Schweiz

Sarnen OW: Auffahrkollision im Bereich der Autobahnausfahrt

Kurz nach 09:00 Uhr kam es in Sarnen auf der Sarnerstrasse im Bereich der Autobahnausfahrt, in Richtung Kerns, zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen. Eine 56-jährige Autolenkerin musste aufgrund des Verkehrs an der Wartelinie ihr Auto stoppen.

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La Chaux-de-Fonds NE: Grossbrand in einem Gebäude - Hubschrauber im Einsatz

In einem Mehrfamilienhaus in La Chaux-de-Fonds ist ein heftiger Brand ausgebrochen. Mehrere Wohnungen wurden in Mitleidenschaft gezogen. 23 Personen wurden durch das Sanitätsdispositiv betreut, eine Person wurde schwer verletzt. Bei dem Einsatz wurde auch ein Feuerwehrmann an einer Hand verletzt.

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Tessin: Eine Kantonspolizei, die bereit ist, sich neuen Herausforderungen zu stellen

In den vergangenen Tagen fand im Kantonalen Zivilschutzzentrum in Rivera der jährliche Korpsbericht der Kantonspolizei statt. Der Direktor des Departements der Institutionen (DI), Norman Gobbi, hob in seiner Rede zunächst hervor, dass die Kantonspolizei in den 12 Jahren, die er an der Spitze des DI steht, zahlreiche Erfolge erzielt hat und zu einem Korps geworden ist, das für seine Qualität auf schweizerischer Ebene anerkannt ist.

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Bellinzona TI: Verdächtige Pakete im Istituto delle Assicurazioni Sociali gemeldet

Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurde heute kurz nach 9 Uhr beim Istituto delle Assicurazioni Sociali (IAS) in der Via Canonico Ghiringhelli in Bellinzona ein verdächtiges Paket mit einer Drohschrift gemeldet. Daraufhin wurde, wie in ähnlichen Fällen üblich, eine Vorrichtung aktiviert. Insbesondere wurde das Gebäude abgesperrt und evakuiert.

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Boncourt JU: Einsatz nach Salpetersäureleck auf Produktionsgelände

Am Donnerstag, 26.01.2024, gegen 07:00, stellte ein Angestellter eines Uhrenherstellers in Boncourt fest, dass in seiner Abteilung Salpetersäure austrat. Über die Einsatz- und Fernmeldezentrale der jurassischen Kantonspolizei wurden die Rettungsdienste rasch aufgeboten. Zuvor hatte das Unternehmen bereits besondere Sicherheitsmassnahmen ergriffen, insbesondere durch die Evakuierung der Angestellten des Standorts.

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Arbedo-Castione TI: Drogenhandel - drei Personen (Schweizer und Italiener) verhaftet

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 22.01.2024 im Rahmen einer in Zusammenarbeit mit dem Drogendezernat der Stadtpolizei Bellinzona durchgeführten Untersuchung ein 35-jähriger Mann, eine 22-jährige Frau, beide Schweizer Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Region, und ein 21-jähriger italienischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Italien festgenommen wurden. Die Verhaftung wurde im Gebiet Arbedo-Castione in der Wohnung des 35-Jährigen ausgelöst, in der sich auch die 22-Jährige und der 21-Jährige aufhielten.

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Autounfall bei Lichtensteig SG: 50-Jähriger stirbt nach Frontalkollision mit Lastwagen

Am Freitag (26.01.2024), kurz vor 11:30 Uhr, hat sich auf der Autostrasse H16, Höhe Anschlusswerk Lichtensteig, eine Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Lastwagen ereignet. Ein 50-jähriger Autofahrer kam dabei ums Leben.

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Niederurnen GL: Gefährliches Fahrmanöver – Zeugenaufruf

Am gestrigen Donnerstag, 25. Januar 2024, um 13.15 Uhr, vollführte eine unbekannte Person mit ihrem Auto auf dem Autobahnzubringer bei Niederurnen ein gefährliches Fahrmanöver. Nach Informationen der Kantonspolizei Glarus war die unbekannte Person mit einem silbrigen Volvo (Stufenheck) auf dem Zubringer in Fahrtrichtung Autobahn unterwegs.

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Stadt Zürich ZH (Kreis 4): Drogen aus dem Auto verkauft - 37-Jähriger festgenommen

Am Mittwochabend, 24. Januar 2024, nahm die Stadtpolizei Zürich einen mutmasslichen Drogendealer im Kreis 4 fest und stellte knapp 2 Kilogramm Kokain sicher. Kurz vor 20.45 Uhr beobachteten zivile Fahnder/innen, wie an der Ankerstrasse aus einem Fahrzeug heraus Betäubungsmittel an eine Frau übergeben wurden.

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Lugano TI: Raubüberfall auf eine Tankstelle - Personenbeschreibung - Zeugenaufruf

Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es gestern Abend gegen 22:00 Uhr zu einem Raubüberfall auf eine Tankstelle in der Via G. e F. Ciani in Lugano. Gemäss einer ersten Rekonstruktion betrat eine Person die Tankstelle, bedrohte eine Angestellte mit einem Messer und zwang sie, den Inhalt der Kasse herauszugeben. Danach flüchtete er.

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Stadt Chur GR: Rollerlenkerin verletzt sich nach Kollision mit Fahrzeug

Auf der Quaderstrasse in Chur ist es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Roller gekommen. Dabei verletzte sich die Rollerfahrerin. Am Donnerstag (25.01.2024), kurz vor 12:00 Uhr ist an der Quaderstrasse vor dem Fussgängerstreifen Höhe Quader Center eine 52-jährige Autolenkerin auf eine 36-jährige Rollerlenkerin aufgefahren.

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Plaffeien FR: Einbrecher dank Polizeihund „Nox“ verhaftet

In der Nacht von letzten Samstag auf Sonntag brachen Einbrecher in eine Bäckerei in Plaffeien ein. Der Polizei gelang es mit Hilfe von Polizeihund Nox zwei mutmassliche Einbrecher zu verhaften und den Grossteil des Diebesgutes wiederzufinden. Die durchgeführten Ermittlungen führten zur Identifizierung von zwei weiteren mutmasslichen Einbrechern. Alle vier werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

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Kanton St.Gallen: Kantonale Richterstellen öffentlich ausschreiben

Nach den Gesamterneuerungswahlen der kantonalen Gerichte für die Amtsdauer 2023/2027 evaluierte die Rechtspflegekommission den Prozess der Richterwahlen. Sie beschloss, die kantonalen Richterstellen neu öffentlich auf dem Stellenportal des Kantons auszuschreiben. Damit will die Kommission den Auswahlprozess transparenter machen und mehr geeignete Fachleute auf freie Richterstellen aufmerksam machen.

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TCS – 358’300 Pannenhilfeeinsätze im Jahr 2023

Das Pannendienstnetz des Touring Club Schweiz hat ein intensives Jahr hinter sich: 2023 mussten die TCS-Patrouille und ihre Partnergaragen über 358’300 Mal Hilfe leisten. In den letzten 12 Monaten gingen ca. 933’000 Anrufe in der Einsatzzentrale ein. Probleme mit der Starterbatterie waren weiterhin die Hauptursache für das Liegenbleiben. Sie machten ein Drittel aller Pannen aus, gefolgt von Pneu- und Radschäden. Elektroautos sind weniger häufig von Pannen betroffen.

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Stadt St.Gallen SG: Auffahrkollision auf dem Blumenbergplatz - Zeugenaufruf

Am Donnerstag (25.01.2024) kam es auf dem Blumenbergplatz zu einer Auffahrkollision. Eine unbekannte Person fuhr in ihrem weissen Fahrzeug gegen das Heck einer anderen Autofahrerin. Anschliessend fuhr das weisse Fahrzeug in unbekannte Richtung davon. Die Polizei sucht Zeugen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.