Schweiz

Trubschachen BE: Zwei Männer leblos in Güllenloch gefunden – ein Mann (†49) tot

Am Sonntagabend sind auf einem Bauernhof in Trubschachen zwei Männer in einem Güllenloch verunfallt. Ein Mann verstarb noch vor Ort. Ein weiterer Mann wurde in kritischem Zustand ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.

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Seedorf UR: Veloprüfung 2024 – 39 Schüler in Theorie und Praxis ohne Fehler

Am Samstagmorgen, 20. April 2024, fanden sich ca. 250 Schülerinnen und Schüler aus den Schulen Altdorf, Schattdorf, Bürglen, Attinghausen sowie Seedorf, in Seedorf ein, um den praktischen Teil der Veloprüfung zu absolvieren. Die Polizei hatte zuvor in den Schulklassen Verkehrsunterricht erteilt und in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft die theoretische Prüfung durchgeführt.

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Hildisrieden LU: Autofahrer kollidiert frontal mit Strommasten

Auf der Nebenstrasse Ohmelinge in Hildisrieden geriet am Sonntag (21. April, ca. 07:00 Uhr) ein Autofahrer aus noch ungeklärten Gründen von der Strasse und prallte frontal gegen einen Hochleistungs-Strommasten. Der Fahrer verletzte sich dabei und wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren.

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Knutwil LU / Autobahn A2: Sechs Verletzte bei Kollision auf rutschiger Fahrbahn

Ein Autofahrer fuhr am Sonntag (21. April 2024, kurz vor 15:30 Uhr) auf der Autobahn A2 auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Süden. Kurz nach dem Rastplatz Knutwil Süd musste er aufgrund der Verkehrssituation bremsen, wobei das Auto ins Schleudern geriet und mit einem Auto auf dem rechten Fahrstreifen kollidierte.

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Goldach SG: Brand in Keller - Baby zur Kontrolle ins Spital gebracht

Am Sonntag (21.04.2024), kurz nach 16:10 Uhr, ist es in einem Keller eines Mehrfamilienhauses an der St.Gallerstrasse zu einem Brand gekommen. Der Brand konnte durch die örtliche Feuerwehr rasch gelöscht werden. Ein wenige Wochen altes Baby wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Rorschach SG: Autobrand – mutmassliche Brandstiftung

Am Montag (22.04.2024), kurz nach 2:55 Uhr, ist es auf einem Parkplatz bei der Thurgauerstrasse zu einem Brand bei einem Auto gekommen. Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken. Gemäss jetzigen Erkenntnissen wird von Brandstiftung ausgegangen.

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Ricken SG: Frontalkollision zwischen zwei Autos fordert zwei Schwerverletzte

Am Sonntag (21.4.2024), kurz nach 11:30 Uhr, ist es auf der Rapperswilerstrasse zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt. Die Strasse musste für die Dauer der Unfallaufnahme durch die Feuerwehr komplett gesperrt werden. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren 10'000 Franken.

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A1 Mühleberg / A12 Oberwangen BE: Mehrere Verkehrsunfälle auf Autobahnen

Am Samstagabend ist es auf Autobahnen zu acht Verkehrsunfällen mit neun beteiligten Autos gekommen. Fünf Unfälle ereigneten sich auf der A12 bei Oberwangen, drei auf der A1 bei Mühleberg. Eine leichtverletzte Person musste ins Spital gebracht werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

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Stadt Zürich ZH / Kreis 1: Polizeieinsatz vor dem Fussballspiel FC Zürich – FC St. Gallen

Am Sonntagmittag, 21. April 2024, führten rund 2000 FCZ-Fans im Kreis 1 eine Protestaktion gegen die Sperrung der Südkurve im Letzigrundstadion durch. Die Stadtpolizei Zürich verhinderte, dass der gleichzeitig stattfindende Zürich Marathon tangiert wurde. Die Aktion verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Aufgrund von massiven Ausschreitungen bei der Begegnung des FC Servette und dem FC Zürich, am 6. April 2024, beschloss die Bewilligungsbehörde, den Heimsektor des FC Zürich (Sektor D, Blöcke 24-27, mit den Stehplätzen der Südkurve) beim heutigen Heimspiel gegen den FC St. Gallen zu schliessen.

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Küssnacht am Rigi SZ: Über ein Dutzend Einbruchdiebstähle - 2 Personen verhaftet

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag, 20. April bis 21. April 2024, ereigneten sich in Küssnacht rund ein Dutzend Einbruchdiebstähle sowie Versuche dazu. Weiter wurde ein Lieferwagen entwendet. Zwei Personen konnten bei der Fahndung festgenommen werden. Am Sonntag, 21. April 2024, kurz nach 02:15 Uhr, meldete ein aufmerksamer Bürger an der Bahnhofstrasse eine verdächtige Person, welche mutmasslich versuche, einzubrechen. Daraufhin rückten mehrere Polizistinnen und Polizisten nach Küssnacht aus. Dabei konnte ein 14-jähriger marokkanischer Staatsangehöriger nach kurzer Flucht festgenommen werden.

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Schattdorf UR: Pflichtwidriges Verhalten nach einem Verkehrsunfall - Zeugenaufruf

Am Freitag, 19. April 2024, gegen 13.00 Uhr, fuhr ein 24-jähriger Mann mit seinem Fahrrad auf der Adlergartenstrasse in Richtung Dorfstrasse und beabsichtigte nach links in die Dorfbachstrasse abzubiegen. Dabei wurde er unvermittelt von einem Fahrzeug von hinten touchiert, kam in der Folge zu Fall und verletzte sich dabei leicht. Der Lenker des unfallbeteiligten Fahrzeuges setzte seine Fahrt, ohne sich um den verletzten Fahrradfahrer zu kümmern, in Richtung Dorfstrasse weiter. Beim gesuchten, unfallbeteiligten Fahrzeug handelt es sich um einen schwarzen Personenwagen mit Urner Kontrollschildern, höchstwahrscheinlich um einen sogenannten Kombi. Im Fahrzeug befand sich neben dem Fahrzeuglenker auch eine Beifahrerin.

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Mollis GL: Zwei Fahrzeuge aufgebrochen

Am Mittag vom Samstag, 20.04.2024, wurden bei der Flechsenstrasse in Mollis von unbekannter Täterschaft zwei parkierte Personenwagen aufgebrochen. Bei den Fahrzeugen wurde die Fensterscheibe der Fahrer- bzw. der Beifahrerseite zerschlagen und anschliessend das Fahrzeuginnere nach möglichem Deliktsgut durchsucht.

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Eggerstanden AI: Schlauch beim Umpumpen von Jauche geplatzt

Am frühen Samstagabend (20.04.2024) kurz nach 19.00 Uhr ging die Meldung ein, dass beim Umpumpen von Jauche von einer Grube in eine andere Grube ein Schlauch platzte. Dabei ergoss sich eine unbekannte Menge Jauche über das angrenzende Wiesland sowie weiter auf die Eichbergstrasse und in Richtung eines kleinen Baches.

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Mettauertal AG: Am Steuer eingenickt

Der erste der beiden Selbstunfällen ereignete sich am Samstag, 20. April 2024, kurz nach 17 Uhr auf der Hauptstrasse zwischen Schwaderloch und Laufenburg. Auf dieser Ausserortsstrecke war ein Automobilist in Richtung Laufenburg unterwegs. In einer langgezogenen Linkskurve verlor er die Herrschaft über seinen Wagen und kam rechts von der Strasse ab.

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Prekäre Witterungsverhältnisse führen zu mehreren Verkehrsunfällen auf der A18 / BL

Am Samstagnachmittag, 20. April 2024, kurz nach 16.15 Uhr, ereigneten sich auf der Autobahn A18 in Fahrtrichtung Delémont aufgrund der prekären Witterungsverhältnisse mehrere Verkehrsunfälle. Fünf Personen wurden verletzt. Die Autobahn A18 musste komplett gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

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Unfall in St. Fiden SG: 24-Jähriger wird von Zug erfasst und schwer verletzt

Am Samstagabend (20.04.2024) ereignete sich am Bahnhof St.Fiden ein Personenunfall. Gemäss ersten Erkenntnissen überschritt ein 24-jähriger Mann die Bahngleise und wurde von einem einfahrenden Zug erfasst. Er wurde dabei schwer verletzt.

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Brünigpass OW: Unfall auf schneebedeckter Strasse - Passagiere im Reisecar unverletzt

Am Samstag, 20.04.2024, kurz vor 11:00 Uhr, fuhr eine 26-jährige Touristin mit ihrem Personenwagen vom Brünigpass talwärts in Richtung Sarnen. In Lungern, im Bereich Letzi, kam sie auf der schneebedeckten Strasse auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem bergwärts fahrenden Gesellschaftswagen.

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Scherzingen TG: Nach Einschleichdiebstahl Marokkaner (23) festgenommen

Am Samstagmorgen wurde in Scherzingen nach einem Einschleichdiebstahl ein Tatverdächtiger festgenommen und Deliktsgut sichergestellt. Die Bewohner eines Einfamilienhauses an der Näggenbergstrasse bemerkten kurz vor 7 Uhr eine fremde Person in ihrem Haus. Ein unbekannter Täter flüchtete, ein Bewohner folgte dem Mann durch das Wohnquartier, verlor ihn jedoch aus den Augen.

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Stadt Zürich: Jahresbilanz Ordnungsbussen 2023 - rund 877'000 Übertretungen

Die Stadtpolizei Zürich ahndete im Jahr 2023 rund 877 000 Übertretungen. Der Ertrag aus Ordnungsbussen beläuft sich auf 61 Millionen Franken. Das sind 0,3 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Abgenommen haben Übertretungen im Bereich Geschwindigkeitsmissachtungen und Rotlichtmissachtungen, während die Parkbussen leicht zugenommen haben.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.