Schweiz

Lugano TI: Polizei nimmt mutmasslichen Kokainhändler fest

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 5. März 2026 im Rahmen einer gemeinsamen Ermittlung mit der Anti-Drogen-Einheit der Polizei Lugano ein 27-jähriger albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Albanien festgenommen wurde. Der Mann steht im Verdacht, in den Drogenhandel in grösserem Umfang verwickelt zu sein.

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Stadt St.Gallen SG: Jugendliche stehlen Auto und prallen gegen parkiertes Fahrzeug

Am frühen Sonntagmorgen erhielt die Stadtpolizei St.Gallen um 5 Uhr die Meldung von Anwohnenden, dass an der Heimstrasse mehrere Jugendliche versuchen, ein Auto zu entwenden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte ein verlassenes Fahrzeug mitten auf der Strasse fest.

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Zug ZG: Polizist stoppt in seiner Freizeit zwei jugendliche Taschendiebe

Dank seiner Aufmerksamkeit und seinem richtigen Bauchgefühl hat ein Polizist am Sonntagnachmittag in seiner Freizeit zwei jugendliche Taschendiebe gestoppt. Die beiden 16-jährigen Tatverdächtigen werden beschuldigt, kurz zuvor in der Stadt Zug ein Portemonnaie aus einer Handtasche gestohlen zu haben.

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Kanton Wallis: Betrüger geben sich als Polizisten aus – ältere Menschen im Visier

Die Kantonspolizei meldet einen Anstieg sogenannter Schockbetrügereien, die es in den letzten Wochen auf ältere Menschen abgesehen haben. Seit dem 1. Januar wurden mehrere Fälle gemeldet, in denen sich Kriminelle als Polizisten, Ärzte oder Enkelkinder ausgeben, um ihre Opfer zu täuschen und Geld oder Wertgegenstände zu stehlen.

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Buchs AG: Alkoholisierter 82-Jähriger prallt mit Auto frontal gegen Baum

Am Sonntagnachmittag kam ein 82-jähriger Automobilist in Buchs von der Strasse ab und prallte frontal gegen einen Baum. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu. Am Auto entstand Totalschaden. Ein Atemalkoholtest ergab einen positiven Wert.

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Reinach BL: Drei Autos kollidieren auf Bruderholzstrasse – zwei Personen verletzt

Am Sonntagnachmittag, 8. März 2026, kurz vor 15.00 Uhr, ereignete sich auf der Bruderholzstrasse in Reinach BL, ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Zwei Personen wurden verletzt.

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Giornico TI: Industriestrasse monatelang gesperrt – Umleitungen zur Autobahn

Das Ministerium für Land und Meer gibt bekannt, dass von Montag, 16. März 2026, bis Freitag, 3. Juli 2026, die Industriestrasse in Giornico an der Kreuzung mit der P2 gesperrt wird. Die direkte Zufahrt zur Autobahnanschlussstelle Giornico von der Kantonsstrasse P2 ist in diesem Zeitraum nicht möglich.

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Gontenschwil AG: Betrunkene Lenkerin fährt nach Kollision 50 Meter Böschung hinunter

Am Sonntagmorgen kollidierte eine Autofahrerin zunächst mit einem Robidog und anschliessend mit einem Kandelaber. Danach fuhr sie mit ihrem Fahrzeug eine Böschung hinunter und kam erst nach etwa 50 Metern zum Stillstand. Ihr wurde der Führerausweis entzogen.

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Wetter am Montag, 09.03.2026: Viel Sonne, Saharastaub lässt nach, lokal Schauer

Die Schweiz liegt zwischen einem Hoch mit Zentrum über Osteuropa und einem Höhentief über Spanien in einer schwachen südlichen bis südöstlichen Höhenströmung. Am Montag nähert sich vom Atlantik her ein weiteres Tief und das Hochdruckgebiet zieht ostwärts ab. Dabei erfolgt eine Anfeuchtung und Labilisierung der Luftmasse, gleichzeitig nimmt die Menge an Saharastaub über der Schweiz langsam ab. In den folgenden Tagen gelangt aus Südwesten schubweise feuchtere und instabil geschichtete Luft zur Schweiz.

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Schweiz: Behörden warnen vor Spielzeug-Teeservice – Erstickungsgefahr für Kinder

Kleinteile können sich vom Spielzeug-Essensset „Teeservice aus Metall“ der Firma Flying Tiger Copenhagen lösen. Dadurch besteht Erstickungsgefahr.

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Schweiz: Gesundheitsgefahr – Ring wegen Cadmium aus Verkauf genommen

In dem Produkt „Dollar Gangster Rapper“ wurde Cadmium nachgewiesen. Da ein Gesundheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann, rät das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (FSVO) vom Gebrauch des Produkts ab.

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Genf GE: Behörden stärken Zusammenarbeit im Kampf gegen Menschenhandel

Unter der Schirmherrschaft des Genfer Mechanismus zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels fand am 5. März 2026 in Genf eine spezielle Schulung statt. An diesem Treffen nahmen Vertreter des Sozialdienstes der Abteilung für Sozialen Zusammenhalt und Solidarität der Stadt Genf, der von ihr beauftragten Verbände sowie der Ständigen Vertretung der Schweiz beim Büro der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen in Genf teil.

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Wallis: Revision des Brandschutzgesetzes – Experten analysieren Zuständigkeiten

Im Rahmen der Totalrevision des Gesetzes zum Schutz gegen Feuer und Naturelemente (GSFN) hat der Kanton Wallis zwei externe Rechtsexperten mit einer Analyse beauftragt, um Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Sie sollen auch die Aufgaben und Kompetenzen der kantonalen Behörden im Bereich des Brandschutzes analysieren, um die Befugnisse des Kantons in diesem Bereich im neuen Gesetz festzulegen.

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Winterthur ZH: Brennender Koffer und Abfall – drei Feuer innert kurzer Zeit

Am Freitagabend, 6. März 2026, zwischen 18.00 und 20.30 Uhr, wurden der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur innert kurzer Zeit drei Brände gemeldet. Die ausgerückten Patrouillen trafen vor Ort auf einen brennenden Koffer sowie zweimal auf brennenden Abfall beziehungsweise auf einen rauchenden Abfalleimer.

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Wollerau SZ: Auto auf Parkplatz in Vollbrand – weitere Fahrzeuge beschädigt

Am Sonntag, 8. März 2026, kurz nach 16:30 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass auf einem Parkplatz an der Sihleggstrasse in Wollerau ein Fahrzeug brennt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Personenwagen bereits in Vollbrand.

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Dörflingen SH: Auto erfasst 9-jährige Reiterin – Pferd stirbt an Unfallstelle

Am Sonntag (08.03.2026) hat sich in Dörflingen auf der Judenstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Jungreiterin ereignet. Die junge Reiterin wurde mittels unbekannten Verletzungen durch die Deutsche Luftrettung ins Kinderspital Zürich verbracht. Das Pferd erlag noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen.

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Kapo Zürich: Kantonspolizei öffnet Türen für Interessierte am Polizeiberuf

Infoabend bei der Kantonspolizei – Ihre Chance, den Polizeiberuf hautnah kennenzulernen!  Haben Sie Interesse an einer spannenden Stelle bei der Polizei, sind aber noch unsicher?

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Kapo Zürich: Diensthund Naali bekommt bei der Kantonspolizei eine gründliche Dusche

Der Schein trügt. Nein, unser Hundeführer versucht nicht, seinen etwas faltigen Vierbeiner mit Druckluft wieder aufzupumpen.

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Riedern GL: Flurbrand in steiler Felswand – Jugendliche gestehen Feuer

Am Samstag, 7. März 2026, gegen 16:15 Uhr, informierten mehrere Personen unabhängig voneinander die Kantonspolizei Glarus, dass es in einer bewaldeten Felswand oberhalb Riedern/Glarus brenne. Da das Gelände nur schwer zugänglich war, bot die Einsatzleitung der Feuerwehr einen Löschhelikopter auf.

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Kanton Luzern: Strasse durch Lammschlucht wird verbreitert und besser geschützt

Die Luzerner Stimmberechtigten sagen mit 82,83 Prozent deutlich Ja zum Sonderkredit von rund 38 Millionen Franken für den Ausbau des zweiten Abschnitts der Kantonsstrasse K 36 durch die Lammschlucht. Damit kann die Kantonsstrasse verbreitert, sicherer gestaltet und besser vor Naturgefahren geschützt werden.

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Röthenbach im Emmental BE: Motorrad kollidiert mit Auto in Kurve – Fahrer verletzt

Am Samstagabend ist es in Röthenbach im Emmental zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Ermittlungen wurden aufgenommen.

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Burgdorf BE: Buschauffeur verliert Bewusstsein – Linienbus kollidiert mit Auto

Am Donnerstagabend ist es in Burgdorf zu einem Selbstunfall eines Linienbusses gekommen. Der Buschauffeur wurde verletzt ins Spital gebracht. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich zirka fünf Fahrgäste im Bus, von denen nach aktuellem Kenntnisstand niemand verletzt wurde.

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Schweizere Armee: Wegen wachsender Bedrohung prüft Bundesrat zweite Luftabwehr

Angesichts der angespannten geopolitischen Lage und der zunehmenden Bedrohung durch Distanzwaffen will der Bundesrat die Luftverteidigung gezielt stärken. Neben der Beschaffung des Systems zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite Patriot wird die Beschaffung eines zusätzlichen, bevorzugt in Europa produzierten, Systems geprüft.

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Attalens FR: Auto prallt gegen Betonpfosten – Mitfahrerin schwer verletzt

Heute Nacht wurden in Attalens drei Personen bei einem Selbstunfall verletzt. Eine schwerverletzte Mitfahrerin wurde mit einem Helikopter in ein Spital geflogen.

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Saint-Ursanne JU: Brand auf Gelände der ehemaligen Thécla-Fabrik beschädigt Gebäude

Am Sonntag, dem 8. März 2026 um 04:21 Uhr, löste die CET der Kantonspolizei einen Feueralarm wegen eines Gebäudebrandes auf dem Gelände der ehemaligen Thécla-Fabrik in Saint-Ursanne aus. Das Feuer brach in einem von einer Privatperson gemieteten Gebäude aus.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.