Schweiz

Hinwil ZH: Crash zwischen zwei Motorrädern – Töfffahrer (†30) stirbt (Video)

Bei einem Verkehrsunfall zwischen zwei Motorrädern ist am Mittwochabend (31.05.2023) ein Lenker tödlich verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach 19:00 Uhr im Kreuzungsbereich der Höhenstrasse und der Eggstrasse. Ein 67-jähriger Motorradfahrer wurde schwer verletzt und musste von einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden.

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Kanton Glarus: Regierungsrat setzt stationäre Spitaltarife fest

Der Regierungsrat legt die Fallpauschalen für stationäre akutsomatische Behandlungen zwischen dem Krankenversicherer CSS und dem Kantonsspital Glarus neu fest. Für die Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Bereich Akutsomatik der Kantonsspital Glarus AG (KSGL) gegenüber der CSS Kranken-Versicherung AG (CSS) werden die Fallpauschalen für die Jahre 2020–2023 wie folgt festgelegt:

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Stadt Zürich ZH: Verkehrsversuch Bellerivestrasse wird nicht bewilligt

Die Kantonspolizei Zürich hat nach sorgfältiger Prüfung aller Fakten in ihrer Verfügung an die Stadt Zürich ausführlich begründet, dass der Verkehrsversuch Bellerivestrasse unter den gegebenen Voraussetzungen sowohl aus rechtlicher als auch aus fachlicher Sicht nicht bewilligungsfähig ist. Die Bellerivestrasse ist eine Durchgangsstrasse von überkommunaler Bedeutung und eine Hauptverkehrsstrasse. Der von der Stadt Zürich geplante Spurabbau würde neue Verhältnisse schaffen, welche Auswirkungen auf den Verkehr auch ausserhalb der Stadt Zürich hätten.

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Kanton Uri: Fabienne Tresch als Datenschutzbeauftragte und Heinz Holzinger als Stellvertreter gewählt

Nach der Wahl des bisherigen Datenschutzbeauftragten MLaw Christian Arnold zum vollamtlichen Landgerichtspräsidenten II, hat der Regierungsrat MLaw Fabienne Tresch, Altdorf, als neue nebenamtliche Datenschutzbeauftragte des Kantons Uri angestellt. Der Amtsantritt erfolgt am 1. Juni 2023. Fabienne Tresch schloss das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Luzern mit dem Master im Sommer 2018 ab.

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Stadt Chur GR: Schüler-Verkehrsgarten im Hallenstadion

Die Stadtpolizei Chur stellt im Juni 2023 den Schüler-Verkehrsgarten im Hallenstadion auch der Öffentlichkeit als Fahrradübungspark zur Verfügung. Die jüngsten Verkehrsteilnehmer werden im Strassenverkehr stark gefordert, deshalb können Eltern unter der Anleitung der Verkehrsinstruktoren der Stadtpolizei mit ihren schulpflichtigen Kindern, ab der 1. Primarklasse, im Verkehrsgarten das korrekte Verhalten im Strassenverkehr mit Fahrrädern üben, wie z. B. richtiges Kreiselfahren und korrektes Linksabbiegen.

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VBS setzt Studienkommission zu Sicherheitspolitik ein

Der Ukraine-Krieg hat die Sicherheitslage in Europa fundamental verändert. Damit stellen sich auch grundlegende Fragen zur künftigen Ausrichtung der Schweizer Sicherheitspolitik. Das VBS setzt darum eine Studienkommission ein, deren Bericht Impulse und Beiträge für die öffentliche und parlamentarische Diskussion liefern und als Grundlage für den nächsten sicherheitspolitischen Bericht dienen soll.

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Unfälle in Kerns und Glaubenberg OW: Töfffahrer landet in Bach

Gestern Morgen, kurz nach 08:30 Uhr, kam es in Kerns (siehe Titelbild), Bereich Acheriwald, zu einem Verkehrsunfall. Ein 49-jähriger Autofahrer fuhr mit seinem Lieferwagen mit Anhänger auf der Stanserstrasse Richtung Stans. In einer Rechtskurve löste sich aus bislang unbekannten Gründen ein Rad am Anhänger. Dieses kollidierte mit einem korrekt entgegenkommenden Lieferwagen. Verletzt wurde beim Unfall niemand. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden.

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Vezia TI: Frontalkollision zwischen zwei Fahrzeugen - Frau (79) schwer verletzt

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz vor 14 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Kantonsstrasse in Vezia. Eine 79-jähriger Schweizer Autofahrerin mit Wohnsitz im Raum Lugano fuhr in Richtung Lamone, während ein 58-jähriger italienischer Autofahrer mit Wohnsitz in Italien auf der Gegenfahrbahn in Richtung Lugano unterwegs war.

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Boncourt JU: Fahrer prallte gegen Mittelleitplanke des Zollhauses

Am Donnerstag, den 1. Juni 2023, ereignete sich gegen 14.50 Uhr ein Verkehrsunfall beim Zollhaus an der Route de France in Boncourt. Aus einem Grund, den die Ermittlungen klären müssen, verlor der Fahrer des Fahrzeugs, das von Delle in Richtung Boncourt unterwegs war, die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die zwischen den beiden Fahrspuren befindliche Mittelleitplanke des Zollhauses.

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Bellinzona TI: Eisenbahnunfall - 66-Jähriger stürzte auf Gleise - von Zug erfasst

Wie die Kantonspolizei mitteilt, hat sich heute gegen 14.45 Uhr im Bahnhof Bellinzona ein Zugunfall ereignet. Gemäss einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, verlor ein 66-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Waadt, der sich auf dem Perron des Gleises 3 befand, zuerst das Gleichgewicht und stürzte dann auf die Gleise. Er wurde dann von einem in Richtung Süden fahrenden Zug erfasst.

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Region Locarno TI: Schwere Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 25.05.2023 im Rahmen einer Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit Beamten der Stadtpolizei Locarno und der interkommunalen Polizei des Klaviers durchgeführt wurde, eine 49-jährige bulgarische Staatsangehörige, die in der Region Locarno wohnt, festgenommen wurde. Die Frau wird verdächtigt, an einem grossen Kokain- und Heroinhandelsring beteiligt gewesen zu sein.

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Ormont-Dessous VD: Eine Person starb nach Sturz in den Bergen

Am Dienstag, den 30. Mai 2023, wurde die Waadtländer Polizeizentrale (CVP) darüber informiert, dass ein 29-jähriger Mann, der am späten Vormittag zu einer Wanderung im Sektor Dorchaux aufgebrochen war, keine Nachricht mehr von sich gegeben hatte. Es wurden umfangreiche Suchmassnahmen eingeleitet, und die Person wurde am Mittwochmorgen, den 31. Mai, tot aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

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Seelisberg UR: Motorkarren stürzt in Vierwaldstättersee – niemand verletzt

Heute Donnerstag, 1. Juni 2023, kurz vor 08.30 Uhr, waren zwei Personen auf der Baustelle auf dem Rütli mit Abbauarbeiten beschäftigt. Für den Abtransport von Erdreich und Steinen stand ein Motorkarren mit Kippmulde bereit. Beim Beladen machte sich dieser aus derzeit nicht abschliessend geklärten Gründen selbständig.

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Altdorf UR: Auto nach Kollision auf Dach gelandet – eine Person verletzt

Heute Donnerstag, 1. Juni 2023, kurz vor 07.00 Uhr, fuhr die Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern auf der Eygasse in Richtung Industriestrasse. Aus derzeit ungeklärten Gründen kollidierte das Fahrzeug mit einem am rechten Fahrbahnrand befindlichen Geländerpfosten und kam anschliessend auf dem Dach liegend zum Stillstand.

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Lütisburg SG: E-Bike-Fahrer (70) nach Sturz unbestimmt verletzt – Zeugenaufruf

Am Mittwoch (31.05.2023), um 12:20 Uhr, ist ein 70-jähriger Mann mit seinem E-Bike auf der Letzistrasse gestürzt. Er wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte den Mann ins Spital. Aktuell ist noch unklar, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Neuhaus SG: Unfall von zwei Stattelmotorfahrzeugen – Zeugenaufruf

Am Mittwoch (31.05.223), um 11:25 Uhr, ist es an der Rickenstrasse zu einem Zusammenstoss von zwei Sattelmotorfahrzeugen gekommen. Ein 44-jähriger Chauffeur wurde bei dem Unfall eher leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden in Höhe von über zwanzigtausend Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Lütisburg-Station SG: Motorradfahrer (63) kollidiert frontal mit Auto (Video)

Unweit der Stelle, an der sich am Vortag ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet hat, ist es am Dienstag (30.05.2023) zu einer Frontalkollision gekommen. Dabei wurde ein 63-jähriger Motorradfahrer unbestimmt verletzt. Der Motorradfahrer fuhr kurz vor 18:15 Uhr auf der Langenrainstrasse von Mosnang Richtung Lütisburg-Station.

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Kanton AG: Gesetz über den Bevölkerungs- und den Zivilschutz gutgeheissen

Die grossrätliche Kommission für öffentliche Sicherheit (SIK) stimmt auch in zweiter Beratung der Revision des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes Aargau (BZG-AG) grossmehrheitlich zu. Die grossrätliche Kommission für öffentliche Sicherheit (SIK) hat an ihrer Sitzung vom 26. Mai 2023 der Revision des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes in zweiter Beratung grossmehrheitlich zugestimmt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.