Schweiz

Disentis GR: Dach mit Solaranlage brennt – Oberalpstrasse gesperrt

Am frühen Montagnachmittag wurde der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden eine starke Rauchentwicklung bei einem Mehrfamilienhaus in Disentis gemeldet. Ein Teil des Daches mit einer Photovoltaikanlage stand in Brand.

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Schweiz: 68'040 Staustunden – Nationalstrassen stossen an Kapazitätsgrenzen

Die Nationalstrassen sind das Rückgrat der Mobilität in der Schweiz. Sie entlasten Dörfer und Agglomerationen und erschliessen die Regionen für Güter und Personen. Obwohl sie nur rund drei Prozent des gesamten Strassennetzes ausmachen, wurden 2025 knapp 45 Prozent aller Fahrzeugkilometer auf ihnen zurückgelegt – insgesamt rund 30 Milliarden Kilometer. Mit 68 040 Staustunden nahm die Überlastung im Vergleich zum Vorjahr stark zu. Das zeigt: Trotz gezielter Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses stösst das Nationalstrassennetz zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen.

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Glarus GL: Drogenhändler festgenommen – über zwei Kilo Betäubungsmittel sichergestellt

Am Dienstag, 16. Juni 2026, nahm die Kantonspolizei Glarus im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen mutmasslichen Betäubungsmittelhandels am Bahnhof Glarus einen Mann fest. Bei der Personenkontrolle konnten in den Effekten des Beschuldigten rund 60 Gramm Heroin sichergestellt werden.

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Schweiz: Ferien mit Hund gut planen – Tierschutzstiftung warnt vor Tierimporten

Sommerzeit ist Reisezeit. Damit die bevorstehenden Sommerferien für Mensch und Tier nicht zum Albtraum werden, ruft die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) zu verantwortungsvollem Handeln auf. Ob Ferien mit dem eigenen Hund oder die Begegnung mit vermeintlich hilfsbedürftigen Tieren im Ausland: Gute Vorbereitung und die richtigen Informationen schützen Tierleben und verhindern unnötiges Leid.

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Mellingen AG: Nach mehrfacher Ansprache von Schulkindern – 28-Jähriger vorerst in Haft

Ende Mai griff die Polizei in Mellingen einen Mann auf, der Schulkinder angesprochen hatte. Inzwischen ist er durch sein seltsames Verhalten erneut aufgefallen und wird verschiedener Straftaten verdächtigt. Die Kantonspolizei hat den 28-Jährigen nun verhaftet.

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Interlaken BE: Zollhunde trainieren Helikopter-Einsätze für Ernstfälle

Kürzlich absolvierten die Diensthunde Albus und Alan des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) im Ausbildungszentrum KOSIT in Interlaken ein besonderes Training. Auf dem Programm stand unter anderem die Ausbildung mit dem Helikopter.

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Wetter am Dienstag, 30.06.2026: Sonne, später kräftige Gewitter bei bis zu 31 Grad

Mit einer schwachen südwestlichen Höhenströmung bleibt der Alpenraum vorerst noch in einer feuchtwarmen und instabilen Luftmasse. In der Nacht auf Mittwoch wird diese von einer Kaltfront, welche die Schweiz aus Nordwesten erreicht, an den Alpennordhang verdrängt und dort gestaut. In der Folge erreicht deutlich trockenere Luft die Alpennordseite.

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Bern BE: Tote Frau identifiziert – für Mann (35) Untersuchungshaft beantragt (Zeugen gesucht)

Die am Freitag in Bern leblos aufgefundene Frau ist formell identifiziert worden. Es handelt sich um eine 20-jährige Schweizerin. Zwei Personen wurden im Zuge der Abklärungen angehalten, bei einer Person wurde ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Die umfassenden Ermittlungen, insbesondere zu den Umständen des Todes, dauern an. Die Kantonspolizei Bern bittet die Bevölkerung weiterhin um Hinweise.

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Stäfa ZH: Rollerfahrerin (63) bei schwerem Sturz auf Seestrasse tödlich verletzt

Bei einem Selbstunfall ist am Montagabend (29.6.2026) in Stäfa eine Rollerfahrerin so schwer gestürzt, dass sie an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlegen ist. Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei Zürich untersucht.

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Kerzers FR: Luxusautos und Motorrad aus Garage gestohlen – zwei Franzosen gefasst

Nach einem Einbruch in eine Autogarage in Kerzers konnte die Kantonspolizei Freiburg zwei mutmassliche Täter identifizieren und verhaften. Ein weiterer Täter ist weiterhin flüchtig. Zwei der drei entwendeten Fahrzeuge konnten gefunden werden. Die Ermittlungen dauern an.

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St. Margrethen SG: Motorradfahrer prallt in Leitplanke und wird schwer verletzt

Am Montagmittag (29.06.2026) ist es auf der Autobahn A1 in Richtung St.Gallen zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen. Der 45-jährige Mann wurde von der Rettung ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei St.Gallen klärt den Unfallhergang ab.

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Niederuzwil SG: Auto erfasst Mofa beim Abbiegen – 21-Jähriger im Spital

Am Montagmorgen (29.06.2026) ist es auf der Bahnhofstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Mofa gekommen. Der Rettungswagen brachte den eher schwer verletzten 21-jährigen Mofafahrer ins Spital.

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Luzern LU: E-Scooter-Akku löst Wohnungsbrand aus – zwei Personen betroffen

In einer Wohnung an der Zähringerstrasse in der Stadt Luzern ist am Montagmorgen der Akku eines E-Scooters in Brand geraten. Das Feuer breitete sich anschliessend in der Wohnung aus. Zwei Personen mussten aufgrund einer Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst versorgt werden.

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Glarus GL: Verkehrsgarten macht über 790 Kinder fit für den Strassenverkehr

In den Monaten Mai und Juni 2026 führte die Kantonspolizei Glarus den alljährlichen Schüler-Verkehrsgarten auf dem alten Eisfeld in Glarus durch. Das Angebot richtete sich an die Schülerinnen und Schüler der 3. und 5. Primarschulklassen des Kantons Glarus.

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Ebikon LU: Drei Autos aus dem Verkehr gezogen – zahlreiche Verstösse festgestellt

Am Samstag (27. Juni 2026, von 16:00 bis 22:30 Uhr) hat die Luzerner Polizei in Ebikon gemeinsam mit dem Strassenverkehrsamt eine koordinierte Fahrzeugkontrolle durchgeführt. Insgesamt wurden acht Motorräder und 21 Autos kontrolliert.

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Tuggen SZ: Glut von Feuerstelle löst Flurbrand am Waldrand aus

Am Sonntagabend, 28. Juni 2026, ging kurz nach 23 Uhr bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung über einen Flurbrand an einem Waldrand in Tuggen ein. Die aufgebotenen Feuerwehren Tuggen und Schübelbach konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen.

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Luzern LU: Asylbewerber belästigt Frauen und pöbelt Passanten an

Die Luzerner Polizei ist am Sonntag (28. Juni 2026, kurz vor 15.00 Uhr) wegen einer gemeldeten "Schlägerei" zum Nordpol in Luzern ausgerückt. Vor Ort zeigte sich, dass ein 18-jähriger Asylbewerber aus Guinea zuvor mehrere Personen angepöbelt und mehrere Frauen belästigt haben soll.

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Diessenhofen TG: E-Trottinett mit 85 km/h – Fahrer nach Flucht festgenommen

Am Sonntag nahmen Einsatzkräfte in Diessenhofen einen E-Trottinett-Fahrer fest. Dieser war zuvor mit 85 km/h unterwegs, entzog sich der Verkehrskontrolle und verursachte einen Selbstunfall.

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Affoltern am Albis ZH: Illegales Glücksspiel und Schwarzbetrieb aufgedeckt

Im Auftrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission hat die Kantonspolizei Zürich in der Nacht auf Samstag (27.6.2026) in Zwillikon (Gemeinde Affoltern am Albis) ein Kulturclub-Lokal kontrolliert und dabei illegale Geldspiele sowie diverse weitere Verstösse festgestellt. Ein 55-jähriger Mann wird bei den zuständigen Behörden zur Anzeige gebracht.

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Lommiswil SO: Autofahrer prallt frontal in Lichtkandelaber und wird verletzt

In der Nacht auf Montag, 29. Juni 2026, hat ein Automobilist auf der Dorfstrasse in Lommiswil die Kontrolle über sein Auto verloren und ist frontal in einen Lichtkandelaber geprallt. Dabei zog sich der Fahrzeuglenker mittelschwere Verletzungen zu. Nach der Erstbetreuung vor Ort wurde er durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht.

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Widnau SG: 81-jähriger E-Bike-Fahrer schwer verletzt aufgefunden

Am Sonntagabend (28.06.2026) ist auf der Schützenstrasse ein Velofahrer verunfallt und eher schwer verletzt worden. Er wurde von einer Drittperson in einer Wiese liegend gefunden. Der 81-jährige Velofahrer wurde von der Rettung ins Spital gebracht. Die Unfallursache ist derzeit noch unklar.

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Niederuzwil SG: Badeunfall im Freibad – Fünfjährige erfolgreich reanimiert

Am Sonntagnachmittag (28.06.2026) ist es in Niederuzwil zu einem Badeunfall gekommen. Ein 5-jähriges Mädchen musste reanimiert werden. Die Kantonspolizei St.Gallen klärt ab, wie es zum Badeunfall gekommen ist.

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Geltwil AG: SUV drängt Velofahrerin von Strasse – Polizei sucht Zeugen

Am Sonntagmorgen ereignete sich gegen 9:30 Uhr auf der Ausserortsstrecke zwischen Geltwil und Buttwil in Richtung Muri ein Verkehrsunfall, bei dem die vorderste Radfahrerin einer Dreiergruppe mittelschwer bis schwer verletzt wurde. Die Kantonspolizei Aargau hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

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Rega: Über 100 Rettungseinsätze und 20 Tierbergungen an einem Wochenende

Das sonnige und heisse Wetter am vergangenen Wochenende zog viele Menschen ins Freie – und führte zu entsprechend zahlreichen Einsätzen der Rega. Die Crews standen schweizweit im Dauereinsatz: Die nationale Luftrettungszentrale koordinierte am Samstag und Sonntag insgesamt über 100 Einsätze zugunsten von Menschen in Not. Aber auch Nutztiere zählten zu den "Patienten"

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Gais/Urnäsch AR: Polizei kontrolliert 170 Töfffahrer – vier Anzeigen

Am Sonntag, 28. Juni 2026, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Gais und in Urnäsch zusammen mit Experten des Strassenverkehrsamtes schwerpunktmässig Zweiradfahrzeuge kontrolliert. Die grosse Mehrheit der kontrollierten Fahrzeuge war in technisch einwandfreiem Zustand.

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Oberwil im Simmental BE: Töfffahrer kollidiert mit zwei Autos und wird verletzt

Am Sonntagmittag ist es in Oberwil im Simmental zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und zwei Autos gekommen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.