Schweiz

Anhaltende Trockenheit im Kanton Appenzell Innerrhoden

Aktuell besteht im Kanton Appenzell I.Rh. eine erhebliche Waldbrandgefahr. Sollte sich die Warmwetterperiode fortsetzten, ist es möglich, dass nächste Woche die Gefahrenstufe 4 „grosse Waldbrandgefahr“ oder gar die Gefahrenstufe 5 „sehr grosse Waldbrandgefahr“ erreicht wird. Aufgrund der anhaltenden Warmwetterperiode herrscht auch im Kanton Appenzell I.Rh. eine grosse Trockenheit.

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Widderfeld LU: Erfolgreicher Rega-Einsatz für eine abgestürzte Wanderin im Nebel

Gestern Nachmittag stand die Rega im Einsatz für eine abgestürzte Wanderin unterhalb des Widderfelds (LU), einem Gipfel des Pilatusmassivs. Nebel am Unfallort verunmöglichte einen Flug mit dem Rettungshelikopter zur Patientin. Mit der Unterstützung von vier Bergrettern des Schweizer Alpen-Club (SAC), welche die Verunfallte zu Fuss erreichten, gelang die Rettung.

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Feldbach ZH: Motorradfahrer (50) bei Selbstunfall verletzt

Bei einem Selbstunfall hat sich in der Nacht auf Freitag (22.7.2022) in Feldbach (Gemeindegebiet Hombrechtikon) ein Motorradfahrer Verletzungen zugezogen. Kurz nach Mitternacht meldete ein Automobilist der Kantonspolizei Zürich, dass er ausserorts auf der Seestrasse einen verunfallten Motorradfahrer aufgefunden habe. Für den Verletzten wurde umgehend ein Rettungsfahrzeug aufgeboten.

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Kanton Schaffhausen: Polizei warnt vor "Schockanrufen"

Am Donnerstag (21.07.2022) sind bei der Schaffhauser Polizei mehrere Meldungen über sogenannte betrügerische "Schock-Telefonanrufe" eingegangen. In einem Fall hätte die Täterschaft beinahe 70'000.- Franken erbeutet. Die Polizei bittet die Bevölkerung insbesondere Seniorinnen und Senioren auf diese perfide Betrugsmasche aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren.

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Auseinandersetzung in Winterthur ZH: Frau (29) schwer verletzt – Schweizer verhaftet

Bei einem Vorfall zwischen einem Mann und einer Frau ist in Winterthur am Donnerstag (21.7.2022) die Frau schwer verletzt worden Kurz vor 12.00 Uhr gingen mehrere Meldungen bei den Einsatzzentralen von Schutz & Rettung Zürich und der Stadtpolizei Winterthur ein, dass ein Vorfall in einem Mehrfamilienhaus in Winterthur im Gange sei. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte fanden eine schwer verletzte 29-jährige deutsche Frau mit mehreren Stichverletzungen vor. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde die Frau mit einem Rettungswagen in ein Spital gefahren. Ein im selben Haushalt wohnhafter 28-jähriger Schweizer wurde verhaftet.

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Chiasso TI: Polizeieinsatz im Mendrisiotto - 21-Jähriger verhaftet

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ging am 20.07.2022 kurz nach 22.00 Uhr bei der Gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) eine Meldung über einen Vorfall in einer Gaststätte in Chiasso ein. Erste Ermittlungen ergaben, dass ein 21-jähriger Schweizer, der in der Region wohnt, zunächst eine Störung verursachte und dann die Gäste des Lokals mit einem Messer bedrohte. Als die Beamten eintrafen, flüchtete er und nahm später auch einen Elektroroller mit.

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Kanton St.Gallen: Waldbrandgefahr steigt – reduzierte Wasserentnahme

Das Kantonsforstamt hebt die Waldbrandgefahr in Teilen des Kantons auf die Stufe 4 „Grosse Waldbrandgefahr“. Die Bevölkerung wird gebeten, keine Feuer in der freien Natur zu entfachen. Zudem schränkt das Amt für Wasser und Energie das Wasserentnahmeverbot aus kleineren Oberflächengewässern ab morgen Freitag, 22. Juli bis auf Weiteres ein. Die hohen Wassertemperaturen machen zudem Notabfischungen nötig. Informationen finden sich auf www.sg.ch/trockenheit.

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Erstfeld UR: Massive Verstösse gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung

Am Mittwoch, 20. Juli 2022, führte die Kantonspolizei Uri im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld eine Schwerverkehrskontrolle durch. Anlässlich dieser Kontrolle wurde der türkische Lenker eines Sattelmotorfahrzeuges angehalten und kontrolliert. Die Kontrolle ergab, dass dieser massiv gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung verstossen hatte. Insgesamt hatte der Lenker während der 28-tägigen Kontrollperiode 21 Übertretungen begangen. Dabei wurden die Tageslenkzeiten von maximal zehn Stunden pro Tag zum Teil massiv überschritten.

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Göschenen UR: PW-Lenker missachtet im gesperrten Gotthard-Strassentunnel zahlreiche rote Lichtsignale

Am Mittwoch, 20. Juli 2022, gegen 23.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit italienischen Kontrollschildern in Fahrtrichtung Süd in den gesperrten Gotthard-Strassentunnel. Der 46-jährige Lenker war im Tunnel rund vier Kilometer unterwegs, bevor er durch die Kantonspolizei Uri angehalten und kontrolliert werden konnte.

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Wildhaus SG: Höhlenforscher von Stein getroffen - aufwendige Bergungsaktion

Am Montag (18.07.2022), kurz nach 16 Uhr, ist die Kantonspolizei St.Gallen über einen Unfall in einer Höhle, Nähe Altmann, informiert worden. Ein Höhlenforscher wurde in einer Tiefe von cirka 50 Metern von einem Stein getroffen. Aufgrund der Beinverletzungen konnte er nicht mehr selbständig an die Oberfläche aufsteigen. Eine sehr aufwendige und lange Rettungsaktion wurde gestartet. Nach über 48 Stunden konnte der verletzte 40-jährige Höhlenforscher am Mittwoch gerettet werden. Er und ein 58-jähriger leicht verletzter Retter wurden von der Rega ins Spital geflogen.

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Laufen / Arlesheim BL: Heftiges Gewitter mit starken Windböen führte zu vielen Einsätzen

Am Mittwochabend, 20. Juli 2022, ab 17.50 Uhr, kam es in den Bezirken Laufen und Arlesheim zu einem heftigen Gewitter mit starken Windböen, wobei unzählige Bäume geknickt, Dächer abgedeckt, Keller geflutet, Baustellen-Signalisationen umgestürzt und Alarmanlagen ausgelöst wurden. Die Ereignisdienste standen während Stunden im Dauereinsatz. Personen wurden keine verletzt.

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Basel BS: Heftiges Gewitter verwüstet die Stadt

Am Mittwochabend, 20.07.2022, gegen 18.00 Uhr, zog ein starkes Gewitter über die Stadt. Bäume knickten um wie Streichhölzer, das Hirsch-Gehege des Schwarzparks wurde beschädigt und sogar die St. Alban-Fähre musste gegen den Sturm vor einer Havarie gesichert werden. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und der Kantonspolizei Basel-Stadt standen im Dauereinsatz.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.