Schweiz

Biel BE: Motorrad kontrolliert – zwei Männer angehalten und Drogen sichergestellt

Am frühen Mittwochabend hat die Kantonspolizei Bern in Biel zwei Männer angehalten, die auf einem Motorrad mit einem abgeänderten Kontrollschild unterwegs waren. In einer Tasche, welche die beiden Männer dabei hatten, wurden diverse Betäubungsmittel aufgefunden. Die Beschuldigten werden wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Strassenverkehrsgesetz zur Anzeige gebracht.

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Wil SG / Wila ZH: Wilde Verfolgungsjagd endet im Kanton Zürich

Am Donnerstag (07.07.2022), kurz nach 20:50 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass ein als entwendet gemeldetes Auto vom Geschädigten in Wil gesichtet worden sei. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte die Nachfahrt aufnehmen. Die vorerst unbekannte Täterschaft flüchtete mit dem Auto bis nach Wila ZH, wo drei mutmasslich geflüchtete Männer durch die Kantonspolizei Zürich festgenommen werden konnten.

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Schattdorf UR: Kollision zwischen zwei Personenwagen – niemand verletzt

Gestern Donnerstag, 7. Juli 2022, kurz nach 12.00 Uhr, beabsichtigte ein 23-jähriger Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern von der Adlergartenstrasse in die Gotthardstrasse einzubiegen. Dabei übersah er einen 69-jährigen Lenker eines Personenwagens mit ebenfalls Urner Kontrollschildern, welcher zur selben Zeit auf der Gotthardstrasse in Richtung Bürglen fuhr.

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A16 / Mont-Russelin-Tunnel JU: Auffahrunfall - drei Fahrzeuge beteiligt

Am Donnerstag, den 7. Juli 2022, gegen 17:30 Uhr, fuhr ein Autofahrer auf der Autobahn A16 durch den Mont-Russelin-Tunnel von Glovelier in Richtung Porrentruy. Zu einem bestimmten Zeitpunkt bremste das vor ihm fahrende Fahrzeug aufgrund des dichten Verkehrs stark ab. Der zweite Fahrer konnte nicht mehr anhalten und fuhr von hinten auf das besagte Auto auf. Einige Sekunden später fuhr eine dritte Autofahrerin trotz einer starken Bremsung auf das zweite Auto auf, ebenfalls von hinten.

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Neuenburg NE: Kollision zwischen Auto und Motorroller - Rollerfahrer verletzt

Am Donnerstag, den 7. Juli um 10 Uhr fuhr ein Auto, das von einem 65-jährigen Einwohner von Crans-Montana/VS gesteuert wurde, auf der Rue des Mille-Boilles in westlicher Richtung. Als er in die Rue des Parcs einbiegen wollte, kam es zu einer Kollision zwischen der rechten Vorderseite des Autos und der linken Flanke eines Motorrollers, der von einem 57-jährigen Neuenburger gesteuert wurde, der auf derselben Strasse fuhr, aber die Absicht hatte, nach Peseux zu fahren.

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Quartino TI: Kollision zwischen Motorroller und Auto - 55-Jähriger schwer verletzt

Wie die Kantonspolizei mitteilt, hat sich heute kurz nach 13:30 Uhr im Raum Locarno ein Verkehrsunfall ereignet. Nach einer ersten Rekonstruktion war ein 55-jähriger Schweizer, der in der Region wohnt, mit einem Motorroller auf der Kantonsstrasse von Quartino unterwegs. Aus Gründen, die im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen noch zu klären sein werden, kollidierte er kurz vor dem Kreisverkehr des Flughafens mit dem vor ihm fahrenden Auto eines 26-jährigen Schweizer Bürgers aus dem Raum Bellinzona.

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Kanton Jura: Falsche Polizisten nehmen erneut mehrere hunderttausend CHF mit

Derzeit stellen wir in der ganzen Schweiz einen starken Anstieg von Fällen fest, in denen falsche Polizisten involviert sind. In der Westschweiz haben die Kriminellen seit Anfang des Jahres fast 800'000 CHF eingesteckt. Die Kantonspolizeien warnen eindringlich und bitten die kontaktierten Personen, nicht auf die Anrufe dieser Betrüger einzugehen.

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Corcapolo TI: Zusammenstoss zwischen Motorrad und Auto - REGA im Einsatz

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich gestern kurz vor 16 Uhr in der Ortschaft Corcapolo ein Verkehrsunfall. Gemäss einer ersten Rekonstruktion war ein 72-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Aargau mit seinem Motorrad auf der Kantonsstrasse in Richtung Camedo unterwegs. Als er die Kreuzung von Calezzo erreichte, hielt er an, um die Richtung zu ändern. Aus Gründen, die noch zu klären sein werden, stiess er, nachdem er wieder losgefahren war, mit dem Auto einer 23-jährigen Italienerin aus der Provinz Verbano Cusio Ossola zusammen, die in Richtung Camedo unterwegs war.

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Kanton Tessin: Die URC 2022 - eine positive Erfahrung für die Sicherheit

Was die Sicherheit betrifft, so war das Ergebnis der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine, die am 4. und 5. Juli in Lugano stattfand, positiv. Die speziell für diese wichtige internationale Veranstaltung geplanten und durchgeführten Massnahmen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Was die Auswirkungen auf die Bevölkerung betrifft, so hielten sich die Beeinträchtigungen ebenfalls in Grenzen. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Sicherheitspartnern war von entscheidender Bedeutung, und der bei dieser Gelegenheit gesammelte Erfahrungsschatz wird für die nahe Zukunft von unschätzbarem Wert sein.

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Bellerive JU: Gasleck - CRISD rückte mit drei Fahrzeugen an - niemand verletzt

Am Mittwoch, den 6. Juli 2022, gegen 10:00 Uhr wurde die Einsatz- und Fernmeldezentrale der Kantonspolizei Jura über einen Gasaustritt von Schwefelhexafluorid alarmiert, das zur Kühlung einer elektrischen Hochspannungsanlage in Delémont, Route de Bellerive, bestimmt war. Das Gas ist nicht brennbar, kann aber zu Atemwegskomplikationen führen und musste belüftet werden.

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Kanton St.Gallen: Schwerwiegende Mängel bei Adoptionen aus Sri Lanka

Ein im Auftrag des Departementes des Innern erstellter Forschungsbericht zeigt: Die St.Galler Behörden haben bei Adoptionen aus Sri Lanka zwischen 1973 und 2002 wesentliche gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten. Die Regierung anerkennt die Verantwortung des Kantons für die einstigen Verfehlungen in kantonaler Zuständigkeit. Die Regierung unterstützt die Betroffenen daher weiterhin, etwa im Rahmen des Betreuungskonzepts von Back to the Roots, das Bund und Kantone seit Anfang 2022 finanzieren.

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Schweizer Armee digitalisiert Zahlungsverkehr mit Truppe

Die Schweizer Armee wird ab dem 01.07.2022 den Sold an die Angehörigen der Armee komplett digital auszahlen. Dieser Schritt in den elektronischen Zahlungsverkehr erfolgt nach einer sechsmonatigen Übergangsphase und entspricht zeitgemäss dem Bedürfnis der Truppe. Zudem ist die Banküberweisung auch schnell, sicher und ein logischer Schritt in der Digitalisierung der Armee.

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Sachplan Militär – Kantone, Gemeinden und Bevölkerung können sich zur dritten Serie Objektblätter äussern

Das VBS hat die Anhörung und Mitwirkung zur dritten Serie der Objektblätter des Sachplans Militär eröffnet. Die betroffenen Kantone und Gemeinden können dazu bis am 26. September 2022 Stellung nehmen. Die Bevölkerung kann sich vom 4. Juli 2022 bis am 26. August 2022 zu den Entwürfen äussern.

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Kanton Zürich: Datenschutzvorfälle und weshalb der Mensch nicht Risikofaktor ist

In einem Erklärvideo und im Interview erklärt die Datenschutzbeauftragte, weshalb der Mensch nicht Risikofaktor ist, warum Datenschutzvorfälle gemeldet werden müssen und die Meldungen nützlich sind. Die Videos wurden produziert durch Alexandra Juchler. Sie überraschte beim Datenschutz-Video-Wettbewerb 2020 mit ihrem Beitrag, der den dritten Platz eroberte.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.