Schweiz

Rebstein SG: Einbrecher plündern zwei Baustellencontainer in einer Nacht

In der Zeit zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen (05.06.2025) ist eine oder mehrere unbekannte Täterschaften an der Mühlenerstrasse und an der Industriestrasse in einen Baustellencontainer eingebrochen. In beiden Fällen verschafften sie sich gewaltsam Zugang durch eine Tür ins Innere des Containers und stahlen dort Baumaschinen in einem Gesamtwert von jeweils mehreren tausend Franken.

Weiterlesen

Schweizer Armee: Hohe Einsatzbereitschaft für Blatten – Material bleibt vor Ort

Die Armee stellt sicher, dass den zivilen Führungsorganen im Raum Blatten (VS) die Mittel zur Bewältigung der Katastrophe langfristig zur Verfügung stehen. Dazu verbleibt das nötige Material vor Ort, um bei Bedarf rasch eingesetzt werden zu können. Die Armeeangehörigen kehren zur weiteren Einsatzvorbereitung, und um ihre Ausbildung zu vertiefen, in den Bereitstellungsraum zurück – stets bereit, jederzeit mit hoher Verfügbarkeit einzugreifen.

Weiterlesen

Kantonspolizei Schwyz: Aspiranten des Lehrgangs 24-2 starten ins grosse Praktikum

Vom Schulzimmer auf die Strasse: Wir sind Polizei-Aspiranten des Lehrgangs 24-2 der Kantonspolizei Schwyz und haben einen grossen Teil unserer schulischen Ausbildung bereits hinter uns. Jetzt beginnt das grosse Praktikum: 5 Wochen voller Einblicke, Erfahrungen und Herausforderungen.

Weiterlesen

Schweizer Armee: Radioaktivitätsmessung aus der Luft über fünf Kantonen beendet

Am heutigen 5. Juni 2025 fand der letzte Helikopterflug im Rahmen der internationalen Aeroradiometrie-Übung statt. Vom 2. bis zum 5. Juni führten Spezialistinnen und Spezialisten aus Frankreich, Deutschland, Tschechien, Litauen und der Schweiz gemeinsame Radioaktivitätsmessungen in der Schweiz durch. Hauptziel der internationalen Aeroradiometrie-Übung war der Austausch zu Mess- und Auswertungsverfahren und das Trainieren der Zusammenarbeit. Der Einsatz von Messteams aus verschiedenen Ländern ermöglicht im Ernstfall rasch ein grosses Gebiet auf Radioaktivität zu überprüfen.

Weiterlesen

Blatten VS: Kanton Bern verspricht 500’000 Franken Nothilfe aus dem Lotteriefonds

Der Regierungsrat hat 500’000 Franken aus dem Lotteriefonds für die Nothilfe im Zusammenhang mit dem Bergsturz in Blatten im Lötschental (VS) bewilligt. Die Hälfte des Lotteriefondsbeitrags geht an die Glückskette, die zusammen mit weiteren Akteuren vor Ort Notunterkünfte und direkte finanzielle Unterstützung für die Betroffenen organisiert.

Weiterlesen

Blatten VS: Liechtenstein hilft mit 100'000 Franken nach Bergsturz vom 28. Mai 2025

Am 28. Mai 2025 ereignete sich im Lötschental im Kanton Wallis ein massiver Bergsturz, der grosse Teile des Dorfs Blatten sowie angrenzende Gebiete verschüttete und zu weitreichenden Zerstörungen führte. Die Schutt- und Eismassen blockierten zudem den Flusslauf der Lonza, wodurch sich ein Rückstau bildete, der zusätzliche Schäden in Blatten verursachte.

Weiterlesen

Tunnel La Vue-des-Alpes NE: Lieferwagen verursacht Auffahrunfall mit vier Fahrzeugen

Donnerstag, 5. Juni, gegen 07:45 Uhr: Ein Lieferfahrzeug, gelenkt von einem 41-jährigen Bewohner aus Concise, war auf der Autobahn N20 von Neuchâtel in Richtung La Chaux-de-Fonds unterwegs. Im Tunnel von La Vue-des-Alpes, wo es zu einem starken Verkehrsabbau kam, konnte der Fahrer trotz Notbremsung sein Fahrzeug nicht rechtzeitig zum Stillstand bringen und prallte heftig gegen das Heck des vorausfahrenden Autos, das von einem 40-jährigen Bewohner aus Savagnier gelenkt wurde.

Weiterlesen

Kanton Neuenburg: Polizei stoppt 59 Raser am Auffahrtswochenende – drastische Folgen

Im Rahmen der Anfang Juni angekündigten Massnahmen hat die Neuenburger Polizei am Wochenende rund um Christi Himmelfahrt 12 gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt. Der Fokus dieser Einsätze lag auf überhöhter Geschwindigkeit, gefährlichem Verhalten sowie der Fahrtüchtigkeit der Lenkerinnen und Lenker.

Weiterlesen

Schweizer Armee: Goldsprung dank Gewehr – Michelle Heimberg über Militär und Medaille

Michelle Heimberg ist keine gewöhnliche Spitzensportlerin. Sie ist nicht nur EM-Gold-Medaillengewinnerin und Olympiateilnehmerin im Wasserspringen, sie ist auch Sportsoldatin in der Schweizer Armee. In einer neuen Folge des Armee-Podcasts spricht sie gemeinsam mit Oberst i Gst Marco Mudry, Kommandant des Kompetenzzentrums Sport in Magglingen, über die besondere Verbindung zwischen Sportförderung und Militärdienst.

Weiterlesen

Bern: SBB steigen aus Transport mit LL-Bremssohlen aus – Risiko zu hoch

SBB fordern schnelle Massnahmen für mehr Sicherheit im Güterverkehr Nach dem Schlussbericht der SUST zum Gotthard-Basistunnel-Unfall sehen die SBB ein erhöhtes Risiko im Güterverkehr. Sie unterstützen die Empfehlungen der SUST und fordern eine rasche Umsetzung. Bis dahin verzichten die SBB schrittweise auf den Transport von Güterwagen mit LL-Bremssohlen. Der Grossteil dieses Prozesses erfolgt bis Ende 2025. Zudem werden Güterwagen künftig intensiver auf sichtbare Mängel kontrolliert.

Weiterlesen

Fellital UR: Mann (39) attackiert Busfahrer und landet nach Randale in Gewahrsam

Gestern Donnerstag, 4. Juni 2025, gegen 23.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über eine Auseinandersetzung in einem Linienbus informiert. Gemäss ersten Erkenntnissen beschimpfte ein 39-jähriger Schweizer Buspassagier den Chauffeur massiv und schlug ihm im Bereich der Haltestelle Fellital ins Gesicht, weshalb der Bus angehalten werden musste.

Weiterlesen

Wittenbach SG: E-Bikerin bei Crash mit Lastwagen verletzt – Zeugen gesucht

Am Mittwoch (04.06.2025), kurz vor 13:30 Uhr, ist es auf der Romanshornerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem E-Bike gekommen. Eine 74-jährige Frau wurde dabei eher schwer verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

Weiterlesen

Diepoldsau SG: Vandalismus über Auffahrt – Presscontainer und Bäume beschädigt

Über Auffahrt, zwischen Donnerstag und Montag (02.06.2025), ist es in Diepoldsau zu mehreren Sachbeschädigungen gekommen. Dabei wurden unter anderem Pressabfalleimer, Geschwindigkeitstafeln und Bäume beschädigt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

Weiterlesen

Brienz BE: Tunnelsperrungen auf A6 und A8 – nächtliche Arbeiten ab 10. Juni

Auf der A6 und der A8 finden verschiedene Unterhaltsarbeiten statt, für die Sperrungen erforderlich sind. Im Simmenfluhtunnel finden Detailabklärungen für die bevorstehende Sanierung statt, zwischen Spiez und Mülenen sowie am Brünig werden Tunnelreinigungen und eine Grünpflege durchgeführt. Zudem werden bei Brienz neue, digitale Signale angebracht.

Weiterlesen

Bern BE: Online-Drogennetz zerschlagen – acht Personen vor Gericht

Die Kantonspolizei Bern hat umfangreiche Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Online-Betäubungsmittelhandel in Millionenhöhe abgeschlossen. Insgesamt werden sich zwei mutmassliche Betreiber von Drogenplattformen, ein mutmasslicher Drogenlieferant sowie fünf Drogenkuriere vornehmlich wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel- und Heilmittelgesetz vor der Justiz verantworten müssen.

Weiterlesen

Zofingen AG: Vereinsmarkt mit Regionalpolizei – über 60 Vereine vor Ort

Am 14. Juni wird die Altstadt zur Bühne für Sport, Kultur, Soziales – mit Polizei-Show und Wochenmarkt: Über 60 Vereine und Institutionen aus den Bereichen Sport, Familie, Kultur, Gesundheit, Politik und Soziales präsentieren sich beim diesjährigen Vereins- und Informationsmarkt in der Zofinger Altstadt. Auf dem Kirchplatz, dem Alten Postplatz und entlang der Vorderen Hauptgasse bis zur Markthalle stellen sie ihr facettenreiches Angebot vor.

Weiterlesen

Wittenbach SG: E-Bike-Fahrerin bei Crash mit Lastwagen schwer verletzt

Am Mittwoch (04.06.2025), kurz vor 13:30 Uhr, ist es auf der Romanshornerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem E-Bike gekommen. Eine 74-jährige Frau wurde dabei eher schwer verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Weiterlesen

Tübach SG: Einbruch in Vereinslokal – Bargeld und Zigaretten gestohlen

In der Zeit zwischen Dienstagabend und Mittwochmittag (04.06.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Vereinslokal an der Sportfeldstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich im Innern des Lokals gewaltsam Zugang zu diversen Behältnissen und stahl daraus Bargeld und Zigaretten im Wert von rund 500 Franken.

Weiterlesen

Schmerikon SG: Auto prallt in Prellbock-Anhänger auf A15 – Lenker verletzt

Am Mittwoch (04.06.2025), kurz vor 14:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A15 zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Prellbock-Anhänger gekommen. Ein 46-jähriger Mann wurde leicht verletzt. Es entstand hoher Sachschaden.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.