Schweiz

Stadt Biel BE: Frau von Balkon gefallen und verstorben - Zeugenaufruf

Eine Frau ist in der Nacht auf Sonntag vom Balkon aus einem höheren Stockwerk eines Wohnhauses gefallen und verstorben. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Personen beim Ereignis involviert waren. Zwei Personen konnten zwischenzeitlich angehalten werden. Es sind umfassende Ermittlungen im Gang.

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Räumungs- und Bergungsarbeiten im Gotthard-Basistunnel sind abgeschlossen

Am 10. August 2023 entgleiste ein Güterzug in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels. Es entstand grosser Sachschaden. Die Reparaturarbeiten werden mehrere Monate dauern. Seit dem 23. August kann der Güterverkehr wieder durch die unbeschädigte Oströhre verkehren. Die SBB informiert die Medien regelmässig über den Stand der Arbeiten.

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In Buchs ZH in Baum geknallt: 20-Jähriger verursacht schweren Selbstunfall

Bei einem Selbstunfall sind am Samstagabend (23.9.2023) in Buchs zwei Personen verletzt worden. Etwa um 22.45 Uhr fuhr ein Personenwagen auf der Regensbergstrasse Richtung Boppelsen. In einer scharfen Rechtskurve kam das Fahrzeug, besetzt mit zwei Personen, links über den Fahrbahnrand hinaus, stürzte die Böschung hinab.

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Stadt Basel BS: Verkehrsunfall zwischen Auto und Kind mit Trottinett - Zeugenaufruf

Am Dienstag, 12.09.2023 um 07:40 Uhr ereignete sich am Laupenring ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Kind, welches mit dem Trottinett die Strasse überqueren wollte. Personen, welche Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten sich bei der Verkehrspolizei, Tel. 061 208 06 00 oder über KapoVrk.VLZ@jsd.bs.ch zu melden.

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Montlingen SG: Selbstunfall mit Folgekollision – Fahrerin (20) alkoholisiert

Am Sonntag (24.09.2023), kurz vor 3 Uhr, ist es auf der Autobahn A13 zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Eine 20-jährige Autofahrerin war in alkoholisiertem Zustand unterwegs. Kurze Zeit später kam es zu einer weiteren Kollision zwischen einem nachfolgenden Auto und dem bereits verunfallten.

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Algetshausen / Lenggenwil SG: Fahrunfähig mehrere Kollisionen verursacht

Am Samstag (23.09.2023), ab ca. 10:50 Uhr, hat ein fahrunfähiger 62-jähriger Mann mit seinem Auto mehrere Kollisionen verursacht. Sein Führerausweis war ihm bereits entzogen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 25'000 Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Autofahrende, welche sich durch die Fahrweise des Mannes gefährdet fühlten.

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Stadt Basel BS: Kabelverteilerkasten demoliert - Zeugenaufruf

Gestern, Samstag, 23.09.2023, um 18:30 Uhr, beschädigte ein unbekanntes Fahrzeug den Kabelverteilerkaste in der Eptingerstrasse 2. Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern entfernte sich der Lenker, Personen, welche Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten sich bei der Verkehrspolizei, Tel. 061 208 06 00 oder über KapoVrk.VLZ@ jsd.bs.ch zu melden.

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Stadt Basel BS: Fahrradlenkerin stürzt durch Personenwagen auf Velostrasse

Gestern, Samstag, 23.09.2023, circa 15:15 Uhr, kam es auf der Allmendstrasse, Höhe Liegenschaft Nr. 134, zu einem Verkehrsunfall. Dabei wurde eine Fahrradlenkerin, welche in Fahrtrichtung Grenzacherstrasse unterwegs war, durch einen Personenwagen von der Fahrbahn abgedrängt und zu Sturz gebracht.

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Cheyres FR: Landwirtschafts-Fahrzeug stürzt 100 Meter in die Tiefe – drei Verletzte

Gestern Abend ereignete sich in Cheyres, auf der Route des Granges ein Verkehrsunfall mit einem beteiligten Fahrzeug. Dabei wurden drei Personen verletzt, zwei davon schwer. Die Rettungsarbeiten fanden in einem schwer zugänglichen Gelände statt. Eine Ermittlung ist im Gange.

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Kaiseraugst AG / A3: Bei Spurwechsel in stehende Kolonne geprallt

Bei einem Fahrstreifenwechsel prallte ein 54jähriger Schweizer auf der Autobahn A3 mit seinem Auto in eine stehende Fahrzeugkolonne. Durch den Aufprall wurden er und eine zweite Person verletzt und mussten in Spitalpflege verbracht werden. Zudem entstand Sachschaden in der Höhe von rund 50'000 Franken. Der 54jährige Schweizer war am Freitagnachmittag, 22.09.2023 kurz nach 16:00 Uhr auf der Autobahn A3 von Kaiseraugst Richtung Rheinfelden unterwegs.

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Realp UR: Sperrung der Furkapassstrasse aufgrund von Schnee und Unfall

Am Samstag, 23. September 2023, gegen 07:15 Uhr, fuhr ein Personenwagen mit italienischen Kontrollschildern vom Furkapass Richtung Realp. Im Bereich Galenböden kam das Fahrzeug auf der schneebedeckten Fahrbahn von der Strasse ab und blieb mit der Fahrzeugfront im Wiesland stecken. Der 52-jährige Fahrzeuglenker, mit britischer Staatsbürgerschaft, wurde beim Unfall nicht verletzt. Am Fahrzeug wie an den Verkehrseinrichtungen entstanden Sachschäden in der Höhe von ca. Fr. 35‘000.-.

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Stadt St.Gallen SG / A1: Auffahrunfall auf der Autobahn – drei Personen verletzt

Am Freitag (22.09.2023), kurz vor 14:25 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1, im Stephanshorntunnel in Fahrtrichtung Zürich, ein Auffahrunfall zwischen zwei Autos ereignet. Drei Personen wurden leicht verletzt. Sie und eine schwangere Autofahrerin wurden durch den Rettungsdienst zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Wattwil SG: 22-jähriger Mann greift Polizist an

Am Freitag (22.09.2023), kurz nach 17:15 Uhr, hat ein 22-jähriger Mann am Bahnhof Wattwil anlässlich einer Personenkontrolle einen Polizisten angegriffen. Dabei ging er unvermittelt mit den Fäusten auf den 35-jährigen Polizisten los. Dieser wurde leicht verletzt. Unter mithilfe zweier Passanten gelang es, den Mann festzunehmen. Weitere herbeigerufene Polizisten beschimpfte und bedrohte der Mann ebenfalls.

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Stadt Basel BS: Fünf verletzte Passagiere nach Vollbremsung - Zeugenaufruf

Am Freitag, 22.09.2023, um 14:28 Uhr fuhr ein Gelenkbus der Linie 50 vom Flughafen her kommend durch die Flughafenstrasse. Auf Höhe der Lenzgasse führte ein bislang unbekanntes Fahrzeug ein Wendemanöver durch, so dass der Lenker des Gelenkbusses eine Notbremsung einleiten musste.

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Kanton Bern: 91 Korpsangehörige in feierlichem Rahmen vereidigt

Am Freitagvormittag sind im Berner Münster 91 Korpsangehörige der Kantonspolizei Bern, 30 Frauen und 61 Männer, vereidigt worden. Davon wurden 47 Polizistinnen und Polizisten ins Korps aufgenommen. Weiter legten 18 Botschaftsschützer/innen, fünf Mitarbeitende des Verkehrsdienstes, drei Korpswechsler, vier Rückkehrer sowie 14 weitere Mitarbeitende den Eid oder das Gelübde ab.

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Camperio TI: Kontrollaktion - 13 von 25 Pilzsammlern hielten Vorschriften nicht ein

Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurde am 21.09.2023 zwischen 8:15 Uhr und 13:30 Uhr in Camperio in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jagd und Fischerei und mit nachträglicher Unterstützung eines Mykologen der Schweizerischen Vereinigung der amtlichen Pilzkontrollorgane eine Kontrollaktion bei Pilzsammlern durchgeführt. Es wurden insgesamt 25 Personen kontrolliert.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.