In La Punt Chamues-ch und in Splügen ist es am Donnerstag zu Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Fahrradfahrenden gekommen. Vier Personen wurden dabei verletzt.
Gegen 8 Uhr bog ein Motorradfahrer von einer Tankstelle in La Punt Chamues-ch auf die Engadinerstrasse H27 in Richtung Bever ein.
Am Mittwochabend (12.08.2026) ist an der Rorschacher Strasse 242 eine Velofahrerin gestürzt, nachdem eine Person mit einem Lieferwagen vermutlich den Bus- und Velostreifen überquerte.
Die Stadtpolizei sucht Zeugen.
Am Sonntag findet im Luzerner Seetal der slowUp statt. Aufgrund dieser autofreien Veranstaltung kommt es zwischen 10:00 und 17:00 Uhr zu diversen Strassensperrungen.
Die Aufbauarbeiten beginnen bereits ab 07:30 Uhr und dürften zu temporären Verkehrsbehinderungen führen. Die Luzerner Polizei empfiehlt, das Seetal grossräumig zu umfahren.
Am Mittwochmittag, 12. August 2026, kam es auf der Seestrasse in Willerzell zu einem Verkehrsunfall.
Ein 10-jähriger Knabe fuhr um 11.35 Uhr mit seinem Velo von Euthal in Richtung Willerzell.
Ein fahrunfähiger Autofahrer verursachte in der Nacht auf Freitag in Lommis einen Selbstunfall.
Verletzt wurde niemand. Der Fahrer musste seinen Führerausweis abgeben.
Am Montag vor einer Woche ist ein Autofahrer mit massiv überhöhter Geschwindigkeit in Gadmen gemessen worden.
Der Lenker konnte an der Landesgrenze angehalten werden. Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.
Die Kantonspolizei Uri hat am Donnerstag, 13. August 2026, im Schwerverkehrszentrum Erstfeld eine umfassende Kontrolle von Gesellschaftswagen durchgeführt.
Während rund sechseinhalb Stunden wurden insgesamt 13 Gesellschaftswagen kontrolliert. Davon stammten 12 Fahrzeuge aus EU-Staaten und ein Fahrzeug aus einem Drittstaat. Die Gesellschaftswagen waren auf der Autobahn A2 in beiden Fahrtrichtungen unterwegs.
In Boll ist in der Nacht auf Freitag ein Brand in einem Gebäude mit einer Tankstelle ausgebrochen.
Vier Bewohner des betroffenen Hauses konnten sich selbstständig ins Freie begeben. Das Haus ist aktuell unbewohnbar. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Heute Freitag, 14. August 2026, kurz nach 04.00 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden ein Auffahrunfall.
Aufgrund des Ereignisses beim Seelisbergtunnel staute sich der Verkehr bis zum Stillstand.
Auf der St. Leonhard-Strasse im Anschlussbereich des Autobahnanschlusses SG-Kreuzbleiche werden Ende August neue Beläge eingebaut.
Die Arbeiten erfordern die Sperrung der Strasse und führen zu Verkehrseinschränkungen. Entsprechende Umleitungen werden signalisiert.
Am Donnerstagmorgen, 13. August 2026, kurz vor 13.50 Uhr, befand sich eine Frau auf dem Balkon ihrer Wohnung an der Langegasse in Oberwil BL.
Dabei wurde sie mutmasslich durch einen Stein am Kopf getroffen und verletzt.
Alkoholisiert zu Fuss unterwegs. Kann das Folgen für den Fahrausweis haben?
Ja. Auch wenn du nicht am Steuer sitzt, kann übermässiger Alkoholkonsum Auswirkungen auf deinen Fahrausweis haben.
Am Donnerstagabend (13.08.2026) ist eine 55-jährige Frau bei einem Sturz mit ihrem Velo schwer verletzt worden.
Eine Drittperson meldete der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen um 20:13 Uhr, dass eine Frau auf dem Ochsengartenweg in Richtung Gäbrisstrasse auf dem Boden liege.
Am Donnerstag (13.08.2026) kurz vor dem Mittag ist ein 28-jähriger Mann bei Forstarbeiten im Gebiet Oberricken erheblich verletzt worden.
Er wurde von der Rega ins Spital geflogen.
Am frühen Donnerstagabend (13.08.2026) ist eine Autofahrerin auf der Heldaustrasse in eine Strassenlaterne geprallt.
Die 28-jährige Frau würde beim Selbstunfall leicht verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Benken: Bienenhaus in Vollbrand
Am Donnerstagabend (13.08.2026) ist ein Bienenhaus in Brand geraten und fast komplett abgebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es entstand Sachschaden von rund 50'000 Franken.
Heute Freitag, 14. August 2026, ca. 03.00 Uhr, fuhr eine Person mit einem Personenwagen mit Urner Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Richtung Norden.
Unmittelbar vor der Einfahrt in den Seelisbergtunnel geriet das Fahrzeug aus derzeit unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit der Infrastruktur des Tunnelsüdportals. Anschliessend geriet das Fahrzeug in einen Technikraum, wo es Feuer fing und in Vollbrand geriet.
2023 hat der Einwohnerrat einen Kredit für die Mühlethalstrasse in Zofingen bewilligt.
Das Projekt wurde nach dem Beschluss durch den Kanton weiterbearbeitet und bezüglich der Verkehrssicherheit optimiert, was zu Mehrkosten führt. Am 14. September 2026 entscheidet der Einwohnerrat über einen entsprechenden Zusatzkredit.
Der Strassenbelag sowie die Werkleitungen in der Brittnauer- und Frikartstrasse in Zofingen sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden.
In der Frikartstrasse werden zudem Fernwärmeleitungen verlegt.
Das heutige Pionierfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Zofingen hat seine Lebensdauer erreicht und muss ersetzt werden.
Der Einwohnerrat entscheidet am 14. September 2026 über den entsprechenden Kredit von CHF 618'000. Rund ein Drittel dieser Kosten wird die Aargauische Gebäudeversicherung tragen.
Es entstand lediglich geringer Sachschaden.
Am Donnerstagmittag (13.08.2026), kurz vor 11.45 Uhr wurde gemeldet, dass auf einem Balkon an der Marktgasse ein Brand ausgebrochen sei.
Trotz der für dieses Wochenende erwarteten Niederschläge bleibt die Lage im Kanton kritisch.
Der Kantonale Stab Bevölkerungsschutz (KSBS) analysiert die Situation laufend. Die Bevölkerung wird gebeten, das weiterhin geltende Feuerverbot einzuhalten.
Wegen des Brandes eines Autos in einer Tiefgarage mussten am Donnerstagabend (13.8.2026) in Winterthur mehrere Mehrfamilienhäuser evakuiert werden. Ein Auto brannte aus, zahlreiche andere Fahrzeuge wurden durch Russablagerungen beschädigt.
Gegen 18.30 Uhr ging die Meldung über einen Brand eines Personenwagens in der Tiefgarage an der Lettenstrasse ein.
In den Wochen 34 und 35 finden auf der Strecke Küssnacht bis Brunnen Unterhalts- und Reinigungsarbeiten statt.
Um die Arbeiten sicher und speditiv zu erledigen, werden einzelne Abschnitte nachts zwischen 22.00 und 05.00 Uhr gesperrt.
Im Keller eines Mehrfamilienhauses in Rothrist brach am Donnerstagabend ein Brand aus.
Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern. Im Untergeschoss stiess die Polizei auf zahlreiche E-Trottinetts samt Akkus.
Der Spätsommer lädt zum Campieren ein – doch Achtung: Das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen ausserhalb behördlich bewilligter Campingplätze ist verboten.
In allen Naturschutzzonen gilt ein striktes Campierverbot.
Nein, das ist nicht der neue Remix von Billie Jean – bei diesen Temperaturen bringt das Einsteigen ins Auto ungeahnte Töne hervor.
Wenn ihr wissen wollt, ob wir uns bis zur AutoBasel wieder abgekühlt haben: Vom 4.-6. September 2026 sind wir gemeinsam mit der Kantonspolizei Basel-Stadt wieder in der St. Jakobs-Halle anzutreffen.
Bei einem Verkehrsunfall ist am Donnerstagabend (13.8.2026) in Horgen eine Fussgängerin so schwer verletzt worden, dass sie in der Nacht im Spital verstarb.
Die Kantonspolizei Zürich sucht Zeugen des Unfalls.
Das Hoch über Osteuropa schwächt sich langsam ab, behält heute aber noch seinen Einfluss auf den Alpenraum. Aus Westen gelangt allmählich etwas feuchtere Luft zur Schweiz, wodurch die Gewitterneigung zuerst über den Bergen, am Samstag auch im Flachland allmählich zunimmt.
Am Sonntag gelangt die Schweiz in eine flache Tiefdruckzone, welche sich vom Tief über Skandinavien bis zum Alpenraum erstreckt.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 07.00 Uhr ein in der Schweiz immatrikulierter Lastwagen, der Stahlrohre transportierte, auf der A2 in Richtung Süden unterwegs war.
Gemäss einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die im Rahmen der Ermittlungen noch zu klären sind, bemerkte der Fahrer in der Nähe der Ausfahrten von Biasca Rauch, der von den Rädern des Sattelaufliegers aufstieg, worauf ein Reifen explodierte.
Am 7. September 2026 startet die zweite Etappe der Bauarbeiten zur Umsetzung des Projekts „Hochwasserschutz Aare Bern“.
Entlang der Aarstrasse werden eine neue Uferschutzmauer erstellt, Versorgungsleitungen saniert und der Strassenraum neugestaltet. Die Aarstrasse muss deshalb bis Frühjahr 2028 für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden.
Am Freitag, 14. August 2026, von 7.00 bis 17.00 Uhr wird die Einmündung der Mühlemattstrasse in die Beckenriederstrasse gesperrt.
Grund dafür ist der Einbau des Deckbelags auf dem Trottoir zwischen dem Kreisel Piccadilly und dem Dorfplatz.
Am Dienstagmittag hat sich in St. Stephan eine Kollision zwischen einem E-Bike und einem Kind auf einem Velo ereignet. Dabei wurde das Kind leicht verletzt.
Die Lenkerin des E-Bikes entfernte sich in der Folge von der Unfallstelle. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen.
Am Mittwochabend, 12. August 2026, wurde die Einsatzzentrale der Rega über einen Gleitschirmunfall in Sonchaux auf dem Gemeindegebiet von Villeneuve informiert.
Die Bundesanwaltschaft, welche die Ermittlungen führt, sucht Zeugen, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.
Eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage erfasste am Samstagabend (23.05.2026) in Hallau ein Motorrad mit brutto 177 km/h.
Der Motorradfahrer wurde im Laufe der folgenden Wochen ermittelt. Seine Fahrberechtigung wurde vorläufig aberkannt und sein Führerausweis eingezogen.
Am Donnerstagmorgen ist es in Schüpfen zu einer Kollision zwischen einem Traktor und einem Motorrad gekommen.
Der Lenker des Motorrads wurde dabei schwer verletzt und musste mit einer Ambulanz ins Spital gebracht werden. Der Unfall wird untersucht.
Am Mittwochabend (12. August 2026, kurz vor 20:30 Uhr) geriet auf der Kantonsstrasse in Weggis ein Auto in Brand.
Die Feuerwehr der Seegemeinden konnte das Feuer im Motorraum des Fahrzeugs löschen. Verletzt wurde niemand.
Am frühen Donnerstagmorgen (13. August 2026, nach 05:00 Uhr) brannte im Bogetewald in Gunzwil eine Fläche von rund 400 Quadratmetern.
Auch ein altes WC-Häuschen wurde vom Feuer erfasst.
Am Donnerstagmorgen (13. August 2026, kurz vor 07:00 Uhr) ist an der Kastelnstrasse in Menznau eine Garage in Brand geraten.
Das Feuer griff auf das angrenzende Wohnhaus über.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.