(Willisau LU). Am frühen Sonntagmorgen (18. Oktober 2026, ca. 03:45 Uhr) wurde in Willisau beobachtet, wie eine 54-jährige Frau alkoholisiert in ein Auto stieg und beim Wegfahren damit gegen ein Containerhäuschen sowie eine Strassenlampe prallte.
Anschliessend setzte sie ihre Fahrt fort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.
(Luzern LU). Am frühen Sonntagmorgen (18. Oktober 2026, kurz nach 01:00 Uhr) wurde auf der Seebrücke in der Stadt Luzern ein Fussgänger von einem Auto angefahren.
Der Mann überquerte die Fahrbahn, als es zur Kollision kam.
(Sempach LU). Am Freitganachmittag (17. Oktober 2026, ca. 17:15 Uhr) verwechselte ein 77-jähriger Lenker auf dem Autobahn-Rastplatz Chilchbühl das Gas- mit dem Bremspedal.
Das Auto beschleunigte und wurde dabei vollständig auf einem Stein aufgebockt.
(Geuensee LU). Am Samstagnachmittag (17. Oktober 2026, kurz nach 17:00 Uhr) ereignete sich auf der Kantonsstrasse zwischen Geuensee und Büron ein Selbstunfall.
Ein 22-jähriger Autofahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Strasse ab.
(Basel BS). Heute Morgen kam es auf der A3 in Fahrtrichtung Basel zu einem gefährlichen Vorfall.
Ein 80-jähriger Autofahrer befuhr die Autobahn über eine längere Strecke entgegen der Fahrtrichtung.
(Zollikerberg ZH). Bei einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen in Zollikerberg (Gemeinde Zollikon) ist der Unfallverursacher am Montagvormittag (19.10.2026) auf der Unfallstelle verstorben.
Der Lenker eines entgegenkommenden Fahrzeuges erlitt leichte Verletzungen.
(Magden AG). Gemeinde Magden: Schlussübung Feuerwehr Magden-Olsberg
Am Samstag, 24. Oktober 2026, um 15.00 Uhr findet die Schlussübung der Feuerwehr Magden-Olsberg statt.
(Magden AG). Gemeinde Magden: Die Regionalpolizei Unteres Fricktal führte im 3. Quartal 2026 Geschwindigkeitskontrollen im Bereich der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h durch.
In der Zeitspanne vom 13. bis 20. Juli sowie am 2. September überschritten 171 Fahrzeuge die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit.
(Genf GE). Die erste Ausgabe fand 2007 statt. In diesem Jahr führt die Genfer Schifffahrtspolizei (BNAV) ihre Reinigungsaktion auf dem Grund der Rhone zum siebten Mal seit der Einführung durch.
Die Initiative bringt aktive Polizisten und ehemalige Mitarbeitende zusammen und verbindet das Engagement für die Umwelt mit der Stärkung der Beziehungen zwischen den Generationen.
(Winterthur ZH). Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Mitte Oktober 2026 beim Bezirksgericht Winterthur Anklage gegen zwei Männer wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Angriffs erhoben.
Ihnen wird vorgeworfen, im März 2026 während eines Fussballspiels in Winterthur einen Catering-Mitarbeiter angegriffen und verletzt zu haben.
(Beringen SH). Am frühen Montagmorgen (19.10.2026) ist in der Enge in Beringen ein Geldautomat gesprengt worden.
Die Täterschaft ist flüchtig. Die Schaffhauserstrasse musste für mehrere Stunden gesperrt werden.
(Zürich ZH). Das Forumtheater „Gwalts-Überraschig“ macht Mut hinzuschauen, zu handeln und Betroffene häuslicher Gewalt zu unterstützen.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. Oktober 2026, von 19.00–20.30 Uhr statt.
(Stüsslingen SO). Die Grundstückbesitzer sind für die darauf liegenden Bepflanzungen verantwortlich, dass das Lichtraumprofil der Verkehrsflächen jederzeit gewährleistet ist.
Bäume, Sträucher und andere Bepflanzungen sind dauernd unter Schnitt zu halten, damit die Verkehrsflächen nicht eingeengt und die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird.
(Niederbipp BE). Auf der Autobahn A1 bei Niederbipp hat sich am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, eine Auffahrkollision mit fünf beteiligten Autos ereignet.
Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.
(Aargau AG). Es ist im ganzen Kanton weiterhin verhältnismässig trocken.
Die Regenfälle der vergangenen Tage haben allerdings zu einer Entspannung der Waldbrandgefahr geführt. Es gilt neu die Gefahrenstufe 2 von 5 („mässige Waldbrandgefahr“).
(Oensingen SO). Auf der Jurastrasse in Oensingen, Höhe VEBO, ist in der Nacht auf Montag, 19. Oktober 2026, eine derzeit unbekannte Person mit einem Auto in die dortige Baustellenabschrankung gefahren.
Nach dem Vorfall hat sich die verantwortliche Person vom Ereignisort entfernt, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Die Polizei sucht Zeugen.
(Tuggen SZ). In der Nacht auf Sonntag ist es in einem Eventlokal in Tuggen zu einer Schlägerei gekommen.
Dabei wurde ein 27-jähriger Mann lebensbedrohlich verletzt. Er ist inzwischen im Spital verstorben. Die Kantonspolizei Schwyz hat einen 42-jährigen Mann festgenommen und ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft.
(Zug ZG). Der Schulweg ist ein wichtiger Lern- und Erfahrungsraum, der die Entwicklung von Kindern auf vielen Ebenen fördert.
Mit ihrer Sensibilisierungskampagne „Z’Fuess fahrsch besser!“ will die Stadt Zug dazu anregen, vom Elterntaxi in die Selbstständigkeit umzusteigen. Damit soll die Entwicklung der Kinder gefördert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Die Kampagne und die Strassenbemalung starten als Pilotprojekt in den Schulhäusern Herti und Kirchmatt.
(Zofingen AG). Vom Montag, 26. Oktober bis Freitag, 30. Oktober 2026 wird im Kreuzungsbereich Mühlethalstrasse / Ackerstrasse in Zofingen ein Kanalisationsschacht umgebaut, um den Abwasserabfluss zu optimieren.
Während der Bauarbeiten wird der Verkehr im betroffenen Bereich einspurig geführt und durch eine Lichtsignalanlage geregelt.
(Lausanne VD). Der Lausanne Marathon findet am Sonntag, 25. Oktober 2026, statt.
Die Kantonsstrassen 777-B-P und 780-B-P werden je nach betroffenem Streckenabschnitt zwischen ungefähr 7.30 und 17.30 Uhr teilweise oder vollständig für den Verkehr gesperrt. Auch in der Stadt Lausanne gelten umfangreiche Verkehrsbeschränkungen und Parkverbote.
(Scherzingen TG). Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Sonntagabend in Scherzingen einen Fälleler festgenommen und inhaftiert.
Der 37-jährige Algerier steht im Verdacht, ein Auto durchsucht zu haben. Anwohner konnten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei zurückhalten.
(Kesswil TG). Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte am Sonntagabend in Kesswil einen Unfall und entfernte sich von der Unfallstelle.
Er konnte kurze Zeit später angehalten werden und musste seinen Führerausweis abgeben.
(Martigny / Saint-Maurice VS). In den kommenden Wochen werden im Mont-Chemin-Tunnel auf der A21 bei Martigny sowie im Tunnel von Saint-Maurice auf der A9 Arbeiten zur weiteren Verbesserung der Verkehrssicherheit durchgeführt.
Die Arbeiten machen mehrere nächtliche Sperrungen beider Autobahnen erforderlich. Die betroffenen Strecken werden jeweils von 20 bis 5 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr wird über die Kantonsstrasse umgeleitet.
(Schweiz). Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Verkehrsbedingungen werden anspruchsvoller.
Nebel, Regen, Laub, tief stehende Sonne und vermehrter Wildwechsel stellen für alle Verkehrsteilnehmenden Risiken dar. Der TCS erinnert an die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen für eine sichere Fahrt im Herbst.
(Eichberg SG). Am Sonntagnachmittag (18.10.2026) ist ein Auto während der Fahrt in Brand geraten.
Der 81-jährige Fahrer und seine 67-jährige Beifahrerin konnten das Auto selbständig verlassen. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.
Ein Höhentief über den Beneluxstaaten verlagert sein Zentrum heute Sonntag langsam Richtung Bretagne. Eine stationäre Luftmassengrenze bleibt über der Westschweiz unverändert liegen und damit auch die feuchte Luftmasse über der Alpennordseite.
Auf der Vorderseite des Höhentiefs wird aus Südwesten zunehmend feuchte Luft zur Alpensüdseite geführt. Am Montag verlagert sich das Höhentief weiter nach Westen und die Alpensüdseite wird entlastet, nördlich der Alpen bleibt die feuchte Grundschicht zurück. Am Dienstag wird das Höhentief wieder in die grossräumige Strömung eingegliedert und nähert sich der Schweiz. Damit wird eine neue und markantere Südstauphase eingeleitet.
(Zürich ZH). Am späten Samstagabend, 17. Oktober 2026, kam es im Kreis 2 zu einem Verkehrsunfall.
Vier Personen wurden leicht verletzt. Ein Fahrzeuglenker wurde wegen Verdachts auf ein Raserdelikt festgenommen.
(Schleitheim SH). Am frühen Sonntagnachmittag (18.10.2026) hat sich ein Alleinunfall mit einem Roller in Schleitheim ereignet, wobei die Verunfallte erheblich verletzt wurde.
Am Roller entstand hoher Sachschaden.
(Bern BE). In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es in Bern im Rahmen einer unbewilligten Kundgebung zu Ausschreitungen gekommen.
Die Einsatzkräfte wurden wiederholt mit gefährlichen Gegenständen angegriffen. Es mussten mehrfach Zwangsmittel eingesetzt werden. Verletzt wurde niemand. Ermittlungen sind im Gang.
(Sempach LU). Das Spiel der Luzerner Polizei lädt am Samstag, 24. Oktober 2026, zum grossen Jahreskonzert in die Festhalle Sempach ein.
Unter dem Motto „Let us entertain you!“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Abend mit Musik, Emotionen und Überraschungen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, die Türöffnung ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird eine Türkollekte durchgeführt.
(Schänis SG). Am Samstagabend (17.10.2026) ist es zur Kollision zwischen zwei Autos gekommen.
Durch den Aufprall landete eines der Autos auf der Seite. Verletzt wurde niemand.
(Mörschwil SG). In der Nacht von Samstag auf Sonntag (18.10.2026) ist es auf der Autobahn A1 zu einem Selbstunfall eines 34-jährigen Mannes mit seinem Auto gekommen.
Er blieb unverletzt.
(Altstätten SG). Am Samstag (17.10.2026) ist der Linienbus einer 48-jährigen Chauffeuse in zwei parkierte Autos und das Vordach eines Gebäudes geprallt.
Dabei erlitt die Busfahrerin einen Schock. An den Fahrzeugen und am Gebäude entstand Sachschaden von rund 90’000 Franken.
(Sirnach TG). Ein fahrunfähiger Lieferwagenfahrer verursachte am frühen Sonntagmorgen in Sirnach einen Selbstunfall.
Er war zudem trotz Entzug des Führerausweises unterwegs. Verletzt wurde niemand.
(Lugano TI). Wie die Kantonspolizei Tessin mitteilt, ist am Sonntag, 18. Oktober 2026, kurz nach 3 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Via Cortivallo in Lugano ein Brand ausgebrochen.
In der betroffenen Wohnung wurde eine leblose Person gefunden. 22 Hausbewohner mussten vorsorglich evakuiert werden. Sechs Personen klagten über leichte Rauchvergiftungssymptome und wurden medizinisch untersucht.
(St.Gallen SG). Die Stadtpolizei St.Gallen zieht nach dem Herbstjahrmarkt und der OLMA 2026 trotz einer Zunahme der Interventionen eine positive Sicherheitsbilanz.
Ein Mann erlitt bei einer Auseinandersetzung einen Schädelbruch. Zu weiteren grösseren Zwischenfällen ist es nicht gekommen. Hingegen kam es während der Veranstaltungstage zu mehreren Sachbeschädigungen, bei welchen mehrere zehntausend Franken Sachschaden entstanden sind.
(Engwilen TG). Bei der Kollision zwischen zwei Autos entstand am Samstagabend in Engwilen Sachschaden.
Ein Autofahrer war alkoholisiert unterwegs und musste seinen Führerausweis abgeben.
(Lengwil TG). Eine fahrunfähige Autofahrerin verursachte am Samstag in Lengwil einen Selbstunfall.
Verletzt wurde niemand. Sie musste ihren Führerausweis abgeben.
(Bern BE). Ende September 2026 ist die Softwarelieferantin PK Softech AG, die unter anderem für die Bernische Pensionskasse (BPK) und die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) tätig ist, Opfer eines Cyberangriffs geworden.
Inzwischen ist bestätigt, dass bei der Softwarefirma Personendaten abgeflossen sind. Ob darunter auch Daten von Versicherten der beiden Berner Pensionskassen sind, ist weiterhin ungeklärt. Die Vorsorgegelder und Rentenzahlungen sind laut den Pensionskassen nicht gefährdet.
(Nods BE). In der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober 2026 wurde in Nods im Berner Jura ein Kalb gerissen.
Die Rissmuster weisen auf einen Wolf als Verursacher hin; die Ergebnisse der DNA-Probe stehen noch aus. Das gerissene Tier gehörte zu einer geschützten Mutterkuhherde mit 20 Tieren.
(Zofingen AG). Ab sofort stehen im Bahnhof-Parking Zofingen im ersten Untergeschoss elf neue Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.
Die Ladeleistung beträgt maximal 11 Kilowatt. Der Strom kostet aktuell 44 Rappen pro Kilowattstunde. Die neuen Ladeplätze sind ausschliesslich für Elektrofahrzeuge vorgesehen.
(Cornol JU). Am Dienstag, 13. Oktober 2026, gegen 6.10 Uhr ist zwischen Alle und Cornol ein Auto von der Strasse abgekommen und auf der Seite liegen geblieben.
Der Unfall ereignete sich kurz vor dem Dorfeingang von Cornol. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Der Verkehr war während rund einer Stunde beeinträchtigt.
(Saignelégier JU). Am Mittwoch gegen 17.15 Uhr ist eine Autofahrerin auf der Kantonsstrasse am Dorfeingang von Saignelégier gegen einen Kandelaber geprallt.
Der Unfall ereignete sich an der Rue des Rangiers. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Wegen der Bergungs- und Sicherungsarbeiten kam es während rund eineinhalb Stunden zu Verkehrsbehinderungen.
(Oftringen AG). Am Samstagabend kollidierte eine Automobilistin mit einem vortrittsberechtigten VW.
Eine Person wurde leicht verletzt. An allen Fahrzeugen entstand Sachschaden.
(Biasca TI). Das Departement für Raumplanung und Umwelt des Kantons Tessin, die Gemeinde Biasca, die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und die regionale Verkehrskommission Tre Valli (CRT 3V) teilen mit, dass der neue Umsteigeknoten beim Bahnhof Biasca am Samstag, 17. Oktober 2026, offiziell eingeweiht wurde.
An der Eröffnung nahmen Staatsrat und Departementsvorsteher Piero Marchesi, Gemeindepräsident Loris Galbusera, die Leiterin der SBB-Region Süd, Roberta Cattaneo, sowie der Präsident der regionalen Verkehrskommission Tre Valli, Massimo Ferrari, teil.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.