(Bachs ZH). Bei einem Verkehrsunfall erlitt am Donnerstagnachmittag (15.10.2026) in Bachs ein Motorradfahrer schwere Verletzungen.
Der 74-Jährige kollidierte beim Überholen zweier Autos mit dem vordersten Fahrzeug, dessen 28-jährige Lenkerin nach links abbiegen wollte.
Ein Hoch über Mitteleuropa bestimmt bis Freitag das Wetter im Alpenraum mit trockener und für die Jahreszeit sehr milder Luft. Einzig im Flachland der Alpennordseite liegt eine feuchte und nebelanfällige Luftmasse. Am Samstag nähert sich von Frankreich her eine Luftmassengrenze der Schweiz und bleibt in der Folge über dem Alpenraum liegen.
Während in der Höhe aus Südwesten feuchte und weiterhin mildere Luft zur Schweiz geführt wird, gelangt in den unteren Luftschichten aus Norden kühlere Luft zur Alpennordseite. Es stellt sich damit vorübergehend eine Gegenstromlage ein.
(Einsiedeln SZ). 30 Kinder des Ferienspass Region Sihlsee haben den Polizeiposten der Kantonspolizei Schwyz in Einsiedeln besucht.
Die jungen Besucher erhielten spannende Einblicke in den Polizeialltag, konnten ein Polizeiauto und verschiedene Ausrüstungsgegenstände aus nächster Nähe kennenlernen und sich für ein Erinnerungsfoto in Polizeiuniform zeigen.
Ein 34-jähriger Häftling stirbt in einer Lausanner Gefängniszelle, im Tessin wird nach einem häuslichen Streit wegen versuchter vorsätzlicher Tötung ermittelt und auf der A1 überschlägt sich ein Auto bei einem mutmasslichen Raserunfall: Der 15. Oktober 2026 brachte mehrere besonders schwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch der Tod eines 71-jährigen Velofahrers nach einem Selbstunfall sowie vier Festnahmen nach dem Raub einer Goldkette beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Beckenried NW). Auf der A2 beim Lehnenviadukt Beckenried und im Seelisbergtunnel stehen im Oktober 2026 mehrere nächtliche Sperrungen an.
Grund dafür sind die nächste Bauphase am Viadukt und die jährliche Tunnelreinigung. Betroffen sind beide Fahrtrichtungen. Der Verkehr wird während der Sperrungen im Gegenverkehr geführt.
(Biel BE). Am Mittwochabend widersetzte sich ein Mann beim Bahnhof in Biel aktiv einer Personenkontrolle.
In der Folge musste Pfefferspray eingesetzt werden. Weitere Abklärungen sind im Gang.
(Lausanne VD). Am Dienstagnachmittag, 13. Oktober 2026, entdeckten Mitarbeiter des Gefängnisses Bois-Mermet in Lausanne einen bewusstlosen Häftling in seiner Zelle.
Das Gefängnispersonal kümmerte sich umgehend um ihn. Trotz der eingeleiteten Rettungsmassnahmen verstarb der Mann noch vor Ort. Die diensthabende Staatsanwältin eröffnete eine Strafuntersuchung.
(Luzern LU). Die Luzerner Polizei hat heute in der Stadt Luzern eine grossangelegte Übung mit über hundert verschiedenen Einsatzkräften durchgeführt.
Die Übung rund um ein Geiselnahme-Szenario konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Es wurden wichtige Erkenntnisse daraus gezogen, welche nun vertieft analysiert werden.
(Bern BE). Am Mittwochabend kam es in Bern zu einem Selbstunfall.
Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt und mussten zur Kontrolle ins Spital gebracht werden. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
(Flums SG). Am frühen Donnerstagmorgen (15.10.2026) ist es auf einem Industriegelände zu einem Brand gekommen.
Betroffen war im Freien gelagerte Steinwolle. Die Betriebsfeuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden von rund 20'000 Franken.
(Goldach SG). In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (15.10.2026) ist in ein Schwimmbad in Goldach eingebrochen worden.
Kurze Zeit später meldete eine Auskunftsperson drei Personen, die versuchten, einen Automaten aufzubrechen. Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen konnten einen 15-Jährigen und zwei 18-Jährige anhalten und festnehmen. Sie stehen im Verdacht, mit beiden Delikten in Verbindung zu stehen.
(Tessin TI). Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 9. Oktober 2026 ein 28-jähriger rumänischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Rumänien festgenommen wurde.
Die Festnahme erfolgte nach einem Streit im häuslichen Umfeld, bei dem eine Frau verletzt wurde und sich im Spital untersuchen lassen musste. Die Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich.
(St.Gallen SG). Am Mittwochnachmittag (14.10.2026) ist es auf der Rorschacher Strasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.
Dabei wurde eine 69-jährige Motorradfahrerin erheblich verletzt.
(Rickenbach BL). In der Nacht auf Donnerstag, 15. Oktober 2026, kurz nach 03.20 Uhr, geriet an der Breitenstrasse in Rickenbach BL ein parkiertes Fahrzeug in Brand.
Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Polizei sucht Zeugen.
(Zürich ZH). Am Mittwochnachmittag, 14. Oktober 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich vier junge Männer fest.
Sie stehen im Verdacht, zuvor einem Mann im Kreis 5 bei einem Raub die Halskette entrissen zu haben.
(St.Gallen SG). Zwischen SG-Neudorf und Rheineck sowie zwischen der Verzweigung Meggenhus und dem Anschluss Arbon werden Ende Oktober und Ende November neue Signalträger aufgebaut.
Die Arbeiten erfordern nächtliche Sperrungen sowie Spurabbauten und führen zu verkehrlichen Einschränkungen.
(Uster ZH). Die Stadtpolizei Uster erinnert an eine wichtige Verkehrsregel: Wer mit dem Velo oder E-Scooter einen Fussgängerstreifen überqueren möchte, muss absteigen, um den Vortritt der Fussgänger zu geniessen.
Wer hingegen über den Fussgängerstreifen fährt, kann sich nicht auf diesen Vortritt berufen. Die Polizei macht mit einem Beitrag in den sozialen Medien auf diese Regel aufmerksam.
(Zürich ZH). Die Kantonspolizei Zürich gewährt mit ihrer Reihe „Kapo gestern“ einen Einblick in die früheren Aufgaben der Seepolizei.
Schon vor vielen Jahren mussten Seepolizisten nicht nur unterschiedliche Schiffe sicher führen, sondern auch geübte Rettungsschwimmer sein und Reparatur- sowie Wartungsarbeiten ausführen können.
(Tessin TI). Der Schweizer Zoll hat im Tessin einen neuen vierbeinigen Kollegen begrüsst: Bliss, den ersten Holländischen Schäferhund beim Schweizer Zoll.
Der Hund soll künftig bei der Suche nach Betäubungsmitteln, im Schutzdienst und bei der Personensuche eingesetzt werden. Bis dahin steht für Bliss die Ausbildung auf dem Programm – und offenbar auch jede Menge Spass im Bällebad.
(Buchs SG). Ein historisches Foto aus dem Jahr 1973 zeigt zwei Polizisten der Kantonspolizei St.Gallen am Werdenbergersee.
Mit einem Rückblick aus ihrem Polizeiarchiv erinnert die Kantonspolizei an vergangene Zeiten und an die zahlreichen Veranstaltungen, die auf dem grossen Platz beim See stattgefunden haben.
(Wallisellen ZH). Bei einem Selbstunfall sind am frühen Donnerstagmorgen (15.10.2026) beim Autobahndreieck Zürich-Ost (Gemeindegebiet Wallisellen) zwei Fahrzeuginsassen verletzt worden.
Der Unfall führte zu massiven Verkehrsbehinderungen.
(Oberrohrdorf AG). Die Verkehrssituation auf der Bergstrasse im Bereich der Einmündung Zürichstrasse hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend verschärft.
Parkierte Fahrzeuge engen die Fahrbahn teilweise stark ein und erschweren insbesondere das Passieren mit Lastwagen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Zudem entstehen durch notwendige Ausweichmanöver unübersichtliche Verkehrssituationen.
(Winterthur-Töss ZH). Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, kurz nach 15 Uhr, erhielt die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur die Meldung über eine Kollision im Zentrum Töss zwischen einem Kind auf einem Trottinett und einer Fussgängerin.
Gemäss ersten Erkenntnissen kam die Frau bei der Kollision zu Fall und verletzte sich dabei leicht.
(Winterthur ZH). Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, kurz vor 13 Uhr, kontrollierte der Fahndungsdienst der Stadtpolizei Winterthur eine Person.
Bei der anschliessenden Personen- und Effektenkontrolle konnten rund 25 Gramm Kokain sowie Bargeld im Wert von CHF 400.- sichergestellt werden.
(Zug ZG). Die Zuger Polizei bietet der Bevölkerung kostenlose Sicherheitsberatungen zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl an.
Ortspolizistinnen und Ortspolizisten kommen direkt zu den Interessierten nach Hause, untersuchen mögliche Schwachstellen und zeigen, wie sich Wohnungen und Häuser wirksam schützen lassen.
(Glarus GL). Im laufenden Monat Oktober hat die Kantonspolizei Glarus bislang 14 Einbruchdiebstähle registriert.
Dabei waren unter anderem zwei Schulhäuser betroffen: das Schulhaus Linth-Escher in Niederurnen und die Primarschule Netstal. In beiden Fällen wurde Geld entwendet und Sachschaden verursacht.
(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei hat ihre offizielle Übersicht der aktuellen Tempomessungen erneut vollständig angepasst. Neu werden semistationäre Geschwindigkeitsmessanlagen an der Erlenstrasse in Emmenbrücke, an der Sälistrasse in Luzern, an der Luzernerstrasse in Neudorf und an der Badstrasse in Sursee ausgewiesen.
Die am Vormittag des 14. Oktober 2026 gemeldeten Standorte an der Hergiswilstrasse in Horw, auf der Autobahn A2 bei Uffikon und im Gebiet Buttenried in Pfaffnau erscheinen nicht mehr in der aktuellen Übersicht.
(Ostermundigen BE). Am Samstagabend konnte die Kantonspolizei Bern in Ostermundigen eine Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen verhindern.
Im Rahmen der anschliessenden Personenkontrollen konnten diverse gefährliche Gegenstände sichergestellt werden. Ermittlungen wurden aufgenommen.
(Eschenbach SG). Am späten Montagnachmittag (12.10.2026), kurz nach 16:15 Uhr, ist es bei der Rapperswilerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Velo gekommen.
Der 71-jährige Mann wurde dabei lebensbedrohlich verletzt. Polizei.news berichtete. Der Mann ist am Mittwoch, 14. Oktober 2026, im Spital verstorben.
(Rapperswil-Jona SG). Am Montagvormittag (12.10.2026) hat ein unbekannter Mann ein Verkaufsgeschäft an der Oberseestrasse überfallen.
Er flüchtete ohne Beute. Nun konnte die Kantonspolizei St.Gallen eine Person ermitteln, die verdächtigt wird, mit dem Raub in Verbindung zu stehen.
Ein Hoch mit Kern über Mitteleuropa bestimmt bis Freitag das Wetter im Alpenraum mit trockener und für die Jahreszeit sehr milder Luft.
Im Flachland bleibt ein feuchter Kaltluftsee zurück.
(Schweiz). Eine gefälschte Nachricht, die so aussieht, als stamme sie von PostFinance, warnt vor einem unerwarteten Anmeldeversuch beim Bankkonto und fordert dazu auf, einen Link anzuklicken.
Hinter der vermeintlichen Sicherheitswarnung steckt ein Phishing-Versuch. Betrüger wollen persönliche Daten abgreifen, um diese möglicherweise für weitere Betrugsdelikte oder täuschend echte Telefonanrufe zu verwenden.
(Neuenburg NE). Am Dienstag, 13. Oktober 2026, gegen 08.00 Uhr, kam es auf der Rue des Draizes in Neuenburg zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Velofahrer.
Der Autofahrer hatte beim Anfahren zum Rechtsabbiegen einen Velofahrer erfasst, der auf dem parallel verlaufenden Velostreifen unterwegs war. Die Polizei sucht den beteiligten Lenker sowie Zeugen des Unfalls.
(Olten SO). In den vergangenen Tagen wurde festgestellt, dass an verschiedenen Parkuhren im Stadtgebiet gefälschte QR-Code-Kleber angebracht wurden.
Diese manipulierten Codes leiten Nutzerinnen und Nutzer auf betrügerische Webseiten weiter. Dadurch besteht die Gefahr, dass persönliche Zahlungsdaten missbräuchlich verwendet werden.
Ein 80-Jähriger wird nach einem Chat mit einer vermeintlich 14-Jährigen festgenommen, in Winterthur stellen Fahnder über 220 Gramm Heroin sicher und ein Batteriebrand macht ein Zürcher Schulhaus vorerst unbenutzbar: Der 14. Oktober 2026 brachte mehrere aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein Grossbrand auf einem Bauernhof im Kanton Neuenburg sowie ein Raserdelikt mit 156 km/h auf der Sustenstrasse beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Lausanne VD). Der seit dem 29. Juni 2026 als vermisst gemeldete 40-jährige Mann wurde in Lausanne wohlbehalten aufgefunden.
Die Stadtpolizei Lausanne hebt deshalb die Vermisstenmeldung auf und bittet die Medien, die im Rahmen der Suche veröffentlichten Fotos nicht mehr zu verwenden.
(Winterthur ZH). Am Dienstagnachmittag, 13. Oktober 2026, hat die Stadtpolizei Winterthur eine Person kontrolliert, die Kokain auf sich trug.
Die darauffolgenden Ermittlungen führten zur Sicherstellung von über 220 Gramm Heroin, rund 30 Gramm Kokain und Bargeld.
(Le Prévoux NE). Am Montag, 12. Oktober 2026, gegen 21.50 Uhr brach auf einem Bauernhof in Le Prévoux (NE) ein Brand aus.
Zwei Gebäude wurden durch die Flammen zerstört. Die drei anwesenden Personen wurden evakuiert und die Tiere in Sicherheit gebracht. Eine Person wurde zur Kontrolle ins Spital transportiert.
(Verbier VS). Am Sonntag, 11. Oktober 2026, verliess der 41-jährige Nicolas G. seinen Wohnsitz im französischen Département Savoie.
Seither hat er sich bei seinen Angehörigen nicht mehr gemeldet und gilt als vermisst. Die Kantonspolizei Wallis bittet die Bevölkerung um Hinweise.
(Zürich-Affoltern ZH). Am Montagvormittag, 12. Oktober 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich im Kreis 11 einen 80-jährigen Schweizer fest.
Er steht im Verdacht, über eine Chatplattform Kontakt zu einer vermeintlich 14-Jährigen aufgenommen und ein Treffen zur Vornahme sexueller Handlungen vereinbart zu haben.
(Zürich ZH). Am Mittwochmittag ist in einem Gebäude im Kreis 4 ein Feuer ausgebrochen.
Die Feuerwehr konnte die Flammen unter Kontrolle bringen, die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch zeitaufwändig. Verletzte Personen gab es keine.
(Gerlafingen SO). Ein bislang unbekannter Mann hat in einem Quartierwald in Gerlafingen sowohl am Montagabend, 12. Oktober 2026, wie auch am Dienstagabend, 13. Oktober 2026, jeweils eine weibliche Person belästigt beziehungsweise verängstigt.
Welche Absicht der Mann dabei verfolgte, ist derzeit nicht bekannt. Verletzt wurde bei beiden Vorfällen niemand. Die Kantonspolizei Solothurn hat umgehend Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
(Zwingen BL). Am frühen Mittwochmorgen, 14. Oktober 2026, kurz vor 06.00 Uhr, ereignete sich auf der Laufenstrasse in Zwingen BL ein Selbstunfall, bei dem ein Personenwagen von der Strasse abkam und mit zwei parkierten Personenwagen kollidierte.
Verletzt wurde beim Unfall niemand.
(Brugg AG). In der Nacht auf Mittwoch beobachtete ein aufmerksamer Lokführer zwei Männer, die am Bahnhof Brugg mit noch abgeschlossenen E-Bikes aus dem Zug stiegen, und verständigte umgehend die Polizei.
Dank seiner Meldung klickten wenig später die Handschellen: Die Polizei nahm zwei Algerier unter dringendem Tatverdacht vorläufig fest.
(Galgenen SZ). Am Mittwochmorgen, 14. Oktober 2026, ereignete sich im Gebiet Ruchweid in Galgenen ein Selbstunfall mit einem Personenwagen.
Ein 29-jähriger Mann kam um 08.50 Uhr mit seinem Auto von der Vorderbergstrasse ab.
(Gadmen BE). Am Dienstagnachmittag ist in Gadmen ein Autolenker mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden.
Der Lenker wurde in der Folge angehalten und muss sich vor der Justiz verantworten.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.