Über das Wochenende ereigneten sich im Kanton mehrere Verkehrsunfälle. Mehrere Personen wurden erheblich verletzt.
Am Samstagmittag (17. Juni 2023 / ca. 11:15 Uhr) verletzte sich ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall auf der Luzernerstrasse in Kriens. Der Mann fuhr mit dem Motorrad gegen das Heck eines Autos, welches vor einem Fussgängerstreifen abbremste. Er wurde vom Rettungsdienst 144 mit Verletzungen in ein Spital gebracht.
Am Sonntag, 18. Juni 2023, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Gais und in Urnäsch Verkehrskontrollen durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit Experten des Strassenverkehrsamtes wurden vor allem Motorräder kontrolliert.
Am Montagmorgen, 19. Juni 2023, blockierten mehrere Personen den stadteinwärts fahrenden Morgenverkehr in Zürich-Wiedikon.
Kurz vor 8 Uhr erhielt die Stadtpolizei Zürich die Meldung, dass sich mehrere Personen auf die Manessestrasse unmittelbar beim Autobahnende der A3 in Zürich-Wiedikon gesetzt hätten und den stadteinwärts fahrenden Verkehr blockieren würden.
Am Montagmorgen ist die Autobahnausfahrt A1H in Altstetten durch Demonstrierende blockiert worden. Die Kantonspolizei Zürich verhaftete vier Personen.
Kurz nach 7.30 Uhr gingen mehrere Anrufe ein, wonach der Verkehr am Autobahnende in Zürich Altstetten von Demonstrierenden blockiert werde. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte trafen vor Ort auf zwei Personen, die sich an der Fahrbahn festgeklebt hatten. Dadurch war der Verkehr zum Erliegen gekommen. Den Einsatzkräften gelang es, die Personen von der Fahrbahn zu lösen und diese wieder dem Verkehr zu übergeben.
Der 77-jährige Mann verstarb aus noch nicht ganz geklärten Gründen.
Am Samstagvormittag (17.06.2023) wanderte ein 77-jähriger Mann zusammen mit Angehörigen von der Stauberen aus in Richtung Hoher Kasten.
Ein Neulenker verlor am Sonntagabend im Gewerbegebiet von Villmergen die Herrschaft über einen leistungsstarken Wagen und prallte gegen einen Baum. Verletzt wurde niemand.
Der Selbstunfall ereignete sich am Sonntag, 18. Juni 2023, um 19.15 Uhr auf der Allmendstrasse in Villmergen.
Am Montagmorgen, 19. Juni 2023, kurz nach 06.00 Uhr, kam es in einem alleinstehenden Schopf (Lagergebäude) auf dem Areal des Robinsonspielplatzes an der Lohagstrasse in Pratteln BL zu einem Brandausbruch.
Personen wurden keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Sonntag, 18. Juni 2023 ist es in Waldstatt zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.
Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt.
Gleich drei Brände hielten die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf Trab. Drei Personen wurden verletzt, zwei Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar.
Am Sonntagmittag (18. Juni 2023), kurz vor 11:30 Uhr, ist auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses am Carmelweg in der Gemeinde Menzingen ein Gasgrill in Brand geraten. Einer der Bewohner reagierte umgehend und konnte die Flammen mit einem Schaumlöscher eindämmen und löschen. Durch die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Menzingen wurde die Gaszufuhr unterbrochen und der Grill gesichert. Verletzt wurde niemand.
Am frühen Morgen des 18. Juni 2023 wurden Beamte des Kantonspolizei Freiburg, die auf der Route de la Glâne in Freiburg eine Unfallaufnahme durchführten, beinahe von einem Auto gerammt.
Der Lenker des Fahrzeuges konnte nach einer anschliessenden Flucht gestoppt werden. Er stand unter Alkoholeinfluss.
Am Samstag, 17.06.2023, ca. 17.40 Uhr, ereignete sich in Linthal auf der Klausenpassstrasse ein Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen, wobei Sachschaden entstand.
Ein 62-jähriger Lenker eines Personenwagens fuhr auf der Klausenpassstrasse talwärts Richtung Linthal, während ein 26-jähriger seinen Personenwagen bergwärts Richtung Klausenpass lenkte.
In der Nacht von Samstag, 17.06.2023 auf Sonntag, 18.06.2023 kam es an einer Bahnhoftoilette sowie an Abfalleimern beim Bahnhof in Netstal zu Sachbeschädigungen.
Eine unbekannte Täterschaft beschädigte durch Anzünden der Abfalleimer eine Bahnhoftoilette und weitere Abfalleimer beim Bahnhof Netstal. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hundert Franken.
Diese Woche verübte ein Hackerkollektiv einen Angriff auf die Bundesverwaltung. Heute sind auch die IT-Systeme des Kantons und mehrerer Gemeinden gezielt attackiert worden.
Dank erhöhten Sicherheitsmassnahmen fielen die Auswirkungen äusserst gering aus.
Bei der Badestelle «Tellenörtli» lag ein kleines Mädchen regungslos im Wasser. Privatpersonen zogen sie aus dem Wasser und begannen mit der Reanimation.
Mit der Rega wurde sie in ein ausserkantonales Spital geflogen.
Am Sonntagnachmittag (18.6.2023) hat die Kantonspolizei Zürich auf dem Albispass eine Motorradkontrolle durchgeführt.
Die Kontrolle zeigte, dass viele Zweiradfahrer aufgrund der Temperaturen auf die richtige Ausrüstung verzichtet haben.
Am Samstag (17.06.2023), kurz nach 17 Uhr, ist ein 29-jähriger Motorradfahrer auf der Romanshornerstrasse gestürzt.
Er wurde dabei unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Gestern Morgen, ca. 08:30 Uhr, ereignete sich in Lungern auf der Brünigstrasse, im Bereich Chälrütirank, ein Verkehrsunfall. Ein 25-jähriger Tourist fuhr in Richtung Brünigpass und bemerkte zu spät, dass die vor ihm fahrende Autolenkerin die Strasse nach rechts verlassen wollte. Es kam zur Auffahrkollision.
Gleichzeitig fuhr ein 25-jähriger Motorradfahrer hinter den beiden Autos und bemerkte die Kollision zu spät. Es folgte eine weitere Auffahrkollision.
Fahnder der Kantonspolizei Zürich haben am Donnerstagnachmittag (15.6.2023) in Zürich zwei Männer verhaftet, die zuvor Kokain verkauft haben.
Bei der Hausdurchsuchung stellte die Polizei über ein Kilogramm Kokain sicher.
Am Samstagvormittag ist in Gimmelwald am Gspaltenhorn ein Bergsteiger einen felsdurchsetzten Abhang hinuntergestürzt. Er konnte nur noch tot geborgen werden.
Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs wurden aufgenommen.
Am Sonntag, 18. Juni 2023, kurz nach 09:15 Uhr fuhr ein 37-jähriger Personenwagenlenker mit Urner Kennzeichen auf der Gotthardstrasse von Andermatt nach Hospental.
Höhe Weiler Marcht bog er nach links in eine Nebenstrasse ab.
Das am Samstag in Hunzenschwil von einem Auto angefahrene Kind ist im Spital verstorben.
Das Mädchen erlag am Sonntagmittag, 18. Juni 2023, im Kinderspital Zürich seinen schweren Verletzungen. Diese hatte die Zehnjährige erlitten, als sie am Samstagnachmittag in Hunzenschwil beim Überqueren der Strasse von einem Auto erfasst worden war (Polizei.news berichtete).
Bei der Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen wurde am Samstagabend in Romanshorn ein Mann mittelschwer verletzt.
Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
In Zuchwil wurde am Sonntagvormittag ein älterer Badegast im Freibad aus dem Wasser geborgen und vor Ort Erste-Hilfe-Massnahmen eingeleitet.
Im Anschluss musste der Mann mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden. Die Umstände welche zum Unfall führten, werden abgeklärt.
Beim Zusammenstoss mit einem Auto in Schlattingen wurde in der Nacht zum Sonntag ein Mofafahrer leicht verletzt.
Der Autofahrer setzte seine Fahrt ohne Schadensregulierung fort. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Am frühen Samstagmorgen, 17. Juni 2023, 04.00 Uhr meldete ein aufmerksamer Anwohner, dass mehrere junge Männer beim Bahnhof Steinen versuchen, einen Snack-Automaten aufzubrechen.
Dank dieses Hinweises konnte die Kantonspolizei Schwyz drei der mutmasslichen Täter in Steinen festnehmen. Zudem konnten im Anschluss noch drei weitere mutmasslich Beteiligte ermittelt und vorübergehend festgenommen werden.
Auf der Hochwaldstrasse in Dornach stürzte am Freitagabend ein Motorradlenker bei einem Selbstunfall.
Dabei verletzte er sich erheblich und musste mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden.
Die Kantonspolizei Schwyz führte am Donnerstag, 18. Mai 2023 in Pfäffikon und am Samstag, 17. Juni 2023 in Schwyz je eine Verkehrskontrolle mit Fokus auf unerlaubte Abänderungen an Fahrzeugen durch. Insgesamt wurden 17 Personen verzeigt und 8 Ordnungsbussen ausgestellt.
Bei den beiden Schwerpunktkontrollen lag der Fokus auf unerlaubten Anbauteilen und Abänderungen, unerlaubten Lichtern, abgefahrenen Reifen oder auch manipulierten Auspuffanlagen.
Aktuell werden E-Mails verbreitet, in denen behauptet wird, dass der iCloud-Speicher voll und ein Upgrade erforderlich sei, andernfalls würden Daten gelöscht werden. Darüber hinaus wird das Upgrade angeblich kostenlos angeboten.
Für einmal besteht das Ziel der Betrüger darin, persönliche Daten ihrer Opfer zu erlangen sowie über die Mobiltelefonnummer der Betrogenen ein kostenpflichtiges Dienstleistungsabonnement abzuschliessen.
Ein Brand in einem Recyclingbetrieb hat am Sonntag (11.06.2023) einen grossen Schaden verursacht. Kurz nach 12:00 Uhr meldeten mehrere Personen Rauch und Flammen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen diverse Plastikpressballen in Vollbrand.
In der ARA Winterthur ist es am Samstag (10.06.2023) zu einem Gasalarm gekommen. Gegen 15:00 Uhr trat durch ein Leck im Gasbalg des Gasometers Klärgas aus. Weil Gasvorfälle immer Risiken aufweisen, legten Experten eine Sicherheitszone von vierhundert Metern um den Gasometer fest.
Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sperrten das Gebiet ab und begleiteten rund hundert Personen aus dem Bereich heraus.
Bei einem Tramunfall ist am Samstag (10.06.2023) Sachschaden entstanden. Am frühen Abend sind im Bereich Albisriederplatz / Badenerstrasse zwei Trams miteinander kollidiert.
Die Fahrgäste mussten evakuiert werden.
Bei einem Unfall zwischen einem Bus und einer Fussgängerin ist am Samstag (10.06.2023) die Fussgängerin schwer verletzt worden.
Die 49-jährige Touristin überquerte gegen 7:30 Uhr die Hofwiesenstrasse in Richtung Einkaufszentren.
Bei einem Unfall ist am Freitag (09.06.2023) ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der 64-Jährige fuhr um 16:30 Uhr von Herdern in Richtung Kalchrain.
Aus noch ungeklärten Gründen kam es zur Kollision mit einem Auto, das in die Gegenrichtung unterwegs war.
Am Samstagabend (17.06.2023) ist es am Oberer Graben zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Auto und einem Motorrad gekommen.
Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt. Es entstand hoher Sachschaden.
Am Samstagmorgen (17.06.2023) ist es auf der Fürstenlandstrasse zu einer Kollision zwischen einem Velofahrer und einem Auto gekommen.
Der Zweiradfahrer wurde leicht verletzt.
Feuerwehren im ganzen Kanton mussten am Samstag wegen zehn Kleinbränden ausrücken.
Mehrfach war menschliches Fehlverhalten in Verbindung mit der aktuellen Trockenheit ursächlich.
Am Sonntag (18.06.2023), kurz nach 0730 Uhr, hat sich auf der Walenseestrasse ein Selbstunfall ereignet. Ein in der Region wohnhafter 53-jähriger Schweizer zog sich durch den Unfall tödliche Verletzungen zu.
Aktuell ist noch unklar, wie es zum Unfall gekommen ist. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Die Polizei nahm letzte Nacht in Mumpf und Würenlos je zwei junge Männer fest, die dringend verdächtigt werden, Autos durchsucht und Bahnreisende bestohlen zu haben.
In Olten ereignete sich am Samstagnachmittag ein Badeunfall in der Badi. Ein Kleinkind musste in kritischem Zustand mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden.
Die genaueren Umstände welche zum Unfall führten, werden abgeklärt. Die Polizei sucht Zeugen.
In der Nacht auf Sonntag (18.6.2023) entwendeten zwei Jugendliche ein Auto. In Dinhard verloren sie die Kontrolle darüber und landeten in einer Hausmauer.
Der Lenker wurde nach der Flucht verhaftet.
Heute Morgen, 17.06.2023, kam es in Charmey bei einem Tandemflug zu einem Unfall mit einem Gleitschirm. Der Pilot verstarb noch am Unfallort.
Der verletzte Passagier wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Am Freitagabend ist es in S. Carlo auf der Berninastrasse H29 zu einem heftigen Verkehrsunfall zwischen drei Personenwagen gekommen.
Dabei zog sich eine Personen Verletzungen zu.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.