Schweiz

Trimbach SO: Unbekannte schlagen erneut Scheiben an Haltestelle „Rössli“ ein

An der Baslerstrasse in Trimbach hat eine derzeit unbekannte Täterschaft innerhalb der letzten Wochen zwei Mal das Buswartehäuschen der Haltestelle "Rössli" beschädigt. Dies, indem dort mehrere Glasscheiben eingeschlagen wurden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Winterthur ZH: Handy am Steuer, fehlende Gurte, Blinken vergessen – 19 Bussen

Am Mittwoch, 9. April 2025, zeigte eine gezielte Verkehrskontrolle der Stadtpolizei Winterthur am Ohrbühlkreisel: Immer wieder verlassen Verkehrsteilnehmende den Kreisel ohne zu blinken. Zwischen 08:00 Uhr und 09:30 Uhr führte die Stadtpolizei Winterthur am Ohrbühlkreisel an der Industriestrasse stadteinwärts eine Verkehrskontrolle durch.

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Rothenbrunnen GR: SUV streift Velofahrer – Fahrer ohrfeigt ihn nach Wortgefecht

Ein 46-jähriger Rennradfahrer fuhr um 14.30 Uhr auf der Italienischen Strasse H13 von Rothenbrunnen in Richtung Thusis. Nach der Justizvollzugsanstalt Tignez wurden er sowie Fahrzeuge hinter ihm wegen Arbeiten im Strassenbereich angehalten.

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Agno TI: 34-Jährige mit 124 km/h geblitzt – Kantonspolizei greift durch

Die Kantonspolizei teilt mit, dass am 2. April 2025 kurz nach 00.30 Uhr im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle ein schwerer Verstoss gegen die Strassenverkehrsordnung festgestellt wurde. In Agno, auf der Strada Regina, wurde eine 34-jährige italienische Autofahrerin mit Wohnsitz in der Region Lugano mit 124 km/h geblitzt – erlaubt wären 50 km/h gewesen.

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Schweiz: Motorrad aus dem Winterschlaf holen – worauf Töfffahrer jetzt achten sollten

Spätestens an den diesjährig späten Ostern und hoffentlich weiterhin warmen Temperaturen lockt es Töfffahrerinnen und Töfffahrer auf die Strassen. Nach der langen Winterpause unterlaufen einem gerne ein paar Fehler. Der TCS weist auf die wichtigsten Punkte zum Start in die Motorradsaison hin.

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Neuhausen SH: Velofahrer (65) stürzt am Scheideggkreisel – verletzt ins Spital gebracht

Am früheren Mittwochnachmittag (09.04.2025) hat sich in Neuhausen am Rheinfall ein Alleinunfall mit einem Velo ereignet. Dabei wurde der Velofahrer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Uster ZH: Zwölf neue Mitglieder vereidigt – Stadtpolizei verstärkt ihr Korps

Die Stadtpolizei Uster zählt seit vergangenem Freitag, 04. April 2025 offiziell zwölf neue Mitglieder in ihrem Korps. In feierlichem Rahmen wurden insgesamt acht Quereinsteiger, eine Aspirantin und ein Aspirant, sowie zwei Zivilangestellte vereidigt.

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Magliaso TI: Pole und zwei Spanier wegen Kokainschmuggels festgenommen

Die Bundesanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (EZG) geben bekannt, dass am 30. März 2025 ein 46-jähriger polnischer und ein 40-jähriger spanischer Staatsbürger, beide wohnhaft im Kanton Thurgau, sowie ein 30-jähriger spanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Spanien festgenommen wurden. Die drei Männer waren mit einem Auto in der Gegend von Magliaso unterwegs.

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Kantonspolizei Freiburg: Sekretär (50 %) für die Kriminalpolizei gesucht – unbefristete Stelle

Wir suchen einen Sekretär (m, w, d) bei der Kriminalpolizei der Kantonspolizei Freiburg für einen unbefristeten Vertrag zu 50% in Freiburg. Bewerbungsfrist am 25. April 2025 mit Stellenantritt am 1. Juni 2025 oder nach Vereinbarung.

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Wolfenschiessen NW: Heftiger Frontalcrash auf Kantonsstrasse – drei Personen schwer verletzt

Heute Morgen kam es in Wolfenschiessen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Beide Fahrzeuglenker und eine Beifahrerin wurden dabei erheblich verletzt und in die umliegenden Spitäler gebracht.

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Inwil LU: Auto kollidiert beim Abbiegen frontal mit Traktor – Lieferwagen fährt auf

Am Dienstag (8. April 2025, kurz nach 08:30 Uhr) fuhren ein Autofahrer und ein Lieferwagenlenker auf der Hauptstrasse in Richtung Oberhofen-Kreuzung. Gleichzeitig fuhr ein Traktorfahrer mit angekoppeltem Anhänger von der Mettlenstrasse her in Richtung Inwil.

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Winterthur ZH: Autofahrer prallt frontal gegen Lichtmast – Verdacht auf Fahrunfähigkeit

Am frühen Dienstagmorgen, 8. April 2025, prallte ein Personenwagen in Winterthur-Töss frontal gegen einen Lichtmast. Der Lenker blieb unverletzt, stand jedoch mutmasslich unter Alkohol- und/oder Betäubungsmitteleinfluss.

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Feusisberg SZ: Motorbrand bei Lkw– Feuerwehr löscht, Fahrer erleidet Rauchvergiftung

Am Dienstagmittag, 8. April 2025, mussten die Feuerwehr Feusisberg und die Kantonspolizei Schwyz um 12.10 Uhr wegen eines Lastwagenbrandes ausrücken. Ein 47-jähriger Chauffeur fuhr auf der Einsiedlerstrasse von Schindellegi in Richtung Biberbrugg, als er bei der Wildtierüberführung Chaltenboden einen lauten Knall wahrnahm.

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Bilten GL: Schmuckdiebstahl während Gartenarbeiten – Täter entkommen unerkannt

Am Dienstag, 08. April 2025, ca. 10.30 Uhr, schlich eine unbekannte Täterschaft in Aegeten in Bilten, während die Bewohner eines Einfamilienhauses mit Umgebungsarbeiten beschäftigt waren, durch die unverschlossene Garagentüre ins Hausinnere, durchsuchte mehrere Zimmer und stahl diverse Schmuckstücke. Beim Verlassen des Einfamilienhauses wurde die flüchtende Täterschaft durch eine Bewohnerin gesichtet.

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Kanton Basel-Landschaft: Velo-Vignette zeigt Wirkung im Kampf gegen Fahrraddiebstähle

Als Massnahme gegen Fahrraddiebstähle hat die Polizei Basel-Landschaft vor rund einem Jahr als erstes Polizeikorps in der Schweiz eine Velo-Vignette lanciert. Inzwischen wurden im Kanton Basel-Landschaft bereits 2'000 Vignetten registriert.

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Niederurnen GL: Seitliche Kollision beim Spurwechsel – Zeugen zu Fahrerflucht gesucht

Am Dienstagmorgen, 08. April 2025, ca. 06.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A3, bei der Autobahneinfahrt Niederurnen Richtung Zürich zu einer Streifkollision zwischen zwei Personenwagen. Der Lenker eines blauen Personenwagens Ford USA fuhr auf dem Beschleunigungsstreifen der Einfahrt hinter einem grauen Suzuki-Jeep, beschleunigte und lenkte das Fahrzeug auf die Normalspur.

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Oberuzwil SG: 35-Jähriger rammt korrekt parkiertes Auto – Führerausweis aberkannt

Am Montagabend (07.04.2025), kurz nach 23:15 Uhr, ist einer Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen ein Auto aufgefallen, welches vorwärts in ein korrekt parkendes Auto geprallt ist. Der 35-jährige Fahrer des Autos wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Zürich/St.Gallen: Fahnder stoppen gesuchte Einbrecher (Albaner) kurz vor Kantonsgrenze

Fahnder der Kantonspolizei Zürich haben am Donnerstagvormittag (3.4.2025) im Grenzgebiet der Kantone Zürich und St. Gallen zwei mutmassliche Einbrecher verhaftet. Aufgrund von Hinweisen folgten die Fahnder zwei Männern, die in separaten Fahrzeuge unterwegs waren. Kurz vor der Kantonsgrenze stoppten sie das erste Fahrzeug. Das zweite Fahrzeug konnte mit Unterstützung der Kantonspolizei St. Gallen ebenfalls angehalten werden. Beide Lenker wurden verhaftet.

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Emmen LU: Verkehrsunfall nach riskantem Fahrmanöver – Zeugen gesucht

Am Montagmorgen (7. April 2025, nach 07:30 Uhr) ereignete sich auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Luzern ein Verkehrsunfall. Vor der Autobahneinfahrt Emmen-Nord fuhr ein Lenker mit seinem Auto auf dem linken Überholstreifen, überholte ein langsameres, silber-graues Fahrzeug und wechselte auf die mittlere Fahrspur.

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Schweizer Armee: Schweiz wirkt ab 2025 im NATO-Technologieausschuss mit

Aufgrund ihrer langjährigen Beiträge im Forschungs- und Technologiebereich im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden wurde die Schweiz von der NATO eingeladen, ab März 2025 regelmässig an Sitzungen des Lenkungsausschusses (STB) der Organisation für Wissenschaft und Technologie (STO) der NATO teilzunehmen. Vom 7. bis 9. April 2025 ist die Schweiz durch das Bundesamt für Rüstung armasuisse an der Sitzung des STB in Brüssel vertreten und wird ihre Prioritäten in der Forschungs- und Technologieentwicklung präsentieren.

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Dietikon ZH: Zwei weitere Festnahmen nach Tötungsdelikt – Schweizer (27) & Tunesier (34)

Bei einer heftigen Auseinandersetzung in einer Wohnung in Dietikon ist in der Nacht auf Sonntag (30.03.2025) ein 44-jähriger Mann tödlich verletzt worden. Ein 30-jähriger tatverdächtiger Schweizer wurde noch gleichentags am Tatort, ein 20-jähriger Mann aus Sri Lanka einige Tage später von der Kantonspolizei Zürich verhaftet (siehe >>Polizei.news<< vom 30. März 2025 und >>Polizei.news<< vom  3. April 2025). Am Freitag erfolgte nun die Verhaftung von zwei weiteren Tatverdächtigen.

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Netstal GL: Unbekannte versuchen Wohnung im 3. Stock aufzubrechen – hoher Sachschaden

Am Montag, 07. April 2025, zwischen ca. 09.00 Uhr und 15.00 Uhr wurde an der Landstrasse in Netstal, unterhalb des Fridolinspubs, von unbekannter Täterschaft versucht, in einem Mehrfamilienhaus im dritten Stock in eine Wohnung einzubrechen. Die Täterschaft hat sich den Zugang ins Haus durch die Haupteingangstüre oder durch die Tiefgarage zum Treppenhaus erschlichen.

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Zürich ZH: Marokkaner (17) entreisst Halskette nach Antanz-Trick – sofort festgenommen

Am Samstagabend, 5. April 2025, nahm die Stadtpolizei Zürich im Kreis 4 einen Trickdieb fest, der kurz zuvor einem Opfer die Halskette entrissen hatte. Kurz nach 21.30 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung über einen Entreissdiebstahl an der Langstrasse ein.

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Neuhausen SH: Nach Autoeinbrüchen – Algerier (22) mit über einem Kilo Münzgeld gefasst

In Neuhausen am Rheinfall wurde in der Nacht auf Samstag (05.04.0225) ein Autoeinbrecher festgenommen. Der Mann führte eine grosse Menge Münzgeld mit sich und steht im Verdacht, für mehrere Fahrzeugaufbrüche in Neuhausen am Rheinfall und in der Stadt Schaffhausen verantwortlich zu sein.

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Rapperswil-Jona SG: Heftiger Auffahrunfall im Pendlerverkehr – Totalschaden an drei PW

Am Montag (07.04.2025), kurz vor 6:30 Uhr, ist es auf der Seedammstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen drei Autos gekommen. Drei Männer wurden durch den Unfall leicht verletzt. An den Autos entstand Totalschaden in einer Höhe von mehreren zehntausend Franken.

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Kanton Luzern: Mehrere Unfälle und Autobrand sorgen für Einsätze und Verletzte

Über das Wochenende haben sich im Kanton Luzern mehrere Verkehrsunfälle mit mehreren verletzen Personen ereignet. Zudem brannte auf der Autobahnausfahrt Kasernenplatz in der Stadt Luzern ein Auto. Dies führte zu Verkehrsbehinderungen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.