(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei hat ihre offizielle Übersicht der aktuellen Tempomessungen angepasst. Neu wird eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage an der Hauptstrasse in Reussbühl ausgewiesen.
Insgesamt sind auf der offiziellen Standortseite derzeit drei semistationäre Messanlagen veröffentlicht. Der beim vorherigen Abruf noch aufgeführte Standort an der Eschenbachstrasse in Rothenburg erscheint nicht mehr in der aktuellen Übersicht.
(Bülach ZH). Ende August nahm die Jugendfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich am Zürcher Jugend-Feuerwehr-Wettkampf in Bülach teil.
Die jungen Feuerwehrangehörigen hatten dabei sichtlich Freude und konnten ihr Können im kameradschaftlichen Wettbewerb zeigen.
(Siebnen SZ). Am Samstag begleitete die Kantonspolizei Schwyz den Alpabzug in Siebnen.
Die Einsatzkräfte unterstützten vor Ort, damit die Tiere und ihre Begleitpersonen ihre Reise sicher abschliessen konnten.
(Bern BE). Vier Haltekanten wurden bereits im Rahmen eines Pilotprojekts angepasst, nun folgt die nächste Etappe.
Ab dem 21. September werden sechs weitere Haltekanten bei den Haltestellen Bachmätteli, Breitfeld, Wylerbad und Hardegg Vidmar umgebaut.
(Tägerwilen TG). Bei einer Streifkollision mit einem Auto wurde am Dienstagmorgen in Tägerwilen ein E-Bikefahrer leicht bis mittelschwer verletzt.
Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital.
(Frauenfeld TG). Bei einer tätlichen Auseinandersetzung in Frauenfeld wurde in der Nacht auf Dienstag eine Person mittelschwer verletzt.
Ein Beteiligter wurde festgenommen und inhaftiert.
(Delémont JU). Am Dienstag, 22. September 2026, gegen 13.00 Uhr brach in einem kleinen Mehrfamilienhaus an der Rue Auguste-Quiquerez in Delémont ein Brand aus.
Eine Person erlitt schwere Verbrennungen und wurde nach der medizinischen Erstversorgung mit der Rega in ein spezialisiertes Spital für Schwerbrandverletzte geflogen.
(Würenlos AG). Beim Überqueren einer Ausserortsstrecke wurde ein Velofahrer von einem Lastwagen erfasst und zu Boden geschleudert.
Für den 84-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
(Freiburg FR). Seit mehreren Monaten ermittelt die Kantonspolizei Freiburg wegen eines weitreichenden Phänomens von betrügerischen Online-Bestellungen, Hehlerei und Geldwäsche.
Bislang wurden 77 beteiligte Personen identifiziert, von denen fast die Hälfte minderjährig ist; 68 von ihnen wurden bereits bei den zuständigen Behörden angezeigt. Die Ermittlungen haben betrügerische Bestellungen mit einem geschätzten Schaden von CHF 100'000.- aufgedeckt. Die Ermittlungen werden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft und des Jugendstrafgerichts fortgesetzt.
(Regensdorf ZH). Am Freitag, 18. September 2026, ist es in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen.
Am Abend des 18. Septembers 2026 kam es in der JVA Pöschwies zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei eingewiesenen Personen, wobei beide Personen sich gegenseitig mit – teilweise spitzen – Gegenständen verletzt haben.
(Langendorf SO). Am Montagabend, 21. September 2026, kam es bei einem Einfamilienhaus an der Höhenstrasse in Langendorf zu einer Explosion und einem Brand.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
(St.Gallen SG). In der Nacht von Montag auf Dienstag (22.09.2026) sind zwei Männer im Wisental in eine Autogarage eingebrochen.
Ihnen gelang es, einen Autoschlüssel und im Anschluss einen BMW zu stehlen. Im Rahmen der anschliessenden Fahndung konnte die Kantonspolizei Zürich das Auto anhalten und die zwei Männer festnehmen.
(Disentis GR). Am Dienstagmorgen ist auf der Oberalpstrasse ein Personenwagen zuerst mit einer Stützmauer und danach mit einem Auto aus der Gegenrichtung kollidiert.
Ein Lenker musste mit Brechwerkzeug aus dem Fahrzeug befreit werden.
(Allschwil BL). In der Nacht von Montag auf Dienstag, 21. / 22. September 2026, kurz nach 01.45 Uhr, kam es in einer Einstellhalle an der Bettenstrasse in Allschwil BL zu einem Brandausbruch.
Personen wurden keine verletzt. Ein Personenwagen und zwei E-Roller erlitten Totalschaden. Die Polizei sucht Zeugen.
(Uerkheim AG). Auf einer Nebenstrecke durch den Wald prallte eine Automobilistin oberhalb von Uerkheim heftig gegen einen Baum.
Sie befindet sich schwer verletzt im Spital.
(St.Gallen SG). Am Dienstagmittag (22.09.2026) ist es auf der Appenzeller Strasse zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Eine Person wurde dabei schwer verletzt, drei weitere erlitten leichte Verletzungen. Gleichzeitig kam es im Bereich des Unfallorts zu einem Wasserrohrbruch, welcher nicht im direkten Zusammenhang mit dem Unfall stand.
(Emmenbrücke LU). Auf der Gerliswilstrasse in Emmenbrücke ist es am Samstag (19. September 2026, ca. 16:50 Uhr) aus noch ungeklärten Gründen zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen gekommen.
Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt und vor Ort durch den Rettungsdienst 144 betreut.
(Hildisrieden LU). In Hildisrieden überquerte am Samstag (19. September 2026, ca. 09:30 Uhr) ein Mädchen im Bereich eines Fussgängerstreifens die Sempacherstrasse.
Dabei wurde die 7-Jährige von einem Auto erfasst und erheblich verletzt.
(Dagmersellen LU). Ein Auto fuhr am Samstag (19. September 2026, ca. 22:45 Uhr) auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden.
Im Bereich des Autobahnanschlusses Dagmersellen geriet das Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen vom Überhol- auf den Normalstreifen und kollidierte mit der linken Heckecke eines Wohnmobils.
(Winterthur, Zürich). Am Dienstagmorgen, 22. September 2026, kollidierten auf der Technikumstrasse beim Holderplatz eine Lastwagenlenkerin und eine Velofahrerin.
Die 35-jährige Velofahrerin wurde dabei schwer verletzt.
(Obwalden OW). In der Nacht vom 19.09.2026, um ca. 02.00 Uhr kollidierte ein unbekanntes Fahrzeug beim Kreisel Grossteilerstrasse / Schwerzbachstrasse mit einem Metallzaun.
Anschliessend wurde die Unfallstelle verlassen, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.
(Luzern LU). Am Montagabend (21. September 2026, kurz nach 21:00 Uhr) verursachte eine 20-jährige Autofahrerin in der Stadt Luzern einen Selbstunfall mit hohem Sachschaden.
Am Geissensteinring wollte sie in ein Längsparkfeld fahren und ihr Auto abstellen.
(Moutier JU). Am Dienstag, 22. September 2026, gegen 08.15 Uhr wurde die Einsatz- und Telekommunikationszentrale der Kantonspolizei Jura wegen starker Rauchentwicklung aus dem Gebäude an der Rue du Château 30b in Moutier alarmiert.
Bei Aufräumarbeiten in der Garage des künftigen Gefängnisgebäudes hatte sich versehentlich Löschmaterial ausgelöst und seinen gesamten Inhalt freigesetzt.
(Wallis VS). In der vergangenen Woche registrierte die Kantonspolizei Wallis rund 30 Betrugsfälle und entsprechende Versuche mit einem Gesamtschaden von knapp 150'000 Franken.
Trotz wiederholter Warnungen und umfangreicher Präventionsarbeit fordert diese Art von Straftat weiterhin Opfer. Die Täter passen ihre Vorgehensweisen laufend an. Teilweise manipulieren sie sogar angezeigte Telefonnummern. Das Ziel bleibt jedoch dasselbe: Betroffene unter Druck zu setzen und zur Herausgabe von Geld, Wertsachen, Bankkarten oder Codes zu bewegen.
(Herisau AR). Am Montag, 21. September 2026, ist es in Herisau zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Fahrrad gekommen.
Der Schüler auf dem Fahrrad wurde verletzt. Es werden Zeugen gesucht.
(Trogen AR). In der Zeit zwischen Mittwoch, 16. September 2026 bis Montag, 21. September 2026, sind Unbekannte in ein Mehrfamilienhaus in Trogen eingebrochen.
Die Täterschaft entwendete diverse Wertgegenstände.
(Reute AR). Am Montagabend, 21. September 2026, ist es in Reute zu einem Selbstunfall gekommen.
Die Lenkerin wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden.
(Buchs SG). Am Montagabend (21.09.2026) ist eine 55-jährige Frau mit ihrem Velo gestürzt und schwer verletzt worden.
Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital.
(Sax SG). Am Montagabend (21.09.2026) hat ein 32-jähriger Mann einen Selbstunfall mit seinem Traktor verursacht.
Er wurde erheblich verletzt und war in fahrunfähigem Zustand und ohne gültigen Führerausweis unterwegs.
(Kaltbrunn SG). Am Montagmittag (21.09.2026) ist ein 75-jähriger Mann bei einem Velounfall lebensbedrohlich verletzt worden.
Die Rega flog ihn ins Spital.
(Muri AG). Vom 1. bis 4. Oktober 2026 findet auf der Schul- und Sportanlage Bachmatten die Gewerbeausstellung 2026 des Gewerbevereins Muri und Umgebung statt.
Da die Parkmöglichkeiten rund um das Ausstellungsgelände beschränkt sind, werden die Besucherinnen und Besucher gebeten, nach Möglichkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
(Muri AG). Die Gemeinde Muri plant Bauarbeiten an der Kirchbühlstrasse.
Im Rahmen der Sanierung wird der Strassenabschnitt ab dem Knoten Mattenweg / Kirchbühlstrasse bis rund 60 Meter in südlicher Richtung zum Haldenweg umfassend erneuert.
(Buhwil TG). Bei einem Arbeitsunfall wurde am Montag in Buhwil ein Arbeiter unter einem Gabelstapler eingeklemmt.
Der Mann verstarb noch auf der Unfallstelle.
Ein Hochdruckgebiet mit Kern über dem Ärmelkanal bestimmt das Wetter im Alpenraum. Die Schweiz liegt am Südrand des Hochs in einer trockenen Bisenströmung.
Am Mittwoch verlagert sich das Hoch unter Abschwächung ostwärts. Es bestimmt weiterhin unser Wetter, die Bise lässt nach.
(Sissach BL). Am vergangenen Donnerstag fand im Schloss Ebenrain in Sissach die Beförderungsfeier der Polizeischule 2024-2 statt.
Nach der Begrüssung durch den Kommandanten der Polizei Basel-Landschaft, Mark Burkhard, und einer Ansprache der Generalsekretärin der Sicherheitsdirektion, Angela Weirich, wurden die Teilnehmenden zu Polizistinnen und Polizisten befördert.
(Genf GE). Am Wochenende war die Genfer Polizei im Einsatz, um die 11. Etappe des SailGP auf dem Genfersee abzusichern.
Die internationale Sportveranstaltung zieht Tausende Menschen an und erfordert eine wirksame Koordination zwischen den verschiedenen Diensten.
Eine vermisste 21-Jährige wird nach intensiver Suche tot aufgefunden, ein 94-jähriger Mann stirbt nach einem Sturz von einer Leiter und ein 19-Jähriger erliegt nach einem schweren Selbstunfall seinen Verletzungen: Der 21. September 2026 brachte mehrere tragische Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch eine schwere Kollision mit fünf Verletzten sowie der Fund von rund 2,5 Kilogramm Kokain in einem Fahrzeug beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Schweiz). Seien Sie aufmerksam und lassen Sie sich im Strassenverkehr nicht ablenken - auch wenn Sie zu Fuss unterwegs sind.
Viele Fussgänger unterschätzen im Strassenverkehr die Risiken, die durch die Nutzung des Handys entstehen können und bringen sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
(Vilters SG). Traurige Neuigkeiten: Die 21-Jährige, welche seit Mittwochmittag (16.09.2026) vermisst wurde, wurde am Montagnachmittag (21.09.2026) leblos im Gelände aufgefunden.
Nach einer intensiven Suche wurde die Vermisste im abschüssigen Gelände im Raum Vilters kurz nach 16 Uhr von den Rettungskräften leblos aufgefunden.
(Reppischtal ZH). Im Reppischtal führt die Schweizer Armee zwischen Montag, 28. September, und Donnerstag, 8. Oktober 2026, an insgesamt neun Tagen Schiessübungen mit Kampfmunition durch.
Zum Einsatz kommen Infanteriewaffen inklusive Sprengmittel. Das Betreten der gefährdeten Gebiete ist während des Schiessbetriebs lebensgefährlich und verboten.
(Niederhasli ZH). Der Gemeinderat hat in seiner Stellungnahme zum Verbundfahrplanprojekt 2027/2028 optimalere Anbindungen der Gemeinde und ihrer Ortsteile an das öffentliche Verkehrsnetz gefordert.
Mit dem Beschluss des Verkehrsrats wurde das diesjährige Fahrplanverfahren nun abgeschlossen. Der Gemeinderat nimmt die ab Dezember 2026 geltenden Anpassungen mehrheitlich positiv zur Kenntnis.
(Ittigen BE). Am Montagmorgen ist ein Mann in Ittigen von einem Baum gefallen.
Er erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.
(Schaffhausen SH). In der Stadt Schaffhausen kam es in der Nacht auf Sonntag (20.09.2026) im Tunnelgässchen zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Dabei wurden mindestens zwei Personen verletzt.
(Vilters SG). Update zu dieser Vermisstmeldung (21.09.2026)
Die 21-Jährige, welche seit Mittwochmittag (16.09.2026) vermisst wurde, wurde am Montagnachmittag (21.09.2026) leblos im Gelände aufgefunden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.