Schweiz

Basel BS: Fussgängerin von E-Scooter angefahren – Zeugenaufruf

Am Freitag, 15.07.2022, um 0544 Uhr verliess eine weibliche Person bei der Tramhaltestelle "Universitätsspital" das 11er Tram. Gerade nach dem Verlassen des Trams wurde sie auf dem Trottoir von einem E-Scooter angefahren und stürzte. Der Lenker des Fahrzeuges hielt an und unterhielt sich an der Unfallstelle kurz mit der Gestürzten, sowie dem hilfeleistenden Tramchauffeur.

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Neuenburgersee NE: Segler vermisst - Rega und Luftwaffe im Einsatz

Ein Segelboot, das etwa 500 Meter vor dem Hafen von Saint-Blaise normal segelte, wurde gegen 22:00 Uhr von einem Zodiac gerammt, der offensichtlich ohne Person am Steuer mit eingeschaltetem Motor fuhr. Es wurden umfangreiche Mittel eingesetzt, um nach dem 48-jährigen, im Kanton Bern wohnhaften Steuermann des Zodiacs zu suchen. Derzeit gilt er als vermisst und die Suche nach ihm wird fortgesetzt.

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Zell LU (Ortsteil Hüswil): Angetrunkener Lastwagenchauffeur gestoppt

Heute Morgen kontrollierte eine Patrouille der Luzerner Polizei in Zell einen Lastwagen. Eine Atemalkoholprobe beim Chauffeur ergab einen Wert von 0,63 mg/l. Der Führerausweis wurde ihm vor Ort abgenommen. Am Mittwoch, 20. Juli 2022, 08:15 Uhr hat eine Patrouille der Luzerner Polizei in Hüswil einen Lastwagen angehalten und kontrolliert. Dabei wurden beim Chauffeur Alkoholsymptome festgestellt. Eine Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 0,63 mg/l.

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Brienz BE: Mann im Wasser bewusstlos geworden und verstorben

Am Dienstagnachmittag ist in Brienz ein Mann im See bewusstlos geworden. Passanten zogen den Mann an Land und leisteten ihm erste Hilfe. Er verstarb trotz lebenserhaltender Massnahmen vor Ort. Es ist von einem medizinischen Problem auszugehen. Am Dienstag, 19. Juli 2022, kurz nach 14.45 Uhr, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass in Brienz im Bereich Grueben ein bewusstloser Mann aus dem See geborgen worden war. Umgehend rückten ein Ambulanzteam und Polizeipatrouillen aus. Zudem wurde ein Rettungshelikopter von Air-Glaciers aufgeboten.

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Lüscherz BE: Schwimmer (81-jähriger Schweizer) verstorben

Am Dienstagnachmittag ist bei Lüscherz ein Mann vermisst worden, der sich zum Schwimmen in den Bielersee begeben hatte. Er konnte im Zuge einer Suchaktion rasch gefunden und geborgen werden. Trotz sofortiger Rettungsmassnahmen konnte nicht verhindert werden, dass der Mann verstarb. Am Dienstag, 19. Juli 2022, kurz vor 16.40 Uhr, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass in Lüscherz ein Mann vermisst werde, der sich zum Schwimmen in den Bielersee begeben hatte. Sofort nahmen unter anderem Mitarbeitende der Seepolizei der Kantonspolizei Bern vom Wasser aus die Suche nach dem Mann auf.

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Zürich ZH 10: Drogenhandel und Diebstähle - drei Männer verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich verhaftete am Montag (18.04.2022) in einer Wohnung in Zürich 10 einen Betäubungsmittelhändler und zwei Männer, welchen Diebstähle sowie Einbruchdiebstähle zur Last gelegt werden. Aufgrund von Hinweisen, wonach in einem Wohnquartier im Stadtkreis 10 mit Betäubungsmitteln gehandelt werden soll, überwachten Fahnder das bezeichnete Gebiet. Dabei beobachteten die Polizisten einen Mann beim Verlassen eines Wohnhauses.

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Frutigen BE: Drei Jugendliche nach Bränden angehalten

Am vergangenen Wochenende hat es in Frutigen dreimal gebrannt. Die Brände sind auf Brandstiftung zurückzuführen. Die mutmasslichen Verursacher, drei Jugendliche, konnten im Zuge der Ermittlungen identifiziert und angehalten werden. Sie werden sich vor der Justiz verantworten müssen. Am Sonntag, 17. Juli 2022, kurz vor 4.20 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, dass eine Scheune an der Spiezstrasse in Frutigen in Vollbrand stehe. Die 34 Angehörigen der Feuerwehren Frutigen und Spiez nahmen umgehend die Löscharbeiten auf und brachten den Brand unter Kontrolle. Es konnte jedoch nicht verhindert werden, dass die leerstehende Scheune komplett niederbrannte.

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Region Goms-Aletsch VS: Abschuss eines Wolfes angeordnet

Der Vorsteher des Departements Sicherheit, Institutionen und Sport (DSIS), Frédéric Favre, ordnete den Abschuss eines Wolfs in der Region Goms-Aletsch an. Das grosse Raubtier tötete 30 Nutztiere auf einer unschützbaren Alm. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um den Abschuss nach der am 15. Juli 2021 in Kraft getretenen revidierten Verordnung des Bundesgesetzes über die Jagd (BAG) anzuordnen. Letztere erlaubt den Abschuss des Grossraubtiers ab zehn erlegten Schafen oder Ziegen Zeitraum von vier Monaten.

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Rüdlingen SH: Vier Verletzte nach heftiger Kollision zwischen zwei Autos

Am Dienstagmittag (19.07.2022) kam es in Rüdlingen auf einer Strassenkreuzung zu einer heftigen Kollision zwischen zwei Autos. Dabei wurden vier Personen verletzt. An den beiden Unfallautos entstand Totalschaden. Um 12.15 Uhr am Dienstagmittag (19.07.2022) fuhr eine 79-jährige Frau mit einem Auto in Rüdlingen von der Steinenkreuzstrasse herkommend ungebremst in die Kreuzung Nackerstrasse-Rafzerstrasse ein. Dabei kollidierte sie mit ihrem Auto seitlich mit einem vortrittsberechtigten Auto, das von einer Mutter in Begleitung von zwei Kindern gelenkt wurde.

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Böckten BL: Brandausbruch in Dachwohnung erfordert Feuerwehreinsatz

Am frühen Mittwochmorgen, 20. Juli 2022, kurz nach 04.00 Uhr, kam es in der Dachwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hauptstrasse in Böckten BL zu einem Brandausbruch. Eine Person wurde verletzt. Die entsprechende Meldung, wonach es in der Dachwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hauptstrasse in Böckten BL zu einem Brandausbruch gekommen sei, ging am frühen Mittwochmorgen, um 04.23 Uhr, bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft ein.

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Kanton Obwalden: Mehrere Verkehrsunfälle – Kapo im Einsatz

Am Montag kam es in Sarnen, Alpnach und Bürglen zu Verkehrsunfällen, wobei sowohl Personen- und Sachschaden entstand. In der Nacht, um ca. 1:00 Uhr, kam es in Sarnen, Nordstrasse kurz nach einer Kreisverkehrsfläche zu einem Selbstunfall. Aus noch unbekannten Gründen stürzte ein 53-jähriger Rollerfahrer und zog sich unbekannte Verletzungen zu.

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Ayer VS: Verkehrsunfall - 76-jähriger Lenker tödlich verletzt

Am 19. Juli 2022 ereignete sich auf der „Route de l'Alpage de Nava“ im Val d'Anniviers ein Verkehrsunfall. Dabei verlor ein Autolenker sein Leben. Am Dienstagnachmittag, gegen 15:15 Uhr, fuhr ein Autofahrer auf der „Route de l'Alpage de Nava“ von den Maiensässen in Richtung Ayer. In einer Rechtskurve kam das Fahrzeug aus noch nicht geklärten Gründen von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals, bevor es mehrere Meter unterhalb auf dem Rasen eines Wohnhauses zum Stillstand kam.

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Nottwil LU: Polizeihund „Ivo“ schnappt mutmassliche Diebe (Tunesier und Algerier)

Am Montag hat die Polizei in Nottwil zwei Männer festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, vorgängig mehrere parkierte, unverschlossene Fahrzeuge geöffnet und teilweise daraus Gegenstände entwendet zu haben. Dank der Fährtenarbeit von Polizeihund „Ivo“ konnten die Männer gestellt und festgenommen werden. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Sursee.

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Kanton Solothurn: Absolutes Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe, an Fluss- und Seeufern sowie grundsätzliches Feuerwerksverbot auf dem gesamten Kantonsgebiet infolge akuter Trockenheit

Aufgrund fehlender Niederschläge herrscht derzeit im Kanton Solothurn akute Trockenheit. Dadurch ist die Waldbrandgefahr auf die Gefahrenstufe 4 (gross) angestiegen. Nach einer Lagebeurteilung durch verschiedene kantonale Ämter hat der Kommandant der Kantonspolizei Solothurn heute ein absolutes Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe, an Fluss- und Seeufern sowie ein grundsätzliches Feuerwerksverbot für das ganze Kantonsgebiet verfügt. Die Verfügung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

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Cugnasco TI: Arbeitsunfall - Mann erlitt schwere Verbrennungen am ganzen Körper

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz nach 09:00 Uhr ein Unfall auf einer Baustelle in der Via alla Motta in Cugnasco. Nach einer ersten Rekonstruktion führte ein 51-jähriger italienischer Arbeiter aus der Provinz Varese Abdichtungsarbeiten auf einer Terrasse mit einer von einer Gasflasche gespeisten Flamme durch, als es aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, zu einer Explosion kam und die Flammen ihn trafen.

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Affeltrangen TG: Strohballenpresse setzt Feld in Brand - 7500 Quadratmeter zerstört

Am Montagabend brannte in Affeltrangen eine Strohballenpresse und ein Feld. Es wurde niemand verletzt. Kurz vor 18.45 Uhr war ein 27-jähriger Mann mit einem Traktor und Anhänger auf einem Feld an der Lommiserstrasse mit Pressen von Rundballen beschäftigt. Aus noch unbekannten Gründen geriet die Strohballenpresse in Brand, worauf das Feuer...

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Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.