Am Montag (31.07.2023), kurz vor 18:15 Uhr, ist ein Motorradfahrer auf der Binzenstrasse gestürzt und gegen die Front eines entgegenkommenden Autos gerutscht.
Der 21-Jährige wurde leicht verletzt.
Am Montagnachmittag (31.07.2023), kurz vor 13:50 Uhr, hat ein 30-jähriger Mann einen Busfahrer der öffentlichen Verkehrsbetriebe tätlich angegriffen.
An der Favrestrasse stieg der Mann aus dem Bus aus.
Am Montag (31.07.2023), kurz vor 13:30 Uhr, ist ein 77-jähriger Mann im Ausserfeld auf Höhe des Bahnwegs mit seinem Mofa verunfallt.
Der Mann wurde unbestimmt verletzt.
In der Nacht von Montag auf Dienstag (01.08.2023), kurz vor 2:15 Uhr, ist ein 38-jähriger Mann auf der Hauptstrasse mit seinem Velo gestürzt.
Er wurde von der Rega mit unbestimmten Verletzungen ins Spital geflogen.
Am Dienstag (01.08.2023), kurz vor 4:50 Uhr, ist in einer Wohnung eines Doppeleinfamilienhauses an der Altendorferstrasse ein Brand gemeldet worden.
Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Franken geschätzt. Die Brandursache wird abgeklärt.
Am Montagnachmittag, 31. Juli 2023, hat sich auf der Passwangstrasse in Beinwil eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen ereignet.
Dabei haben sich der Motorradlenker und sein Mitfahrer Verletzungen zugezogen, die eine Einweisung in ein Spital erforderlich machten.
Nach 32 Dienstjahren bei der Berufsfeuerwehr von Schutz und Rettung Bern verabschiedet sich Thomas Schertenleib in seinen wohlverdienten Ruhestand.
Für deine unzähligen Einsätze sowie vielen Stunden in der Werkstatt Übermittlung / Funk / Telefonie sowie in diversen Arbeitsgruppen danken wir dir von Herzen.
In der Nacht auf den ersten August führte ein Wasserrohrbruch im Kreis 8 zu gefluteten Kellern. Betroffen sind ein halbdutzend Häuser sowie ein Innenhof.
Die Bellerivestrasse muss vorübergehend gesperrt werden.
Der offizielle Teil der Bundesfeier am Rhein ist aus Sicht der Blaulichtorganisationen ohne grosse Probleme abgelaufen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei Basel-Stadt sowie der Sanität und Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt hatten einige Einsätze zu leisten. Trotz grossem Publikumsaufmarsch von rund 100'000 Personen kann aus Sicht der Rettungskräfte von einem eher ruhigen Jahr gesprochen werden.
Gestern Abend wurden im Rahmen einer Demonstration in Villars-sur-Glâne mehrere Personen durch pyrotechnische Gegenstände verletzt. Eine Person wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Eine Untersuchung ist im Gange.
Derzeit hört man hie und da, dass es für die Jahreszeit aussergewöhnlich kühl sei.
Wir werfen im heutigen Meteoblog ein Blick auf kühle oder besser gesagt kalte Sommer der vergangenen Jahrzehnte.
Am Sonntag ist eine Autolenkerin in Liebefeld von einem Fussgänger durch das offene Fenster geschlagen worden. Die Lenkerin setzte ihre Fahrt fort, wobei das Auto wenig später einen unbeteiligten Passanten erfasste, ehe es mit einer Mauer kollidierte. Die verletzte Lenkerin sowie der schwer verletzte Passant wurden ins Spital gebracht.
Die Kantonspolizei Bern sucht den Fussgänger. Sie bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Ein Motorradfahrer hat sich am Montagabend (31.07.2023) in Hochfelden bei einem Selbstunfall schwere Verletzungen zugezogen.
Der Motorradfahrer fuhr kurz nach 19.30 Uhr auf der Bülacherstrasse von Bülach in Richtung Hochfelden. Eingangs einer Linkskurve touchierte sein Motorrad aus noch ungeklärten Gründen den rechten Fahrbahnrand, worauf der Lenker stürzte. Beim Sturz zog sich der 34-Jährige schwere Verletzungen zu. Nach der medizinischen Erstversorgung durch einen Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens wurde der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht.
Am Montag (31.07.2023), kurz nach 10:45 Uhr, ist es auf der Amdenerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen.
Der 48-jährige Motorradfahrer wurde unbestimmt verletzt.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurde am 30.07.2023 bei einer Geschwindigkeitskontrolle eine schwere Verkehrsübertretung festgestellt.
In Rivera an der Via Monte Ceneri fuhr ein 68-jähriger Schweizer aus dem Raum Locarno mit einer Geschwindigkeit von 154 Stundenkilometern, wo die Höchstgeschwindigkeit 80 beträgt.
Im Zusammenhang mit dem Brand, der am 26.07.2023 gegen 19:45 Uhr in einem Gebäude in der Via al Campo in Quartino ausbrach [Polizei.news berichtete], gibt die Kantonspolizei bekannt, dass der Mann, der in der durch den Brand beschädigten Wohnung tot aufgefunden wurde, formell identifiziert wurde.
Es handelt sich um einen 87-jährigen Schweizer, der in der Region Locarno wohnte.
Seit dem späten Vormittag des heutigen Tages sind zehn Männer der Zivilschutzorganisation des Kantons Jura in La Chaux-de-Fonds im Einsatz.
Ihr Einsatz wird in den nächsten Tagen bis Freitag fortgesetzt.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurde gestern Abend ein 29-jähriger rumänischer Autofahrer mit Wohnsitz in der Region Locarno festgenommen, der mehrere schwere Verkehrsdelikte begangen hatte.
Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Aktion der Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Locarno.
Am Sonntag, 30. Juli 2023, um 13:40, fuhr ein Auto, das von einem 60-jährigen Einwohner von Savagnier gesteuert wurde, auf der Rue de l'Helvétie in La Chaux-de-Fonds.
Auf der Höhe der Hausnummer 101 kollidierte das Fahrzeug mit zwei Fahrzeugen, die in der blauen Zone auf der rechten Seite der Strasse parkiert waren.
Am Sonntag, 30. Juli 2023 ereigneten sich im Gebiet Gwalpeten zuhinterst im Bisisthal zwei grosse Felsstürze. Beim ersten Ereignis am frühen Morgen stürzten rund 150'000 m3 Fels ab.
Beim zweiten am späteren Nachmittag folgten weitere 300'000 m3.
Am Sonntagnachmittag attackierte bei der Asylunterkunft in Frauenfeld ein Libyer einen Marokkaner.
Das Opfer musste hospitalisiert werden, der Täter wurde festgenommen.
Nächtliche Diebe waren auch am Wochenende aktiv und durchsuchten parkierte Autos und schlichen in Häuser ein.
Die Polizei nahm insgesamt acht junge Männer fest.
Am frühen Montagmorgen hat eine unbekannte Täterschaft einen Raubüberfall auf ein Hotel in Gstaad verübt.
Sie bedrohte einen Mitarbeiter und erbeutete diverses Deliktsgut, ehe sie in unbekannte Richtung flüchtete. Es werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.
Am Sonntag hat die Kantonspolizei Graubünden auf der Nationalstrasse N29 eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt.
Dabei wurden mehrere Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit erfasst – darunter ein Raser.
Am Sonntag, 30. Juli 2023, kam eine Frau auf der Flüealp oberhalb Leukerbad bei einem Sturz ums Leben.
Gegen 19 Uhr befand sich die Frau in Begleitung ihrer Familie auf der Flüealp oberhalb Leukerbad.
Am Sonntagnachmittag hat sich in Arvigo ein Auto über eine Böschung überschlagen.
Die eingeklemmte Automobilistin musste durch die Strassenrettung geborgen werden.
Am Sonntagnachmittag ist es in Ballwil zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen.
Der Motorradfahrer wurde beim Unfall verletzt und mit dem Rettungsdienst ins Spital gefahren.
Am Sonntagabend, 30 Juli 2023, gegen 20.00 Uhr, kippte ein Bockwagen, welcher von drei Pferden gezogen wurde, beim Einbiegen in den Wolflochweg in Lupsingen BL auf die Seite.
Zwei Personen wurden dabei verletzt.
Am Sonntagnachmittag ist es in einer Liegenschaft in Laax zu einer Rauchentwicklung gekommen.
Als Folge davon wurden zwei Mehrfamilienhäuser evakuiert.
Gemeinde Andermatt. Gestern Sonntag, 30. Juli 2023, kurz nach 16.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Aargauer Kontrollschildern auf der Gotthardstrasse von Hospental in Richtung Andermatt.
Verkehrsbedingt musste dieser sein Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.
Am Sonntag (30.07.2023), um 16:45 Uhr, hat an der Sägengass eine Baumhütte gebrannt. Die ausgerückte Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle.
Um 16:45 Uhr bemerkte eine Familie, dass sich bei der der selbstgebauten Holzhütte bei einem Baum Rauch bildete.
In der Zeit zwischen Samstagmittag und Sonntagmittag (30.07.2023) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus im Zübli eingebrochen.
Sie brach ein Kellerfenster in einem Lichtschacht auf und betrat das Gebäude.
In der Nacht von Sonntag auf Montag (31.07.2023), kurz nach 1 Uhr, ist in ein Coiffeursalon an der Scheffelstrasse eingebrochen worden.
Der Täter flüchtete mit einem Lieferwagen. Er konnte in der gleichen Nacht durch eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen angehalten und festgenommen werden.
Zwischen Sonntagabend und Montagmorgen (31.07.2023) ist eine unbekannte Täterschaft bei einer Feuerwerks-Verkaufsstelle am Ruderbach in einen Container eingebrochen.
Dabei brach sie das Schloss auf und betrat den Container.
Zwischen Sonntag, 30.07.2023 , 15:00 Uhr und Montag, 31.07.2023, 06:00 Uhr, verursachte ein unbekanntes Fahrzeug, in der Zürcherstrasse 133, einen Schaden an einem korrekt parkierten Personenwagen.
Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, verliess er den Unfallort.
Am Freitag hat die Luzerner Polizei zusammen mit dem Strassenverkehrsamt Luzern sowie dem Bundesamt für Zoll und dem Bundesamt für Verkehr eine koordinierte Car- und Schwerverkehrskontrolle durchgeführt.
Insgesamt 20 Reisecars wurden kontrolliert.
Am Sonntag, 30.07.2023, um 22:50 Uhr, beschädigte eine barfuss fahrende Elektro-Motorfahrrad Lenkerin an der Hammerstrasse 61 beim Vorbeifahren einen ordnungsgemäss parkierten Personenwagen.
Ohne sich um die Angelegenheit zu kümmern, entfernte sich diese von der Unfallstelle.
Ein heftiges Gewitter zog gestern Samstagnachmittag von Zürich übers Zürcher Oberland und das Toggenburg ins St. Galler Rheintal.
Wir nehmen dieses Gewitter etwas unter die Lupe.
An einem "Einachserrennen" verunfallte am Samstag ein 29-jähriger Schweizer. Der Mann wurde verletzt in ein Spital geflogen.
Am Samstag (29. Juli 2023) wurde in Hofstatt ein Einachserrennen durchgeführt.
Am Sonntag, 30. Juli 2023, 09:06 Uhr, ereignete sich auf der A3 in Mollis ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Wohnanhänger.
Ein 61-jähriger Personenwagenlenker fuhr auf der A3, auf der Überholspur, in Fahrtrichtung Chur.
Am Sonntagmorgen ist in Gümmenen ein Auto von der Strasse abgekommen. Es durchbrach das Geländer der Gümmenenbrücke und stürzte im Anschluss mehrere Meter hinab.
Schliesslich kam das Fahrzeug im Bachbett der Saane zum Stillstand. Der Lenker wurde verletzt. Ermittlungen zum Unfall sind im Gange.
Eine Spaziergängerin hat am Sonntag einen Einbruch in ein Haus in Malans beobachten können.
Sie alarmierte die Kantonspolizei Graubünden, welche den mutmasslichen Einbrecher nach kurzer Suche festnahm.
Gestern Nachmittag, kurz vor 16 Uhr, kam es in Alpnachstad auf der Brünigstrasse zu einem Verkehrsunfall.
Eine 44-jährige Autolenkerin beabsichtigte rückwärts von einer Hauseinfahrt auf die Brünigstrasse einzubiegen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.