Schweiz

Zürich ZH: Rund 100 Vermummte besetzen Lindenhof – Polizei toleriert Aktion bis Sonntag

Am frühen Freitagabend, 28. August 2026, besetzten Aktivisten den Lindenhof im Kreis 1, um für „Solidarität statt Abschottung“ zu protestieren. Rund 100 vermummte Personen besetzten am Freitagabend, 28. August 2026, kurz nach 19 Uhr den Lindenhof und riegelten das Gelände ab.

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Solothurn: Heftige Gewitter sorgen für rund 290 Einsätze – Frau schwer verletzt

Im Kanton Solothurn gingen im Zusammenhang mit den Gewittern am Freitagvormittag rund 290 Meldungen bei der Alarmzentrale ein. In den meisten Fällen ging es um Wassereinbrüche in Gebäude. Vielerorts sind auch Bäume umgestürzt. Eine Person wurde von einem umgestürzten Baum getroffen und dabei schwer verletzt.

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Tessin: Polizei kontrolliert Tempo in 28 Orten – unangekündigte Kontrollen weiter möglich

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Verkehrssicherheitsprävention darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist, deren Folgen mitunter schwer oder sogar tödlich sein können. Die Fahrzeuglenkenden werden deshalb erneut aufgefordert, die Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Schutz der eigenen Sicherheit und jener der anderen Verkehrsteilnehmenden einzuhalten.

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Oberengstringen ZH: 7-jähriges Mädchen bei Frontalkollision mit Roller mittelschwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall am Samstagvormittag (29.8.2026) in Oberengstringen ist ein Mädchen auf dem Velo verletzt worden. Es musste mit Verletzungen in ein Spital gebracht werden.

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Luganese TI: 52-Jährige tot im Luganersee gefunden – Ermittler gehen von Ertrinken aus

Im Zusammenhang mit dem Fund des leblosen Körpers einer 52-jährigen Schweizerin mit Wohnsitz im Luganese in den Gewässern des Luganersees teilen die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mit, dass die bisher angeordneten Abklärungen keine Einwirkung durch Dritte auf den Tod ergeben haben. Aufgrund des gestern Nachmittag eingegangenen vorläufigen rechtsmedizinischen Autopsieberichts ist derzeit, mangels einer offensichtlichen alternativen traumatischen oder pathologischen Todesursache, ein Tod durch Ertrinken die wahrscheinlichste Hypothese.

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Neuhaus SG: 75-jähriger Töfffahrer gerät im Balmenraintunnel auf Gegenfahrbahn

Am Freitagmittag (28.08.2026) ist ein 75-jähriger Motorradfahrer im Balmenraintunnel der Autobahn A15 mit seinem Motorrad gegen ein entgegenkommendes Auto geprallt. Er wurde dabei schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Die Autobahn A15 musste für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt werden.

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Altenrhein SG: Patrouille Suisse fliegt am Jubiläum – Polizei kündigt Radarkontrollen an

Achtung Radar: Dieses Wochenende lohnt sich in Altenrhein der Blick nach oben.  Zum 100-Jahr-Jubiläum des Flugplatzes gibt es von Freitag bis Sonntag einiges zu entdecken.

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Waldbrandgefahr entspannt sich: Feuerverbot in Nidwalden und Obwalden aufgehoben

(Nidwalden/Obwalden). Die Waldbrandgefahr in den Kantonen Nidwalden und Obwalden hat sich nach den Niederschlägen der vergangenen Tage leicht entspannt. Das Feuerwehrinspektorat Obwalden Nidwalden senkt die Gefahrenstufe deshalb von 4 "gross" auf 3 "erheblich". Das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe wird per sofort aufgehoben. Auch das generelle Feuerwerksverbot fällt weg. Beim Umgang mit Feuer ist jedoch weiterhin grosse Vorsicht geboten.

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Boltigen BE: Zwei Autos kollidieren – Wagen überschlägt sich, sechs Personen verletzt

Am Freitagabend ist es in Boltigen zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine Autofahrerin wurde dabei schwer verletzt, fünf weitere Personen wurden leicht verletzt. Der Unfall wird untersucht.

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Alpnach OW: Motorrad kollidiert mit Auto – Töfffahrer verletzt und ins Spital gebracht

In Alpnach kam es gestern Morgen (28.08.2026) auf der Langbühlriedstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad. Der Motorradlenker verletzte sich dabei leicht und wurde mit dem Rettungsdienst in ein Spital überführt.

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Ecublens VD: Grossbrand in Recyclinglager – hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen Feuer

Am Freitag, 28. August, ist im Lager der Firma Thévenaz-Leduc in Ecublens ein Brand ausgebrochen. Das Feuer nahm ein erhebliches Ausmass an und führte zu einer starken Rauchentwicklung. Mehrere hundert Einsatzkräfte wurden während der Nacht mobilisiert. Am Samstagmorgen ist das Feuer unter Kontrolle, die Löscharbeiten werden jedoch noch viele Stunden andauern.

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Wetter am Samstag, 29.08.2026: Viel Sonne, später mehr Wolken und 28 Grad

Die Schweiz liegt in kräftiger Südwestströmung. Ein Tief mit Kern über den Britischen Inseln führt heute Samstag eine Warmfront knapp nördlich der Schweiz Richtung Westen. Dies sorgt bei uns für eine Stabilisierung und Anfeuchtung der oberen Luftschichten. Am Sonntag erreicht uns mit der südwestlichen Höhenströmung zunächst eher trockene Luft, bevor am Montag eine schwach aktive Kaltfront von West nach Ost über die Schweiz zieht.

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Steinhausen ZG: Balkon von Geschäftsgebäude brennt – Arbeiter bekämpfen das Feuer

Am Freitagmorgen (28. August 2026) ist auf einem Balkon eines Geschäftsgebäudes ein Brand ausgebrochen. Dank des beherzten Eingreifens mehrerer Personen konnte ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden. Verletzt wurde niemand.

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Ins BE: E-Bike-Fahrer bei Kollision mit Auto schwer verletzt – Rega fliegt ihn ins Spital

Am Freitagmittag kam es in Ins zu einem Verkehrsunfall. Ein E-Bike-Fahrer wurde bei einer Kollision mit einem Auto schwer verletzt. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

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Buchs SG: Pilzkontrollstelle öffnet wieder – pro Person sind täglich zwei Kilogramm erlaubt

Mit dem Spätsommer beginnt für viele Pilzsammlerinnen und Pilzsammler wieder die interessante Zeit im Wald. In Buchs öffnet deshalb ab dem 12. September 2026 die Pilzkontrollstelle Stüdtlimühle wieder regelmässig ihre Türen.

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Düdingen FR: 82-Jähriger verliert auf A12 bei Aquaplaning Kontrolle über sein Auto

Am Freitag, 28. August 2026, kurz vor 11.00 Uhr, rückte die Kantonspolizei Freiburg wegen eines ersten Verkehrsunfalls auf der A12 bei Düdingen aus. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass ein 82-jähriger Automobilist auf der Überholspur der A12 von Freiburg in Richtung Bern unterwegs war.

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Murgenthal AG: Heikle Wendemanöver am Rothbachweg – "Sackgasse" signalisiert

Der Rothbachweg ist ab Waldeingang ein Waldweg und entsprechend mit einem Fahrverbot belegt. Hinter dem Fahrverbot befindet sich ein Rastplatz, zu dem aufgrund des Fahrverbots nicht mit Motorfahrzeugen gefahren werden darf. Dass solche Fahr- und Parkverbote auf Waldwegen bereits ab der Einmündung gelten können, zeigt auch ein vergleichbarer Hinweis der Stadtpolizei Uster.

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Zug ZG: Neue Fussgängerstreifen in Tempo-30-Zone sollen Schulweg sicherer machen

Auf der Gotthardstrasse wurden bei der Einmündung zur Grafenaustrasse zwei neue Fussgängerstreifen markiert, je einer östlich und westlich der Einmündung. Sie liegen beim Übergang zur Musikschule Zug und zum Alterszentrum Neustadt und machen vor allem den Schulweg für Kinder sicherer.

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Birrfeld AG: Sturm verwüstet Flugplatz und wirft Lastwagen um – 40 Feuerwehren im Einsatz

Eine Gewitterfront mit Sturmböen und Hagel fegte am Freitagmorgen über den Aargau und richtete vor allem im Osten grosse Schäden an. Auf der A1 blies der Sturm einen Lastwagen um und sorgte überall für Verkehrsbehinderungen. Meldungen über erheblich verletzte Personen liegen nicht vor.

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Pfäffikon SZ: Fast jeder vierte Autofahrer bei Schulweg zu schnell – einer fährt mit 70 km/h

Am Freitagmorgen, 28. August 2026, führte die Kantonspolizei Schwyz im Rahmen der Schulwegsicherung in Pfäffikon eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Zwischen 07.50 Uhr und 08.30 Uhr wurden auf der Talstrasse insgesamt 139 Fahrzeuge gemessen.

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Brunnen SZ: 88-Jähriger bei Kollision mit Auto erheblich verletzt – Rega-Helikopter im Einsatz

Am Freitagmorgen, 28. August 2026, kam es auf der Gersauerstrasse in Brunnen zu einer Kollision zwischen einem Fussgänger und einem Personenwagen. Ein 60-jähriger Mann fuhr mit seinem Auto von Gersau in Richtung Brunnen.

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Zug ZG: Tempo 30 auf Allmend-, Feld- und Weststrasse wird dauerhaft eingeführt

Der Stadtrat hat beschlossen, auf der Achse Allmendstrasse-Feldstrasse sowie auf einem Abschnitt der Weststrasse dauerhaft Tempo 30 einzuführen. Die Signalisationen wurden inzwischen umgesetzt.

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Kanton Zürich: Hagel verletzt rund 40 Personen – mehrheitlich Kinder, mehrere im Spital

m Freitagvormittag (28.8.2026) ist eine heftige Unwetterfront über grosse Teile des Kantons Zürich gezogen. Dabei sind mehrere Personen verletzt worden, und es sind erhebliche Sachschäden entstanden.

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Zürich ZH: Hagel-Unwetter löst 450 Notrufe in 30 Minuten aus – fast 380 Einsätze

Um 10 Uhr zog heute Morgen ein Unwetter mit starkem Hagel durch den nördlichen Teil des Kantons Zürich. Die Einsatzleitzentrale 144/118 nahm während einer halben Stunde 450 Notrufe entgegen.

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Thurgau: Gewitterfront sorgt für 50 Einsätze – Boote treiben führerlos auf Bodensee

Am Freitagmorgen zog eine Gewitterfront über den Kanton Thurgau und sorgte für zahlreiche umgestürzte Bäume und andere Schadensmeldungen. Mehrere führerlose Boote mussten eingesammelt werden.

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Schaffhausen: Sturm knickt Dutzende Bäume um – Strassen, Keller & Tiefgaragen überflutet

Am Freitagvormittag (28.08.2026) kurz nach 10.00 Uhr ist ein heftiger Sturm über Schaffhausen hinweggezogen. Bei der Schaffhauser Polizei gingen rund 90 Schadensmeldungen ein. Verletzt wurde niemand.

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Schweiz: Heftige Unwetter ziehen durchs Land – Hagel, Überflutungen und Sturmschäden

Eine kräftige Gewitterfront hat am Freitagmorgen, 28. August 2026, weite Teile der Schweiz getroffen. Besonders betroffen waren Regionen entlang des Juras, im Mittelland sowie später in der Nordostschweiz.

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Ballwil LU: Sattelschlepper kollidiert erst mit Auto, dann mit Postauto – 50'000 Fr. Schaden

Auf der Hochdorfstrasse in Ballwil ist es am Donnerstagnachmittag zu einer leichten Kollision zwischen einem Sattelmotorfahrzeug und einem Auto gekommen. Als die beiden Fahrzeuge zur Schadensregelung von der Strasse manövriert wurden, kam es zu einer Kollision zwischen dem Auflieger und einem entgegenkommenden Postauto. Verletzt wurde niemand. Die Strasse musste jedoch für über zwei Stunden gesperrt werden.

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Hägendorf SO: 18-Jähriger kracht mit Auto in Baum – drei Verletzte, Rega im Einsatz

Auf dem Oberen Richenwilweg in Richtung Allerheiligenberg verlor ein Autolenker am Donnerstagabend, 27. August 2026, die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einem Baum. Dabei wurden drei Personen verletzt. Ein Mitfahrer musste mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden.

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Beckenried NW: A2 wird umgestellt – Gegenverkehr führt durch den Seelisbergtunnel

Bei der Instandsetzung des Lehnenviadukts Beckenried steht eine neue Bauphase an. Dafür muss die Verkehrsführung auf der A2 zweimal umgestellt werden. Diese Arbeiten erfordern nächtliche Sperrungen und vorübergehende Verkehrseinschränkungen.

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Oberried am Brienzersee BE: 67-Jähriger (†) aus dem Wallis bei Wanderunfall verunglückt

Am Donnerstagmorgen wurde der Kantonspolizei Bern eine verstorbene Person im Staatswald bei Oberried am Brienzersee gemeldet. Der Mann ist ersten Erkenntnissen zufolge auf einer Wanderung tödlich verunglückt. Der Unfallhergang wird untersucht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.