Am Samstagabend ist in Sigriswil eine Scheune komplett niedergebrannt. Personen und Tiere wurden keine verletzt.
Ermittlungen zur Brandursache sind im Gang.
In der Nacht auf Sonntag ist es in Bern zu mehreren unbewilligten Umzügen mit zahlreichen Teilnehmenden durch die Innenstadt gekommen.
Gegen Ende der Kundgebung kam es zu Sachbeschädigungen und einem Angriff gegen eine unbeteiligte Person, die dabei verletzt wurde.
In Grenchen hat sich am Sonntagmorgen ein Elektro-Trottinett-Lenker nach ersten Erkenntnissen bei einem Sturz erhebliche Verletzungen zugezogen.
Er musste mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs werden Zeugen gesucht.
Wer auf der Strasse sichtbar ist, der ist sicherer unterwegs. Deshalb gibt "Verkehrssicherheit Thurgau" auch dieses Jahr über 6000 Leuchtwesten gratis an Thurgauer Schulkinder ab.
Dieses Jahr ziert ein Frosch die Leuchtwesten von „Verkehrssicherheit Thurgau“. Es ist der vierte Teil einer Serie, die über die vergangenen Jahre das Thema "Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr" fokussiert. Das aktuelle Sujet richtet sich an alle Verkehrsteilnehmenden.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle an der Staffelegg waren vier Lenker so schnell, dass ihnen die Kantonspolizei den Führerausweis sofort abnahm.
Der schnellste raste mit 151 km/h den Berg hoch.
Am Freitagmittag (15.09.2023) hat sich kurz vor einem Fussgängerstreifen in Neuhausen am Rheinfall eine Kollision zwischen einem Linienbus und einer Fussgängerin ereignet.
Die Fussgängerin wurde dabei verletzt.
Ein Lastwagenchauffeur verstarb am Samstag in Aadorf bei einem Arbeitsunfall.
Ein Chauffeur wollte gegen 13 Uhr auf einem Betriebsgelände seinen Lastwagen mit Kies füllen.
Am Mittwochabend, 13. September 2023, gegen 22.00 Uhr, kollidierte ein schwarzes Fahrzeug auf der Challstrasse in Röschenz BL mit einem Weidezaun.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Samstagabend, 16.09.2023 ca. zwischen 17.00 und 19.00 Uhr wurden durch unbekannte Täter, Wertgegenstände aus den Umkleidegarderoben der GLKB Arena im Buchholz entwendet.
Die unbekannte Täterschaft gelangte ungesehen in die unverschlossenen Garderobenräumlichkeiten und durchsuchte dort die Kleidungsstücke und Taschen.
Am Samstagabend, 16.09.2023 erreichte die Kantonale Notrufzentrale die Meldung, dass zwischen Freitag und Samstag 15./16.09.2023 jemand in ein Firmengebäude in Niederurnen am Amerikaweg eingedrungen ist.
Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsam Zutritt zum Industriegebäude und durchsuchte dort einen Schreibtisch.
Am Dienstag findet in Bern das Gruppenphasenspiel der Champions League zwischen dem BSC Young Boys und RB Leipzig statt.
Im Grossraum Wankdorf ist auch aufgrund eines zeitgleich stattfindenden Eishockeyspiels mit Verkehrsbehinderungen und kurzzeitigen Strassensperrungen, in der Innenstadt mit erhöhtem Personenaufkommen zu rechnen. Matchbesuchenden wird empfohlen, frühzeitig anzureisen.
Am Samstag (16.09.2023, kurz nach 20:50 Uhr, ist ein 24-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Splügenstrasse verunfallt. Das Auto war zuvor einer Polizeipatrouille aufgefallen, da es ohne Licht fuhr.
Die Aufforderung zum Anhalten wurde missachtet und der Autofahrer versuchte zu flüchten. Wie sich herausstellte, war der Mann lediglich im Besitz eines Lernfahrausweises.
Am Samstag (16.09.2023), kurz vor 14:40 Uhr, ist ein 19-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Murgstrasse, Höhe Hindermurg, verunfallt.
Der Mann wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Am Motorrad entstand Totalschaden.
Am Samstag (16.09.2023), kurz vor 14 Uhr, ist ein 17-Jähriger mit seinem Motorrad bei Martinsbrücke gestürzt.
Er wurde dabei leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Samstag (16.09.2023), kurz nach 13:30 Uhr, hat ein 14-jähriger Jugendlicher auf einer Strolchenfahrt mit dem Auto seiner Eltern einen Verkehrsunfall verursacht.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es entstand jedoch hoher Sachschaden.
Am Samstag (16.09.2023), kurz vor 11:30 Uhr, sind auf der Saganserstrasse, im Kreisverkehr, ein Auto und ein Velo zusammengestossen.
Ein 72-jähriger Velofahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital.
Am Samstagmorgen (16.09.2023), um ca. 9:30 Uhr, ist ein 80-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Autobahn A13 zwischen Oberriet und Haag verunfallt. Dies meldete er nicht der Polizei. Er versuchte das Auto abschleppen zu lassen.
Eine dennoch ausgerückte Polizeipatrouille musste feststellen, dass der Mann mit einem Ausweisentzug belegt war.
Am frühen Samstagabend (16.09.2023) erhielt die Schaffhauser Polizei die Meldung, wonach in Altdorf in einem Bauernhaus eine Küche in Brand geraten sei. Der Brand konnte durch die Bewohnerin selbständig gelöscht werden.
Die Bewohnerin musste zur Kontrolle mit der Ambulanz in ein Spital gebracht werden. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Ein alkoholisierter Autofahrer musste am frühen Sonntagmorgen in Arbon seinen Führerausweis abgeben.
Eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau kontrollierte kurz nach 4.30 Uhr an der Brühlhaldenstrasse einen Autofahrer, der zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen war.
Am Samstagmorgen, 16. September 2023, kurz nach 06.30 Uhr, gerieten mehrere abgestellte Fahrzeuge auf einem Areal an der Bahnhofstrasse in Grellingen BL in Brand.
Personen wurden keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Auf der Gempenstrasse in Dornach kam es am Samstagnachmittag in einer Kurve zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad.
Dabei wurde der Lenker leicht verletzt.
Durch einen Brand sind in der Nacht auf Samstag in Spiegel bei Bern ein Kleinbus sowie ein angrenzendes Gebäude beschädigt worden.
Es werden Zeugen gesucht.
Am Freitag, 15. September 2023, ist es in Niederteufen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Velo gekommen.
Die Velofahrerin wurde mit unbestimmten Verletzungen ins Spital verbracht. Es entstand Sachschaden.
Im Vorfeld zum bewilligten "Marsch fürs Läbe" am 16. September 2023 wurde auf einschlägigen Foren dazu aufgerufen die Veranstaltung zu stören. Entsprechend war die Stadtpolizei Zürich am Samstagnachmittag mit einem Aufgebot vor Ort und verhinderte Störaktionen.
Zwei Personen wurde auf eine Polizeiwache mitgenommen. Rund 100 Personen wurden kontrolliert und weggewiesen.
Am Samstagmittag, 16.09.2023, ca. 13.00 Uhr ereignete sich in Näfels im Quartier Neuweg ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Kind.
Eine 25-jährige Lenkerin fuhr auf der Quartierstrasse als unverhofft ein 5-jähriger Knabe hinter einem parkierten Wagen auf die Strasse trat und seitlich mit dem Wagen kollidierte.
Auf der Südspur der Autobahn A13 in Chur ist am Samstagmittag ein Personenwagen total ausgebrannt.
Die ausgerückte Feuerwehr der Stadt Chur löschte den Brand.
Bei einem Verkehrsunfall in Ins ist ein Autolenker mit erhöhter Geschwindigkeit von der Strasse abgekommen und mit einem Baum kollidiert.
Vor Ort konnten die Einsatzkräfte nur noch seinen Tod feststellen. Der Unfall wird untersucht.
Am Samstagvormittag ist es in Kirchenthurnen zu einem schweren Selbstunfall eines Motorradlenkers gekommen. Er wurde beim Unfall schwer verletzt und musste mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen werden.
Der Unfall wird untersucht.
In der Sankt-Martins-Kirche in Laupersdorf kam es in der Nacht auf Samstag aus noch zu klärenden Gründen zu einem Brand. Dadurch entstand hoher Sachschaden.
Die Polizei hat umgehend Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Gestern Freitag, 15. September 2023, kurz vor 19.30 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Verkehrsunfall auf der Klausenstrasse, zwischen den Weilern Schilt und Unter Balm informiert.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein Lenker eines Motorrades mit Urner Kontrollschild auf der Klausenstrasse in Richtung Passhöhe.
In Olten wurde in der Nacht auf Samstag ein Mann in einem Mehrfamilienhaus leblos aufgefunden.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn haben umgehend Ermittlungen zu den Umständen und der Todesursache aufgenommen.
Heute Samstag, 16. September 2023, kurz nach 09.30 Uhr, ereignete sich eine Auffahrkollision auf der Gotthardstrasse in Silenen, Fahrtrichtung Amsteg.
Eine 56-jährige Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschild bemerkte ein Bremsmanöver einer vorausfahrenden 62-jährigen Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschild zu spät.
Mitarbeitende der Kantonspolizei Solothurn und der Eidgenössischen Spielbankenkommission haben am Freitagabend in Olten ein Lokal kontrolliert. Dies, weil der Verdacht bestand, dass dort illegal Geld- und Spielbankenspiele angeboten werden.
Im Verlauf dieser Polizeiaktion wurden Geldspielautomaten sowie mehrere tausend Franken Bargeld sichergestellt. Der Lokalbetreiber wird zur Anzeige gebracht.
Am Freitagabend, den 15. September 2023, zirka 20:30 Uhr, hat sich auf der Bürgenstockstrasse in Stansstad ein Selbstunfall ereignet. Die Lenkerin zog sich dabei leichte Verletzungen zu.
Das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden.
Am Samstag, 16. September 2023, ist es in Urnäsch zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen.
Zwei Personen verstarben auf der Unfallstelle, zwei weitere wurden mit unbestimmten Verletzungen ins Spital verbracht.
Am Freitag (15.09.2023), kurz vor 22:10 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen von der SBB die Meldung erhalten, dass aus einem Behälter in einem Güterwagon am Bahnhof Schwarzenbach eine ätzende Flüssigkeit auslaufen würde.
Daraufhin wurde die Chemiewehr aufgeboten, welche die Flüssigkeit neutralisieren und den Wagon reinigen konnte.
Am Freitag (15.09.2023), kurz vor 20:30 Uhr, sind auf der Goldacherstrasse ein Auto und ein E-Bike zusammengestossen.
Ein 61-jähriger E-Bike-Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Er konnte sich selbständig in ärztliche Behandlung begeben.
Am Freitag (15.09.2023), kurz vor 20:30 Uhr, hat sich auf der Wilerstrasse ein Unfall zwischen einem Auto und einem Motorrad ereignet.
Ein 17-jähriger Motorradfahrer wurde dabei eher leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital.
Am Freitag (15.09.2023), kurz vor 17 Uhr, hat ein 78-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der Allmeindstrasse eine 79-jährige Fussgängerin angefahren, die im Begriff war den Fussgängerstreifen beim Einkaufszentrum Eisenhof zu überqueren.
Die Fussgängerin wurde dabei unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Freitag (15.09.2023), kurz nach 4:50 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Einbruch in ein Restaurant an der Zürcher Strasse erhalten.
Zuvor war eine unbekannte Täterschaft durch ein gewaltsam geöffnetes Fenster im Hochparterre ins Lokal eingestiegen.
Auf einer Toilette eines Schulhauses hat ein Schüler einen aussergewöhnlichen Schriftzug entdeckt. Die Zuger Polizei hat umgehend Abklärungen getroffen und Massnahmen für die Aufrechterhaltung eines sicheren Schulbetriebs ergriffen.
Gemäss den bisherigen Ermittlungen handelt es sich um eine unbedachte Aktion.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.