Bei einer Geschwindigkeitskontrolle an der Staffelegg waren elf Lenker so schnell, dass ihnen der Führerausweisentzug droht. Fünf Betroffene durften nicht mehr weiterfahren.
Auf der Dorfstrasse in Matzendorf verlor ein unbekannter Automobilist oder eine unbekannte Automobilistin in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 6./7. Juni 2026, die Kontrolle über das Fahrzeug und richtete beim Restaurant Frohsinn "Pintli" erheblichen Sachschaden an. Ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern, verliess die fahrzeuglenkende Person den Unfallort. Die Kantonspolizei Solothurn hat Ermittlungen zur Identität der fehlbaren Person aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
sanAm Sonntagabend (07.06.2026) ist es auf der Heidenerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der 17-jährige Motorradfahrer wurde mit eher schweren Verletzungen ins Spital gebracht.
Am Sonntagabend (07.06.2026) ist es auf der Autobahn A13 zu einem Selbstunfall gekommen. Dabei hat es das Auto im angrenzenden Wiesland überschlagen. Die 80-jährige Autofahrerin wurde eher leicht verletzt.
Am Sonntagnachmittag (07.06.2026) ist es auf der Murgstrasse zu einem frontalen Verkehrsunfall zwischen zwei Motorrädern gekommen. Eine 20-jährige Töfffahrerin wurde mit eher leichten Verletzungen durch die Rega ins Spital geflogen. Der zweite Töfffahrer, ein 85-jähriger Mann, wurde durch die Rettung mit eher leichten Verletzungen ins Spital gefahren.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (07.06.2026) ist es auf dem Fallengässli zu einem Selbstunfall eines Rollerfahrers gekommen. Der 62-Jährige wurde mit eher schweren Verletzungen durch die Rettung ins Spital gebracht.
Der Fäsenstaubtunnel in Schaffhausen erhält einen Sicherheitsstollen. Dieser verläuft parallel zur bestehenden Tunnelröhre und wird mit neun Notausgängen ausgestattet. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Anfang Januar 2027 und dauern rund sieben Jahre.
Vom 15. bis 17. Juni 2026 findet in der französischen Ortschaft Évian der G7-Gipfel statt. Dieses Treffen erfordert umfangreiche Sicherheitsmassnahmen, an denen sich auch Polizistinnen und Polizisten aus dem Kanton Solothurn beteiligen werden. Aus diesem Grund bleiben im Kanton Solothurn vom 12. Juni bis 18. Juni 2026 mehrere kleinere Polizeiposten geschlossen.
Bei einer Kollision zwischen einem Motorradfahrer und einem Auto wurde am Sonntagnachmittag (07. Juni 2026, kurz vor 15:30 Uhr) in Zell (Ortsteil Hüswil) eine Person verletzt. Die 26-jährige Motorradfahrerin wurde vom Rettungsdienst 144 in ein Spital überführt.
Am Sonntagabend (07. Juni 2026, ca. 17:45 Uhr) kam es in Malters auf der Kantonsstrasse in Richtung Seetalplatz zu einem Auffahrunfall mit vier involvierten Autos. Acht Personen wurden verletzt. Fünf Personen wurden vom Rettungsdienst 144 in das Spital gebracht.
Für Belagsarbeiten auf der A2 bei Arisdorf wird Mitte Juni die mobile Baustellenbrücke ASTRA Bridge montiert und in Betrieb genommen. Dafür sind temporäre Sperrungen der Ein- und Ausfahrt beim Anschluss Arisdorf erforderlich.
Ende Mai ist in Biel eine Jugendliche Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden. Nach einem Zeugenaufruf konnte der mutmassliche Täter aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung identifiziert und in der Folge festgenommen werden.
Weil er innerorts übermässig beschleunigte, verlor ein Neulenker die Kontrolle über seinen Sportwagen. Dieser schleuderte gegen eine Böschung. Verletzt wurde niemand.
„Guten Tag. Mein Name ist Lava vom blauen Mistral und dies ist mein Kollege Ghost Red Element. Sie möchten einen Vorfall melden. Erzählen Sie, wo drückt die Pfote.“
Superheld, Alleskönner, Beschützer, Vorbild oder einfach nur Papi. Am gestrigen Vatertag (07.06.2026) bedankte sich die Kantonspolizei Schwyz bei allen Papis für ihren Einsatz, ganz besonders bei jenen, die täglich für die Polizei im Dienst sind.
Da, wenn Anliegen ernst genommen werden. Wenn Menschen mit Fragen, Sorgen oder Beobachtungen auf einer Polizeistation erscheinen, werden diese Anliegen ernst genommen.
Das Gefängnis Villars mit einer Kapazität von neunzehn Plätzen beherbergt Personen, die zu Haftstrafen von in der Regel weniger als einem Jahr verurteilt wurden. Es bietet Programme für halbgeschlossene Gefangene und externe Arbeitsprogramme an und verfügt über einen geschlossenen Bereich für den Verbüssung regulärer Haftstrafen. Im Rahmen von Sanierungs-, Renovierungs- und Umstrukturierungsarbeiten wird das Gefängnis ab dem 12. Juni geräumt und ab dem 29. Juni für mehrere Monate geschlossen.
In Chur ist es auf der Arosastrasse, im Bereich des Tunnels, zu einem Selbstunfall eines Fahrzeuglenkers gekommen. Der Lenker verletzte sich dabei, am Fahrzeug entstand Totalschaden.
Ein Zwischenhoch hat am Sonntag für eine Abtrocknung der Luftmasse in der Schweiz gesorgt. Am Montag gelangt die Schweiz auf die Vorderseite eines Tiefs über der Nordsee. Die südwestliche Höhenströmung verstärkt sich und es wird feuchtwarme, instabil geschichtete Luft zum Alpenraum geführt. Am Abend und in der Nacht auf Dienstag erfasst von Westen her eine Kaltfront die Schweiz, die am Dienstag über den zentralen und östlichen Landesteilen noch länger liegen bleibt.
Drei unbekannte Personen haben in der Nacht auf Sonntag versucht, in eine Apotheke in Rupperswil einzubrechen. Die umgehend eingeleitete Fahndung führte kurze Zeit später zum Erfolg. Die Polizei konnte drei Tatverdächtige festnehmen.
Gestern am frühen Abend wurden in Villars-sur-Glâne zwei Einbrecher in flagranti überrascht und in die Flucht geschlagen. Der eine konnte kurze Zeit später in einem Quartier verhaftet werden. Ein Polizeihund führte die Beamten in einen nahegelegenen Wald, wo auch der zweite Mann verhaftet werden konnte. Das Diebesgut wurde ebenfalls aufgefunden.
Am Sonntagmorgen kam es in Ersigen zu einem schweren Unfall zwischen zwei Autos. Eine Person verstarb noch vor Ort, zwei Personen wurden verletzt ins Spital gebracht. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute kurz nach 12.30 Uhr in Gordola, im Gebiet Gordemo, ein Verkehrsunfall ereignet hat. Ein Velofahrer wurde dabei schwer verletzt.
Die ETH Zürich hat die Kantonspolizei Zürich um Unterstützung bei der Entsorgung einer potenziell gefährlichen chemischen Substanz aus einem früheren Forschungsbestand ersucht. Der sorgfältig geplante Einsatz wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Gasflasche konnte planmässig umgeladen und abtransportiert werden.
Am Samstag, 06. Juni 2026, um 18.35 Uhr kam es in Niederurnen, Badstrasse, zu einem Zusammenstoss zwischen zwei Personenwagen. Der Unfallverursacher verliess im Anschluss die Unfallstelle ohne sich um den angerichteten Schaden und die verletzten Personen zu kümmern.
Im Zusammenhang mit dem tödlichen Verkehrsunfall, der sich am Samstag, 6. Juni, kurz nach 00.15 Uhr in Canobbio ereignet hat, teilt die Kantonspolizei mit, dass der Autofahrer formell identifiziert werden konnte. Es handelt sich um einen 31-jährigen italienischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz im Raum Lugano.
Im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Rosengasse in Olten ist es in der Nacht auf Sonntag, 7. Juni 2026, zu einem Brand gekommen. Dies führte im ganzen Gebäude zu einer starken Rauchentwicklung. Neun Personen wurden durch den Rettungsdienst zur Kontrolle in Spitäler gebracht. Als Brandursache steht ein technischer Defekt an einer Akku-Einheit im Vordergrund.
Am Samstagabend kam es in einem Waldstück zwischen Bäriswil und Hueb zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos. Dabei wurden fünf Personen verletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Zwischen Samstagmittag und Sonntagmorgen (07.06.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt 16 Männer und 3 Frauen angehalten, die alkoholisiert, in fahrunfähigem Zustand, mit überhöhter Geschwindigkeit oder ohne Führerausweis unterwegs waren. Vier Verkehrsteilnehmenden wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen.
Am Samstag (06.06.2026) ist ein 40-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Churerstrasse verunfallt. Er wurde dabei eher leicht verletzt. Die Kantonspolizei St.Gallen stufte den Mann als fahrunfähig ein.
Am Samstag (06.06.2026) ist ein 16-Jähriger mit seinem E-Mountainbike auf der Alten Stossstrasse verunfallt. Er wurde dabei eher schwer verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Am Samstagmorgen (06.06.2026) ist es in Gossau zu mehreren Taschendiebstählen gekommen. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung hielt die Kantonspolizei St.Gallen drei Männer an. Bei ihnen wurde diverses Deliktsgut sichergestellt. Die Männer wurden festgenommen.
Am Samstagnachmittag, 6. Juni 2026, kurz nach 15.45 Uhr, kam es im Gebiet Benkenmatt in Oberdorf BL zu einem Unfall mit einem Traktor. Der Lenker wurde verletzt.
Bei einer Internatsschule auf dem Zugerberg ist am Samstagnachmittag (6. Juni 2026) eine Drohung eingegangen. In der Folge wurden die betroffenen Gebäude evakuiert und von Einsatzkräften durchsucht. Nach mehreren Stunden konnte Entwarnung gegeben und die Liegenschaften wieder freigegeben werden. Die Ermittlungen sind im Gang.
Im Bereich der Handelshofkreuzung in Olten hat sich am Samstag, 6. Juni 2026, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Dieses durchbrach ein Hochbeet und kam in einem Gartenrestaurant zum Stillstand. Dabei hat sich eine Person Verletzungen zugezogen, die eine Einweisung in ein Spital erforderlich machten.
Am Freitagabend fuhr ein Lieferwagen auf dem Gönhardweg in Aarau und übersah dabei mutmasslich einen Jungen, welcher die Strasse überquerte. Die Lenkerin des Lieferwagens fuhr weiter, ohne sich um den leicht Verletzten zu kümmern. Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen.
Am Samstagnachmittag, 6. Juni 2026, kurz nach 15.30 Uhr, ereignete sich auf der Hauensteinstrasse in Hölstein BL, eine seitliche Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Dabei wurden zwei Personen verletzt.
Am Samstagabend, 6. Juni 2026, kam es in Winterthur zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Kollisionen an verschieden Orten. Dabei wurden unter anderem mehrere parkierte Fahrzeuge beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Stadtpolizei Winterthur sucht Zeugen.
Die Schweiz liegt am Rande eines Tiefdruckgebiets mit Kern über den Britischen Inseln. Mit einer schwachen bis mässigen Südwestströmung wird besonders in den oberen Luftschichten schubweise etwas feuchtere Luft zur Alpennordseite geführt. Am Sonntag sorgt ein Zwischenhoch beidseits der Alpen für eine Abtrocknung der Luftmasse. Am Montag gelangt die Schweiz auf die Vorderseite eines Tiefs über der Nordsee. Die südwestliche Höhenströmung verstärkt sich und es wird feuchtwarme, labil geschichtete Luft zum Alpenraum geführt. In der Nacht auf Dienstag erfasst von Westen her eine Kaltfront die Schweiz.
Am Samstagnachmittag, 6. Juni 2026, kam es auf der Binzmühlestrasse zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.
An der 67. Schweizermeisterschaft im Polizeifussball in Lausanne durfte die Mannschaft der Zuger Polizei gleich doppelt jubeln: Mit einem starken 4:0-Sieg gegen die Stadtpolizei St.Gallen im Final der Gruppe C sicherte sich das Team den Gruppensieg und den Aufstieg in die Gruppe B.
Bei einer Warenkontrolle an der Zollstelle Zürich überprüften unsere Mitarbeitenden eine Sendung mit über 1700 Kartons, die aufgrund eines Verdachts auf Falschanmeldung ausgewählt worden war. Die Sendung enthielt Reinigungstücher und konnte freigegeben werden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.