Zwischen Freitagabend und Samstagnachmittag (09.07.2022), in der Zeit zwischen 18:30 Uhr und 16:45 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Büro am Marktplatz eingebrochen.
Die Täterschaft verschaffte sich Zugang ins Treppenhaus, begab sich zum Büro und öffnete Gewaltsam die Türe.
Die Kantonspolizei Thurgau hat am Samstagabend auf dem See vor Steckborn einen alkoholisierten Schiffsführer aus dem Verkehr gezogen.
Der 37-Jährige musste seinen Führerausweis abgeben.
Die Kantonspolizei Thurgau hat am Samstagnachmittag in Steckborn eine stark alkoholisierte Autofahrerin aus dem Verkehr gezogen.
Sie musste ihren Führerausweis abgeben.
In der Nacht von Freitag auf Samstag, den 8./9. Juli 2022 wurde auf der Alp Nurdagn am Schamserberg eine Mutterkuh von Wölfen gerissen.
Der Fundort des toten Nutztieres liegt im Streifgebiet des Beverinrudels.
Am Samstag (09.07.2022), kurz vor 23 Uhr, ist ein 60-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der auf der alten Rickenstrasse verunfallt.
Das Auto kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baumstrunk, überschlug sich und rollte eine abfallende Wiese herunter.
Im Guintzet fand ein Fussballturnier statt, an dem Jugendliche, politische Behörden, die Polizei sowie Sozialarbeiter teilnahmen.
Die Veranstaltung wurde auf eine gemeinsame Initiative der Kantonspolizei Freiburg, der Stadt Freiburg sowie mehrerer Institutionen und Vereine (REPER, Corpus, A qui le tour, Urumuri) hin organisiert.
Am Samstagnachmittag (09.07.2022) ist es auf einem Feld bei Wilchingen zu einem Brand einer Ballenpresse gekommen, wobei eine Person verletzt wurde.
Um 15:05 Uhr am Samstag (09.07.2022), kam es in Wilchingen auf einem Feld neben der Zollstrasse zum Brand einer Ballenpresse.
Am Freitag, den 8. Juli 2022, war eine Person mit der Herstellung von Feuerwerkskörpern für den Nationalfeiertag am 1. August beschäftigt.
Auf einmal explodierte das Pulver und verletzte ihn schwer.
Am Samstagnachmittag (09.07.2022) ging bei der Schaffhauser Polizei ein Amok-Alarm ein.
Entsprechend der Meldung rückten mehrere Patrouillen der Schaffhauser Polizei zum Berufsbildungszentrum in Schaffhausen an der Hintersteig aus.
Am frühen Samstagmorgen begangen mehrere Autolenker Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz. Ein unbekannter Autolenker entzog sich anschliessend einer Kontrolle.
In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Zeugen.
Am Samstag, 09.07.2022, 12.20 Uhr, kam es auf der Richisaustrasse in Glarus zu einem Selbstunfall eines Fahrradfahrers.
Der 58-jährige Lenker fuhr vom Richisau kommend in Richtung Klöntalersee, als er ein Bremsmanöver seiner vorausfahrenden Begleiterin zu spät bemerkte.
In der Nacht von Freitag auf Samstag (09.07.2022), in der Zeit zwischen 17 Uhr und 7:55 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Coiffeurgeschäft an der Thalerstrasse eingebrochen.
Sie brach eine Tür auf und verschaffte sich so Zutritt ins Geschäft.
Am Samstag (09.07.2022), kurz vor 10:15 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einer verletzten Person an der Oberen Haustrasse erhalten.
Mutmasslich hatte sich der 71-jährige Mann bei Holzarbeiten mit einer Spaltmaschine verletzt. Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Am Samstag (09.07.2022), kurz nach 10:10 Uhr, hat sich auf der Herisauerstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem E-Bike und einem Auto ereignet.
Der 87-jährige E-Bike-Fahrer wurde verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
In Hochwald wurde eine Rentnerin tot aufgefunden. Ein Gewaltdelikt steht dabei im Vordergrund. Eine Person wurde vorläufig festgenommen.
Die Strafverfolgungsbehörden haben die Ermittlungen zur Klärung des Herganges sowie den Umständen umgehend aufgenommen.
Bei der Aufklärung von Einbruchdiebstählen spielt die detaillierte Spurensicherung eine sehr grosse Rolle.
Hierbei arbeiten unsere Polizistinnen und Polizisten eng mit unseren Spezialistinnen und Spezialisten des Kriminaltechnischen Dienstes zusammen, wie dieses Bild anlässlich einer Tatbestandsaufnahme zeigt.
Während den warmen Sommerwochen sind das Velo und das E-Bike besonders beliebte Fortbewegungsmittel. Auch bei dir?
Mit folgenden Verhaltensregeln bist du sicher unterwegs:
Grosser Russschaden im Treppenhaus nach Brand in einem Kellerabteil. Brandursache noch unbekannt.
Heute Morgen um ca. 08.40 Uhr stellten Anwohner eines Mehrfamilienhauses schwarzen Rauch im Treppenhaus fest und wählten den Notruf.
Am Freitag (08.07.2022) hat die Kantonspolizei St.Gallen an der Fürstenlandstrasse in Kirchberg und der Alten Staatsstrasse in Heiligkreuz Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.
Dabei mussten sieben Personen mit zu hohen Geschwindigkeiten angehalten werden.
Am Freitagabend (08.07.2022), kurz vor 23:50 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einem Mehrfamilienhaus an der Bettenstrasse in eine Wohnung eingebrochen.
Sie begab sich durch die unverschlossene Haupteingangstüre ins Mehrfamilienhaus und dort in den zweiten Stock.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (08.07.2022), in der Zeit zwischen 23 Uhr und 8:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Gastrolokal an der Bahnhofstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch ein Fenster gewaltsam Zutritt ins Gebäude und stahl einige hundert Franken Bargeld.
Am Freitagmorgen (08.07.2022), kurz vor 10:25 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand in der Küche einer Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus an der Senderligstrasse erhalten.
Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle.
Am Freitag (08.07.2022), kurz vor 16:15 Uhr, ist eine 44-jährige Frau mit ihrem Motorrad auf der Toggenburgerstrasse, im Tunnel Chessel, gegen das Heck vom Auto eines 39-jährigen Mannes geprallt.
Dabei stürzte die Frau und wurde unbestimmt verletzt. Sie musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Freitag (08.07.2022), kurz vor 17:10 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale die Meldung von einem verunfallten Auto an der Industriestrasse erhalten.
Das Auto war Richtung Thur gerollt und hat sich dort in Sträuchern verfangen.
Zwischen Donnerstagabend und Freitagabend (08.07.2022), in der Zeit zwischen 19 Uhr und 20:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Clublokal am Bruggerhornweg eingebrochen.
Sie wuchtete ein Fenster auf und gelangte so ins Gebäude.
Am Samstag (09.07.2022), kurz vor 03:40 Uhr, hat sich auf der Höhenstrasse ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Auto gegen einen Baum auf einer Verkehrsinsel geprallt ist. Dabei wurde der 44-jährige Autofahrer verletzt.
Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Donnerstagnachmittag, 7. Juli 2022, um 16.10 Uhr, kam es auf der Breitenbacherstrasse in Brislach, auf Höhe der Autogarage Studer, zu einer Kollision eines Personenwagens mit einem Fahrrad.
Eine Person wurde verletzt.
Am Freitag, 8. Juli 2022, kurz vor 15.30 Uhr, kam es auf der Hauptstrasse in Pratteln, auf Höhe des Restaurants „Zum Park“, zu einem Selbstunfall mit einem E-Roller.
Der Roller-Fahrer wurde verletzt.
Am Samstag, 09.07.2022, 03.00 Uhr, kam es im Leimen in Glarus zu einem Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Ein 70-jährige Autolenker fuhr in allgemeine Richtung Näfels, als er in einer Linkskurve infolge Sekundenschlafs die Herrschaft über das Fahrzeug verlor und in das dortige Strassengeländer prallte.
In der Nacht von Freitag auf Samstag verursachte ein Autolenker in übermüdetem Zustand einen Selbstunfall in Hägendorf.
Ein Atemalkohol- sowie ein Drogenschnelltest fiel beim Lenker positiv aus.
Freitag, 08.07.2022 um 16:00 Uhr, ereignete sich in Basel, in der Sternengasse 27, ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Fussgängerin.
Als die schwangere Fussgängerin an genannter Örtlichkeit die Fahrbahn in Richtung Kirschgartenstrasse überquerte, fuhr der Fahrzeuglenker eines schwarzen Audi, mit ausländischen Kontrollschildern, rückwärts und übersah die Fussgängerin.
Am frühen Freitagnachmittag hat sich auf dem Bielersee in Ligerz eine Kollision zwischen einem Kursschiff und einem Segelboot ereignet.
Eine Person kam dabei ums Leben. Die formelle Identifikation steht noch aus.
Gestern Abend und in der Nacht hat eine Kaltfront die zentralen und östlichen Landesteile gestreift.
Heute wurde bereits wieder Hochdruckeinfluss wetterwirksam. Dieser bleibt uns - mit einem kurzen Unterbruch in der Nacht auf Sonntag - bis auf Weiteres erhalten.
Am Freitag, den 8. Juli 2022, ereignete auf dem Alpinwanderweg zwischen der Mischabelhütte und Saas-Fee ein tödlicher Unfall.
Ein Alpinist verlor dabei sein Leben.
Am Mittwochabend, 06. Juli 2022, kollidierte auf dem Hochrhein kurz unterhalb der Hemishoferbrücke ein Kanufahrer mit einer Wiffe.
Sämtliche Personen konnten sich selbstständig an Land retten und blieben unverletzt.
Am Sonntag findet in Thun der IRONMAN Switzerland statt.
In den Regionen Thun, Belp und Gurnigel kommt es daher zu diversen Verkehrseinschränkungen sowohl für den motorisierten Verkehr als auch für den Langsam- und den Fussgängerverkehr.
Mitte Juni geriet in Grossdietwil eine Lagerhalle in Brand. Verletzt wurde niemand. Die Branddetektive der Luzerner Polizei haben die Brandursache ermittelt.
Am Donnerstag, 16. Juni 2022, kurz nach 09:15 Uhr, wurde der Polizei gemeldet, dass in Grossdietwil eine Lagerhalle in Brand geraten sei. Verletzt wurde niemand. Die Halle wurde beim Brand zum grössten Teil zerstört (Polizei.news berichtete).
Die Air Zermatt hat am Freitagmorgen in einer aufwändigen Rettungsaktion vier Personen aus dem Matterhorn evakuiert. Erschöpft haben die Bergsteiger bereits am Donnerstagabend einen Notruf abgesetzt.
Starke Winde haben eine rasche Rettung jedoch unmöglich gemacht. Nach einer Nacht am Berg konnten die Bergsteiger schliesslich am Freitagmorgen aus dem Matterhorn geflogen werden.
Am Freitag, 08.07.2022, 11.15 Uhr, kam es auf dem Kirchweg in Glarus zu einem Verkehrsunfall.
Eine 30-jährige Autolenkerin fuhr in Richtung Näfels, gefolgt von einem 24-jähriger Lieferwagenfahrer.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.