Schweiz

Liestal BL: Falschfahrer verursacht Crash auf A22 – Mercedes gerät auf Gegenfahrbahn

Am Donnerstagabend, 9. April 2026, kurz nach 21:30 Uhr, kam es auf der Autobahn A22 zwischen den Ausfahrten Liestal Süd und -Nord zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen. Es wurden keine Personen verletzt.

Weiterlesen

Zürich ZH: Fussgänger stirbt nach Kollision – Polizei sucht weiter Zeugen

Der Mann, der am 9. April 2026, im Kreis 1 bei einer Kollision mit einem Personenwagen schwer verletzt worden war, ist leider im Spital verstorben. Die Stadtpolizei sucht nach wie vor Zeug*innen.

Weiterlesen

Stadt St.Gallen SG: Betrunkene Autofahrerin flüchtet vor Polizei – ohne Ausweis unterwegs

Am Donnerstagabend (09.04.2026) kurz nach 20 Uhr fuhr eine Lenkerin auf der Langgasse stadteinwärts. Sie reagierte nicht auf Polizeisignale und konnte erst an der Moosbruggstrasse angehalten werden. Sie wurde als fahrunfähig eingestuft und war ohne Führerausweis unterwegs.

Weiterlesen

Gossau SG: Drama an Unfallstelle – Helfer (54) wird von Auto erfasst und verletzt

Am Freitagmorgen (10.04.2026) ist es an der Flawilerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger gekommen. Letzterer war bei einem vorgängig ereigneten Wildunfall behilflich.

Weiterlesen

Rapperswil-Jona SG: Sturz mit Rennrad – 47-Jähriger nach Unfall ins Spital geflogen

Am Donnerstagabend (09.04.2026) ist es an der Zürcherstrasse zu einem Selbstunfall eines Rennradfahrers gekommen. Durch den Sturz wurde der Radfahrer eher schwer verletzt.

Weiterlesen

Ebikon LU: Audi fährt Wildschutzzaun nieder – Polizei sucht Fahrer nach Flucht

In der Nacht auf Donnerstag hat auf der Verbindungsrampe von der Autobahn A2 auf die Autobahn 14 in Ebikon ein dunkler Audi einen Wildschutzzaun umgefahren. Das Fahrzeug fuhr anschliessend zurück auf die Autobahn und weiter in Richtung Zug, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Weiterlesen

Frauenfeld TG: 19-Jähriger rast mit 95 km/h in unterirdischen Kreisel

Die Kantonspolizei Thurgau hat einen Autofahrer ermittelt, der Ende Februar fast doppelt so schnell wie erlaubt in den unterirdischen Kreisel in Frauenfeld gefahren war. Am Abend des 27. Februar gingen bei der Kantonspolizei Thurgau mehrere Meldungen ein, dass ein lauter Sportwagen in der Stadt hin und her fahre.

Weiterlesen

Pianezzo TI: 64-Jähriger stürzt mehrere Meter in die Tiefe – schwer verletzt

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich am 6. April 2026 kurz vor 15:00 Uhr in Pianezzo, Via Motto Gandioni, ein Unfall ereignet hat. Nach ersten Erkenntnissen und aus noch ungeklärten Gründen stürzte ein 64-jähriger Schweizer Bürger aus der Region aus mehreren Metern Höhe.

Weiterlesen

Brüttisellen/Dietikon ZH: 140 km/h statt 60 – Polizei zieht zwei Raser aus Verkehr

Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Donnerstag in Brüttisellen sowie am frühen Donnerstagmorgen in Dietikon zwei Raser gestoppt. Kurz vor Mitternacht (8.4.2026) fiel einer Patrouille auf der Autobahn A1 bei Brüttisellen ein Fahrzeug mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf.

Weiterlesen

Ramsen SH: Zoll entdeckt fast eine Tonne Lebensmittel – Fahrer muss hohe Busse zahlen

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben bei einer Zollkontrolle in Ramsen in einem Lieferwagen mit Zürcher Kennzeichen fast eine Tonne unverzollte Lebensmittel entdeckt. Der 35-jährige Mann aus Syrien musste die Mehrwertsteuer, Zollabgaben sowie eine Busse bezahlen und wurde danach aus der Kontrolle entlassen.

Weiterlesen

Frauenfeld TG: 24-Jährige übersieht Stau – Crash mit zwei Autos fordert Verletzte

Nach einem Verkehrsunfall in Frauenfeld mussten am Donnerstag zwei Personen leicht verletzt ins Spital gebracht werden. Eine 24-jährige Autofahrerin war gegen 16.30 Uhr auf der St. Gallerstrasse von Matzingen in Richtung Frauenfeld unterwegs.

Weiterlesen

Winistorf SO: Tragischer Unfall – 57-jähriger Velofahrer prallt in Spritzgestänge und stirbt

In Winistorf hat sich am Donnerstagnachmittag, 9. April 2026, ein Verkehrsunfall ereignet, bei welchem ein Fahrradlenker tödlich verletzt wurde. Gemäss ersten Erkenntnissen prallte der Verunfallte in ein ausgefahrenes Spritzgestänge, welches beim Rangieren mit einem Traktor auf die Fahrbahn des Velofahrers ragte.

Weiterlesen

Küssnacht SZ: Motorradfahrer stürzt bei Fussgängerstreifen – erheblich verletzt

Am Donnerstagabend, 9. April 2026, fuhr ein 20-jähriger Motorradlenker in Küssnacht vom Kreisel Räbmatt in Richtung Greppen. Auf der Grepperstrasse stürzte er um 19.30 Uhr bei einem Fussgängerstreifen mit Mittelinsel ohne Fremdeinwirkung.

Weiterlesen

Wetter am Freitag, 10.04.2026: Wechselhaft im Norden, sonst oft sonnig und mild

Heute Freitag streift eine schwache Störung insbesondere die zentralen und östlichen Landesteile. Dadurch erreicht mit einer nordwestlichen Strömung feuchtere und etwas weniger milde Luft die Alpennordseite. Auf Samstag nimmt der Hochdruckeinfluss vorübergehend wieder zu und sorgt im Alpenraum für eine Abtrocknung der Luftmasse. Mit einer auf Südwest drehenden Strömung wird ausgesprochen milde und mit Saharastaub angereicherte Luft zu uns geführt. Am Sonntag nähert sich von Westen her die nächste Störung. Dabei dreht die Höhenströmung auf Süd, und in den Alpen wird es vorübergehend leicht föhnig.

Weiterlesen

Bassecourt JU: Auto erfasst Fussgängerin beim Denner – Person schwer verletzt

Heute Morgen gegen 10:00 Uhr fuhr ein Autofahrer auf der Hauptstrasse in Bassecourt in Richtung Glovelier. In der Nähe des Denner-Supermarkts übersah er eine Fussgängerin, die die Strasse an einem Fussgängerstreifen überquerte.

Weiterlesen

Hüntwangen ZH: Heftiger Selbstunfall – 29-Jähriger kracht in Baum, schwer verletzt

Bei einem Selbstunfall hat sich am Donnerstagabend (9.4.2026) in Hüntwangen ein Mann schwer verletzt. Am Fahrzeug und an einem Baum entstand grosser Sachschaden.

Weiterlesen

Kanton Zürich: First Responder retten Leben – über 2’000 Ersthelfer im Einsatznetz

Vor zwei Jahren lancierte die GVZ Gebäudeversicherung Kanton Zürich im Auftrag des Kantonsrats das Pilotprojekt „First Responder Kanton Zürich“ – eine flächendeckende Notfallversorgung mit qualifizierten Ersthelferinnen und Ersthelfern. First Responder leiten bei Herz-Kreislauf-Stillstand Sofortmassnahmen ein und überbrücken so die kritische Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Rettungskräfte.

Weiterlesen

San Carlo TI: Toter Pilot geborgen – Wrack auf 2'600 Metern entdeckt

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass am 9. April 2026 die Leiche des Piloten, der am 13. März 2026 bei einem Flugunfall nahe San Carlo ums Leben gekommen war, geborgen werden konnte. Dank verbesserter Schneeverhältnisse, die die Sicherheit der Rettungskräfte gewährleisteten, war die Bergung gelungen.

Weiterlesen

Schweiz: Stalking ist strafbar – Opfer leiden massiv unter Nachstellung

Stalking – seit 2026 in der Schweiz als „Nachstellung“ strafbar – ist kein harmloses Verhalten, sondern kann das Leben Betroffener massiv einschränken. Frühes Erkennen und konsequentes Handeln sind entscheidend, um Eskalationen zu verhindern.

Weiterlesen

Solothurn SO: Drei Teenager greifen Passanten an – zwei Deutsche und ein Serbe gefasst

Beim Hauptbahnhof Solothurn ist am Mittwochabend, 8. April 2026, ein Passant durch drei Männer tätlich angegangen und dabei mittelschwer verletzt worden. Im Verlauf der umgehend eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei die mutmasslichen Täter anhalten und für weitere Ermittlungen vorläufig festnehmen.

Weiterlesen

Schweizerhalle BL: Nachtsperrung im Tunnel – Arbeiten sorgen für Einschränkungen

Ab Mitte April 2026 werden im Tunnel Schweizerhalle die Querträger über der Fahrbahn in Richtung Luzern instandgesetzt. Im Vorfeld dieser Massnahme sind zusätzliche Markierungsarbeiten notwendig. Für diese Arbeiten muss der Tunnel in Fahrtrichtung Luzern für eine Nacht gesperrt werden.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.