Schweiz

Kanton SH: Freudenkundgebungen bei Fussball-EM 2024 - Was wird toleriert?

Freudenkundgebungen anlässlich der Fussball-Europameisterschaft, die vom Freitag (14.06.2024) bis am Sonntag (14.07.2024) stattfindet, sind im Kanton Schaffhausen möglich, solange diese für Dritte keine übermässige Beeinträchtigung und Belästigung bedeuten. Der Wirtschaftsschluss wird durch die Gemeinden festgelegt und ist einzuhalten.

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Stadt St.Gallen SG: Mann (33) in Ostunterführung ausgeraubt

Am Mittwoch (19.06.2024), nach 1:20 Uhr, ist ein 33-jähriger Mann in der Ostunterführung des Bahnhofs St.Gallen, vor dem Aufgang zu Gleis drei von drei unbekannten Personen ausgeraubt worden. Die Täterschaft erbeutete ein Portemonnaie und schlug dem Mann ins Gesicht. Danach flüchteten die Männer in unbekannte Richtung.

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Heiligkreuz SG: Kollision zwischen Auto und Motorradfahrer (24)

Am Dienstag (18.06.2024), um 20:40 Uhr, ist es auf der Staatsstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer gekommen. Der 24-jährige Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 9'000 Franken.

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Buchs SG: Motorradfahrerin (46) von Auto erfasst und verletzt

Am Mittwoch (19.0.2024), um 06:15 Uhr, ist es auf der Churerstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einer Motorradfahrerin gekommen. Die 46-jährige Motorradfahrerin wurde dabei leicht verletzt. Sie begab sich selbständig in ärztliche Behandlung. Es entstand Sachschaden von rund 3'000 Franken.

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Seebach ZH: Sicherer Schulweg über die Thurgauerstrasse

Das neue Schulhaus „Thurgauerstrasse“ in Seebach wird im August 2024 eröffnet. Damit die Schulkinder die vierspurige Thurgauerstrasse sicher überqueren können, setzt die Stadt einen Begleitdienst ein und senkt temporär die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h. Voraussichtlich im Jahr 2025 wird eine provisorische Passerelle die Situation weiter verbessern.

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Kanton GR / Calancastrasse: Sperrungen bei Starkniederschlägen aufgehoben

Infolge Starkniederschlägen musste die Calancastrasse im März dieses Jahres zwischen Bivio Castaneda und der Abzweigung Buseno aus Sicherheitsgründen zweimal vorsorglich gesperrt werden. Dank erfolgreich durchgeführten Sicherungsmassnahmen in diesem Perimeter hebt das Tiefbauamt Graubünden die vorsorglichen Strassensperrungen per sofort auf.

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Goldau SZ: Motorradlenkerin (35) bei Selbstkollision erheblich verletzt

Am Dienstagabend, 18. Juni 2024, erlitt eine Motorradlenkerin bei einer Selbstkollision in Goldau erhebliche Verletzungen. Die 35-Jährige fuhr um 19.40 Uhr auf der Steinerstrasse von Goldau in Richtung Steinen. Aus bislang ungeklärten Gründen kam die Lenkerin nach einer Kurve von der Strasse ab.

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Stadt St.Gallen SG: Brand in Landwirtschaftsbetrieb ausgebrochen

Am Dienstag (18.06.2024), kurz nach 17:20 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand in einem Landwirtschaftsbetrieb an der Speicherstrasse, im Quartier Notkersegg, erhalten. Ein Grossaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst steht im Einsatz. Es wurden keine Menschen verletzt. Am betroffenen Gebäude entstand beträchtlicher Sachschaden.

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Heiden AR: Veloprüfung 2004 – 114 Schülerinnen und Schüler nahmen teil

144 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse traten am Dienstagmorgen zur Radfahrerprüfung in Heiden an und legten mit ihrer Fahrt durch das Dorfzentrum ihre Fahrradprüfung im Kanton Appenzell Ausserrhoden ab. Am Dienstag, 18. Juni 2024 traten 144 Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Heiden, Rehetobel, Wald, Grub, Wolfhalden, Walzenhausen, Reute und Lutzenberg zur diesjährigen Radfahrerprüfung in Heiden an und zeigten auf der anspruchsvollen Prüfungsstrecke durch das Zentrum von Heiden ihr fahrerisches Können.

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Kanton Basel-Stadt: Mit richtigem Verhalten zum sicheren Schwimmvergnügen im Rhein

Die Hitze weckt bei vielen Schwimmerinnen und Schwimmern die Lust nach einer Abkühlung im Rhein. Damit der Badespass auch einer bleibt, sollten einige Tipps und Regeln unbedingt befolgt werden. Besonders die für Schwimmerinnen und Schwimmer gesperrten Zonen bergen Gefahren. Für die Einschätzung der Wasserqualität gibt es einige hilfreiche Tipps.

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Stadt Schaffhausen SH: Polizei nimmt zwei Einbrecher fest

Die Schaffhauser Polizei hat am frühen Freitagmorgen (14.06.2024) in der Altstadt Schaffhausen zwei Männer in flagranti nach einem Einbruch verhaftet. Kurz vor 02.00 Uhr am frühen Freitagmorgen (14.06.2024) wurde der Einsatz- und Verkehrsleitzentrale der Schaffhauser Polizei durch eine externen Alarmzentrale ein möglicher Einbruch in ein Verkaufsgeschäft an der Vordergasse in der Stadt Schaffhausen gemeldet.

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Waldkirch SG: Frontalcrash zwischen zwei Autos – zwei Verletzte

Am Dienstag (18.06.2024), kurz nach 7 Uhr, ist es auf der Oberwaldstrasse zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine 45-jährige Autofahrerin wurde dabei leicht und ein 36-jähriger Autofahrer unbestimmt verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

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Gais / Trogen AR: Verkehrsunfälle mit Rollerfahrern

In Gais und in Trogen ist es am Dienstagmorgen, 18. Juni 2024, zu Verkehrsunfällen gekommen. In Gais kam es zwischen einem Auto und einem Motorroller zur Kollision, in Trogen stürzte ein Rollerfahrer bei einem Selbstunfall. Beim Unfall in Trogen erlitt der Zweiradfahrer Verletzungen. Er wurde ins Spital überführt.

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Alberswil LU: Sonderkredit für den Ausbau und die Sanierung der Kantonsstrasse

Die Kantonsstrasse K11 in Alberswil verläuft im Bereich Dorf bis Unterdorf grösstenteils unmittelbar entlang der Wigger und im Anschluss entlang des Dorf- und Mülibachs. Die Stützmauern zwischen der Kantonsstrasse und den Gewässern sowie zwei Bachdurchlässe sind in einem schlechten Zustand und müssen saniert oder ersetzt werden.

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Todesfalle Auto: Helfen Sie Tieren durch die heissen Sommertage

Nach der kühleren Wetterphase steigt das Thermometer in den kommenden Tagen auf zum Teil heisse Temperaturen. Die Stiftung TBB Schweiz ruft dazu auf, weder Tiere noch Menschen selbst bei milden Aussentemperaturen und Sonnenschein im Auto zu lassen – auch nicht für kurze Zeit. Ausserdem brauchen nicht nur wir Menschen an heissen Sommertagen immer mal wieder eine Abkühlung, auch unseren geliebten Vierbeinern kann die Hitze massiv zu schaffen machen.

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A2 / Sissach–Eptingen BL: Nachtsperrungen Ausfahrt Sissach in Fahrtrichtung Basel

Im Rahmen des Erhaltungsprojekts Sissach–Eptingen findet im Juni 2024 im Bereich des Anschlusses Sissach, Fahrbahn Basel, die Umstellung von Bauphase 2 auf Bauphase 3 statt. Die mit der Bauphasenumstellung verbundenen Arbeiten erfolgen in den vier Nächten von Sonntag, 23. Juni 2024, bis Donnerstag, 27. Juni 2024, jeweils von 20 Uhr bis 5 Uhr.

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Brunnadern SG: Velofahrer (49) von Auto erfasst und unbestimmt verletzt

Am Montag (17.06.2024), kurz nach 18:55 Uhr, ist es auf der Dorfstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velofahrer gekommen. Der 49-jährige Velofahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.