Schweiz

Kanton Luzern: JSK für vereinfachte Anzeigemöglichkeit bei Konkursdelikten

Konkurs- und Betreibungsdelikte sollen inskünftig einfacher und schneller bei den Strafverfolgungsbehörden angezeigt werden können. Eine von Inge Lichtsteiner-Achermann namens der Kommission Justiz und Sicherheit JSK eingereichten Motion verlangte die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Anzeige von Betreibungs- und Konkursdelikten durch die Betreibungs- und Konkursbeamtinnen und -beamten.

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Stadt St.Gallen SG: Pärchen (23, 20) mit Messer bedroht und ausgeraubt

Am Freitagabend (18.11.2022), gegen 21 Uhr, ist es an der Bitzistrasse zu einem bewaffneten Raub gekommen. Zwei mit einem Messer bewaffnete Männer forderten von einem Mann und einer Frau Geld und flüchteten danach. Verletzt wurde niemand. Auf dem Weg zu den Drei Weihern gingen ein 23-jähriger Mann und eine 20-jährige Frau auf der Bitzistrasse an einer Gruppierung von 5-6 Personen vorbei.

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Rickenbach SZ: Brand im Hobbyraum eines Einfamilienhauses

Am Freitagabend, 18. November 2022, ist es in Rickenbach zu einem Brand in einem Einfamilienhaus gekommen. Ein Nachbar stellte kurz nach halb zehn Uhr starken Rauch aus einem Lichtschacht des Gebäudes fest. Die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz konnte sich Zutritt zum Kellergeschoss verschaffen und den Brand im Hobbyraum rasch löschen.

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Bremgarten AG: Auto rollt weg und versinkt in Reuss

Ein vermutlich ungenügend gesichertes Auto rollte gestern Mittag in die Reuss und versank. Niemand wurde verletzt. Am Freitag, 18. November 2022, kurz vor 12.00 Uhr ging bei der Kantonspolizei Aargau die Meldung ein, dass ein Fahrzeug in der Reuss treibe. Zugleich meldete sich auch ein 56-jähriger Automobilist, dass sein leeres Fahrzeug wegerollt sei.

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Unfall in Neunkirch SH: Alkoholisierter Lenker verursacht mehrere Kollisionen

Am Freitagabend (18.11.2022) hat sich auf der Schaffhauserstrasse, zwischen Guntmadingen und Neunkirch ein Verkehrsunfall ereignet. Bei einem Überholmanöver streifte ein Personenwagenlenker ein in gleicher Richtung fahrendes Fahrzeug und kollidierte anschliessend mit hoher Geschwindigkeit mit einem korrekt entgegenkommenden Personenwagen. Dabei wurde eine Person verletzt.

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Roveredo GR: Kantonaler Tag der nicht-gesundheitlichen Ersthelfer (EPINS)

Die Kantonspolizei gibt bekannt, dass in den vergangenen Tagen in den Räumlichkeiten des neuen medizinischen Zentrums in Roveredo Graubünden das traditionelle Informationstreffen der Non-Healthcare First Responder (EPINS) im Rahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung stattgefunden hat. Im Laufe des Tages wurden die durchgeführten und noch laufenden Aktivitäten vorgestellt und die verschiedenen Erfahrungen ausgetauscht, um die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen weiter zu verbessern.

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Östliches Waadtland VD: Über zehn Kilo Marihuana beschlagnahmt

Im Anschluss an Ermittlungen im Zusammenhang mit Verstössen gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel hat die Kantonspolizei sechs Wohnungen und ein Lokal im östlichen Waadtland durchsucht. Bei der Durchsuchung dieser Orte konnten mehrere Indoor-Hanfplantagen und mehr als 10 kg verkaufsfertiges Marihuana beschlagnahmt werden. Mehrere tausend Setzlinge und Material wurden beschlagnahmt.

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Wetter: Viel Regen, etwas Schnee

Wir ziehen im heutigen Blog Bilanz über die teils kräftigen Regenfälle und den Neuschnee der vergangenen Nacht. Zudem erfahren Sie am Schluss des Blogs, wieso die „Sonnenstube der Schweiz“ heute einmal mehr ihrem Namen gerecht wurde.

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Kanton AI: Jugendliche konnten in jedem zweiten Fall Alkohol kaufen

Nicht alle Betriebe setzen den Jugendschutz in puncto Alkoholverkauf korrekt um. Immer wieder kommen unter 16-jährige Jugendliche leicht an Alkohol. Oft wird weder nach dem Alter der Käuferinnen und Käufer gefragt noch ein Ausweis verlangt. Dies ergaben Testkäufe, die das Blaue Kreuz St.Gallen-Appenzell im Auftrag des Gesundheitsamts des Kantons Appenzell I.Rh. im September an unterschiedlichen Verkaufsstellen in Appenzell durchgeführt hat.

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Bundesrätin Viola Amherd am Halifax International Security Forum

Bundesrätin Viola Amherd nimmt vom 18. bis 20. November an der Sicherheitskonferenz Halifax International Security Forum in Kanada teil. Sie wird dabei unter anderem ihre Amtskolleginnen und Amtskollegen aus Kanada, Schweden und Kosovo zu bilateralen Gesprächen treffen und über Fragen der internationalen Sicherheit diskutieren. Im Hinblick auf den nichtständigen Sitz der Schweiz im UNO-Sicherheitsrat besucht die Chefin VBS anschliessend den UN-Hauptsitz und die Schweizer Vertretung in New York.

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Uznach SG: Lenker (69) aus im Steinenbach versinkenden Auto gerettet

Am Freitagmorgen (18.11.2022), kurz vor 6:24 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass ein Auto in den Steinenbach geraten sei. Eine Polizeipatrouille konnte einen 69-jährigen Mann aus dem versinkenden Auto retten. Der Mann wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Er war unterkühlt, blieb aber weitgehend unverletzt. Die Unfallursache ist Gegenstand laufender Abklärungen durch die Kantonspolizei St.Gallen.

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Bazenheid SG: Frontalkollision zwischen zwei Autos – drei Personen verletzt

Am Freitag (18.11.2022), kurz nach 03:25 Uhr, ist es auf der Neuen Industriestrasse zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Die beiden Autofahrer wurden dabei unbestimmt verletzt, ein Mitfahrer wurde eher leicht verletzt. Die beiden Autofahrer wurden von der Rega und vom Rettungsdienst in Spitäler gebracht. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren zehntausend Franken.

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Schwarzenbach SG: Passant (34) mit Messer verletzt – 27-Jähriger festgenommen

In der Nacht auf den Freitag (18.11.2022), kurz nach 01:45 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von einem verletzten Mann auf der Wilerstrasse erhalten. Nach bisherigen Kenntnissen dürfte ein 27-jähriger Mann einen 34-jährigen Passanten anlässlich eines Raubversuchs tätlich angegangen und mit einem Messer verletzt haben. Der 34-Jährige wurde dabei unbestimmt verletzt.

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Altstätten SG: Fussgänger (45) nach Kollision mit Auto verletzt

Am Donnerstag (17.11.2022), kurz vor 17:45 Uhr, ist es auf der Oberrietstrasse zu einem Zusammenprall zwischen einem Auto und einem Fussgänger gekommen. Der 45-jährige Fussgänger wurde dabei leicht verletzt. Er musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.