Zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (17.07.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt fünf Männer angehalten, die in einem fahrunfähigen Zustand oder alkoholisiert am Strassenverkehr teilgenommen hatten.
Einer der Männer war zuvor in einen Verkehrsunfall involviert gewesen. Die zuständigen Administrativbehörden prüfen Massnahmen.
Am Freitag, 17. Juli 2026, hat die Stadtpolizei Winterthur eine Serie von drei Geschwindigkeitskontrollen bei schnellen E-Bikes abgeschlossen.
Bei den Kontrollen in einer Tempo-30-Zone war jedes fünfte kontrollierte E-Bike zu schnell unterwegs.
Nach einer Meldung hat die Schaffhauser Polizei am Sonntagmorgen (12.07.2026) in der Stadt Schaffhausen zwei Männer festgenommen, die vor der Polizei flüchteten.
Bei der Verhaftung wurde ein Polizist durch einen Kopfstoss verletzt.
Am Grenzübergang Tägerwilen haben Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) Anfang Juli einen Lieferwagen kontrolliert.
Darin befanden sich 40 Bienenvölker, die nicht zur Einfuhr angemeldet waren. Weil auch eine Importgenehmigung fehlte, mussten die Bienenvölker zurückgewiesen werden.
Am Donnerstagnachmittag kollidierten ein Auto und ein Lieferwagen frontal.
Dabei wurde eine Person verletzt und musste mit einem Rettungswagen in ein Spital gebracht werden. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Dem Unfallverursacher wurde der Führerausweis entzogen.
Eine Gewitterfront mit Hagel und Starkregen hat am Donnerstagabend in der Region Frauenfeld für zahlreiche Schadensmeldungen gesorgt.
Verletzt wurde niemand.
Am Donnerstagnachmittag (16.07.2026) sind auf der Sonnenstrasse zwei Autofahrer miteinander kollidiert.
Ein Automobilist wurde leicht verletzt. An beiden Autos entstand Totalschaden.
Der Brand konnte durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden.
Am Donnerstagabend, um kurz nach 19.30 Uhr, ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung über einen Flurbrand im Bereich Bollenwees / Fälensee ein.
Bis Sonntag bestimmt ein Tief über Nordeuropa, welches vor allem in den höheren Luftschichten ausgeprägt ist, das Wetter in der Schweiz. Aus Westen gelangt feuchte und zunächst noch zu Gewittern neigende Luft zum Alpenraum.
Auf das Wochenende nimmt die Gewitterneigung ab. Besonders auf der Alpennordseite ist die Luftmasse nach und nach etwas weniger warm.
Am Donnerstagnachmittag ist es am Sustenpass zu einem schweren Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen.
Er wurde dabei tödlich verletzt. Der betroffene Strassenabschnitt ist seit mehreren Stunden vollständig gesperrt. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 15.30 Uhr bei Magadino ein bewusstloser Mann aus den Gewässern des Lago Maggiore geborgen wurde.
Der 95-jährige Schweizer aus dem Locarnese verstarb trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort.
Am Mittwochnachmittag, 15. Juli 2026, mussten die Feuerwehren Innerthal und Vorderthal kurz nach 14:30 Uhr wegen einem Flächenbrand in einem Wald ins Gebiet Schwarzenegg in Innerthal ausrücken.
Aufgrund des unwegsamen Geländes wurden die Feuerwehren bei den Löscharbeiten von einem Löschhelikopter der Heli-Linth AG unterstützt.
In Solothurn haben Unbekannte in der Nacht auf Donnerstag, 16. Juli 2026, einen Einbruch in ein Waffengeschäft verübt.
Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnte die Täterschaft entkommen.
Die Stadtpolizei Winterthur versteigert auf Grundlage von Art. 721 Abs. 2 ZGB ein herrenloses Wohnmobil.
Die Versteigerung beginnt am Donnerstag, 23. Juli 2026, und wird über die Verkaufsplattform Ricardo durchgeführt.
Am Donnerstagmorgen, 16. Juli 2026, erlitt ein Mann im Kreis 4 während einer Auseinandersetzung lebensbedrohliche Verletzungen.
Die Stadtpolizei Zürich nahm einen Tatverdächtigen fest und sucht Zeugen.
Am Montag hat die Luzerner Polizei in Malters eine 20-jährige Motorradfahrerin festgenommen.
Zuvor war sie im Ausserortsbereich mit 147 km/h unterwegs – erlaubt sind dort 80 km/h.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochnachmittag (15.7.2026) in Steinmaur zwei Männer nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus verhaftet.
Kurz nach 13.15 Uhr meldete eine Bewohnerin der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich verdächtige Personen bei ihrem Einfamilienhaus.
Die Wildhut des Kantons Uri hat den schadenstiftenden Wolf auf der Alp "Vorder Bristen" in der Gemeinde Silenen, in unmittelbarer Nähe zum Ort der am 21./22. Juni 2026 vorangegangenen Nutztierrisse erlegt.
Die Abschussverfügung wurde am Donnerstag, 16. Juli 2026 vollzogen. Es handelt sich um ein männliches Einzeltier.
Am Mittwochabend (15.7.2026) ist auf dem Balkon einer Dachwohnung in einem Mehrfamilienhaus in Weiningen ein Brand ausgebrochen.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
Kriege, Cyberangriffe und internationale Spannungen wirken sich zunehmend auch auf Behörden, Unternehmen und die Bevölkerung aus. Mit dem berufsbegleitenden Master of Advanced Studies "Innere & Äussere Sicherheit" greift die Ostschweizer Fachhochschule OST diese Entwicklungen auf.
Das Weiterbildungsangebot beschäftigt sich mit der Frage, wie sich veränderte politische, wirtschaftliche und technologische Rahmenbedingungen auf die Sicherheit auswirken. Neben internationalen Konflikten spielen unter anderem digitale Bedrohungen, der Schutz wichtiger Versorgungssysteme und wirtschaftliche Abhängigkeiten eine Rolle.
Durch die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen ist die Brandgefahr im ganzen Kantonsgebiet weiter angestiegen.
Die gewitterartigen Niederschläge der vergangenen Tage haben nicht für eine flächendeckende Entspannung der Situation gesorgt und in nächster Zeit ist keine langanhaltende Regenperiode zu erwarten.
Am Mittwochabend ist es in Herzogenbuchsee zu einem Verkehrsunfall gekommen.
Ein Auto kollidierte mit einer Stromverteilkabine und einem Kandelaber. Der Lenker wurde leicht verletzt. Aufgrund des Unfalls kam es zu einem Stromunterbruch in der Umgebung. Der Unfall wird untersucht.
Aufgrund eines Chemiealarms im Cormanon Centre haben die Feuerwehr und die Kantonspolizei den Gebäudekomplex evakuiert.
Vor Ort wurde ein umfangreiches Einsatzdispositiv eingerichtet, und der Sektor wurde für weniger als zwei Stunden abgesperrt.
Eine Velofahrerin verlor am Mittwoch (15. Juli 2026, ca. 19:30 Uhr) auf der Altsagenstrasse in Horw aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über ihr Zweirad und stürzte.
Die 85-Jährige zog sich dabei unter anderem Kopfverletzungen zu.
Ein Autofahrer war am Donnerstag (16. Juli 2026, ca. 06:00 Uhr) auf der Autobahn A2 in Richtung Süden unterwegs.
Beim Tunneleingang Reussport geriet sein Fahrzeug aus noch ungeklärten Gründen nach links und prallte gegen das Bankett.
Auf der Wolhuserstrasse kam es am Mittwoch (15. Juli 2026, ca. 23:10 Uhr) während eines starken Gewitters mit Hagel im Bereich Tutensee zu einer seitlich-frontalen Kollision zwischen zwei Autos.
Eine Autofahrerin wurde leicht verletzt und von einer Drittperson zur Kontrolle ins Spital gebracht.
Eine angebliche Paketbenachrichtigung im Namen von AliExpress führt auf eine professionell gestaltete Website, die Schritt für Schritt durch einen fingierten Lieferprozess führt und am Ende eine kleine Versandgebühr per Kreditkarte fordert.
Cyberkriminelle versenden derzeit Phishing-E-Mails im Namen von AliExpress. Ziel ist es, Kreditkartendaten und persönliche Informationen von Betroffenen zu stehlen.
Bei einem Selbstunfall in Arbon verletzte sich in der Nacht zum Donnerstag ein E-Bike-Fahrer leicht bis mittelschwer.
Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Die A6 zwischen Thun-Süd und Gesigen wurde in den letzten zwei Jahren umfassend saniert. Nun wird die definitive, strukturierte Markierung angebracht. Dafür kommt es zu Nachtsperrungen.
Die Gesamterneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez sowie dem Zubringer Simmental ist in zwei Abschnitte unterteilt.
Am Mittwochabend (15.07.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen einen 25-jährigen Mann festgenommen.
Er wird verdächtigt, aus zwei unverschlossenen Autos Bargeld gestohlen zu haben.
Am Mittwochabend (15.07.2026) ist es in einem Zimmer eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand gekommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden von rund 100'000 Franken. Die Brandursache wird ermittelt.
Ein Lastwagenchauffeur schlief auf der A3 bei Scherz am Steuer ein. Der Lastwagen geriet auf den Überholstreifen und prallte gegen die Mittelleitplanke.
Verletzt wurde niemand. Es entstand hoher Sachschaden.
In der Nacht auf Mittwoch überraschte eine Bewohnerin eines Einfamilienhauses in Lengnau mehrere mutmassliche Einbrecher.
Diese flüchteten zu Fuss, worauf die Polizei eine umfangreiche Fahndung einleitete und einen Tatverdächtigen festnahm.
Ein Autofahrer kollidierte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zunächst mit einem Robidog und anschliessend frontal mit einem Brückengeländer.
Der 18-jährige Fahrer blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand grosser Sachschaden. Ihm wurde der Führerausweis auf Probe entzogen.
Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass die strafrechtlichen Ermittlungen zu einer Reihe von Straftaten im Zusammenhang mit Leasingverträgen für Luxusfahrzeuge abgeschlossen sind.
Insgesamt wurden acht Anklageschriften erlassen – in zwei Fällen mit Überweisung an das Kriminalgericht, in fünf Fällen an das Strafkorrektionsgericht und in einem Fall an das Strafgericht – sowie 31 Strafbefehle gegen Personen, die mit unterschiedlichen Rollen und Verantwortlichkeiten in die Unregelmässigkeiten verwickelt waren.
Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen und Abklärungen zu den Ereignissen in Faido und Leontica hat die Kantonspolizei die detaillierten Sicherungsarbeiten in den vom 59-jährigen Schweizer genutzten Räumlichkeiten fortgesetzt.
Im Rahmen dieser Arbeiten wurde kurz nach 11 Uhr im Wohnhaus des Mannes in Leontica eine Menge Sprengstoff ohne Zündsystem entdeckt, die dort versteckt war.
Heute Donnerstag gelangt tagsüber vorübergehend trockenere Luft in den Alpenraum. Von Donnerstagabend bis Samstag bestimmt ein vor allem in höheren Luftschichten erkennbares Tief mit Kern über Deutschland mit feuchter und zu gewittern neigender Luft das Wetter im Alpenraum.
Dabei gelangt aus Westen allmählich etwas weniger warme Luft zur Alpennordseite.
Coop ruft Prix Garantie Rauchlachsstreifen 180 Gramm zurück. Das Produkt kann Listerien aufweisen.
Es besteht eine potenzielle Gesundheitsgefährdung und es wird empfohlen, das Produkt nicht zu konsumieren.
Am Lindli in der Stadt Schaffhausen ist vermutlich am vergangenen Wochenende ein Weidling gestohlen worden. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen.
Vermutlich am vergangenen Wochenende (11./12. Juli 2026) ist am Lindli in der Stadt Schaffhausen (gegenüber der Langwieser Badi) ein Weidling gestohlen worden.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Gadmen sind Anfang Juli sechs Fahrzeuge gemessen worden, die massiv zu schnell unterwegs waren.
Ein mutmasslicher Autolenker aus Grossbritannien wurde im Rahmen der Ermittlungen angehalten. Abklärungen zu den Lenkenden der fünf weiteren Autos mit ausländischen Kennzeichen sind noch im Gang.
Am 13. Juli 2026 ist eine Bergsteigerin auf der Dufourspitze in die Tiefe gestürzt. Sie zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Gegen 15:45 Uhr befanden sich zwei Alpinisten beim Abstieg von der Dufourspitze.
Am Mittwochmorgen, 15. Juli 2026, ist es an der Konradstrasse in Winterthur zu einer Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Roller gekommen.
Verletzt wurde niemand. Der unbekannte Rollerlenker entfernte sich anschliessend von der Unfallstelle. Die Stadtpolizei Winterthur sucht Zeuginnen und Zeugen.
Am Dienstagnachmittag kollidierten auf der Muhenstrasse in Oberentfelden zwei Personenwagen seitlich-frontal.
Dabei wurde ein 65-jähriger Automobilist mittelschwer verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand beträchtlicher Sachschaden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.