Schweiz

Haag SG: Betrunkener Autofahrer kracht in Brückengeländer und bleibt stecken

In den frühen Stunden vom Donnerstag (23.07.2026) prallte ein 54-jähriger Mann mit seinem Auto in das Brückengeländer der Rheinbrücke. Der Mann blieb unverletzt. Bei ihm wurde ein zu hoher Atemalkoholwert festgestellt.

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Schweiz: Fake-Umfrage verspricht MediaMarkt-Rabatt und lockt in Betrugsfalle

Eine E-Mail im Namen von MediaMarkt verspricht nach der Teilnahme an einer Umfrage einen angeblichen Rabatt von 50 Prozent auf eine tragbare Klimaanlage. Tatsächlich führt die Aktion zu einem gefälschten Onlineshop.

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Liestal BL: Polizei zieht nach OBI Beach Tour positive Bilanz – über 1'300 Hüte verteilt

Die OBI Beach Tour ist vorbei – und für uns war es das erste Mal. Was sollen wir sagen? Es hat richtig Spass gemacht!

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Aquila TI: 67-Jähriger nach Suchaktion tot aufgefunden – tödlicher Absturz bei Arbeiten

Die Kantonspolizei teilt mit, dass gestern kurz nach 15.30 Uhr bei der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) die Meldung über das Ausbleiben der Rückkehr eines 67-jährigen Schweizers aus dem Bleniotal einging. Daraufhin wurde umgehend eine Suchaktion eingeleitet, an der sich die Kantonspolizei und die Rega beteiligten.

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Geroldswil ZH: Auto kracht auf A1 in Lieferwagen – zwei Kinder unter vier Verletzten

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Lieferwagen sind am Mittwochnachmittag (22.7.2026) auf der Autobahn A1 bei Geroldswil vier Personen verletzt worden. Kurz vor 16.30 Uhr war ein Lieferwagen auf der A1 in Richtung Luzern unterwegs.

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Flüelen UR: Vermisster Schwimmer nach Suchaktion auf dem Urnersee gefunden

Am Montag, 20. Juli 2026, kurz vor 22.00 Uhr ging bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Uri die Meldung ein, dass sich ein Schwimmer im Bereich des Campinggeländes beim Windsurfing Urnersee in Flüelen in den Urnersee begeben habe und in Richtung Isleten geschwommen sei. Nachdem der Sichtkontakt zum 35-jährigen Mann abgebrochen war, wurde umgehend eine Suchaktion eingeleitet.

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Wabern BE: Velofahrerin und Rollerfahrer bei Kollision verletzt – Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagnachmittag hat sich in Wabern ein Verkehrsunfall zwischen einer Velofahrerin und einem Rollerfahrer ereignet. Beide Fahrzeuglenkenden wurden dabei verletzt. Die Kantonspolizei Bern sucht zur Klärung des Unfallhergangs Zeuginnen und Zeugen.

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Saint-Brais JU: Frontalcrash nach riskantem Überholmanöver – Autofahrerin schwer verletzt

Am Mittwoch, 22. Juli 2026, gegen 11.15 Uhr, fuhr eine Automobilistin von Saint-Brais in Richtung Glovelier. Nach dem Dorfausgang setzte sie trotz eines korrekt entgegenkommenden Lastwagens zum Überholen eines landwirtschaftlichen Gespanns an, das aus einem Traktor und einem Anhänger bestand.

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Malters LU: Motorradfahrer stürzt Böschung hinunter und verletzt sich bei Selbstunfall

Am Mittwoch (22. Juli 2026, kurz nach 07.45 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer auf der Hellbühlstrasse von Hellbühl in Richtung Malters. Unterhalb der Liegenschaft Knüsligen geriet das Motorrad in einer starken Linkskurve von der Fahrbahn ab und geriet auf die rechtsseitige Wiese, und rutschte eine Böschung hinunter.

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Sempach LU: Zwei Verletzte nach Auffahrunfall auf der A2 – Stau auf der Autobahn

Am Mittwoch, 22. Juli 2026, kurz vor 11.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 bei Sempach zu einem Auffahrunfall zwischen einem Kleinbus und einem Personenwagen. Zwei Personen wurden dabei verletzt und vom Rettungsdienst 144 zur medizinischen Versorgung ins Spital gebracht.

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Neuenhof AG: Rumäne nach Terrassen-Einbruch auf frischer Tat festgenommen

Ein Unbekannter verschaffte sich am Dienstagnachmittag über eine angelehnte Terrassentür Zutritt zu einer Wohnung in Neuenhof. Von der Bewohnerin überrascht, entfernte sich der Mann zunächst unerkannt. Im Zuge der Fahndung hielt die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal wenig später einen 42-jährigen Rumänen an. Die Kantonspolizei Aargau nahm ihn unter dringendem Tatverdacht vorläufig fest.

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Spiringen UR: Schreinerei steht in Vollbrand – Feuer greift auf weitere Gebäude über

Heute Mittwoch, 22. Juli 2026, um 6.30 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Uri die Meldung zu einem Brand in Spiringen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Werkhalle eines Schreinereibetriebs bereits im Vollbrand. In der Folge griff das Feuer auf angrenzende Gebäude über.

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Schenkon LU: Fussgänger angefahren und verletzt – Autofahrer begeht Fahrerflucht

Gestern Morgen hat sich in Schenkon ein Verkehrsunfall zwischen einem Fussgänger und einem Personenwagen ereignet. Dabei wurde der Fussgänger verletzt. Der Lenker oder die Lenkerin des bislang unbekannten Autos setzte die Fahrt fort, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Die Polizei sucht Zeugen.

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Maienfeld GR: Frau bei Autobahn-Crash auf A13 schwer verletzt – Polizei sucht Zeugen

In Maienfeld hat sich am Dienstagmittag auf der Autobahn A13 eine Kollision zwischen zwei Personenwagen ereignet. Eine Frau wurde dabei schwer verletzt. Die Kantonspolizei Graubünden sucht Zeugen.

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Wetter am Mittwoch, 22.07.2026: Sonnig und trocken, bis 29 Grad in der Schweiz

Die Schweiz liegt in den kommenden Tagen im Einflussbereich eines umfangreichen Hochs mit Kern nordwestlich der Britischen Inseln. Mit einer nördlichen Strömung wird trockene Luft zu den Alpen geführt. Auf der Alpensüdseite liegt noch wärmere und etwas instabilere Luft, womit die Schauerneigung heute Dienstag noch etwas erhöht bleibt. Ab Mittwoch wird die Luftmasse auf der Alpensüdseite ebenfalls abgetrocknet und stabilisiert.

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Schweiz: Hitze verändert Hochtouren – SAC empfiehlt sorgfältige Tourenplanung

Die anhaltende Hitze verändert die Verhältnisse im Hochgebirge. Während einige Touren sehr gute Bedingungen bieten, sind andere aussergewöhnlich anspruchsvoll. Der Schweizer Alpen-Club SAC rät Berggängerinnen und Berggängern deshalb, ihre Touren sorgfältig zu planen und sich vorgängig über die aktuellen Verhältnisse zu informieren. Der schneearme Winter, das sehr warme Frühjahr und die wiederholten Hitzeperioden seit Sommerbeginn haben die Bedingungen im Hochgebirge deutlich verändert. Viele Gletscher sind bereits stark ausgeapert: Die schützende Schneeschicht ist geschmolzen und das blanke Eis liegt frei. Dadurch können klassische Hochtouren schwieriger sein als in den vergangenen Jahren. Offene Spaltenzonen und grosse Bergschründe verändern Zustiege und erschweren die Routenwahl. Einzelne Anstiege sind deshalb derzeit nicht empfehlenswert.

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Le Chenit VD: Genfer Töfffahrer mit 181 km/h statt 80 geblitzt – Via-Sicura-Verfahren

Am Sonntag, 19. Juli 2026, gegen 13 Uhr, wurde auf dem Gemeindegebiet von Le Chenit ein Motorradfahrer mit 181 km/h statt der erlaubten 80 km/h auf der Marchairuzstrasse gemessen. Der Raser wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Waadtländer Polizeikorps erinnern daran, dass nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle gehört.

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Innertkirchen BE: 70-jähriger Deutscher nach Sturz in Bergschrund tot geborgen

Am Sonntagmittag ist ein Berggänger unterhalb des Hiendertelltigletscher in Innertkirchen verunglückt. Die Rettungskräfte konnten den Mann bergen und nur noch seinen Tod feststellen. Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs sind im Gang.

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Luzern LU: Brandursache nach Grossbrand geklärt – Defekt an Klimaanlage schuld

Am Sonntagabend ist es in einem Hotel in der Stadt Luzern zu einem Dachstockbrand gekommen. Die Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle und konnte den Brand löschen. Ein Feuerwehrmann erlitt dabei leichte Verletzungen. Die Brandursache ist auf einen elektrotechnischen Defekt zurückzuführen.

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Kapo Zürich: Polizei wirbt um neue Fachkräfte mit Fokus auf Teamgeist und Werte

Die Arbeit bei der Kantonspolizei Zürich ist nicht nur ein Job. Es ist eine Aufgabe im Dienst der Gesellschaft für die Sicherheit im Kanton Zürich. Für eine solche Aufgabe braucht es mehr als körperliche Fitness und Unerschrockenheit.

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Sarnen OW: Kollision zwischen Auto und Töff bei Abbiegemanöver – zwei Verletzte

In Sarnen beabsichtigte ein 46-jähriger Autofahrer von der Schwanderstrasse herkommend in die Jordanstrasse einzubiegen. Der nachfolgende, 60-jährige Motorradfahrer setzte zur gleichen Zeit ein Überholmanöver an, weswegen es zur Kollision kam.

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Sion VS: Nächtliche Sperrungen auf der A9 wegen neuer Verkehrsführung bis August

Im Rahmen der Sanierung der A9 zwischen Sion-Est und Sierre-Est sind erneut verschiedene Sperrungen notwendig. Sie ermöglichen die Anpassung der Verkehrsführung für die nächsten Bauetappen. Die Sanierungsarbeiten auf dem Abschnitt zwischen Sion-Est und Sierre-Est laufen seit Anfang März und dauern voraussichtlich bis Ende 2028.

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Brunnadern SG: Kleinkind stürzt aus Fenster im dritten Stock – Rega fliegt Bub ins Spital

Am Dienstagmorgen (21.07.2026) ist in Brunnadern ein Kleinkind aus einem Fenster im dritten Stock gestürzt. Es wurde lebensbedrohlich verletzt und von der Rega ins Spital geflogen.

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Boltigen BE: Auto kracht in Gartenzaun – drei Frauen bei Selbstunfall verletzt

Am Dienstagvormittag ereignete sich in Boltigen ein Selbstunfall. Dabei wurden drei Personen verletzt. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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Wettingen AG: Polizeihund schnappt Billettautomaten-Knacker nach Flucht

Nach einem mutmasslichen Diebstahl aus einem Billettautomaten nahm die Kantonspolizei Aargau in Wettingen zwei Männer fest. Bei der Festnahme biss ein Polizeihund einen der Tatverdächtigen in den Unterarm.

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Schweiz: BFU warnt Autofahrer zum Schulanfang vor dem inneren „Autopiloten“

Zum Schulanfang sind wieder viele Kinder im Strassenverkehr unterwegs. Die meisten Autofahrer wissen, dass sie in ihrer Nähe besonders vorsichtig sein müssen – handeln im Alltag aber nicht immer danach. Die Fahrroutine lässt Aufmerksamkeit und Bremsbereitschaft sinken. Diese Lücke zwischen Wissen und Verhalten kann für Schulkinder gefährlich werden. Die BFU empfiehlt deshalb einfache Wenn-dann-Vorsätze, um den inneren „Autopiloten“ bewusst zu durchbrechen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.