Schweiz

Verdächtige SMS mit komischen Abständen verteilt die Android Schadsoftware FluBot

Seit dem 22.3.2022 werden wieder viele SMS von existierenden Schweizer Handynummern aus versendet, die einen Link enthalten, der zu einer gehackten Webseite führt. Speziell auffällig ist, dass die Texte komische Abstände enthalten.

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Kanton Zürich: Regierungsrat unterstützt Beteiligung am Ausbau von Frontex

Am 15. Mai 2022 entscheiden die Stimmberechtigten über die Beteiligung der Schweiz am Ausbau der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex. Der Regierungsrat unterstützt diese Vorlage. Eine Ablehnung hätte gerade in den Bereichen Sicherheit, Asylwesen und Tourismus schwerwiegende Folgen für die Schweiz und insbesondere für den Kanton Zürich.

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Kanton Luzern: Luzerner Polizei zieht für 2021 eine positive Jahresbilanz

Im Kanton Luzern wurden im Jahr 2021 zwar mehr Verkehrsunfälle registriert als im Vorjahr, die Anzahl tödlich verunfallter Personen war hingegen rückläufig. Auch im Bereich der Kriminalstatistik wurden weniger Straftaten verzeichnet. Trotzdem war es für die Luzerner Polizei ein intensives Jahr, das nicht zuletzt auch von vielen Ordnungsdiensteinsätzen bei Demonstrationen oder Fussballspielen geprägt war.

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Schötz LU: Kollision zwischen zwei Autos – zwei Person ins Spital gebracht

Gestern Vormittag ereignete sich auf der Luzernerstrasse in Schötz ein Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen. Zwei Personen wurden durch den Rettungsdienst zur Kontrolle ins Spital gefahren. Am Dienstag, 5. April 2022, ca. 11:40 Uhr fuhr ein Autofahrer von Nebikon her Richtung Schötz. Auf der Luzernerstrasse geriet das Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen auf das rechtsseitige Trottoir.

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A16 / Galerie Develier JU: Unfall - Fahrerin musste aus Fahrzeug befreit werden

Heute, Dienstag, 05.04.2022, gegen 15:15 Uhr, fuhr eine Autofahrerin, die von Delémont-West in Richtung Bassecourt unterwegs war, in die Galerie von Develier ein, die sich aufgrund von Bauarbeiten in Gegenverkehrsspuren befand. Aus einem Grund, den die Ermittlungen noch klären müssen, kollidierte sie mit der Umleitungsschranke, die sich am Ende des Zweirichtungsstreifens befand.

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Les Geneveys-s/-Coffrane NE: Verkehrsunfall am Bahnübergang

Am Dienstag, 5. April 2022, um 06:10 Uhr, fuhr ein von einer 44-jährigen Frau aus La Chaux-de-Fonds gelenktes Fahrzeug auf der Rue Charles-L'Eplattenier in Richtung Norden. Als sie den Bahnübergang erreichte und die Absicht hatte, die Rue de la Gare in Richtung Westen zu befahren, bog sie nach links ab und kam auf den Bahngleisen zum Stehen.

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Stürmisches Westwindwetter im Anflug

Aprilwetter hat den Ruf, wechselhaft und „launisch“ zu sein. Und es wird seinem Ruf gerecht. Nach der Kälte und dem Schneefall vom vergangenen Wochenende, zeichnet sich nun in den nächsten Tagen eine windige, zum Teil gar stürmische Wetterphase ab.

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Steinhausen / Cham ZG: Zwei Arbeiter gestürzt und schwer verletzt

Bei zwei Arbeitsunfällen sind zwei Männer verletzt worden. Mit Rettungshelikoptern wurden sie hospitalisiert. Der erste Arbeitsunfall ereignete sich gegen 11:30 Uhr im Bann in Steinhausen. Ein Gerüst- bauer ist von einem Gerüst gestürzt. Er wurde dabei von seiner getragenen Absturzsicherung aufgefangen, was den Aufprall am Boden verhinderte. Der 27-jährige Mann, der in der Folge gegen das Gerüst prallte, verletzte sich bei dem Unfall erheblich.

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Neunkirch SH: Unbekannte Täterschaft beschädigt öffentliches WC – Zeugenaufruf

Am späteren Dienstagvormittag (05.04.2022) wurde der Schaffhauser Polizei gemeldet, dass eine unbekannte Täterschaft in Neunkirch eine öffentliche WC-Anlage mutwillig beschädigt hatte. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf mehrere hundert Franken. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise.

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Kanton OW: Polizeioffizier nach 37 Jahren verabschiedet - neuer Polizist vereidigt

Mit einer kleinen Feier im Rathaus Sarnen verabschiedete Regierungsrat Christoph Amstad im Beisein der Korpsleitung und einiger Gäste, am letzten Donnerstag, 31. März 2022, Polizeioffizier Fredy Blättler in seine Pension. Mit Christian Stalder von Lungern konnte, nach zweijähriger Polizeiausbildung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch und im Polizeikorps, gleichzeitig ein neuer Polizist vereidigt und ins Korps aufgenommen werden.

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Kanton Freiburg: "Secrets et confidences d'un président" - Strafverfahren eröffnet

Nach dem Erscheinen des Buches "Secrets et confidences d'un président" hat der Generalstaatsanwalt ein Strafverfahren gegen den ehemaligen Staatsrat Georges Godel und den Journalisten Jean-Marc Angéloz eröffnet. Mehrere Passagen des Buches "Secrets et confidences d'un président", welches Jean-Marc Angéloz im Anschluss an seine Gespräche mit Georges Godel verfasst hatte, hatten die Aufmerksamkeit des Generalstaatsanwalts erregt.

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Region Lugano TI: Unerlaubte Ausübung des Treuhandberufs

Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und die Aufsichtsbehörde für die Ausübung des Treuhandberufs geben bekannt, dass eine Treuhandgesellschaft mit Sitz in der Region Lugano am 04.04.2022 geschlossen wurde. Aufgrund der Feststellungen und Kontrollen stellte sich heraus, dass der Inhaber - ein 57-jähriger Schweizer - die Tätigkeit weiterhin ohne die erforderlichen Bewilligungen und trotz einer Vorstrafe aus dem Jahr 2019 wegen missbräuchlicher Berufsausübung ausgeübt hatte.

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A6 / Wankdorf – Muri BE: Weitere Sperrungen der Einfahrt Ostring

Diese Tage beginnen im Rahmen der Pannenstreifenumnutzung und dem Ausbau des Lärmschutzes auf der A6 Bern-Wankdorf – Muri die Arbeiten im Sonnenhoftunnel. Dafür wird die Einfahrt Ostring in Fahrtrichtung Spiez sowie die Normalspur gesperrt. Für den Abbruch der Lärmschutzelemente muss die Einfahrt Ostring für vier weitere Nächte gesperrt werden.

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Polizei Kanton Obwalden: Ausbildungsstart für die Polizeianwärter/innen

Am 1. April haben drei Polizeianwärterinnen und ein Polizeianwärter die 2-jährige Ausbildung bei uns begonnen. Wir heissen sie herzlich willkommen bei der Kantonspolizei Obwalden! Die ersten 11 Monate verbringen die Anwärterinnen und der Anwärter in Hitzkirch an der interkantonalen Polizeischule. Dort lernen sie das grundlegende Handwerk, welches sie in dieser Zeit während insgesamt 9 Prüfungstagen und der Abschlussprüfung unter Beweis stellen müssen.

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A9 / Sperrungen Turtmanntunnel und Tunnel de Sierre VS

Die Tunnel entlang der A9 werden regelmässig gereinigt und gewartet. Nun stehen diese Arbeiten im Turtmanntunnel und im Tunnel de Sierre an. Diese werden deshalb gesperrt. Die Tunnel der A9 – wie auch alle anderen Tunnel der Nationalstrassen – werden regelmässig gereinigt und gewartet. Die Reinigung dient nicht einzig der Sauberkeit.

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Kanton Uri: Abgestuftes Gebührenmodell für Polizeikosten an Veranstaltungen

Per 1. April 2022 hat die Sicherheitsdirektion ein abgestuftes Gebührenmodell in Kraft gesetzt. Mit den Anpassungen werden Polizeikosten für Veranstaltende transparent aufgezeigt, sodass für Organisierende mehr Planungssicherheit erreicht werden kann. Die Tarifordnung der Sicherheitsdirektion wurde entsprechend angepasst. Basierend auf den bestehenden gebührenrechtlichen Grundlagen des Kantons gilt nach wie vor der Grundsatz, dass Polizeikosten bei Veranstaltungen verrechnet werden müssen.

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Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.