Schweiz

Vorsicht vor: „Hallo Mama, hier meine neue Nummer!“

„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer…“ So oder ähnlich klingt die Nachricht der Betrüger. Die Absicht hinter dem Messenger- oder auch WhatsApp-Betrug: Geld.

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Stadt Schaffhausen SH: Polizist nimmt sprayenden Fussballfan fest

Am frühen Samstagmorgen (11.03.2023) konnte ein Polizist, der privat unterwegs war, einen Anhänger eines lokalen Fussballclubs am Bahnhof Schaffhausen anhalten, der dort illegale Sprayereien anbrachte. Der Mann steht unter dringendem Tatverdacht auch für weitere Sprayereien in der Stadt Schaffhausen verantwortlich zu sein.

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Kanton Thurgau: Regierungsrat will den Rettungsdienst weiter verbessern

Um die Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten im Kanton Thurgau weiter zu verbessern, hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau im April 2021 einen Grundlagenbericht in Auftrag gegeben. Basierend auf diesem Bericht hat er nun das Folgeprojekt „Intensivierte Zusammenarbeit der Rettungsdienste im Kanton Thurgau“ gestartet. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit zwischen den beiden bestehenden Rettungsdiensten sowie die Erreichbarkeit der Patientinnen und Patienten.

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Lyssach BE: Kollision zwischen drei Fahrzeugen – eine Person verletzt

Am Mittwochvormittag hat sich in Lyssach ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Eine Person wurde verletzt und ins Spital gebracht. Zwei weitere Personen wurden für eine Kontrolle ebenfalls ins Spital überführt. Der Verkehr musste für mehrere Stunden umgeleitet werden. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

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Maggiatal TI: Prävention im Strassenverkehr - 4 Autofahrer werden strafrechtlich verfolgt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass im Rahmen eines Sonderdienstes am 12. März 2023 im Maggiatal eine Kontrolle zur Überwachung und Verfolgung von Personen durchgeführt wurde, die mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Kantonsstrassen fahren und dabei schwere Verstösse gegen das Bundesgesetz über den Strassenverkehr begehen. Am späten Nachmittag wurden auf der Via Valmaggina vier Fahrzeuglenker angehalten: ein 23-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Raum Lugano, ein 21-jähriger Italiener mit Wohnsitz im Raum Bellinzona, ein 23-jähriger Portugiese mit Wohnsitz im Raum Locarno und ein 23-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Raum Bellinzona.

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Moudon VD: Brand in einem Gebäude - Rauchvergiftung und Sachschaden

Am Dienstag, den 14. März 2023, gegen 23:45 Uhr, meldeten Zeugen der Waadtländer Polizeizentrale (CVP), dass auf dem Balkon einer Wohnung im ersten Stock eines Gebäudes in Moudon ein Feuer ausgebrochen sei. Die Feuerwehr und die Polizei griffen sofort ein. Die Mieter wurden evakuiert und anderweitig untergebracht. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert und eine Untersuchung durch den diensthabenden Staatsanwalt eingeleitet.

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Steigende Anzahl schwerer Personenschäden - BFU ist besorgt über die Entwicklung

Die negative Entwicklung bei der Anzahl schwerer Personenschäden auf Schweizer Strassen im vergangenen Jahr macht der BFU Sorgen. Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie die am Donnerstag vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) veröffentlichten Zahlen zeigen. Dieses ernstzunehmende Signal verlangt von allen Akteuren der Strassenverkehrssicherheit, dass sie zusammenarbeiten, um den Trend umzukehren.

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Kantonspolizei St. Gallen gibt Tipps zur Diebstahlprävention

Diebstähle gehören zu den häufigsten Straftaten in der Schweiz. Die Kriminalstatistik der Kantonspolizei St. Gallen weist für das Jahr 2020 unter anderem 163 Taschendiebstähle, 47 Trickdiebstähle und 361 Diebstähle aus Fahrzeugen aus. In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kriminalprävention gibt die Kantonspolizei wichtige Tipps, wie Sie Diebstähle an öffentlichen Orten oder aus Fahrzeugen vorbeugen.

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Belfaux FR: Infolge Bankautomatensprengung sucht die Polizei einen Suzuki Grand Vitara

Letzte Woche haben Unbekannte in Belfaux einen Bankautomaten gesprengt. Umfangreiche Ermittlungen wurden eingeleitet. Die Polizei sucht ein bestimmtes Fahrzeug. Zur Erinnerung, am Freitag 10. März 2023, gegen 2.55 Uhr haben unbekannte Täter einen Geldautomaten in Belfaux gesprengt (Polizei.news berichtete).

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Kanton Nidwalden: Verkehrsunfallstatistik 2022

Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Verkehrsunfälle um 18 Ereignisse auf 188 ab. Dies ist der tiefste Stand seit der Übersicht der Statistikzahlen ab dem Jahre 1990. Die Zahl der verletzten Personen blieb hingegen identisch mit den beiden Vorjahren nämlich bei 100. Sehr erfreulich ist, dass es im Kanton Nidwalden im Jahr 2022 zu keinem Todesopfer im Strassenverkehr kam. Ebenso wurden gegenüber dem Vorjahr sieben Personen weniger schwer verletzt.

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A9 / Sperrungen Tunnel Eyholz und Tunnel Visp VS

In den nächsten Wochen wird es im Tunnel Eyholz (siehe Titelbild) zu temporären Sperrungen wegen Reinigungsarbeiten kommen. Eine zusätzliche Sperrung erfolgt im Tunnel Visp wegen Wartungsarbeiten. Damit die Tunnel auf den Nationalstrassen stets betriebssicher geführt und befahren werden können, sind alljährlich grundlegende Reinigungen und Unterhaltsarbeiten nötig. Im Tunnel Eyholz stehen solche Arbeiten an.

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Einbruchdiebstahl-Versuche in Schwanden GL

Am Dienstag, 14.03.2023, kam es an der Hauptstrasse und an der Thermastrasse in Schwanden zu zwei Einbruchdiebstahl-Versuchen. Um 20.40 Uhr wurde der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Glarus gemeldet, dass jemand versucht habe, in einen Garagenbetrieb an der Hauptstrasse einzubrechen. Kurze Zeit später erfolgte eine weitere Meldung über einen versuchten Einbruch.

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Stadt Zürich ZH: Verkehrsunfallstatistik 2022 - mehr Verunfallte, aber weniger Schwerverletzte

Bei polizeilich registrierten Verkehrsunfällen auf dem Stadtgebiet Zürich verunglückten im Jahr 2022 1580 Personen. Die Anzahl der Schwerverletzten ging erneut zurück auf einen neuen Tiefststand von 158 Personen. Unfälle mit leicht verletzten Personen stiegen dagegen an. 8 Personen verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben.

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Kanton Obwalden: Erläuterungen zur Verkehrsunfallstatistik 2022

In der Schweiz wurden in den letzten Jahren rund 50'000 Verkehrsunfälle polizeilich registriert. Im Kanton Obwalden waren dies 248, 13 mehr als in den beiden Vorjahren. Obwohl die Verkehrsdichte stetig zunimmt, stagnieren die Verkehrsunfälle auf durchschnittlichem Niveau der letzten fünf Jahre. Wie im vergangenen Jahr, wurde eine Person tödlich verletzt.

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Birmenstorf AG: Offenbar betrunken - Golf-Fahrer (37) überschlägt sich

Ein weisser PW kam vor der Autobahnunterführung von der Strasse ab und landete am Ende auf dem Dach. Der Fahrzeuglenker wurde dabei verletzt. Am 14. März 2023, um 12.30 Uhr fuhr ein weisser VW von Fislisbach Richtung Birmenstorf. Der Lenker fuhr rechts neben der Unterführung die Böschung hoch und kollidierte oben mit der Randleitplanke und dem Wildschutzzaun der Autobahn. Darauf stürzte der VW Golf mehrere Meter zurück auf die Strasse und blieb auf dem Dach liegen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.