseingang. Während niemand verletzt wurde, entstand grosser Sachschaden.
Bald steht wieder die Fussball-Weltmeisterschaft vor der Tür.
Damit die Bevölkerung nicht nur die Spiele, sondern auch die Feste danach geniessen kann, appelliert die Kantonspolizei St.Gallen an die Vernunft der Feiernden und bittet darum, einige einfache Regeln zu befolgen.
Der Alpenraum liegt auf der Vorderseite eines Tiefs mit Kern über Schottland in einer südwestlichen Höhenströmung. Von Donnerstag auf Freitag überquert eine Kaltfront die Schweiz.
Im Laufe des Freitags sorgt ein Zwischenhoch für eine Stabilisierung, bevor wir am Samstag von einem weiteren atlantischen Tiefausläufer randlich betroffen sein werden.
Der Mehrzweckwerfer ist Teil der Ausbildung und des Trainings im Ordnungsdienst.
Er dient dazu, Personen auf Distanz zu stoppen oder gefährliche Situationen unter Kontrolle zu bringen.
In den vergangenen Wochen fand im Hauptsitz der Kantonspolizei in Bellinzona eine neue Ausgabe von "Ein Nachmittag mit der Kantonspolizei" statt.
Dutzende Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Sekundarklassen aus dem ganzen Kanton nutzten die Gelegenheit, die Arbeit der Polizei aus nächster Nähe kennenzulernen.
Die Kriminaltechnik der Tessiner Kantonspolizei öffnete am vergangenen Samstag ihre Türen für rund 15 Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der forensischen Wissenschaften.
Erfolgreiche Prüfung für unsere Diensthundeführer
Bei anspruchsvollen Bedingungen und grosser Hitze haben unsere Diensthundeführer letzte Woche an der Prüfung des Schweizerischen Polizeihundeführerverbands starke Leistungen gezeigt.
Letzte Woche waren unsere Mitarbeitenden am Rettungstag in Frauenfeld präsent, um der Bevölkerung den Beruf Fachspezialist/-in Zoll und Grenzsicherheit vorzustellen.
Auf dem Programm: Austausch mit interessierten Personen, Antworten auf Fragen… und Röntgenkontrollen für die Plüschtiere der Kleinsten.
Am 4. Juni 2026 gegen 15.35 Uhr war ein Automobilist im Col des Rangiers bei Asuel von La Malcôte in Richtung Les Rangiers unterwegs.
Dabei kam es zu einem schweren Selbstunfall.
Im Zusammenhang mit der seit Anfang Mai in der Region Interlaken vermissten 26-jährigen Frau sind im Rahmen von Suchmassnahmen sterbliche Überreste einer Person aufgefunden worden.
Diese sind der vermissten Frau zuzuordnen. Den aktuellen Erkenntnissen zufolge steht ein Unfallgeschehen im Vordergrund.
Der Schulweg, der Weg zum Sport oder ein Ausflug mit Freunden verlaufen meist ohne Probleme. Dennoch können Situationen auftreten, die Kinder verunsichern. Ein Sturz, ein verpasster Bus oder das Verlaufen in einer unbekannten Umgebung gehören zu den Herausforderungen, die im Alltag vorkommen können.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind auf Notfälle unterwegs vorbereiten können, welche Verhaltensregeln wichtig sind und wie klare Absprachen für mehr Sicherheit sorgen.
Auf der Autobahn A1 bei Oberbuchsiten in Fahrtrichtung Zürich hat sich am Mittwochabend, 3. Juni 2026, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet.
Dabei wurde niemand verletzt.
Am Donnerstag, 4. Juni 2026, gegen 06.00 Uhr, ereignete sich auf der Route du Haut-Plateau beim Ort "Le Pré Thiébaut" zwischen Mettembert und Pleigne ein Verkehrsunfall mit einem Personenwagen.
Verletzt wurde niemand.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (04.06.2026), kurz vor 1:30 Uhr, wurde ein 48-jähriger Autofahrer auf der Autobahn A1 kontrolliert.
Die bei ihm durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen zu hohen Wert.
Ebenfalls am Mittwochabend, kurz vor Mitternacht, wurde ein 43-jähriger Autofahrer auf der Romanshornerstrasse kontrolliert.
Die bei ihm durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen zu hohen Wert.
Am Mittwoch (03.06.2026), kurz vor 18:30 Uhr, bog ein 40-jähriger Autofahrer von der Waltharistrasse auf die St.Gallerstrasse in Richtung Zentrum ab.
Er übersah dabei das von rechts kommende, auf der St.Gallerstrasse fahrende Auto eines 20-Jährigen.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (03.06.2026), um 3:30 Uhr, hat eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen einen beschädigten Abfalleimer auf dem Trottoir der Herisauerstrasse festgestellt.
Kurz darauf konnte die Patrouille den Verursacher in der näheren Umgebung antreffen.
Am Samstag, 20. Juni 2026, findet bei guter Witterung ab 10.00 Uhr auf dem Urnerboden an der Klausenstrasse die Präventionsaktion "Super Biker 2026" statt.
"Super Biker" ist eine gemeinsame Präventionskampagne der Kantonspolizeien Uri und Glarus in Zusammenarbeit mit dem Amt für Strassen- und Schiffsverkehr des Kantons Uri, der Föderation der Motorradfahrer der Schweiz (FMS) sowie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).
Zwei zunächst unbekannte Männer sassen in einem Restaurant an der Pelzgasse.
Während sie scheinbar angeregt miteinander im Gespräch waren, nutzte einer der beiden seine über die Stuhllehne gehängte Jacke als Sichtschutz und durchsuchte damit die Jackentaschen eines hinter ihm sitzenden Gastes.
Ein unbekannter Mann betrat gegen 15.30 Uhr ein Coiffeurgeschäft in Baden.
Dort bekundete er Interesse an einer Haarbürste und entschloss sich schliesslich zum Kauf.
Am Sonntag findet in Bern der 40. Schweizer Frauenlauf statt.
In der Innenstadt sowie im Monbijou- und Kirchenfeldquartier ist mit grösseren Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Es wird empfohlen, die betroffenen Stadtteile grosszügig zu umfahren.
Im Zusammenhang mit den Raubüberfällen auf zwei Postfilialen in Reinach und Münchenstein im März 2026 konnten durch die Polizei Basel-Landschaft zwei tatverdächtige Personen festgenommen werden.
Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein Strafverfahren eröffnet und Untersuchungshaft beantragt.
Das piktogrammbasierte Kommunikationsbuch UKPol kann künftig schweizweit und international verbreitet sowie weiterentwickelt werden.
Die Schaffhauser Polizei und der Verein zUKunftswerkstatt haben einen Vertrag zur Übertragung der Nutzungsrechte unterzeichnet und damit die Grundlage für die langfristige Weiterführung des Projekts geschaffen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.