Die St.Galler Regierung möchte mit vier Nachträgen zum Polizeigesetz die Grundlagen für die präventive Polizeiarbeit schaffen und die inner- und interkantonale Polizeiarbeit durch die Einführung eines automatisierten Datenaustauschs stärken.
Die vorberatende Kommission beantragt für zwei der vier Nachträge weitere inhaltliche Präzisierungen. Die beiden anderen Nachträge sollen vorerst an die Regierung zurückgewiesen werden.
Ein Mann, der zuvor illegal in die Schweiz eingereist war, hat einen Polizisten tätlich angegangen und verletzt.
Der Mann wurde festgenommen und durch den Schnellrichter bestraft.
Am Sonntagabend kam ein Auto zwischen Hermetschwil-Staffeln und Aristau auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen.
Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Lenkers sowie dessen Beifahrerin feststellen.
Am Mittwoch, 7. Februar 2024, findet ab 13.30 Uhr der jährliche Sirenentest statt.
Dabei werden die Funktionsbereitschaft der technischen Alarmierungsmittel, die Beschallung und die Auslöseorganisation für die 1040 Sirenen zur Alarmierung der Bevölkerung im Kanton Bern überprüft.
Die 24-er Vignette muss ab dem 1. Februar angebracht bzw. online gelöst sein.
Den 2024 Sticker erhalten Sie an Tankstellen, Raststätten, Poststellen, teilweise im Detailhandel und am Zoll.
Am Sonntag (28.01.2024) um ca. 03:00 Uhr hat sich beim Zollamt Neuhausen am Rheinfall / Jestetten-Hard, ein Selbstunfall mit einem Personenwagen ereignet.
Der Lenker wurde dabei verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Am Samstag, 27. Januar 2024, kurz vor 15:00 Uhr, wollte die Kantonspolizei Uri ein ihr zuvor gemeldeter Personenwagen mit Luzerner Kontrollschildern kontrollieren, welcher auf einem Parkplatz bei der Tellsplatte angehalten hatte.
Der 27-jährige Fahrzeuglenker wollte sich jedoch der Kontrolle entziehen und rammte dabei mit seinem Fahrzeug einen Patrouillenwagen.
Gestern Nachmittag, kurz nach 16 Uhr, kam es in Kerns zu einem Selbstunfall. Ein 25-jähriger Autolenker fuhr auf der Melchtalerstrasse vom Melchtal in Richtung St. Niklausen.
Im Bereich Cholrüti verlor er aus noch unbekannten Gründen die Beherrschung über das Fahrzeug und kollidierte mit der rechtseitigen Felswand.
Am Sonntag (28.01.2024), kurz nach 05:30 Uhr, ist das Auto eines 27-Jährigen auf der Strecke - Ringstrasse – Herisauerstrasse – Fennweg - Fennstrasse mehrfach in die Strasseneinrichtung geprallt. Der Fahrer setzte seine Fahrt nach den Kollisionen fort. Er wurde als fahrunfähig eingestuft. Bei ihm wurde eine Blut- und Urinentnahme angeordnet.
Der Führerausweis wurde dem Mann vor Ort abgenommen.
Sowohl in Reinach wie auch auf der Autobahn A1 und in Obersiggenthal kam es vergangene Nacht zu Unfallereignissen. Dabei waren die jeweiligen Lenker stark alkoholisiert. Eine Person wurde leicht verletzt.
Die Führerausweise wurden den Unfallverursachern entzogen.
Am Samstagabend, 27. Januar 2024, kam es im Kreis 12 zu einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Fussballfans.
Dabei wurden sechs Personen verletzt und es entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeug/innen.
Am Samstag verursachte eine unbekannte Person mit ihrem Auto in Etzwilen einen Selbstunfall. Der Unfallverursacher oder die Unfallverursacherin entfernte sich ohne Meldung vom Unfallort.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Am Sonntag, 28.01.2024, ca. 04.10 Uhr, ereignete sich in Näfels, Oberdorf, ein Brandfall (Kabelbrand) mit Schadenfolge.
Eine Betreuerin des durch Asylsuchende bewohnte Mehrfamilienhaus meldete telefonisch, dass es innerhalb des Gebäudes nach Gas riechen würde.
Am Samstag, 27. Januar 2024, ist es in Schachen bei Reute und in Wolfhalden zu Selbstunfällen mit Personenwagen gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Auf der Dorfstrasse in Dulliken verlor am Samstagabend eine Automobilistin die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Das Auto kollidierte mit einem Stein und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand.
Die Fahrzeuglenkerin wurde dabei nicht verletzt.
Auf der Hardstrasse in Dulliken kam es am Samstagnachmittag zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad.
Dabei wurde der Motorradlenker verletzt und musste in ein Spital gebracht werden.
Am Samstagnachmittag (27.01.2024) stellte eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen beim Stockenweg einen Hangrutsch fest.
Dabei war auf einer Länge von ca. zehn Metern der Weg mitsamt dem Geländer den Abhang abgerutscht. Personen kamen keine zu Schaden.
In der Nacht auf Sonntag wurde ein alkoholisierter Autofahrer in Bottighofen kontrolliert und aus dem Verkehr gezogen.
Gegen 4.30 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau und des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit auf der Hauptstrasse einen Autofahrer.
Am Samstag (27.01.2024), um 15:55 Uhr, ist ein 17-Jähriger auf der Strasse "Laad" mit seinem Motorrad gestürzt.
Er verletzte sich dabei leicht und wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Samstag (27.01.2024), um 14:50 Uhr, hat ein 20-jähriger Motorradfahrer auf der Wildhauserstrasse einen Selbstunfall verursacht.
Er wurde dabei unbestimmt verletzt und musste durch die Rega ins Spital geflogen werden.
In der Zeit zwischen Freitagabend und Samstagmorgen (27.01.2024) ist eine unbekannte Täterschaft in eine Gewerbeliegenschaft an der Glatthaldestrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich über ein Fenster Zugang zum Gebäude.
Am Samstag (27.01.2024), kurz nach 23:00 Uhr, ist es in einem Wohnhaus an der Rorschacherstrasse zu einem Brand in einem Zimmer gekommen.
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Personen wurden keine verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 15'000 Franken.
Am Samstag, 27. Januar 2024, kurz nach 02:30 Uhr, konnte die Kantonspolizei Schwyz im Gebiet Mangelegg in Schwyz zwei jugendliche Personen in flagranti verhaften.
Ein 17-jähriger Algerier und ein 15- jähriger Libyer waren soeben mit dem Auskundschaften einer Garagenbox beschäftigt.
Nach einem Raubüberfall in Schönenberg an der Thur wurden am Freitag vier Tatverdächtige in Kreuzlingen festgenommen und inhaftiert.
Gegen 14.30 Uhr betrat die Täterschaft die Liegenschaft an der Thurbruggstrasse in Schönenberg an der Thur.
Ein kräftiges Hoch hat sich heute über Mitteleuropa aufgebaut. Es zieht in den kommenden Tagen langsam ostwärts. Wie sieht die vertikale Temperaturverteilung aus, wenn ein winterliches Hoch langsam vorüberzieht? Welche Auswirkungen hat das Hoch auf den Schnee?
Setzt sich diese milde Wetterphase noch länger so fort?
In der Nacht auf Samstag ist in Bern ein Taxifahrer von zwei Unbekannten angegangen und ausgeraubt worden. Die Täter behändigten eine Halskette und flüchteten in Folge in eine unbekannte Richtung.
Die Kantonspolizei Bern ermittelt und sucht Zeugen.
Am Samstagmorgen, um circa 9.15 Uhr, fuhr ein 25-jähriger Personenwagenlenker mit seiner Beifahrerin auf der Bergstrasse von Hallau in Richtung Schleitheim.
Auf Höhe des vorderen Berghofes verlor der Personenwagenlenker, aus noch ungeklärten Gründen, die Herrschaft über sein Fahrzeug und kollidierte seitlich mit einem Baum.
Am Samstagmorgen ist in Scheuren die Werkstatt eines Bauernhauses in Brand geraten. Die ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer löschen. Personen und Tiere wurden keine verletzt.
Ermittlungen zur Brandursache und der Höhe des Schachschadens sind im Gang.
In der Nacht von Freitag auf Samstag ist es auf der Thunstrasse in Steffisburg zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger gekommen.
Der Mann erlag noch auf der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Unfall wird untersucht.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagabend (26.01.2024) bei einer Verkehrskontrolle in Uster mehre Personen verhaftet.
Bei den anschliessenden Hausdurchsuchungen ist eine grosse Menge Diebesgut sichergestellt worden.
Am Freitag ist es in Tiefencastel zu einer Auffahrkollision und einem Handgemenge zwischen den beiden beteiligten Automobilisten gekommen.
Die Kantonspolizei Graubünden sucht Zeugen.
Ramona, unsere Polizistin der Regionalpolizei und Bea von der Polizei Konstanz trafen sich zufällig anlässlich des Patrouillendienstes am Hauptzoll in Kreuzlingen.
Vor mehr als 10 Jahren haben sie sich während einer Weiterbildung kennengelernt und es entstand eine private Freundschaft.
Auf der Autobahn A5 bei Luterbach hat sich am Freitagabend eine Auffahrkollision mit zwei beteiligten Autos ereignet.
Zwei Personen wurden dabei verletzt und mussten zur Kontrolle in ein Spital gebracht werden.
Auf der Bürenstrasse in Schnottwil verlor am frühen Samstagmorgen eine Autolenkerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand.
Die Fahrzeuglenkerin und ihr Beifahrer wurden dabei nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt.
In einer Wohnung an der Dorfstrasse in Neuendorf hat sich am Freitagabend ein Raubüberfall ereignet. Dabei wurde ein Mann leicht verletzt.
Der mutmassliche Täter flüchtete im Anschluss in Richtung Dorfzentrum. Die Polizei sucht Zeugen.
Auf der Luterbachstrasse in Deitingen ist am frühen Samstagmorgen ein verletzter Fussgänger aufgefunden worden.
Wie der Mann zu seinen Verletzungen kam, ist zurzeit noch unklar. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Samstag (27.01.2024) führte die Stadtpolizei St.Gallen bei vier Gastwirtschaften eine Kontrolle der Schliessungszeiten durch. Bei allen Lokalen hielten sich noch Spätgäste auf, obwohl keine Bewilligung für eine verkürzte Schliessungszeit vorlag.
Die Patentinhaber wurden mit einer Ordnungsbusse bedient.
Am Samstag (27.01.2024) wurde durch die Stadtpolizei St.Gallen ein umher schreiender und fuchtelnder Mann angehalten. Gegenüber den Polizisten verhielt er sich renitent und unkooperativ.
Zudem beschimpfte er diese und wurde gegen sie tätlich. Auf der Hauptwache beruhigte er sich nach einer Weile. Er wird zur Anzeige gebracht.
Kurz nach 11:30 Uhr fuhr ein 75-jähriger Autolenker mit seiner Frau von Giswil her auf der Grossteilerstrasse in Richtung Wilen.
Aufgrund eines akuten medizinischen Problems konnte er sein Auto nicht mehr lenken, welches daraufhin in geringen Tempo ca. 280m unkontrolliert auf der Strasse und anschliessend auf dem Wiesland weiter rollte.
Am Nachmittag, kurz vor 13:30 Uhr kam es zwischen Sarnen und Sachseln zu einem Brand.
Ein auf dem Balkon stehender Eimer mit Ascheresten entzündete sich unverhofft und die Flammen griffen nach kurzer Zeit auf die Fassade über.
Kurz nach 09:00 Uhr kam es in Sarnen auf der Sarnerstrasse im Bereich der Autobahnausfahrt, in Richtung Kerns, zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen.
Eine 56-jährige Autolenkerin musste aufgrund des Verkehrs an der Wartelinie ihr Auto stoppen.
Am 24. Januar 2024 kam es auf der Sägetstrasse in Rothrist zu einer Streifkollision zwischen zwei Autos.
Der weisse SUV fuhr weiter, ohne um sich um den Schaden zu kümmern.
Am Freitag (26.01.2024) ist es in Triesen zu einem Selbstunfall mit Sachschaden gekommen.
Ein alkoholisierter Lenker fuhr gegen 19:45 Uhr mit seinem Personenwagen auf der Landstrasse in Triesen in südliche Richtung.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.