Schweiz

Kanton Aargau: Schockanrufer verschaffen sich Erspartes

Immer wieder sind Personen Opfer von Schockanrufen. Diese Woche wurde leider wieder ein Mann um eine grosse Summe betrogen. Ein angeblicher Polizist oder ein Anruf aus einem Spital leugnen den Personen vor, dass einer nahestehenden Person etwas passiert sei. Nun fordern die Anrufer eine Kaution, damit das Familienmitglied nicht ins Gefängnis müsse.

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BFB empfiehlt die Installation von Blitzschutzsystemen

Mit dem Einzug des Sommers steigt die Gefahr von starken Gewittern und Blitzen. Ein Blitzeinschlag kann ein Gebäude augenblicklich in Brand setzen. Trotz dieser Gefahr wähnen sich viele Gebäudebesitzer/-innen in falscher Sicherheit. Sie verzichten auf die Installation eines Blitzschutzsystems. Die Beratungsstelle für Brandverhütung (BFB) macht auf diese Gefahr aufmerksam.

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Stadt Basel BS: Mann beklaut Frau (45) und verletzt sie mit Stichwaffe – Zeugenaufruf

Am 20.06.2023, ca. 15.30 Uhr wurde eine 45-jährige Frau in der Dreirosenanlage Opfer eines Raubes. Sie wurde dabei verletzt. Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass die Frau nach einem Einkauf durch die Dreirosenanlage ging und dort von einem Unbekannten angesprochen wurde.

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Tiefbauamt saniert Gähwilerstrasse in Kirchberg SG

Am Montag, 26. Juni 2023, starten die Bauarbeiten an der Gähwilerstrasse in Kirchberg im Kreuzungsbereich Hasenbergstrasse / Gähwilerstrasse. Das Tiefbauamt ersetzt den Belag und erstellt für den querenden Langsamverkehr eine Mittelschutzinsel. Es ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis November 2023.

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Die Kantonsstrasse in Tägerwilen TG wird gesperrt

Ab Montag, 26. Juni, bis Donnerstag, 29. Juni 2023, wird in der Gemeinde Tägerwilen, auf der Hauptstrasse zwischen Tägerwilen Industrie und der A7, der fehlende Dünnschichtbelag aufgebracht. Für die Dünnschichtbelagsarbeiten wird die Strasse für den Verkehr von Montag, 26. Juni 2023, 6 Uhr, bis Donnerstag, 29. Juni 2023, 17 Uhr, komplett gesperrt.

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Studen BE: Mann von einem Zug erfasst und schwer verletzt

Am Montagabend ist in Studen ein Mann von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt worden. Er wurde von einem Helikopter ins Spital geflogen. Ein Unfallgeschehen steht im Vordergrund. Am Montag, 19. Juni 2023, kurz vor 21.45 Uhr, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass beim Bahnhof in Studen eine Person von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden sei.

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Würenlos AG: Ein Raser und vierzehn Schnellfahrer gestoppt

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle der Kantonspolizei Aargau fuhren 15 Fahrzeuge so schnell, dass die lenkenden Personen mit einem Ausweisentzug rechnen müssen. Am Vormittag des 20. Juni 2023, kontrollierte die Kantonspolizei Aargau die Geschwindigkeit auf der Furttalstrasse in Würenlos. Auf dem Streckenabschnitt sind 80 km/h erlaubt. Gemessen wurden die Fahrzeuge erst ab einer groben Tempomissachtung.

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Seewen SZ / A4: Tödlicher Verkehrsunfall auf Autobahn-Baustelle

Auf der Autobahn A4 in Seewen, Fahrtrichtung Süd, kollidierte am Dienstagmorgen, 20. Juni 2023, ein Lieferwagen mit einem stillstehenden Arbeitsanhänger des Strassenunterhalts. Dabei verstarb eine Person noch auf der Unfallstelle, zwei weitere Personen wurden erheblich verletzt. Nach ersten Erkenntnissen prallte der Lenker eines ausländischen Lieferwagens kurz nach 10:00 Uhr in einer temporären Baustelle auf einen stehenden Arbeitsanhänger des Amts für Betrieb Nationalstrassen. Dabei wurden zwei Mitarbeiter des Amts für Betrieb Nationalstrassen erfasst, wobei sich ein 53-Jähriger tödliche Verletzungen zuzog. Der 42-jährige Arbeitskollege wurde erheblich verletzt.

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Bezirk Horgen ZH: Telefonbetrüger ergaunern hohen Betrag - Präventionstipps

Bei einem Schockanruf haben Betrüger am Freitag (16.6.2023) im Bezirk Horgen von einer Seniorin für die Freilassung der verhafteten Tochter rund hunderttausend Franken gefordert. Unter Schock stehend übergab die Frau den Betrag an die Betrüger. Am Freitagvormittag meldete sich eine Telefonbetrügerin bei einer Seniorin und teilte ihr mit, dass ihre Tochter einen Autounfall verursacht habe, bei dem eine andere Person verstorben sei. Die Tochter sei verhaftet worden und müsse nun für mehrere Tage ins Gefängnis. Die Bezahlung einer Kaution in der Höhe von hunderttausend Franken könne dies verhindern.

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Bärau BE: Motorradlenker (19) bei Selbstunfall schwer verletzt

Am Montagabend hat sich in Bärau ein Selbstunfall ereignet. Ein Motorradlenker wurde bei einem Sturz schwer verletzt und mit einem Helikopter der Rega in ein Spital geflogen. Der Unfall wird untersucht. Am Montag, 19. Juni 2023, kurz vor 20.10 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung zu einem Selbstunfall auf der Kammershausscheuer in Bärau (Gemeinde Langnau i. E.) ein.

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Unterägeri ZG: Gewässerverschmutzung durch Treibstoff - Zeugenaufruf

Die Lorze in Unterägeri ist durch Treibstoff verschmutzt worden. Die Ursache ist unbekannt. Für die Bevölkerung und Umwelt bestand keine Gefahr. Die Polizei sucht Zeugen. Am Dienstag (20. Juni 2023), gegen 06:45 Uhr, ist bei der Einsatzleitzentrale die Meldung ein- gegangen, dass in der Lorze auf Höhe des Seminarhotels in Unterägeri ein Ölfilm sichtbar sei. Umgehend rückten Einsatzkräfte der Polizei und Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Zug (FFZ) aus. Sie konnten ein Rohr ausmachen, aus dem verschmutztes Wasser in die Lorze floss. Daraufhin errichteten die Feuerwehrleute beim Austritt des Rohrs eine Ölsperre.

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Schlattingen TG: Alkoholisierter Autofahrer prallt gegen Mauer

Ein alkoholisierter Autofahrer blieb in der Nacht zum Dienstag bei einem Selbstunfall in Schlattingen unverletzt. Er musste seinen Führerausweis abgeben. Der Autofahrer war gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau gegen 0.20 Uhr auf der Hauptstrasse in Richtung Stammheim unterwegs und verlor in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Auto. Dieses geriet neben die Strasse und kollidierte mit einer Leitplanke sowie einer Mauer.

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Kanton Bern/Bonn (DE): Sondereinheit gewinnt internationalen Wettkampf

Die Sondereinheit Enzian hat letzte Woche am internationalen Vergleichswettkampf der polizeilichen Sondereinheiten bei Bonn (DE) den ersten Platz erreicht. Insgesamt stellten sich 46 Teams den physisch und psychisch anspruchsvollen Aufgaben. In der vergangenen Woche fand in Sankt-Augustin bei Bonn (DE) die Combat Team Conference 2023 – kurz CTC – statt. Der bedeutende internationale Vergleichswettkampf, der von der GSG 9 der Bundespolizei alle vier Jahre durchgeführt wird, richtet sich an die Sonder- und Spezialeinheiten der Polizei.

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Kanton AI: Rehkitzrettung mit Drohnen übertrifft Erwartungen

Die diesjährige Heuernte startete Ende Mai 2023. Dank dem grossen Einsatz der Jägerschaft, der Wildhut und der Bäuerinnen und Bauern konnten 115 Rehkitze vor dem Mähtod gerettet werden. Am Mittwoch, 24. Mai 2023, hat in Appenzell I.Rh. die diesjährige Heuernte grossflächig begonnen. Die sechs Rehkitz-Rettungsdrohnen des Kantons, des Patentjägervereins und eines privat engagierten Jägers waren seitdem ständig im Einsatz. Insgesamt wurden 115 Rehkitze während 305 geflogenen Einsätzen aus den Wiesen getragen oder vertrieben.

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Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden: Verstärkung durch jungen Diensthund

Anfangs Juni 2023 hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden durch einen jungen Diensthund Verstärkung erhalten. Junghund Linox wird in den kommenden Jahren zu einem einsatzfähigen Diensthund ausgebildet. Seit anfangs Juni 2023 kann die Kantonspolizei mit dem mittlerweile 12-wöchigen Diensthund Linox vom Kandersturm auf Verstärkung zählen.

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Kanton Luzern: Büchsen töten Tiere – Stopp Littering!

Der Kanton Luzern startet über den Sommer eine Sensibilisierungskampagne gegen Littering in der Luzerner Landschaft. Büchsen und achtlos weggeworfener Unrat verunstalten nicht nur Wiesen und Felder, sie können schlimmstenfalls zum qualvollen Tod von Nutztieren führen. Von Ende Juni bis Anfang Oktober 2023 reisen acht aufblasbare Büchsen durch die Regionen des Kantons. Partner der Aktion sind der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV) sowie der Verband Luzerner Gemeinden (VLG).

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Kapo Bern: Dank Rücksichtnahme mehr Sicherheit im Strassenverkehr

Der Platz in den urbanen Zentren wird immer enger und der Verkehr immer dichter. Das führt oft zu Verzögerungen und Staus und damit auch zu mehr Konfliktpotential. Dazu kommen neue Mobilitätsformen, welche neue Herausforderungen mit sich bringen. Nur mit Rücksicht – auf sich und andere – können Risiken im Strassenverkehr verringert werden.

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Gächlingen SH: Brand eines Boilers in Mehrfamilienhaus

Am Montagabend, 19.06.2023, geriet der Boiler eines Mehrfamilienhauses in Gächlingen aufgrund eines technischen Defektes in Brand. Verletzt wurde niemand. Am Montag, 19.06.2023, ca. 21.30 Uhr, wurde der Einsatzzentrale der Schaffhauser Polizei gemeldet, dass in Gächlingen der Boiler eines Mehrfamilienhauses in Brand geraten sei.

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Altdorf UR: Radfahrerprüfungen 2023 – Preise für Gewinnerin und zwei Gewinner

Anlässlich der diesjährigen Radfahrerprüfungen gab es wiederum Preise zu gewinnen. Julia Herger, Juri Bühlmann und Leandro Afonso durften sich über jeweils 100-Franken Altdorfer Geld freuen, welches die Urner Kantonalbank (UKB) gesponsert hat. Die Gewinnerin und die Gewinner wurden aus rund 420 Primarschülerinnen und Primarschüler aus dem Kanton Uri ausgelost, die an den diesjährigen Radfahrerprüfungen in Erstfeld, Seedorf und Unterschächen teilgenommen haben.

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Altstätten SG: Nächste Etappe der Erweiterung des Regionalgefängnisses

Die Altlastensanierung des Bodens, auf dem die Erweiterung des Regionalgefängnisses Altstätten gebaut werden soll, ist abgeschlossen. Die Erweiterung des Regionalgefängnisses Altstätten geht nun mit der Verlegung der Luchsstrasse weiter. Das Amt für Umwelt hat die erste Etappe der Altlastensanierung zur Vorbereitung der Erweiterung des Regionalgefängnisses Altstätten am Freitag, 16. Juni 2023, abgeschlossen. Die Arbeiten dauerten rund neun Monate, drei Monate länger als ursprünglich erwartet. Witterungseinflüsse und teilweise tiefer reichende Schadstoffbelastungen als prognostiziert verlängerten die benötigte Zeitspanne.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.