Bern, 12.10.2022 - Der Bundesrat will den Verfassungsartikel zum Gesichtsverhüllungsverbot in einem neuen Bundesgesetz umsetzen. An seiner Sitzung vom 12. Oktober 2022 hat er die Botschaft zum Bundesgesetz über das Verbot der Verhüllung des Gesichts (BVVG) verabschiedet.
Wer an einem öffentlich zugänglichen Ort sein Gesicht verhüllt, soll mit einer Busse bis 1000 Franken bestraft werden.
In Davos hat gemäss ersten Ermittlungen am Dienstagabend ein batteriebetriebener Handdesinfektionsdispenser einen Brand ausgelöst.
Es entstand erheblicher Sachschaden durch Russablagerungen.
Für Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten wird der Seelisbergtunnel in den Wochen 42, 43 und 44 jeweils von 19.30 bis 5.00 Uhr im Gegenverkehr geführt.
Die Regelung gilt für folgende Tage:
Am Dienstagabend prallte auf dem Bruggweg in Dornach ein alkoholisierter Autolenker mit seinem Fahrzeug in eine Steinmauer. Anschliessend setzte er seine Fahrt fort und verursachte dabei weitere Schäden.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Dienstagnachmittag musste die Kantonspolizei wegen einer Verschmutzung eines Baches in Corminboeuf ausrücken.
Der ebenfalls entsandte Wildhüter stellte fest, dass das Ökosystem durch Chlorwasser beeinträchtigt worden war.
Am Mittwoch (12.10.2022), kurz vor 03:15 Uhr, ist an der Hirschwiese ein parkierter Lieferwagen in Brand geraten. Die zuständige Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Verletzt wurde niemand.
Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken.
Gestern am späten Nachmittag verunfallte ein Lieferwagen, der einen Wohnwagen zog, auf der A12 auf der Höhe von Matran. Das Gespann blockiert folglich die Autobahn, welche für ca. 1,5 Stunden gesperrt werden musste.
Der leicht verletzte Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Bei der Kollision mit einem Auto wurde am Mittwochmorgen in Felben-Wellhausen ein Motorradfahrer schwer verletzt.
Er musste durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Bei einer Verkehrskontrolle in Eiken konnte Betäubungsmittel sichergestellt werden. Zwei Personen wurden inhaftiert.
Am Dienstagabend, 11. Oktober 2022, kurz vor 23.00 Uhr, hielten Grenzwächter auf der Autobahnausfahrt Eiken einen verdächtigen Wagen an.
Am Dienstagabend wurde in Zuchwil beim Kino Canva einer Frau die Handtasche entrissen. Der Täter flüchtete zu Fuss in Richtung Aare.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am späteren Dienstagnachmittag hat sich in Grüsch beim Volg ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Mann musste wegen einem entgegenkommenden Mofa stark abbremsen, kam zu Fall und wurde verletzt.
Der 74-Jährige fuhr kurz vor 17.30 Uhr mit seinem Roller von Arälja kommend über die Landstrasse in Richtung Schiers.
Die Luzerner Polizei hat am vergangenen Freitag zwei mutmassliche Drogendealer festgenommen. Es konnten Heroin, Kokain, Streckmittel und mehrere zehntausend Franken Bargeld sichergestellt werden.
Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Kriens.
Strassenverkehr verursacht Lärm und schadet damit der Gesundheit. Ein wirksames und einfaches Mittel gegen Strassenlärm sind Temporeduktionen.
Der Kanton und die Stadt St.Gallen haben zusammen entschieden, wo und wann Tempo 30 auf dem städtischen Netz nötig und sinnvoll ist.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagnachmittag (11.10.2022) in Zürich eine mutmassliche Telefonbetrügerin bei der Abholung der erhofften Beute verhaftet.
Am frühen Nachmittag meldete sich ein 80-jähriger Mann am Schalter der Kantonspolizei Zürich des Verkehrsstützpunktes Neubüel in Wädenswil.
Die Kerenzerbergstrasse muss wegen Belagsarbeiten in Mollis im Abschnitt Weid bis Wirairank vorübergehend gesperrt werden.
Der ursprüngliche Termin wurde wegen des Wetters auf die Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 2022 verschoben.
Beim Kreisverkehr beim Anschluss Kirchberg wird die Signalisation angepasst. Neu darf der Kreisverkehr in Richtung Autobahn/Autostrasse zweispurig verlassen werden.
Für die Umstellungsarbeiten kommt es zu örtlichen Umleitungen, alle Verkehrsverbindungen bleiben aber grundsätzlich offen.
Unbekannte haben am frühen Dienstagmorgen (11.10.2022) einen Geldautomaten gesprengt.
Kurz nach 2:30 Uhr erhielt der Polizeinotruf einen Alarm, wonach ein Bankomat aufgesprengt wurde. Anwohner, die sich gleichzeitig telefonisch meldeten, bestätigten die Explosion. Umgehend wurden mehrere Patrouillen der Kantons- und Regionalpolizei aufgeboten.
In Lupfig konnten gestern zwei vermeintlichen Spendensammlern angehalten werden. Die Kantonspolizei Aargau warnt vor vermehrten Vorfällen derselben Art.
Einem Mitarbeiter der Kantonspolizei Aargau fiel am Dienstagnachmittag, 11. Oktober 2022, in der Nähe der Migros Lupfig zwei Personen auf, welche Passanten ansprachen.
Am frühen Mittwochmorgen, 12. Oktober 2022, kurz vor 01.30 Uhr, kam es in der Muttenzerstrasse in Birsfelden BL zu einem Selbstunfall, wobei ein alkoholisierter Personenwagenlenker mit einem Beleuchtungskandelaber kollidierte.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Die Wasserqualität in der Stadt Zug ist wieder einwandfrei. Die intensivierten Wasserproben werden fortgeführt, um die Situation weiterhin eng zu überwachen.
WWZ hat die gewohnt hohe Qualität des Trinkwassers in der Stadt Zug wieder sichergestellt. Die systematischen Wasserproben rund um die St. Oswaldsgasse zeigen inzwischen auch keinen Befund mehr.
Am Abend des 9. Oktober 2022 kurz nach 22 Uhr hat die kantonale Wildhut einen männlichen Jungwolf des Moesolarudels auf Gebiet der Gemeinde Rheinwald in Siedlungsnähe an einem Schafriss erlegt.
Das BAFU hatte den Abschuss am 28. September 2022 bewilligt.
Am Dienstag, 11.10.2022, 18.30 Uhr, ereignete sich auf der Landstrasse in Netstal ein Verkehrsunfall.
Der 31-jährige Lenker eines Personenwagens war in Fahrtrichtung Glarus unterwegs und beabsichtigte nach links auf einen Parkplatz abzubiegen.
Am Dienstagmittag fanden auf der Autostrasse A8 in Sarnen Unterhaltsarbeiten statt. Ein Personenwagen kollidierte mit einem Baustellenfahrzeug samt Vorsignalisation.
Am Dienstag, 11. Oktober 2022, um ca. 12:40 Uhr, fuhr ein 78-jähriger Fahrzeuglenker mit seinem Personenwagen auf der Autostrasse A8 in Richtung Brünig.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es heute kurz vor 14 Uhr auf der Autobahn A2 im Raum Lamone zu einem Verkehrsunfall.
Nach einer ersten Rekonstruktion fuhr ein bulgarischer Staatsbürger mit einem Lastkraftwagen mit bulgarischen Kennzeichen in Richtung Süden. Aus noch zu klärenden Gründen prallte das Fahrzeug gegen den Mittelstreifen. Infolge des Aufpralls wurde die Infrastruktur auf einer Länge von etwa 90 Metern schwer beschädigt.
Am Dienstag, den 11. Oktober 2022, fuhr ein Auto, das von einem 24-jährigen Einwohner von Neuenburg gesteuert wurde, in Neuenburg auf der Place Blaise-Cendrars in Richtung Osten.
Auf der Höhe eines Fussgängerstreifens erfasste das Auto mit seiner Front eine 49-jährige Fussgängerin.
Der Lausanne Marathon findet am Sonntag, den 23. Oktober 2022 statt.
Es wird zu Verkehrsbehinderungen zwischen La Tour-de-Peilz und dem Süden von Lausanne kommen.
Die Polizei teilt mit, dass aufgrund dieser Veranstaltung ab 15 Uhr mit Verkehrsbehinderungen im Bereich des Bahnhofs, der Rue Basses und der Place De-Neuve zu rechnen ist.
Am Montag, 10. Oktober, gegen 19:15 Uhr, fuhr ein Auto, das von einem 32-jährigen Einwohner von La Vue-des-Alpes gesteuert wurde, auf der Tendentenstrasse von Coffrane in Richtung Montmollin.
Am Dorfeingang kurz vor dem Bahnübergang setzte er zum Überholen des vorausfahrenden Fahrzeugs an. Dabei kam es zu einer Kollision mit dem Auto eines 62-jährigen Einwohners von Coffrane, der gerade nach links abbog, um auf die Grand-Rue in Montmollin zu fahren.
In der Nacht auf Sonntag ist es beim Bahnhof Genf-Sécheron zu einem tragischen Unfall gekommen. Eine 18-jährige Frau kam dabei ums Leben, ein gleichaltriger Mann wurde schwer verletzt.
Am 30. März 2020 starteten plangemäss die Umbauarbeiten zu den Führungsräumen im Klosterhof 12 der Kantonspolizei St.Gallen.
Unter der Leitung des Kantonalen Hochbauamtes wurde bis Oktober 2020 eine zeitgemässe Infrastruktur, welche für die Bearbeitung von Ereignissen, der Einsatzführung in besonderen Lagen, für Sonderkommissionen aber auch für Rapporte und Einvernahmen zur Verfügung steht, realisiert.
Am Dienstag (11.10.2022), kurz nach 09:50 Uhr, ist es auf der Schulhausstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.
Dabei wurde der Motorradfahrer unbestimmt verletzt und musste durch die Rettung ins Spital gebracht werden. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken.
Am Sonntag (25.09.2022), um 04:00 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einem Raserdelikt gekommen. Ein 14-Jähriger war mit dem Auto seines Vaters mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.
Anstelle der erlaubten Geschwindigkeit von 120 km/h wurde das Auto mit 213 km/h gemessen.
Die Ermittlungen zum Brand in leerstehenden Liegenschaften an der Ziegelfeldstrasse in Olten vom 14. Juli 2022 sind abgeschlossen.
Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades konnte die Brandursache nicht geklärt werden.
Am frühen Montagabend kollidierte in Rekingen eine Automobilistin aufgrund eines medizinischen Problems mit einer Strassenlaterne.
Dabei entstand an PW und Kandelaber hoher Sachschaden.
Am Montagvormittag, 10. Oktober 2022, ist es in Wilen bei Wollerau zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen gekommen.
Kurz vor 11 Uhr bog ein Personenwagen von der Schlyffistrasse in die Wilenstrasse ein. Dabei kam es zur Kollision mit einem herannahenden Auto. Verletzt wurde niemand.
Wie kann das in Kriens offen geführte Teilstück der Autobahn A2 zwischen dem Tunnel Schlund und dem Tunnel Sonnenberg stadträumlich aufgewertet werden?
Dieser Frage widmen sich in den nächsten Monaten drei interdisziplinäre Bearbeitungsteams im Rahmen des Testplanungsverfahrens „Überdeckung Autobahn A2 Luzern-Süd“. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2023 vorliegen.
An der Baslerstrasse in Olten ist in der Nacht auf Dienstag eine unbekannte Täterschaft in eine Bijouterie eingebrochen. Die Einbrecher flüchteten mit einem Auto in Richtung Bahnhof Olten.
Die Polizei sucht Zeugen.
Heute Morgen brach in einem Technikraum eines Wohnhauses in Meierskappel ein Brand aus. Dies führte zu einer Rauchentwicklung im Einfamilienhaus.
Ein Erwachsener und ein Kind wurden mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung zur Kontrolle ins Spital gefahren. Eine weitere Person und zwei Kleinkinder begaben sich zur Kontrolle in ärztliche Behandlung. Die Brandursache ist zurzeit nicht bekannt.
Am Dienstagmorgen ereignete sich auf dem Radweg zwischen Ettiswil und Kottwil eine Frontalkollision zwischen zwei Radfahrern.
Beide Personen verletzten sich erheblich und wurden ins Spital gebracht.
Am Samstag (15.10.2022) findet in der Stadt St.Gallen der OLMA-Umzug statt. Bereits am Morgen kann es in der Innenstadt sowie im Bereich der Umzugsroute zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Um zirka 12 Uhr sollten die Strassen wieder uneingeschränkt befahrbar sein.
Im Mannenweiher ist am Sonntagmorgen (09.10.2022) eine Wasserverschmutzung festgestellt worden. Die Ursache wird zurzeit abgeklärt.
Nach aktuellen Erkenntnissen liegt keine Gefahr vor.
Geht es um die Aufklärung schwerer Straftaten, die Sicherheit auf den Strassen des Kantons oder einen Einbruch, sind die Bediensteten der Kantonspolizei Aargau zur Stelle. Engagiert und kompetent setzen sich die Mitarbeitenden zu jeder Zeit für die Sicherheit der Bevölkerung ein.
Die Aargauer Polizei gliedert sich in sechs verschiedene Abteilung, die unter der Führung des Polizeikommandanten sowie sechs Abteilungschefs stehen.
Facebook Nutzer erhalten plötzlich eine Nachricht, dass sie gegen die Facebook-Community-Standards und -Richtlinien verstossen haben. In der Nachricht ist ein Link enthalten, welcher zu einem online Formular führt.
Dieses dient den Betrügern jedoch nur dazu, an die Login-Daten zu gelangen, um den Account des Nutzers zu übernehmen.
Am Montag (10.10.2022), kurz nach 22:15 Uhr, ist ein Auto auf der Grossfeldstrasse in einen Baum geprallt. Der 42-jährige Autofahrer war alkoholisiert.
Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.