Um die 25-jährigen F/A-18C/D bis zur Lieferung des neuen Kampfflugzeuges F-35A einzusetzen, werden sie zurzeit einer Nutzungsdauerverlängerung unterzogen.
Im vergangenen Jahr wurden weitere Arbeiten erfolgreich abgeschlossen; dazu gehören unter anderem die Einführung einer aktualisierten Flugzeugsoftware und eines Funksystems mit neuer Verschlüsselungstechnologie.
Das Schützenbataillon 1 (S Bat 1) hat während seiner zweiten WK-Woche die Verteidigungsübung „Taranis“ durchgeführt.
Zwei Kompanien mussten in einer Ortschaft einen Stützpunkt halten und den Gegner abwehren, der versuchte, einen Teil des Schweizer Staatsgebiets in Besitz zu nehmen.
Um die Rekrutierung von rund 280 Positionen in 19 Einsatzländern gewährleisten zu können, bedingt es das ständige Informieren der Bevölkerung.
Das dreiköpfige, einsatzerfahrene Personalmarketing Team SWISSINT ist deshalb zugunsten der Personalgewinnung für die friedensfördernden Einsätze der Schweizer Armee das ganze Jahr über an unterschiedlichen militärischen wie auch zivilen Anlässen präsent.
Am Montag, den 30. Januar 2023, gegen 04.15 Uhr, entdeckte eine Gendarmeriepatrouille zwei Personen, die sich verdächtig verhielten und mit einem Auto flüchteten, um sich der Kontrolle zu entziehen.
Während der Verfolgungsjagd feuerte ein Insasse mehrmals in Richtung der Patrouille, ohne jemanden zu verletzen.
Im Januar hat das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) die ersten zwei der sechs Aufklärungsdrohnen sowie das für den Flugbetrieb nötige Material an die Luftwaffe übergeben. Die militärische Luftfahrtbehörde hat die dafür notwendige Zertifizierung ausgestellt.
Damit kann die Luftwaffe nun mit dem Aufbau der operativen Fähigkeiten für das Aufklärungsdrohnensystem ADS 15 beginnen. Die restlichen Drohnen werden bis Ende 2023 übergeben.
Die Fachstelle Frauen in der Armee und Diversity führt im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030 des Bundes eine Befragung von Armeeangehörigen durch.
Darin stellt sie Fragen zu Diskriminierung und Gewalt aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung.
Höhere Unteroffiziere und Offiziere, die kürzlich befördert oder aus der Militärdienstpflicht entlassen wurden, sind für ihre Verdienste geehrt worden.
Landratspräsident Markus Walker, Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi und Divisionär Daniel Keller überbrachten ihre Grussbotschaften.
Am Swiss City Marathon in Luzern ist die Armeekategorie für Armeeangehörige ab diesem Jahr abgeschafft.
Damit entfallen ab 2023 nebst den vergünstigten Startgeldern auch die speziellen Startnummern sowie die Rangliste für Armeeangehörige.
Über 20 Frauen des Vorstandes und der Geschäftsstelle von Economiesuisse nahmen am 27. Januar 2023 in Kriens an einem Leadership-Workshop der Schweizer Armee teil.
Sie erhielten Einblicke in die militärische Führungsausbildung und behandelten verschiedene Themen, vom Krisenmanagement bis zur Entschlussfassung.
Von 78 Stellungspflichtigen aus dem Kanton Appenzell I.Rh. wurden 67% im Jahr 2022 als armeetauglich befunden. Rund ein Viertel der Teilnehmenden erhielt ein Armeesportabzeichen.
Im Jahr 2022 haben 78 (2021: 93) Stellungspflichtige die Rekrutierung im Rekrutierungszentrum Mels absolviert.
Zum ersten Mal verfügt die SWISSCOY über einen permanenten Loadmaster am militärischen Flughafen im Kosovo. Normalerweise rotieren diese alle drei Wochen, zusammen mit den Piloten.
Nach seiner Zeit als Durchdiener darf nun "Gringo" (sein Luftwaffenspitzname) sechs Monate als Mechaniker/Loadmaster im SWISSCOY Kontingent 47 einen Einsatz leisten.
Für viele Entscheidungsträger ist das abgeschlossene WEF von besonderer Art. Sie stehen kurz vor dem beruflichen Ruhestand oder aber haben ihre (freiwillig verlängerte) Militärdienstpflicht erfüllt, allen voran Oberst i Gst David Accola.
CUMINAIVEL sprach mit ihm über seine Eindrücke als Stabschef / Chef Einsatz.
Mit der Fahnenrückgabe am Mittwoch, 25.02.2023 hat das Inf Bat 65 unter dem Kommando von Oberstlt i Gst Michael Schäppi den Ass D „ALPA ECO“ beendet.
Der Kommandant erinnerte sich in seiner Rede der Aufträge der einzelnen Kompanien und seines Stabes und bedankte sich für den geleisteten Eisatz.
Erstmals hat die Miliz der BODLUV Brigade 33 während des WEF die Verantwortung für das Lageverfolgungszentrum (LVZ) übernommen.
Für Major Florin Fuchs, Chef Einsatz LVZ, ist dies nur ein Zwischenschritt zur Stärkung der Miliz in der Schweizer Luftverteidigung.
Mit 58 Jahren leistet Oberst Beat Fischer als Chef Informationsoperationen einen SWISSCOY-Einsatz im Hauptquartier der KFOR.
In dieser Position braucht es ein Faible für Menschen, den Wunsch in einem multinationalen militärischen Umfeld zu arbeiten und Erfahrungen in der Kommunikation.
Die Schweiz setzt ihre Hilfslieferungen für die ukrainische Bevölkerung fort und liefert rund 390 Paletten mit Winterausrüstung.
Die Armee stellt Kälteschutzbekleidung wie Decken, Handschuhe und Pullover zur Verfügung. Das Militärmaterial hat gestern das Armeelogistikcenter Othmarsingen verlassen und wird per Lastwagen in drei Tagen nach Kiew befördert. Die Lieferung erfolgt unter der Federführung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).
Das Gebirgsinfanteriebataillon 48 hat den Fortbildungsdienst mit der Fahnenabgabe offiziell beendet. Im Fokus der Ausbildungen stand dieses Jahr die Verteidigung. So wurden die Infanterieaufgaben bis auf Stufe Kompanie trainiert sowie neue panzerbre-chende Waffen und Drohnen eingeführt.
Das Minenwerferschiessen und die Pflege der Kameradschaft kamen ebenfalls nicht zu kurz.
Sehr geehrte Damen und Herren Kommandanten, Sehr geehrte Damen und Herren, Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe Verteidigung.
Am Ende des Assistenzdienstes "ALPA ECO 23" zugunsten des Kantons Graubünden ist die Bilanz eindeutig: Der Auftrag wurde erfüllt. Das World Economic Forum 2023 fand erneut im Kontext der weltweiten Spannungen und Unsicherheiten statt.
Vom 23. bis 25. Januar 2023 weilt der Kommandant der Luftwaffe, Divisionär Peter Merz, auf Arbeitsbesuch in Nordamerika. Dabei trifft er in Ottawa, Kanada, den Commander of the Royal Canadian Air Force, Lieutenant-General Eric Kenny, sowie in Washington, USA, den Chief of Staff der U.S. Air Force, General Charles Q. Brown Jr., zu Gesprächen über verschiedene Themen der bilateralen Kooperation.
Der Besuch in Nordamerika schliesst an das bilaterale Treffen im März 2022 an, bei dem General Charles Q. Brown Jr. die Schweiz besucht und sich mit Divisionär Peter Merz auf dem Militärflugplatz in Payerne zu Gesprächen getroffen hat.
Die Schweizer Armee hat im subsidiären Sicherungseinsatz für den Kanton Graubünden und zugunsten der Sicherheitsmassnahmen am WEF-Jahrestreffen 2023 alle Aufträge erfüllt. Täglich standen rund 4200 Armeeangehörige im Einsatz.
Im eingeschränkten Luftraum kam es zu keinen nennenswerten Verstössen.
Diesen Klassiker der Militärküche bereitet Wachtmeister Ergin Dogan in seinem neusten Video zu.
Weitere Rezepte der Militärküche sind in der Rezeptsammlung „Rezeptor“ zu finden.
Das Weltwirtschaftsforum 2023 ist Geschichte und der Einsatz der Armee zugunsten der Sicherheit am WEF vorbei. Die Aufräumarbeiten haben längst begonnen und schon bald werden auch die letzten Soldaten und Kader wieder zuhause sein.
Auch CUMINAIVEL meldet sich für dieses Jahr ab.
Wer sind die AdA am WEF und was machen sie bei ihren Einsätzen? Cuminaivel veröffentlicht regelmässig Stimmen aus der Truppe.
Soldat Daniele Lanfranchi leistet einen Gast-WK im Betriebsdetachement (Betr Det) der Territorialdivision 3 (Ter Div 3).
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist zu Ende – noch nicht aber für die Armee. Es müssen noch hunderte Ter-Gitter, Stacheldraht und Paletten verladen und versorgt werden.
Die Rückbauarbeiten sind in vollem Gange.
Lucas Caduff ist Divisionär, Kommandant der Ter Div 3 und seit über 40 Jahren in der Armee. Es war sein letztes WEF, Ende Juli wird er pensioniert.
Ein Rückblick mit ihm auf das diesjährige WEF, ein Ausblick auf die Zeit nach Juli und die Frage nach dem weinenden und lachenden Auge.
Bis zu 5 000 Armeeangehörige nehmen während ihres Assistenzdienstes am Weltwirtschaftsforum täglich drei Mahlzeiten zu sich.
In der grössten Truppenunterkunft im Raum Davos wird ununterbrochen gekocht. Der Weg von der Bestellung bis auf den Teller.
Sie ist rund um die Uhr im Einsatz: Die Militärpolizei. Sie kontrolliert, unterstützt und leistet Hilfe.
CUMINAIVEL hat zwei Militärpolizisten bei ihrer Arbeit begleitet.
Helikopterpiloten der Armee stehen während des Weltwirtschaftsforum rund um die Uhr im Einsatz. In engem Kontakt mit der Kantonspolizei Graubünden erfüllen sie ihre Aufträge.
Ein junger Militärpilot erzählt.
Stephan Krauer ist Armeeseelsorger. In seinem militärischen Alltag spricht er mit Soldaten und Kader, berät sie in persönlichen Angelegenheiten und trifft sich regelmässig mit der Truppe.
CUMINAIVEL hat den Armeeseelsorger begleitet.
Wer sind die AdA am WEF und was machen sie bei ihren Einsätzen? Cuminaivel veröffentlicht regelmässig Stimmen aus der Truppe.
Sie gehören in der Schweizer Armee unterdessen zu einer Minderheit, die Obergefreiten (Obgfr). Seit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) im Jahr 2018 werden keine Beförderungen zum höchsten Mannschaftsgrad mehr ausgesprochen. Obgfr Severin Frohofer ist deshalb einer der letzten seines Grades. Nach seiner Rekrutenschule im Jahr 2013 und zwei Wiederholungskursen (WK) als Fahrer des Kommandanten im Aufklärer Bat 1, führte Frohofers Weg schliesslich zu CUMINAIVEL. Heute ist für ihn, nach vier Wiederholungskursen am WEF, Schluss: Der 29-Jährige Journalist hat seine Anzahl Diensttage erreicht.
Gut ein Viertel des eingeschränkten Luftraums um Davos ist fremdes Hoheitsgebiet. Um die Sicherheit am Weltwirtschaftsforum (WEF) zu gewährleisten, arbeitet die Schweiz deshalb eng mit ihren Nachbarn zusammen.
CUMINAIVEL hat in Dübendorf mit zwei Verbindungsoffizieren der österreichischen Luftstreitkräfte gesprochen.
Die Feuerwehr Davos ist wie die Schweizer Armee im Milizsystem organisiert und am Weltwirtschaftsforum (WEF) im Einsatz. Sie ist ein weiterer Pfeiler, der zur Sicherheit rund um das WEF beiträgt. In der Woche rund um das Treffen ist sie in erhöhter Einsatzbereitschaft.
Die Garage ist klein und unscheinbar. Und doch kann ihre Lage, nur wenige Meter vom Kongresszentrum entfernt, für die Feuerwehr Davos von entscheidendem Vorteil sein. Die freiwilligen Feuerwehrmänner und -frauen mieten die Garage während der WEF-Woche, um sie als zusätzlichen Standort einzusetzen. "Von hier aus erreichen wir das WEF-Areal schneller, als wenn wir von unseren Depots ausrücken müssten", sagt Renzo Savoldelli, Kommandant der Feuerwehr Davos.
Wer sind die AdA am WEF und was machen sie bei ihren Einsätzen? Cuminaivel veröffentlicht regelmässig Stimmen aus der Truppe.
Sdt Vincent Benoist leistet Pionierarbeit in der Schweizer Armee.
Der 26-jährige Soldat Yoan Nicolet gehört zum Unfallpicket (UP) der LT 1. Dabei handelt es sich um Feuerwehrleute, die je nach Einsatz auf Flugplätzen oder im Gelände operieren. Sie sind für die Rettung von zivilen und militärischen Besatzungsmitgliedern in Flugzeugen und Hubschraubern sowie für das Löschen von Bränden aller Art ausgebildet.
Als Maschinenbauingenieur im Zivilberuf ist er Fahrer eines der grössten Fahrzeuge in der Schweiz, des Panther 6x6 von Rosenbauer.
Dieser Frage ist CUMINAIVEL nachgegangen. Wir wollten wissen, ob der örtliche Tourismus von der Präsenz der Armee profitieren kann.
Ein Berufsmilitär und ein Hotelier geben Auskunft.
Am 20. Januar 2023 treffen sich die beiden Rüstungsdirektoren aus Österreich und der Schweiz zu einem bilateralen Treffen. Im Vordergrund stehen Rüstungsbeschaffungen sowie weitere aktuelle Themen.
Das Treffen findet in Wien statt.
Vom 19. bis 21. Januar 2023 weilt der Chef der Armee auf Arbeitsbesuch in Österreich.
Dabei trifft er in Wien den Chef des Generalstabs des österreichischen Bundesheeres zu Gesprächen über die aktuelle sicherheitspolitische Lage und zu verschiedenen Themen der bilateralen Kooperation.
Soldaten in einer Schule? Kein alltägliches Bild, aber am WEF-Einsatz der Armee wird die Schule in Schiers zur Truppenunterkunft.
Kompaniekommandant Hptm Thierry Honegger erklärt, wie das Zusammenleben funktioniert.
CUMINAIVEL nimmt euch mit.
Wir begleiten Armeeangehörige bei ihrer Arbeit, schauen hinter die Kulissen und erzählen spannende Geschichten rund um den Einsatz für die Sicherheit am WEF.
Geplant, organisiert und geliefert an den richtigen Standort: Die Logistikzentrale des Infanteriebataillons 65.
Bei der Stabskompanie des Infanteriebataillons 65 (Inf Bat 65) laufen die Fäden zusammen, sei es in Sachen Personal, Einsatz, Führungsunterstützung, Nachrichten oder Logistik. Letzteres ist gerade für die Sicherstellung der Mobilität der Truppen unverzichtbar.
Für die Sicherheit am Weltwirtschaftsforum (WEF) trägt die Luftwaffe einen wichtigen Beitrag bei.
Sie überwacht den Luftraum und greift ein, sollten fremde Flugkörper ohne Erlaubnis in den Luftraum eindringen.
Die Armee leistet am World Economic Forum (WEF) einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Regierungsrätin Carmen Walker Späh und Regierungsrat Mario Fehr haben heute das Infanteriebataillon 65 im Einsatz in Davos besucht.
Sie zeigten sich beeindruckt vom Know-how und Engagement der Angehörigen des Zürcher „Götti“-Bataillons.
Mit der Einführung der Elektromobilität nimmt die Schweizer Armee ihre Verantwortung für die Umwelt wahr. Ab 2024 werden für die Flotte der leichten Betriebsfahrzeuge, sofern technisch möglich, nur noch Autos mit E-Antrieb beschafft.
Damit leistet die Gruppe Verteidigung ihren Beitrag zum Ziel des Bundesrates, den CO2-Ausstoss des VBS bis 2030 um mindestens 40% gegenüber 2001 zu reduzieren.
Am 18. und 19. Januar 2023 nimmt der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, am jährlichen Treffen der NATO-Armeechefs teil.
Während seines Aufenthalts in Brüssel trifft er sich mit weiteren Amtskollegen und mit dem Vorsitzenden des EU-Militärausschusses zu bilateralen Gesprächen.
Die Schweizer Armee leistet einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in der Schweiz. Sie gilt als Symbol der nationalen Einheit.
Die Geschichte der Schweizer Armee
Bis zum Ende des Mittelalters waren jeder Ort und jeder Kanton in der Schweiz für die eigene Verteidigung zuständig. Während der Helvetischen Republik wurde zwischen 1798 und 1803 eine eidgenössische Armee aufgebaut, um sich gegen ausländische Angriffe zu schützen. Im Jahr 1815 wurde die Neutralität und die Unabhängigkeit des eidgenössischen Staatenbundes von den europäischen Grossmächten anerkannt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Armee zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Lebens.
Der Auftrag der Schweizer Armee
Die Schweizer Armee übernimmt verschiedene Aufgaben:
• Sicherung der Landesverteidigung und Wahrung des nationalen Interesses
• Verteidigung des Landes im Fall einer Bedrohung
• Unterstützung der Zivilbehörden bei Katastrophen und Notfällen
• Stärkung des internationalen Friedens durch humanitäre Unterstützung und Teilnahme an Friedensmissionen im Ausland
• Ausbildung und Übung von Reservisten
Die Schweizer Armee sorgt für die Sicherheit der Schweiz. (Bildquelle: Schweizer Armee)
Der Aufbau der Schweizer Armee
Die Schweizer Armee basiert auf einem Milizsystem: Rund fünf Prozent der Armeemitglieder sind Berufs- oder Zeitsoldaten. Den grösseren Anteil machen Wehrpflichtige aus. Nach den Regelungen des Artikels 59 der Bundesverfassung ist jeder Schweizer verpflichtet, Wehrdienst zu leisten, alternativ ist ein ziviler Ersatzdienst abzuleisten. Die Wehrpflicht beginnt im Alter von 18 Jahren und endet mit 34 Jahren. Eine Grundausbildung von 19 Wochen ist zu absolvieren, danach besteht die Pflicht zur Teilnahme an Übungen und dem Dienst als Reservist. Schweizerinnen können freiwilligen Dienst leisten.
Die Schweizer Armee teilt sich in verschiedene Bereiche:
Die Schweizer Armee hat die Landesverteidigung zur Aufgabe. (Bildquelle: Schweizer Armee)
Der Armeestab der Schweizer Armee
Der Armeestab, kurz A Stab, ist für die Unterstützung des Chefs der Armee bei der Umsetzung politischer Vorgaben verantwortlich. Zudem verantwortet der Armeestab die gesamte Steuerung der Armee und kümmert sich um Entwicklung, Planung und Ressourcenzuteilung. Auch die Bereiche Ausbildung, Einsatz und Support obliegen dem Stab. Im Armeestab wird also die gesamte strategische Planung und die weitere Entwicklung der Schweizer Streitkräfte gesteuert.
Die Führungsunterstützungsbasis der Schweizer Armee
Die Führungsunterstützungsbasis, kurz FUB sorgt mit ihrer Arbeit dafür, dass Einsätze durchgeführt werden können. Dazu gibt es innerhalb der FUB die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie IKT. Anwendungen für Kommunikationssysteme oder der Betrieb geschützter Rechenzentren gehören zum Aufgabengebiet der FUB.
Mit dem Projekt Kommando Cyber gibt es einen besonderen Bereich, der sich um den Schutz der Informatiksysteme gegen Cyberangriffe kümmert. Nötige Massnahmen zum Schutz und die zukünftige Ausrichtung der Armee im cyber- und elektromagnetischen Raum sind Teil der Arbeit. Wichtig ist dabei nicht nur, sich den aktuellen Aufgaben zu stellen, sondern auch für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein.
Ein weiterer Bereich ist die Führungsunterstützungsbrigade 41/SKS, die für den Betrieb der Kommunikationsnetze innerhalb der Armee verantwortlich ist. Auch mobile System für die elektronische Kriegsführung unterliegen diesen Spezialisten.
Das Kommando Operationen
Geht es um die Planung und die Führung von Einsätzen und Operationen, unterliegt das dem Kommando Operationen. In diesem Armeebereich wird die Erreichbarkeit und die Alarmierung der Armee sichergestellt sowie die Durchführung der Mobilmachung verantwortet.
Ein Teilbereich ist der Militärische Nachrichtendienst MND, der für die nachrichtendienstlichen Aufgaben innerhalb der Armee verantwortlich ist. Unter anderem gehört die Beschaffung und Auswertung bedeutsamer Informationen aus dem Ausland zu den Aufgaben des MND. Auch bei der Planung und Führung von Einsätzen unterstützt der MND. Dabei arbeitet der Nachrichtendienst eng mit nationalen und kantonalen oder auch multinationalen Stellen zusammen.
Der Dienst für den präventiven Schutz der Armee DPSA gehört ebenfalls zum Kommando Operationen. Hier geht es darum, die Schweizer Armee vor Spionage oder Sabotage und anderen unrechtmässigen Handlungen zu schützen. Die DPSA arbeite eng mit Bund und Kantonen zusammen und ist unter anderem vor allem für die Beurteilung der militärischen Sicherheitslage und vorsorgliche Massnahmen für den Spionageschutz zuständig.
Das Heer setzt sich aus einem Miliz- und einem Profibereich zusammen. In diesen Bereichen sind unterschiedliche Fähigkeiten gefragt, sodass es eine Vielzahl verschiedener Ausbildungen gibt. Unter anderem gehören die Panzertruppen, die Artillerie, die Einsatzlogistik und die Sanität zu den einzelnen Bereichen.
Die Luftwaffe kümmert sich um militärische Einsätze im Luftraum, wobei der Schutz des Luftraums und der Transport zu den Aufgaben gehören. Die Luftwaffe sorgt mit passiver und aktiver Überwachung für die Lufthoheit. Die Luftaufklärung sorgt mittels Sensoren, Drohnen und Flächenflugzeugen für Sicherheit und kümmert sich um die Auswertung der Daten.
Das Kommando Spezialkräfte kümmert sich um den Schutz ziviler und militärischer Personen und besonders schutzwürdiger Sachen. Unter anderem übernimmt das Kommando Spezialkräfte Rettungs- und Befreiungsaktionen und die Rückführung von Personen. Dadurch, dass die Spezialkräfte dem Kommando Operationen unterstellt ist, kann die Landesregierung die Kräfte schnell einsetzen und alle profitieren von einer kurzen Befehlskette.
Die Luftwaffe sorgt für die Lufthoheit. (Bildquelle: Schweizer Armee)
Das Kommando Ausbildung
Unter dem Motto „Erfolg beginnt bei uns“ kümmert sich das Kommando Ausbildung um die Planung, Steuerung und Durchführung der Ausbildung. Möglich ist beispielsweise eine Tätigkeit in einer Rettungs- oder Sanitätstruppe oder auch in einer Kampftruppe. Die Möglichkeiten innerhalb der Schweizer Armee sind breitgefächert.
Für die Ausbildung von Führungskräften ist die Höhere Kaderausbildung HKA zuständig. Berufsoffiziere und Berufsunteroffiziere werden hier auf militärische Führungsaufgaben vorbereitet. In der Zentralschule ZS, die eil der HKA ist, geht es um die militärische Ausbildung von Einheits- oder Truppenkörperkommandanten. Weitere Führungslehrgänge runden in Kooperation mit zivilen Bildungsorganisationen die Ausbildung bei der Schweizer Armee ab.
An der Militärakademie MILAK erfolgt die Aus- und Weiterbildung der Berufsoffiziere. Die MILAK gilt als international anerkanntes Zentrum für Militärwissenschaften und ist die führende Institution in der Schweiz. Mit der Zentralschule, der Generalstabsschule und der Berufsunteroffizierschule gibt es weitere Einrichtungen für die Ausbildung bei der Schweizer Armee.
Motto des Kommandos Ausbildung: „Erfolg beginnt bei uns.“ (Bildquelle: Schweizer Armee)
Die Logistikbasis
Die Logistikbasis LBA kümmert sich um das Material und die Infrastruktur innerhalb der Schweizer Armee. Die Armeeapotheke gehört zu diesem Bereich und sorgt für eine bedarfsgerechte Versorgung in allen Lagen. Zu den Aufgaben gehört die Produktion definierter Arzneimittel, die als Ergänzung zum zivilen Markt dienen und die pharmazeutische Versorgung der Armee sicherstellen.