Schweiz

Stadtpolizistin Fabienne Schenk im Einsatz - Brand in Dachstock

Das ging flott... Rund 6 Minuten nach meiner ersten Übernahme des Medienpiketts erhielt ich am Freitagnachmittag die Info: "Brand in einem Dachstock im St.Galler Museumsquartier". Vor Ort angekommen hiess es erst einmal Informationen sammeln und sich mit den einsatzleitenden Personen auszutauschen.

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Tragödie in Dulliken SO: Mann (31) stürzt von Balkon – schwer verletzt

In der Nacht auf Sonntag, 14. Januar 2024, ist in Dulliken aus noch zu klärenden Gründen ein Mann von einem Balkon eines Mehrfamilienhauses gestürzt. Dabei hat er sich schwere Verletzungen zugezogen. Zur Klärung der Umstände haben die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn eine Untersuchung eingeleitet.

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Gossau SG: In fahrunfähigem Zustand parkierten Lieferwagen beschädigt

Am Samstag (13.1.2023), kurz vor Mitternacht, hat eine 47-jährige Autofahrerin beim Verlassen eines Parkplatzes am Bahnhofplatz einen parkierten Lieferwagen beschädigt. Sie entfernte sich ohne den entstandenen Schaden zu melden. Die Autofahrerin war in fahrunfähigem Zustand unterwegs.

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Kapo Schwyz: Alkohol am Steuer – das gilt es für die Verkehrssicherheit zu beachten

Das Strassenverkehrsgesetz schreibt vor, dass Personen nur im fahrtüchtigen Zustand Fahrzeuge lenken dürfen. Beim Alkoholkonsum wurde festgesetzt, dass der Blutalkoholwert unter 0,25 mg/l (bis 30. September 2016 0,5 Promille) liegen muss. Wer mehr als 0,25 mg / l hat, darf die Fahrt nicht mehr fortsetzen. Liegt der gemessene Atemalkoholwert über 0,4 mg/l (bis 30. September 2016 0,8 Promille), wird der Führerausweis auf der Stelle abgenommen.

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Interlaken / Thun BE: Auto nach Fluchtfahrt angehalten – zwei Personen festgenommen

In der Nacht auf Samstag hat sich in Interlaken ein Auto einer Verkehrskontrolle entzogen und ist vor der Polizei geflüchtet. Das Fahrzeug konnte schliesslich in Thun gestoppt werden. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden vorläufig festgenommen. Ihnen werden diverse Delikte zur Last gelegt. Weitere Ermittlungen zu den Ereignissen sind im Gang.

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Tragischer Unfall in Einsiedeln SZ: Autofahrer (†36) kracht in Mauer – tot

Am Samstagmorgen, 13. Januar 2024, verstarb ein Fahrzeuglenker nach einer Kollision in Einsiedeln. Der 36-Jährige fuhr kurz nach 8 Uhr auf der Umfahrungsstrasse in Richtung Biberbrugg, als er aus bislang unbekannten Gründen neben Fahrbahn geriet und mit der Mauer eines Überführungsviaduktes kollidierte.

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Fussgänger (†74) in Langenthal BE von Auto erfasst und getötet

Am Freitagabend ist ein Fussgänger in Langenthal von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Es kam zu Verkehrseinschränkungen. Der Unfall wird untersucht. Der Kantonspolizei Bern wurde am Freitag, 12. Januar 2024, kurz nach 18.25 Uhr, gemeldet, dass es auf der Aarwangenstrasse in Langenthal zu einem Verkehrsunfall gekommen sei.

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Auffahrkollision auf der A8 in Sarnen OW

Gestern, 12.01.2024, um 16:45 Uhr, ereignete sich auf der Autostrasse A8, kurz nach der Einfahrt Sarnen Nord, in Fahrtrichtung Luzern, im stockenden Feierabendverkehr eine Auffahrkollision. Der Unfallverursacher (48) bemerkte ein stehendes Fahrzeug zu spät und kollidierte mit einem stillstehenden Auto. Dabei wurden zwei Person leicht verletzt und mussten zu weiteren medizinischen Abklärungen in umliegende Krankenhäuser verbracht werden. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Schattdorf UR: Selbstunfall mit Sportwagen – zwei Personen verletzt

Heute Samstag, 13. Januar 2024, kurz vor 02.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschilder auf der Gotthardstrasse von Altdorf herkommend in Richtung Erstfeld. Gemäss den aktuellen Ermittlungen touchierte dieser auf Höhe Gandrütti die dortige Verkehrsinsel und geriet danach auf die Gegenfahrbahn.

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Polizei verhaftet Bombendroher des Zürcher Obergerichts - 19-jähriger Schweizer

Nachdem am 10.11.2023 das Obergericht des Kantons Zürich wegen einer Drohung evakuiert und anschliessend durchsucht worden war, hat die Kantonspolizei Zürich am Donnerstag (11.01.2024) den mutmasslichen Droher verhaftet. Ein anfänglicher Tatverdacht gegen einen 44-jährigen Schweizer hatte sich im Zuge der ersten Ermittlungen nicht bestätigt, weshalb die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihn mit Einstellungsverfügung vom 22.11.2023 eingestellt hat.

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Überdeckung Autobahn A2 / Luzern-Süd LU - Ergebnisse der Testplanung liegen vor

Das Bundesamt für Strassen ASTRA, der Kanton Luzern, die Stadt Kriens und der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus präsentieren das Ergebnis der Testplanung A2 Luzern-Süd. Die drei Bearbeitungsteams zeigen auf, wie der Brückenschlag über den offen geführten Autobahnabschnitt gelingen kann.

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Entlastung der Agglomerationen durch den gezielten Ausbau der Autobahnen

Mit dem von Bundesrat und Parlament beschlossenen, gezielten Ausbau der Autobahnen soll den Staus an den neuralgischen Stellen entgegengewirkt werden. Damit wird verhindert, dass die Agglomerationen zusätzlich durch Ausweichverkehr belastet werden. Das Referendum stellt die sechs geplanten Ausbauprojekte in Frage. Der Automobil Club der Schweiz ACS wird sich in der Abstimmungskampagne aktiv und an vorderster Front dafür einsetzen, dass der beschlossene Ausbau realisiert werden kann.

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Stadt Zürich ZH (Kreis 4): Frau (21) bei Kollision mit Tram lebensbedrohlich verletzt

Am Freitagabend, 12. Januar 2024, kollidierte ein Tram im Kreis 4 mit einer Fussgängerin. Diese musste mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital gebracht werden. Gemäss bisherigen Erkenntnissen der Stadtpolizei Zürich fuhr das Flexity-Tram der Linie 2 um 19.30 Uhr vom Letzigrund her in Richtung Albisriederplatz.

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Sturzunfälle: Treppen im öffentlichen Raum sind Stolperfallen

Auf Treppen passieren viele Unfälle. Jedes Jahr sterben in der Schweiz über 90 Personen an den Folgen eines Treppensturzes. Die BFU hat erstmals über 500 Treppen im öffentlichen Raum untersucht und zahlreiche Defizite festgestellt, die das Unfallrisiko erhöhen. So weist mehr als die Hälfte aller Treppen ungleich hohe Stufen auf. Zwei von drei Treppen haben nur einen oder gar keinen Handlauf, obschon die aktuellen Normen für den öffentlichen Raum in der Regel zwei Handläufe vorschreiben.

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La Chaux-de-Fonds NE: Zusammenstoss zwischen zwei Autos - Fahrer verletzt

Am Freitag, den 12. Januar 2024, gegen 07:20 Uhr, fuhr ein Auto, das von einem 55-jährigen Einwohner von Le Locle gesteuert wurde, in den Kreisel Bas du Reymon in La Chaux-de-Fonds. Bei der Ausfahrt zum Boulevard de la Liberté kam es zu einem Zusammenstoss mit einem Auto, das von einem 36-jährigen Mann aus Cernier gesteuert wurde und anhielt, um einen Fussgänger über die Strasse zu lassen.

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Novazzano TI: Brandstiftung - zwei algerische Asylbewerber festgenommen

Die Staatsanwaltschaft, das Jugendgericht und die Kantonspolizei geben bekannt, dass im Zusammenhang mit dem Brand, der gestern kurz nach 12 Uhr in der Via Motta in Novazzano im Bundesasylzentrum in Weiden ausgebrochen ist [Polizei.news berichtete], ein 27-jähriger Mann und ein sich selbst als 17-jährig bezeichnender Mann, beide algerische Asylbewerber, die in der Einrichtung leben, festgenommen wurden. Die Anklage lautet auf vorsätzliche Brandstiftung.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.