Am Mittwoch, dem 7. Juni, erstellte die Kantonspolizei Wallis einen Zeugenaufruf, nachdem ein Gleitschirmflieger auf der Strecke zwischen Innsbruck/Österreich und Chamonix/Frankreich verschwunden war.
Die Hinweise aus der Bevölkerung führten zur Lokalisierung eines Gleitschirmfliegers in einer Felswand in der Region des Jegihorns. Der Pilot konnte nur noch tot geborgen werden.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagorgen (11.06.2023) in Obfelden den Mann verhaftet, der am Freitagabend in Affoltern am Albis geflüchtet war (Polizei.news berichtete).
Der Mann war wegen verschiedener Delikte zur Verhaftung ausgeschrieben.
Am Sonntagnachmittag ist es in Chur zu einem Küchenbrand gekommen, worauf zwei Frauen ins Spital überführt worden sind.
Kurz nach 13.00 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei die Meldung über einen Brand im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Saluferstrasse in Chur ein.
Auf der Autobahn A1 bei Oberbipp, in Fahrtrichtung Bern, hat sich am Samstag, 10. Juni 2023, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Verletzt wurde niemand.
An der Autobahneinrichtung entstand erheblicher Sachschaden.
Sachschaden ist am Samstag, 10. Juni 2023, bei einem Selbstunfall mit einem Motorrad in Rehetobel entstanden.
Ein 17-jähriger Lernfahrer fuhr um 18.30 Uhr mit seinem Motorrad vom Kaien kommend auf der Hauptstrasse in Richtung Wald.
Unbestimmte Verletzungen hat sich am Samstag, 10. Juni 2023, ein Motorradlenker bei einer Kollision mit einem Lieferwagen in Trogen zugezogen.
Ein 19-jähriger Lenker fuhr um 13.15 Uhr mit seinem Motorrad von Trogen kommend auf der Nebenstrasse in Richtung Altstätten.
Gestern wurde im Hafen von Estavayer-le-Lac eine Verschmutzung festgestellt. Die Feuerwehr intervenierte, um den Treibstoff zu beseitigen und das Boot wurde aus dem Wasser gehievt.
Eine Untersuchung ist im Gange.
Am Samstagabend ist in Gals ein E-Trottinettfahrer verunfallt und dabei schwer verletzt worden.
Er wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht.
Eine unbewilligte Kundgebung konnte gestern Nachmittag durch die Polizei verhindert werden.
Die Stimmung blieb mehrheitlich friedlich. Es wurden keine Personen verletzt.
In der Küche einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Niedergösgen kam es am Samstagabend, 10. Juni 2023, aus noch zu klärenden Gründen zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung.
Die ausgerückte Feuerwehr konnte die sich in der Wohnung befindenden Personen retten und das Feuer löschen.
Wegen eines Defekts ist es am Samstagnachmittag (10.6.2023) in der ARA Winterthur zum Entweichen von Klärgas gekommen, was zu einem Alarm führte.
Einsatzkräfte sperrten vorsorglich als Sicherheitsmassnahme das Gebiet grossräumig ab.
Am Samstag 10. Juni 2023, kam es kurz vor 16 Uhr in Brunnen zu einer Kollision zwischen einem Fahrradlenker und einem Elektrostehroller.
Ein 32-jähriger Velofahrer fuhr von der Schwyzerstrasse in die Luzernerstrasse. Kurz danach kam es zur Kollision mit einem Elektrostehroller, welcher von rechts die Luzernerstrasse queren wollte.
Gestern Nachmittag geriet ein PW-Lenker mit seinem Fahrzeug, aus noch ungeklärten Gründen, in ein Waldgebiet und blieb auf einem Wanderweg stecken.
Der Lenker wurde zur Kontrolle in ein Spital transportiert. Der Führerausweis wurde ihm abgenommen.
Am Samstagnachmittag, kurz vor 14.00 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in Läufelfingen BL eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen.
Zwei Personen wurden dabei verletzt.
Seit Mitte Mai ist wenig Bewegung im Wettergeschehen: Der Alpenraum liegt am Südrand eines quasi-stationären Hochs über Nordeuropa in einer Bisenströmung. Heute Samstag hat sich zudem über Nord- und Mitteleuropa ein Omegahoch festgesetzt.
Was das für unser Wetter in den kommenden Tagen bedeutet, wird im heutigen Blog thematisiert.
Am Samstag, 10. Juni 2023 ereignete sich am frühen Nachmittag am Spalenring auf der Höhe der Verzweigung Birmannsgasse ein Verkehrsunfall zwischen einer Autofahrerin und einem 8-jährigen Velofahrer.
Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den Jungen mit mittelschweren Verletzungen ins Universitätsspital.
Am Samstag (10.06.2023), um 18:15 Uhr, haben Einsatzkräfte eine leblose Person aus der Linth geborgen. Ein Grossaufgebot an Rettungskräften von Polizei, Rettungsdienst, Seerettung, Feuerwehr und Rega hatte nach der vermisst gemeldeten Person gesucht.
Beim 20-jährigen im Kanton St.Gallen wohnhaften Schweizer konnte nur noch der Tod festgestellt werden.
Am Samstagmorgen ist in Lütschental ein Quadfahrer verunfallt. Er musste mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen werden.
Der Unfallhergang wird untersucht.
Am Samstag (10.06.2023), hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von Rauch aus einem Einfamilienhaus an der Feldstrasse erhalten.
Die mit rund 30 Angehörigen ausgerückte Feuerwehr Mittelrheintal stellte fest, dass eine auf dem Herd vergessene Pfanne der Grund für die Rauchentwicklung war.
Von Freitag auf Samstag (10.06.2023), in der Zeit zwischen 16:10 Uhr und 7:15 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in den Werkof im Salen eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch ein Fenster gewaltsam Zutritt ins Gebäude und durchsuchte dieses.
Am Samstag (10.06.2023), kurz vor 9:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem abgestürzten Wingsuit-Piloten im Bereich des Landeplatzes in Walenstadt erhalten.
Die aufgebotenen Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.
In der Nacht von Freitag auf Samstag (10.06.2023) beschäftigten die Stadtpolizei St.Gallen mehrere Schlägereien, Tätlichkeiten und Streitereien.
Die Betroffenen wurden jeweils auf ihre rechtlichen Möglichkeiten aufmerksam gemacht.
Auf der Autobahn A1 bei Oensingen, in Fahrtrichtung Zürich, hat sich am Freitagabend, 9. Juni 2023, eine Auffahrkollision mit zwei beteiligten Autos ereignet.
Aufgrund dieses Ereignisses kam es zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen.
Eine Polizeipatrouille wollte einen mit zwei Personen besetzten Roller kontrollieren.
Der Fahrer ignorierte das polizeiliche Haltezeichen und fuhr weiter. Wenig später verursachte er einen Selbstunfall.
Gestern wurde im Hafen von Gletterens eine Verschmutzung festgestellt. Die Feuerwehr war im Einsatz, um das Öl zu beseitigen. Eine Untersuchung ist im Gange.
Am Freitag, den 9. Juni, kurz nach 17 Uhr, wurde die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei Freiburg über eine Verschmutzung auf dem Neuenburgersee im Hafen von Gletterens informiert.
Auf der Weissensteinstrasse in Solothurn hat sich am frühen Freitagabend, 9. Juni 2023, eine Auffahrkollision mit drei beteiligten Autos ereignet. Ernsthaft verletzt wurde niemand.
Es kam zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen.
Bei einer seitlich/frontalen Kollision zwischen zwei Autos ist eine Frau verletzt worden. Der Sachschaden ist beträchtlich.
Der Unfall ereignete sich am Freitagabend (9. Juni 2023) um 22:00 Uhr.
Ein alkoholisierter Autofahrer musste am Samstag nach einem Unfall in Uttwil von der Polizei in seinem Fahrzeug geweckt werden.
Sein Führerausweis wurde eingezogen.
Am 09.06.2023 stürzten im Gebiet Storegg, Melchtal, zwei Gleitschirmpiloten ab. Sie waren zuvor mit einem Heuseil kollidiert.
Beide mussten verletzt ins Spital geflogen werden.
Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Bus und einer Fussgängerin ist am Samstagmorgen (10.6.2023) in Rümlang die Fussgängerin schwer verletzt worden.
Eine 49-jährige Fussgängerin überquerte gegen 7.30 Uhr die Hofwiesenstrasse in Richtung Einkaufszentren.
Am Freitagnachmittag ist es in Krauchthal zu einer Frontalkollision mit zwei Autos gekommen. Dabei wurden zwei Personen verletzt. Sie wurden mit der Ambulanz ins Spital gefahren.
Der Unfall wird untersucht.
Am Freitagabend (09.06.2023), in der Zeit zwischen 17 Uhr und Mitternacht, hat die Kantonspolizei St.Gallen im Raum Gossau und in Wil mehrere technische Verkehrskontrollen durchgeführt.
Dabei wurden neun Verkehrsteilnehmende wegen unerlaubten technischen Änderungen, nicht betriebssicheren Fahrzeugen oder unangebrachter Fahrweise zur Anzeige gebracht.
Am Freitagabend (09.06.2023), kurz vor 16:40 Uhr, hat sich auf der Urnäscherstrasse ein Auffahrunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet.
Der 28-jährige Motorradfahrer wurde unbestimmt verletzt. Die Rega flog den Mann ins Spital.
Am Freitagabend (09.06.2023), kurz vor 18 Uhr, ist ein 48-jähriger Velofahrer auf der Giessenstrasse gegen das Heck vom Auto einer 43-jährigen Frau geprallt.
Der Velofahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital.
Am Freitagabend (09.06.2023), kurz nach 19:30 Uhr, ist eine 16-jährige Motorradfahrerin auf der Oberdorfstrasse gegen einen Zaun geprallt und in den dahinterliegenden Bach gestürzt.
Sie wurde dabei unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Freitagabend (09.06.2023), um 20:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einer Gewässerverschmutzung in einem Quartierbach im Bereich der Schrennenstrasse erhalten.
Mutmasslich war Bohrschlamm in den Bach gelangt.
Am Freitag (09.06.2023), kurz nach 23:50 Uhr, sind auf der Grubenstrasse, bei der Verzweigung mit der Meierseggstrasse, ein Motorrad und ein Lieferwagen zusammengestossen.
Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt, konnte sich aber selbständig in ärztliche Behandlung begeben. Beim Lieferwagenfahrer wurde in zu hoher Atemalkoholwert gemessen. Er musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.
Am Samstag (10.06.2023), kurz vor 1:10 Uhr, ist ein 30-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Altendorferstrasse gegen eine Mauer geprallt. Er wurde dabei unbestimmt verletzt.
Der Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.
Am Freitag (09.06.2023), kurz nach 23:20 Uhr, hat die Stadtpolizei St.Gallen die Meldung von einer Gewalttat auf dem Perron der Gleise 6/7 am Bahnhof St.Gallen erhalten.
Ein 23-jähriger Mann wurde dabei von mehreren Unbekannten aus einem wartenden Zug gezerrt und im Zuge einer Auseinandersetzung unbestimmt, mit einer Stichwaffe verletzt.
Am Nachmittag des 8. Juni wurde ein junger Erwachsener als vermisst gemeldet. Er hielt sich vorgängig mit Freunden in der "Domaine des Iles" in Sion auf. Ein Polizeiaufgebot wurde in der Gegend eingesetzt, um den jungen Mann zu finden.
Der Jugendliche wurde schliesslich in mehreren Metern Tiefe im Wasser leblos geortet.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.