Der Grossbrand in Alpnach vom Montag, 28. März 2022, dürfte nach ersten Ermittlungsergebnissen fahrlässig durch eine Drittperson verursacht worden sein.
Nach bisherigem Ermittlungsstand kann ein Fehlverhalten von Mitarbeitern der Parketterie Schmid oder eine technische Ursache mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.
Am Montag, 4. April 2022, kurz nach 08.30 Uhr, ereignete sich ein Arbeitsunfall in einem Betrieb zur Entsorgung von Munition. Aus derzeit ungeklärten Gründen kam es beim Rückbau eines Minenwerfergeschosses zu einer Explosion.
Dabei zog sich ein 53-jähriger Mann erhebliche Verletzungen zu und wurde durch die Rega in ein ausserkantonales Spital überflogen.
Am Sonntagnachmittag kam es im Autostrassentunnel Lopper in Alpnachstad/OW zu einer heftigen Streifkollision.
Ein in Richtung Obwalden fahrender Lenker eines Kleinbusses geriet über die doppelte Sicherheitslinie auf den Gegenfahrstreifen und kollidierte seitlich mit einem entgegenkommenden grösseren Personenwagen. Beim Unfall wurden mehrere Personen leicht verletzt.
Der Sicherheitsgurt ist eine der wichtigsten Massnahmen zur Verringerung von unfallbedingten Todesfällen und Verletzungen im Strassenverkehr.
In der Schweiz ist der Sicherheitsgurt auf den Vordersitzen seit 1981 zwingend vorgeschrieben, seit 1994 auch auf den Rücksitzen.
Wie letzten Samstag durch die Landespolizei angekündigt, werden in dieser Woche Verkehrskontrollen mit dem Hauptaugenmerk „Sicherheitsgurt“ und „Ladungssicherung“ durchgeführt.
Die erste Kontrolle fand heute Nachmittag in Eschen statt.
Am Freitag (01.04.2022), kurz nach 14 Uhr, sind bei einem Industriebetrieb an der Schulstrasse schätzungsweise 100 Liter chromhaltiges Spülabwasser ohne Vorreinigung in die Kanalisation eingeleitet worden.
Der Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen hat in Zusammenarbeit mit der Kläranlage Steinach-Morgental und dem Fachspezialisten des Amtes für Umwelt die nötigen Massnahmen eingeleitet.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 30.03.2022 im Rahmen von Ermittlungen, die in Zusammenarbeit mit den Drogenbekämpfungsdiensten der Polizei der Stadt Lugano durchgeführt wurden, ein 39-jähriger Schweizer Staatsangehöriger mit Wohnsitz im Raum Bellinzona in Lugano festgenommen wurde.
Der Mann wird verdächtigt, in einen grossen Kokainhandelsring verwickelt zu sein.
Am Freitag, 1. April 2022, gegen 15:30 Uhr, kam es auf der Höhe von Les Petit-Ponts, genauer gesagt bei der Kreuzung mit der Route de la Tourne, zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Autofahrern.
Der erste Fahrer fuhr einen grauen BMW X1, der im Kanton Waadt immatrikuliert war.
Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Eidgenössische Zoll- und Grenzschutzamt (EZV) geben bekannt, dass am 31.03.2022 ein 23-jähriger Marokkaner, ein 33-jähriger Algerier und ein 24-jähriger französischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Frankreich bzw. Spanien festgenommen wurden.
Die Verhaftung war das Ergebnis einer Kontrolle durch die UDSC in Rancate, bei der die beiden Autos mit französischen und eidgenössischen Kennzeichen, in denen das Trio unterwegs war, angehalten wurden.
Nach einem frostigen Morgen sorgte ein Zwischenhoch heute für eine Stabilisierung und Abtrocknung der Luftmasse. Die kräftige Aprilsonne brachte die über der Schweiz lagernde kalte Polarluft immerhin auf 2-stellige Temperaturwerte.
Aber wie der Ausdruck „Zwischenhoch“ aussagt, es war nur vorübergehend. Die nächste Störungszone machte sich bereits von Norden her auf den Weg zu uns.
Ein Traktorfahrer verursachte am Montagmorgen in Frauenfeld einen Selbstunfall. Dabei kippte ein mit Kartoffeln beladener Anhänger. Verletzt wurde niemand.
Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.
Am frühen Freitagnachmittag (01.04.2022) hat sich in Stein am Rhein eine seitliche Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt.
Der Unfallhergang ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.
Mit „Polizeilichen Kriminalstatistik der Schaffhauser Polizei“ (PKS SHPol 2021) wird die verzeigte Kriminalität im Kanton Schaffhausen nach schweizweit einheitlichen Kriterien erfasst und ausgewertet.
Aus ihr ist ersichtlich, wie viele Fälle durch die Schaffhauser Polizei an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden rapportiert wurden. Fälle, die direkt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht wurden, werden hier nur erfasst, wenn sie polizeiliche Massnahmen (z.B. Hausdurchsuchungen oder Einvernahmen) zur Folge hatten.
Am Sonntag, 3. April 2022, ist bei der Kantonalen Notrufzentrale in Herisau die Meldung über einen Einbruch in einen Baustellencontainer eingegangen.
Zwei Männer konnten durch die ausgerückten Polizeipatrouillen verhaftet werden.
Bei einem Selbstunfall in Windlach (Gemeindegebiet Stadel) hat sich am Montagmittag (4.4.2022) ein Personenwagenlenker unbestimmte Verletzungen zugezogen.
Kurz nach 12 Uhr fuhr ein 87-jähriger Autolenker von Stadel auf der Kaiserstuhlerstrasse nach Weiach. In einer leichten Linkskurve geriet er aus bisher nicht bekannten Gründen auf das rechtsseitige, abschüssige Wiesenbord.
Am Sonntag, 3. April 2022, ging kurz nach 22 Uhr bei der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, wonach im Gfell in Galgenen ein Stall brenne.
Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr befand sich das Gebäude bereits im Vollbrand.
Am Samstagnachmittag ereignete sich an der Luzernerstrasse in Sempach vor einem Fussgängerstreifen ein Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen. Ein Autofahrer fuhr nach dem Unfall weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern.
Er konnte später durch die Polizei auf einem Parkplatz kontrolliert werden. Eine Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 0,95 mg/l und ein Drogenschnelltest fiel positiv aus.
Die Waldbrandgefahr im Kanton Uri hat sich aufgrund der gefallenen Niederschläge entschärft, sodass die Fachstellen des Amts für Forst und Jagd sowie der Abteilung Feuerwehrinspektorat die Waldbrandgefahr als „mässig“ einstufen (Stufe 2 von 5).
Aus diesem Grund hat die Sicherheitsdirektion das Feuerverbot im Wald und Waldesnähe aufgehoben. Es ist aber weiterhin grosse Vorsicht im Umgang mit Feuern im Wald und in Waldesnähe geboten.
Die Rega-Einsatzzentrale organisierte am Samstag, 2. April, eine aufwändige Rettungsaktion in Laax (GR) für eine verunfallte Frau.
Weil der Rega-Helikopter aufgrund dichten Nebels nicht bis zum Einsatzort fliegen konnte, wurde die Patientin von einer Gondel aus gerettet.
Die ASTRA Bridge hat alle Tests erfolgreich absolviert. In den letzten Wochen wurde die Montage intensiv trainiert. Jetzt steht der erste Einsatz der mobilen Baustellenbrücke kurz bevor.
Im Rahmen des Erhaltungsprojekts Recherswil – Luterbach auf der A1 wird sie in den Nächten von Samstag 9. und Sonntag 10. April 2022 montiert. Mit der ASTRA Bridge sind künftig Unterhaltsarbeiten ohne Spurabbauten möglich.
Das Erhaltungsprojekt A1 Recherswil–Luterbach hat mit der Baustelleneinrichtung zur Entfernung des grünen Mittelstreifens im Februar 2022 begonnen.
Die Instandsetzung des Autobahnabschnittes beinhaltet unter anderem den Ersatz des bestehenden Deckbelages durch einen lärmarmen auf den Normal- und Überholspuren. Für diese Arbeiten wird erstmalig die ASTRA Bridge, eine mobile Baustellenbrücke eingesetzt.
Am Sonntag wurde in Villigen eine unbewilligte Besetzung des Geländes der Firma Holcim aufgelöst. Die Polizei kontrollierte mehrere Personen.
Am Sonntag, 03. April 2022 erhielt die Kantonspolizei die Meldung, wonach kurz nach 11.30 Uhr mehrere Personen in Richtung Steinbruch marschiert seien.
Zwischen Goldau und Schwyz wird die Wildtierüberführung Röten über die A4 erstellt. Zwischen Januar und Anfang April 2022 kam dazu ein Schalungsgerüst zum Einsatz.
Der Rückbau des Schalungsgerüstes und der damit zusammenhängenden temporären Verkehrsführung bedingt in den Nächten von Montag, 11. April 2022, und Dienstag, 12. April 2022, Nachtsperrungen.
Am Sonntag (03.04.2022) kam es auf der Bogenstrasse zu einem Selbstunfall. Ein 20-jähriger Autolenker kam von der Strasse ab und kollidierte frontal mit einem Hydranten.
Verletzt wurde niemand und es entstand ein mässiger Sachschaden.
Am Sonntag verursachte ein Automobilist in angetrunkenem Zustand einen Selbstunfall. Er musste verletzt ins Spital gebracht werden.
Der Lenker dürfte alkoholisiert unterwegs gewesen sein.
Die Polizei Basel-Landschaft informierte am Montag, 4. April 2022, an einer Medienkonferenz über ihre Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2021.
Trotz einer Zunahme der Kriminalitätsbelastung infolge einer erhöhten Vermögensdelinquenz liegt der Kanton Basel-Landschaft nach wie vor deutlich unter dem Landesdurchschnitt.
In der Zeit zwischen Sonntagmorgen und Montagmorgen (04.04.2022) hat die Kantonspolizei St.Gallen sechs Personen wegen Fahrunfähigkeit zur Anzeige gebracht.
Vier Personen wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen, einer Person wurde der Führerausweis aberkannt.
Mitte August läuft die dreijährige Nachmeldefrist der neu verbotenen Waffen (gem. Anpassung des Waffengesetzes an die Schengen-Richtlinien) ab. Am Samstag, 23. April 2022, 08:00 bis 16:00 Uhr, haben Waffenbesitzer die Möglichkeit, Waffen und Munition an mehreren Orten freiwillig abzugeben.
Die abgegebenen Gegenstände werden durch die Luzerner Polizei kostenlos und fachgerecht entsorgt.
Am Sonntagnachmittag hat sich in an einem Hang in Seewis Dorf ein landwirtschaftlicher Traktor überschlagen. Der Lenker wurde dabei schwer verletzt.
Der 24-Jährige fuhr am Sonntag kurz vor 15 Uhr mit einem Traktor bei der Örtlichkeit Strifeljus einen Feldweg entlang. Dabei geriet der Traktor über den Fahrbahnrand und überschlug sich mehrmals im abfallenden Wiesenhang.
Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte am Sonntagabend in Friltschen einen Selbstunfall. Er wurde verletzt und musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Kurz nach 17 Uhr fuhr ein 22-Jähriger auf der Weinfelderstrasse von Märwil kommend in Richtung Oberbussnang.
Erste Massnahmen zur Verkehrsentlastung im Engelbergertal sollen in der zweiten Jahreshälfte 2022 umgesetzt werden. Ein umfassendes Monitoring wird die erzielte Wirkung laufend überprüfen.
Darauf haben sich die Baudirektoren von Obwalden und Nidwalden und Delegationen der betroffenen Gemeinden geeinigt. Für die Priorisierung der Massnahmen und die Erarbeitung des konkreten Zeitplans wird eine Steuerungsgruppe eingesetzt.
Ein 33-jähriger Mann wurde am Sonntagmorgen in Kreuzlingen von einem 29-Jährigen schwer verletzt. Der Täter nahm sich nach der Tat das Leben.
Das Opfer musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Wochenende sind bei zwei Gewaltdelikten in Regensdorf und Dietikon zwei Personen verletzt worden.
Je ein Tatverdächtiger konnte durch die Kantonspolizei Zürich verhaftet werden.
Am Sonntag (03.04.2022), gegen 09:30 Uhr, bemerkte eine 61-jährige Autofahrerin während der Fahrt einen seltsamen Geruch.
Kurze Zeit später roch sie Rauch und bemerkte, wie Flammen aus dem Motorenraum drangen.
Am Sonntag (03.04.2022), gegen 06:20 Uhr, hat ein 23-jähriger Mann auf der Ziegelbrückstrasse einen Selbstunfall verursacht.
Der Mann war in fahrunfähigem Zustand unterwegs. Er verletzte sich nicht.
Ein Brand beim Clubhaus der Hornussergesellschaft Halten hat in der Nacht auf Sonntag, 3. April 2022, einen Gesamtschaden von mehreren 10'000.- Franken verursacht.
Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn haben Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und suchen in diesem Zusammenhang Zeugen.
Nach einem Verkehrsunfall am Sonntagmorgen (3.4.2022) im Uetlibergtunnel (Gemeindegebiet Birmensdorf) musste die Tunnelröhre in Richtung Basel während mehrerer Stunden gesperrt werden.
Die beim Unfall involvierten Personen mussten mit Verletzungen in Spitäler gebracht werden.
Bei einem Raub am Samstagabend in Frauenfeld wurde ein 17-Jähriger von zwei unbekannten Männern angegriffen und verletzt.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Am Sonntagmorgen hat sich auf der A1 bei Mattstetten ein Selbstunfall ereignet.
Die Lenkerin musste geborgen werden und wurde verletzt ins Spital gebracht.
Am Sonntag (03.04.2022), gegen 01:50 Uhr, verschaffte sich eine unbekannte Täterschaft Zutritt zu einem Firmengebäude an der Fronackerenstrasse und durchsuchte dieses.
Dabei wurde die unbekannte Täterschaft vom Firmeninhaber gestört und flüchtete.
In der Zeit zwischen Freitagabend und Samstagvormittag (02.04.2022) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Firmengebäude an der Zwizachstrasse eingebrochen.
Sie brach mittels einem Flachwerkzeug ein Fenster auf und verschaffte sich Zutritt zur Liegenschaft.
Am Samstag (02.04.2022), gegen 23:40 Uhr, stürzte ein 43-jähriger Zuschauer in der SGKB-Arena rund drei Meter in die Tiefe.
Er stand vorgängig auf einer Brüstung und verlor das Gleichgewicht.
Am Sonntag (03.04.2022), gegen 01:00 Uhr, fuhr ein 19-jähriger Lernfahrer mit einem Lieferwagen rückwärts vom Parkplatz Stadtsaal auf den Bahnhofplatz. Dabei prallte er gegen den Regiobus, welcher vom Bahnhofplatz Richtung Untere Bahnhofstrasse fuhr.
Die Atemlufttests beim 19-jährigen Lernfahrer und beim 50-jährigen Mitfahrer fielen positiv aus.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.