Am kommenden Wochenende beginnen die Herbstferien und in einem Monat werden die Uhren wieder auf die Winterzeit gestellt: Leere Wohnungen und Häuser, aber auch das frühere Eindunkeln nutzen Einbrecherinnen und Einbrecher aus.
Die Kantonspolizei erinnert an einige Tipps, mit denen man sich gegen Einbrüche schützen kann.
Die Kantonspolizei Thurgau hat einen Raser aus dem Verkehr gezogen, der am 10. Juli in Horn innerorts mit 109 km/h unterwegs war.
Dem Motorradfahrer wurde der Führerausweis eingezogen.
Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte am Mittwochabend in Sirnach eine Auffahrkollision zwischen drei Autos. Verletzt wurde niemand.
Der 54-Jährige musste seinen Führerausweis abgeben.
Beim Zusammenstoss zwischen einem Auto und einem Motorrad wurde am Mittwoch in Hüttwilen ein Motorradfahrer mittelschwer verletzt.
Er musste ins Spital gebracht werden.
Gestern ereignete sich auf der Autobahn ein Selbstunfall eines Personenwagens. Dies führte zu Rückstau, worauf es im Tunnel Eich zu einem weiteren Unfall kam, an dem fünf Fahrzeuge beteiligt waren.
Zwei Personen wurden leicht verletzt, wovon eine durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren wurde. Aufgrund der Unfälle musste die Autobahn A2 für rund zwei Stunden gesperrt werden. Dies führte zu massiven Verkehrsbehinderungen und Rückstau.
Die positivste Veränderung vorweg: Gegenüber der „Aktion Schulbeginn“ 2021 mussten die Aargauer Regionalpolizeien in diesem Jahr deutlich weniger Autofahrerinnen und Autofahrer büssen, weil diese das Vortrittsrecht am Fussgängerstreifen missachtet haben.
Waren es 2021 noch 337 Lenkerinnen und Lenker, die sich gegenüber Fussgängern unkorrekt verhalten haben, wurden in den zwei Wochen vom 8. bis 19. August lediglich 19 Verstösse registriert. Die seit Jahren anhaltenden intensiven Bemühungen der Regionalpolizeien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Schülerinnen und Schülern scheint Früchte zu tragen.
Am vergangenen Sonntagmorgen wurde eine Frau tot im Badezimmer ihrer Wohnung gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsdelikt aus.
Am Montag konnte ein tatverdächtiger Mann festgenommen werden.
Am Mittwochmittag (28.09.2022) hat sich auf der Mühlenstrasse in der Stadt Schaffhausen ein Alleinunfall mit einem Lastwagen ereignet.
Es entstand Sachschaden. Personen wurden dabei keine verletzt.
Am Donnerstag (29.09.2022), um 01:05 Uhr, ist ein unbekannter weisser Renault Trafic in diverse Leitpfosten und in eine Signaltafel geprallt.
Der unbekannte fahrende Person verliess die Unfallstelle mit dem Lieferwagen ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 1'000 Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Mittwoch (28.09.2022), kurz nach 12:10 Uhr, ist es auf der Rheinstrasse zu einer Streifkollision zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen.
Die 60-jährige unfallverursachende Autofahrerin war alkoholisiert.
In der Zeit zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen (28.09.2022), ist eine unbekannte Täterschaft an der Bahnhofstrasse in ein Hotel eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch ein Fenster gewaltsam Zutritt in das Hotel.
In der Zeit zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen (28.09.2022), ist eine unbekannte Täterschaft an der Bahnhofstrasse in ein Restaurant eingebrochen.
Sie verschaffte sich über die Terrassentür gewaltsam Zutritt in das Restaurant.
Am 30. September und 1. Oktober 2022 finden in St.Gallen Viehschauen statt.
Während dem Aufzug am Morgen und der Rückkehr zu den Höfen am Nachmittag ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Diesen Samstag findet auf dem Areal des Autobahnwerkhofs und des frisch sanierten Verkehrsstützpunkts Urdorf der Tag der offenen Tür statt.
Wir freuen uns auf Sie!
Am Samstag, 24. September 2022, standen im Rahmen des Sicherheitstags der Zivilschutz, die Stadtpolizei und die Feuerwehr für einen persönlichen Austausch zur Verfügung.
Interessierte Personen konnten Einblick in die Fahrzeuge nehmen, das ausgestellte Material begutachten und ausprobieren.
Die Genossenschaft Migros Aare erweitert ihre Logistikplattform Schönbühl. Dafür wurden unter anderem neue Brücken über die A6 gebaut.
Für die Montage von Signaltafeln kommt es nun zu verschiedenen Verkehrseinschränkungen.
Ist die Welt weniger sicher als früher? Oder ist heute das subjektive Empfinden einfach anders?
Fragen, die wohl viele Menschen beschäftigen und denen wir hier zumindest ein wenig auf den Grund gehen wollen.
Sachschaden ist am frühen Mittwochabend, 28. September 2022, bei einem Selbstunfall mit einem Personenwagen in Herisau entstanden.
Ein 39-jähriger Lenker fuhr kurz vor 18.15 Uhr mit seinem Personenwagen von Winkeln kommend auf der St. Gallerstrasse in Richtung Herisau.
Vorgestern Abend kam es gegen 20 Uhr auf der Autostrasse A8 Richtung Brünig kurz vor dem Tunnel Sachseln zur Kollision.
Ein ausländischer Autolenker nahm vor dem Tunnel Sachseln fälschlicherweise die Ausfahrt Sarnen Süd.
Gestern durfte die Gewinnerfamilie unserer Kapo Sommerchallenge ihren Preis einlösen: eine Fahrt auf dem Polizeiboot!
Bei Wind und Regen ging es auf den Rhein, aber das Wetter tat der Freude keinen Abbruch.
Dialog ist ein wichtiges Instrument bei der Polizeiarbeit. Nun hatte unser neues Dialogteam beim Fussballspiel Schweiz-Tschechien den ersten Einsatz.
Die Mitarbeitenden haben diverse Gespräche geführt und halfen bei Fragen oder Problemen weiter.
Am Mittwoch (28.09.2022) ist es um 18:55 Uhr im Kreisel Engadin- / Gäuggelistrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Roller und einem Lieferwagen gekommen.
Der Rollerfahrer wurde dabei verletzt.
Am späten Dienstagabend ist in Nidau ein Mann von zwei Unbekannten tätlich angegangen und beraubt worden.
Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.
Bei einem Brand in einer Trocknungsanlage in Eschenz entstand am Mittwochmorgen Sachschaden. Es wurde niemand verletzt.
Kurz nach 9 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter den Brand in der Trocknungsanlage an der Bahnhofstrasse und alarmierte die Kantonale Notrufzentrale.
Am Mittwochnachmittag (28. September 2022) kam es im Kreis 4 in Zürich zu einem Brandereignis in einem Mehrfamilienhaus.
Einsatz der Berufsfeuerwehr (BF) und Sanität wegen eines Brands im Kreis 4: Die BF konnte das Feuer in einem Mehrfamilienhaus rasch löschen.
Die Schweiz befindet sich im Einflussbereich einer fast stationären Frontalzone welche zu starken Niederschlägen auf der Alpennordseite führt.
Neben den westlichen Alpen sind voraussichtlich auch Teile des Berner Mittellands von besonders ergiebigen Niederschlägen betroffen. Die Stufe 3 Warnung von gestern Dienstag wurde entsprechend um einige Regionen erweitert.
Am Mittwochmorgen (28.09.2022), kurz vor 06:30 Uhr, ist es in Henau auf der Autobahn A1 gleich zu drei Auffahrkollisionen gekommen. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken.
Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen der Kollision, welche sich als letztes zwischen einem VW und einem BMW ereignete.
Am Mittwoch (28.09.2022), kurz nach 06:10 Uhr, ist es auf der Staatsstrasse zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Mofa gekommen.
Der 37-jährige unfallverursachende Fahrer war alkoholisiert.
Für den Bau der 2. Röhre Gotthard-Tunnel, welche den Tunnel Steglaui unterqueren wird, sind Baugrundverbesserungen erforderlich.
Die Bauhilfsmassnahmen (Injektionen zur Verfestigung von Lockergestein) werden im Tunnel Steglaui ausgeführt und bedingen die Sperrung der Fahrbahn Richtung Norden.
Mögt ihr euch noch an unseren Kunstwettbewerb „Ich sicher im Verkehr“ erinnern?
Die jüngeren Gewinnerkinder durften diese Woche mit auf Patrouille. Wer selbst mal am Steuer sitzen will, ab an unsere Infoabende für die Polizeischule.
Am Dienstag (27.09.2022) ist es in der Stadt St.Gallen zu vier Verkehrsunfällen gekommen. Bei einem Unfall wurde ein Motorradfahrer leicht verletzt, die anderen Beteiligten blieben unverletzt.
Insgesamt gab es einen hohen Sachschaden.
Am Mittwoch, 28.09.2022, 13.10 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 in Bilten ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Der 58-jährige Lenker eines Personenwagens war auf der Überholspur in Fahrtrichtung Chur unterwegs.
Am Mittwochmorgen ist es in einem Gästezimmer eines Einfamilienhauses in Lantsch/Lenz zu einem Küchenbrand gekommen.
Die Feuerwehr hatten den Brand rasch unter Kontrolle und gelöscht.
Am Dienstag, 27. September 2022, kurz nach 20.00 Uhr, hat ein Unbekannter einen Tankstellenshop an der Ecke Giornicostrasse/Reinacherstrasse überfallen.
Es wurde niemand verletzt.
Eine Autofahrerin ist auf der Autobahn ins Schleudern geraten und in die Leitplanke geprallt.
Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist beträchtlich.
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat den vom Kanton Wallis am 19. August 2022 eingereichte Antrag um Regulierung des Wolfsrudels im Val d'Hérens abgelehnt.
Der Staat Wallis bedauert diesen Entscheid sowie die restriktive Auslegung des BAFU im aktuellen Zusammenhang mit der Ausbreitung des Wolfs.
Per 1. Oktober 2022 übernimmt Hptm Dominik Cassani die Hauptabteilung Planung & Einsatz der Polizei Basel-Landschaft.
Er tritt die Nachfolge von Beat Krattiger an, welcher Ende Jahr in Pension geht.
Anfangs Juni 2022 hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden an der Alpsteinstrasse in Herisau rund 6800 Hanfpflanzen im Auftrag der Staatsanwaltschaft sichergestellt (Polizei.news berichtete).
Zwischenzeitlich liegen der Staatsanwaltschaft die Analysen über den THC-Gehalt und die Ergebnisse der Ermittlungen vor.
Am Dienstagmorgen, 27. September 2022, kurz vor 11.00 Uhr, kam es in der Wahlenstrasse in Laufen BL bei einem Ueberholmanöver zwischen einem Personenwagen und einem Traktor zu einer seitlichen Kollision.
Personen wurden dabei keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Zwei von fünf Velofahrerinnen und Velofahrern tragen noch immer keinen Helm. Die Helmtragquote ist mit 56 % aber gegenüber dem Vorjahr (57 %) stabil geblieben, wie die BFU-Erhebung 2022 zum Verhalten im Strassenverkehr zeigt.
Die Quote hängt stark vom Zweck der Fahrt ab. Auf langsamen E-Bikes ist die Tragquote etwas höher (68 %). Die Erhebung zeigt zudem, dass zu wenige E-Bikes mit Licht am Tag fahren.
In Bonaduz wollte am Dienstagnachmittag ein Junge auf seinem Trottinett fahrend die Hauptstrasse überqueren.
Dabei wurde er von einem Auto erfasst und verletzt.
Jean-Claude Moix und Patrick Rey gingen vor Kurzem bei der Kantonspolizei Wallis in Pension. Die beiden leidenschaftlichen Musiker gründeten mit anderen Musikern eine Soul- und Jazz-Gruppe... die „SOJAZZ“. Sie erzählen uns mehr...
Jean-Claude Moix war als Chef der Abteilung Logistik im Stab der Kantonspolizei tätig. Patrick Rey arbeitete in der Abteilung Jugend und Sitte der Kantonspolizei. Beide gingen sie vor Kurzem in den Ruhestand.
Heute Morgen ereignete sich auf der Autobahn A14 in Inwil ein Verkehrsunfall. Beteiligt waren fünf Autos und ein Lastwagen. Eine Person wurde beim Unfall leicht verletzt und wird sich in ärztliche Behandlung begeben.
Der Unfall führte zu Rückstau im Morgenverkehr.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.