Schweiz

Kanton TG: Unfallzahlen 2022 auf Thurgauer Gewässern gesunken

Die Seepolizei der Kantonspolizei hat ein eher ruhiges Jahr hinter sich. Bei 25 Unfällen verloren sechs Personen ihr Leben, drei wurden verletzt. Die Gesamtzahl der registrierten Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hoch-rheins sowie den restlichen Thurgauer Gewässern hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 25 reduziert (2021: 33 Unfälle).

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Kapo Thurgau: Kurzstage in der Kantonalen Notrufzentrale

Täglich nimmt die Kantonale Notrufzentrale (KNZ) im Polizeikommando Thurgau in Frauenfeld zwischen 150 und 200 Notrufe entgegen und trifft die nötigen Massnahmen. Sie sorgen für eine rasche, vernetzte Hilfeleistung aller Notfalldienste. Unsere Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung (PiA's) durften für ein paar Stunden hinter die Kulissen der KNZ schauen.

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Kantonspolizei Schwyz: Ursula Verdieri wird neue Chefin der Kommandoabteilung

Der Schwyzer Sicherheitsdirektor Xaver Schuler hat auf Antrag des Polizeikommandos Ursula Verdieri per 1. Juni 2023 zur neuen Chefin der Kommandoabteilung ernannt. Sie wird Nachfolgerin von Major Michael Marty, welcher im Sommer 2023 die Kantonspolizei Schwyz nach 6 1/2 Jahren verlässt und ins Bundesamt für Wirtschaftliche Landesversorgung in Bern wechselt.

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Love Ride Switzerland - grösste Benefizveranstaltung von Bikern für muskelkranke Menschen

Die Love Ride Switzerland Veranstaltung ist eine Motorrad Benefizveranstaltung zu Gunsten muskelkranker und behinderter Menschen und findet jährlich mit einem tollen Bühnenprogramm statt. Jeder kann teilnehmen! Der Gewinn der Veranstaltung kommt immer vollumfänglich muskelkranken und beeinträchtigten Menschen zugute. Das Event ist europaweit eines der grössten seiner Art. Es kommen Biker mit ausgefallenen Motorrädern aller Marken, sowie zahlreiche weitere Besucher.

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Stadt Schaffhausen / Beringen SH: Kistenpass wegen Amphibienwanderungen gesperrt

Durch die milde Witterung und dem damit verbundenen Beginn der Amphibienwanderungen ist die Überfahrt Beringen – Stadt Schaffhausen, der Kistenpass, ab sofort – im Auftrag des Planungs- und Naturschutzamtes des Kantons Schaffhausen - in beide Richtungen, täglich von 17.00 Uhr bis 08.00 Uhr, – bis auf Weiteres – gesperrt. Die Zufahrt zu den Restaurants Beringer-Randenturm und Eschheimertal ist jederzeit über die offiziellen Zufahrten gewährleistet.

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Kanton Uri: Zurückschneiden von Bäumen, Hecken und Sträuchern an Strassen

Gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz dürfen durch Bepflanzungen weder der Verkehr behindert oder gefährdet, noch der Bestand und die Sicherheit des Strassenkörpers beeinträchtigt werden (Artikel 83 Planungs- und Baugesetz des Kantons Uri; RB 40.1111). Zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden müssen Bäume, Sträucher und Hecken an Strassen und Trottoirs während des ganzen Jahres so geschnitten sein, dass die Übersicht auf Strassen und Trottoirs nicht beeinträchtigt wird.

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La-Chaux-de-Fonds NE: Kollision zwischen zwei Autos - Sachschaden

Am Donnerstag, den 2. März um 10:50 Uhr fuhr ein Auto, das von einem 49-jährigen Mann aus Le Locle gesteuert wurde, auf der Rue de la Fusion in La Chaux-de-Fonds von Norden nach Süden. An der Kreuzung mit der Rue Jardinière kam es zu einer Kollision mit dem Auto, das von einer 60-jährigen Frau aus La Chaux-de-Fonds gelenkt wurde.

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Genf GE: Telefonbetrug - als Mitarbeiter der kantonalen Steuerverwaltung ausgegeben

Der Polizei werden neue Fälle von Telefonbetrug bei Senioren gemeldet: Der Anrufer gibt sich als Angestellter der Kantonalen Steuerverwaltung (KSTV) aus und teilt mit, dass noch Steuerrückstände offen sind und eine Geldstrafe verhängt wird. ie Genfer Polizei ruft in dieser Zeit der Steuerformalitäten zur Wachsamkeit auf.

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Giubiasco TI: Polizeiakademie 2023 - neuen Rekruten mit offiziellen Reden begrüsst

Gestern um 8:00 Uhr morgens hat in Giubiasco die Polizeiakademie des fünften Prüfungsbezirks (SCP 2023) ihre Arbeit aufgenommen. Der Direktor des Departements der Institutionen, Norman Gobbi, der Leiter der Ausbildungsabteilung, Hauptmann Christophe Cerinotti, und der Direktor des Polizeischulungszentrums (CFP), Andrea Pronzini, haben die neuen Rekruten mit offiziellen Reden begrüsst.

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Kanton Schaffhausen: Falscher Polizist erbeutet Gold und Schmuck

Am Dienstag (21.02.2023) hat ein "Falscher Polizist" per Telefonbetrug einer Frau im Kanton Schaffhausen Gold und Schmuck im Wert von über 250'000.- Franken gestohlen. Die Schaffhauser Polizei hat Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen. Zudem warnt sie die Bevölkerung vor Telefonbetrügern und bittet um die Sensibilisierung von Seniorinnen und Senioren.

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Stadt St.Gallen SG: Zwei Raube am Bahnhof – Zeugenaufruf

Am Donnerstagmorgen (02.03.2023) hat ein unbekannter Täter mutmasslich zwei unbewaffnete Raube in Verkaufsgeschäften am Bahnhof verübt. Während der unbekannte Mann beim ersten Versuch erfolglos blieb, erbeutete er beim zweiten Anlauf in einem anderen Geschäft mehrere hundert Franken Bargeld. Verletzt wurde niemand. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Vilters / Wangs / Sargans SG: Einbrüche in elf Geschäftsliegenschaften

In der Zeit zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen (02.03.2023) sind unbekannte Täterschaften in elf Geschäftsliegenschaften in den Gemeinden Sargans und Vilters-Wangs eingebrochen. Betroffen war der Industriebereich Tiefriet in Sargans, Unternehmen im Raum Straubstrasse bis Aeulistrasse in Wangs-Vilters sowie zwei Betriebe im Quartier Bartli in Vilters.

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A2 / Schänzli BL: Nachtsperrungen Tunnel Schänzli und Vorzonen

Im Rahmen der Erneuerung der Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen werden im Tunnel Schänzli und in den Vorzonen Arbeiten ausgeführt. Diese bedingen Sperrungen der Röhren in Fahrtrichtung Delémont und Basel sowie verschiedener Ein- und Ausfahrten. Um die Verkehrsbehinderung so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten nachts ausgeführt.

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Pfäffikon ZH: Mit Schockanruf hohe Vermögenswerte erbeutet

In Pfäffikon ZH hat eine ältere Frau am Dienstagnachmittag (28.02.2023) einem falschen Polizisten unterschiedliche Vermögensgegenstände im Wert von über einhunderttausend Franken übergeben. Gegen 20.30 Uhr meldete sich eine 81-jährige Frau bei der Einsatzzentrale Zürich und gab an, Opfer eines Telefonbetrugs geworden zu sein. Laut ihren Schilderungen erhielt sie am früheren Nachmittag einen Telefonanruf eines vermeintlichen Polizisten.

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Ukrainer in Engelberg OW entführt - Polizei fahndet nach Tätern

Vor einer Woche wurde in Engelberg ein Mann entführt. Das Opfer konnte mehrere Stunden später wieder aufgefunden werden. Am Freitag, 24.02.2023, kurz nach Mitternacht, wurde in Engelberg ein ukrainischer Staatsangehöriger, der seit mehreren Jahren in der Schweiz lebt, von einer unbekannten Täterschaft aus der Tiefgarage seines Wohnorts entführt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.