Schweiz

Zofingen AG: Polizeichef Stefan Wettstein geht nach 40 Dienstjahren in Pension

Vor 40 Jahren startete Stefan Wettstein als Polizeiaspirant bei der Stadtpolizei Zofingen. Dass er eines Tages als Chef der Regionalpolizei Zofingen pensioniert werden würde, hätte er sich damals wohl kaum vorstellen können.

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Schweizersholz TG: Sekundenschlaf – Lieferwagen kracht in Auto einer 19-Jährigen

Ein Lieferwagenfahrer verursachte am Dienstag in Schweizersholz infolge eines Sekundenschlafes eine Kollision mit einem Auto. Die Autofahrerin wurde leicht bis mittelschwer verletzt.

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Ruswil LU: Auto mit Anhänger gerät auf Gegenfahrbahn – 2 Lenker bei Kollision verletzt

Am Dienstag (1. September 2026, kurz vor 18:00 Uhr) fuhr ein Fahrzeuglenker mit seinem Auto und einem angekoppelten Sachentransportanhänger auf der Rüediswilerstrasse von Buttisholz in Richtung Ruswil. Im Bereich der Kapelle St. Jost und St. Wendelin geriet die Fahrzeugkombination aus noch ungeklärten Gründen auf die linke Fahrbahnhälfte.

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Schwarzenberg LU: Auto kommt in Linkskurve von Strasse ab und prallt frontal gegen Baum

Am Dienstag (1. September 2026, kurz vor 21:40 Uhr) fuhr ein Autofahrer von Kriens in Richtung Eigenthal. In einer Linkskurve kam das Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen rechts von der Strasse ab und prallte frontal gegen einen Baum.

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Schattdorf UR: Motorkarren kollidiert mit Auto – rund 20'000 Franken Sachschaden

Gestern Dienstag, 1. September 2026, gegen 17.30 Uhr, fuhr der Lenker eines landwirtschaftlichen Motorkarrens mit Urner Kontrollschildern auf der Riedstrasse und beabsichtigte in die Umfahrungsstrasse einzubiegen. Gleichzeitig fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern auf der Umfahrungsstrasse in Richtung Kreisel Rynächt.

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Buch bei Frauenfeld TG: Auto überschlägt sich bei Selbstunfall – 22-Jähriger verletzt

Bei einem Selbstunfall am Dienstagnachmittag in Buch bei Frauenfeld überschlug sich ein Auto. Dabei wurde der Autofahrer leicht bis mittelschwer verletzt und es entstand Sachschaden.

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Filisur GR: SlowUp Albula sperrt Albulastrasse – motorisierter Verkehr bleibt draussen

Am Sonntag, 6. September 2026, findet der SlowUp Albula statt. Zwischen Filisur und La Punt Chamues-ch wird die Albulastrasse für den motorisierten Verkehr gesperrt.

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Sursee LU: Ringstrasse soll mit Ampeln und Buspriorisierung entlastet werden

Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung hat der Kanton Luzern am 1. September 2026 die Bestvariante für die Optimierung des Gesamtverkehrs entlang der Ringstrasse in Sursee vorgestellt. Die in einem Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitete Lösung verbessert den Verkehrsfluss, stärkt den öffentlichen Verkehr, schafft sichere Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr und wertet den Strassenraum auf.

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Luzern: Polizei warnt vor Gaffern – Filmen und langsames Vorbeifahren gefährdet Menschen

Gaffen ist keine Hilfe. Wer bei einem Unfall langsamer fährt, stehen bleibt oder sogar das Handy zückt, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern kann auch unsere Einsatzkräfte behindern.

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Zürich ZH: Zoll und Grenzsicherheit hautnah – BAZG zeigt Berufsalltag am Flughafen

Berufe entdecken, Fragen stellen, direkt ins Gespräch kommen. Am Thementag am Flughafen Zürich konnten Besucherinnen und Besucher unsere Fachspezialistinnen und Fachspezialisten Zoll und Grenzsicherheit persönlich kennenlernen und mehr über ihren vielseitigen Berufsalltag erfahren.

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Gossau SG: Elektroauto brennt in Tiefgarage – rund 50 Personen aus Gebäude evakuiert

Am Dienstagnachmittag (01.09.2026) hat in einer Tiefgarage eines Gebäudes an der Wilerstrasse ein Auto gebrannt. Die Feuerwehr stand mit einem grossen Aufgebot im Einsatz.

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Schweiz: Zwölf Jahre im Dienst an der Grenze – Diensthündin Faith geht in Pension

Erkennen Sie die Unterschiede zwischen diesen beiden Fotos? Der grösste ist nicht unbedingt auf den ersten Blick zu erkennen: 12 Jahre Arbeit im Dienst unseres Landes und seiner Grenzen.

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Birrfeld AG: Schwerer Hagelsturm beschädigt Flugzeuge & Hangars – Flugplatzfest abgesagt

Flugplatzfest Birrfeld abgesagt. Der aussergewöhnlich schwere Sturm mit starkem Hagel und Wind am 28. August war zu viel: Auf dem Flugplatz Birrfeld wurden gleich mehrere Flugzeuge und Hangars beschädigt.

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Tessin: Polizei warnt vor Gefahren im Wasser – diese Regeln können Leben retten

Sicherheit im Wasser: Am See, am Fluss oder im Schwimmbad gelten die gleichen Regeln. Im Sommer suchen viele Menschen Abkühlung, und wir als Kantonspolizei sind mit der Seepolizei auf Seen und Flüssen präsent, um die Sicherheit der Schwimmenden und der Personen auf Wasserfahrzeugen zu gewährleisten.

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Monte Ceneri TI: Rettungsübung im Basistunnel – SBB und Einsatzkräfte proben Ernstfall

In der Nacht von Samstag, 5. September, auf Sonntag, 6. September 2026, führen die SBB in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Tessin und den Einsatzkräften des Kantons Tessin eine Rettungsübung im Ceneri-Basistunnel (CBT) durch. Ziel ist es, die Rettungsabläufe zu überprüfen und zu optimieren, um die grösstmögliche Sicherheit für die Kundinnen und Kunden sowie das Personal zu gewährleisten.

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Attiswil BE: Elektroroller kollidiert mit Auto – Mitfahrer bei Unfall schwer verletzt

Am Montagabend ist es in Attiswil zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Elektroroller und einem Auto gekommen. Der Mitfahrer des Elektrorollers wurde schwer und der Rollerfahrer leicht verletzt.

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Seuzach ZH: Dachsanierung für 66'000 Franken angeboten – Polizei verhaftet zwei Franzosen

Die Kantonspolizei Zürich hat am Montag (31.8.2026) in Seuzach zwei Männer verhaftet, die einem betagten Mann Dachdeckerarbeiten zu einem mutmasslich überhöhten Preis angeboten haben. Nach den heftigen Unwettern vom vergangenen Freitag im nördlichen Teil des Kantons Zürich machten sich zwei Handwerker die entstandenen Schäden und die damit verbundene hohe Nachfrage nach Handwerksbetrieben mutmasslich zunutze.

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Stalden VS: Zwei Reisebusse kollidieren – 13 Verletzte, 7 Ambulanzen, 3 Helikopter im Einsatz

Am 1. September 2026 ereignete sich in Mühlackern bei Stalden ein Verkehrsunfall zwischen zwei Reisebussen. Dabei wurden 13 Personen verletzt.

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Tägerwilen TG: E-Bike-Fahrerin bei Kollision mit Auto schwer verletzt – Rega im Einsatz

Bei der Kollision mit einem Auto wurde am Montagabend in Tägerwilen eine E-Bike-Fahrerin mittelschwer bis schwer verletzt. Sie musste von der Rega ins Spital geflogen werden.

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Biglen BE: Scheunenbrand mit starker Rauchentwicklung – Heubühne in Flammen

Am Dienstagmorgen ist in Biglen in einer Scheune ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehren konnten das Feuer unter Kontrolle bringen. Es wurden weder Personen noch Tiere verletzt. Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens sind im Gang.

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Amriswil TG: Brand im Velokeller – technischer Defekt an E-Roller-Batterie im Fokus

Bei einem Brand in einem Velokeller in Amriswil entstand am Montagabend Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Kurz nach 17 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung über eine starke Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus an der Alpenstrasse ein.

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Reiden LU: Sattelmotorfahrzeug aus Garage gestohlen – Franzose (23) festgenommen

Am Montagabend (31. August 2026, nach 22.30 Uhr) brachen zwei Personen in eine Fahrzeuggarage an der Industriestrasse in Reiden ein und entwendeten ein Sattelmotorfahrzeug. Die Kantonspolizei Aargau konnte einen der mutmasslichen Täter auf der Flucht in Rothrist (AG) festnehmen.

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Langenthal BE: Autofahrerin prallt frontal in Mauer – Murgenthalstrasse Stunden gesperrt

Am Montagnachmittag ist es in Langenthal zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Die Autofahrerin wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht.

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Wittenbach SG: Auto gerät auf Gegenfahrbahn – Motorradfahrer bei Frontalkollision verletzt

Am Montagmorgen (31.08.2026) ist es zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Ein 27-jähriger Motorradfahrer wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Schmerikon SG: Polizei öffnet ihre Türen – Helikopter, Diensthunde und Liveshows warten

Am Sonntag (06.09.2026) lädt die Kantonspolizei St.Gallen von 10 Uhr bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür auf den Polizeistützpunkt Schmerikon ein. Über 30 Themenbereiche, verschiedene Liveshows und zahlreiche Mitmachangebote lassen die Polizeiarbeit aus nächster Nähe erleben.

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Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.