In der Nacht vom 8. auf den 9. November 2024 ereignete sich auf der Schulstrasse in Muttenz ein Raub. Ein Passant wurde von drei Tätern bedroht und beraubt.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Samstagabend versuchte ein Unbekannter einen Bahnhofshop in Bümpliz Süd zu überfallen. Er bedrohte das Personal des Bahnhofshops mit einem Messer und flüchtete im Anschluss.
Die Kantonspolizei Bern ermittelt und sucht Zeugen.
Am Samstag, 9. November 2024, ist es in Grub/AR, Unterrechstein, zu einer Kollision zwischen einem Mofa und einem Fahrrad gekommen.
Die Velofahrerin wurde verletzt.
Im Rahmen der präventiven Präsenz haben zwei Polizisten an der Pilatusstrasse in der Stadt Luzern eine Personengruppe festgestellt, welche sich aggressiv gegenüber anderen Personen verhielt.
Als die Polizisten die Personen ansprachen, gingen diese die beiden Polizisten tätlich an und verletzten diese. Drei Personen wurden festgenommen. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Sonntagvormittag, 10. November 2024, kurz nach 11 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass ein Mann am Grossen Mythen rund 200 Meter in die Tiefe gestürzt sei.
Die aufgebotene Rega konnte den 56-jährigen Berggänger im unwegsamen Gelände nur noch tot bergen.
Am Sonntag (10.11.2024), um ca. 04:50 Uhr, hat ein 39-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Langäulistrasse ein entgegenkommendes Auto gestreift.
Danach fuhr der Mann noch bis zum Landgasthofkreisel, ohne sich um die Schadenregelung zu kümmern.
Am Samstag (09.11.2024), kurz nach 6:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass zwei vorerst unbekannte Täter im Bereich der Bichwilerstrasse zwei Fahrzeuge durchsucht und daraus Münzgeld gestohlen haben.
Anlässlich einer Fahndung konnte ein auf das Signalement passender, 26-jähriger lybischer Asylbewerber angehalten und festgenommen werden.
Am Samstagabend (09.11.2024), kurz vor 22:10 Uhr, hat eine zivile Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen auf der Autobahn A13 zwischen Sevelen und Trübbach bei einer Nachfahrmessung im Baustellenbereich einen Raser festgestellt.
Ein 18-jähriger Autofahrer war auf der mit 80 km/h signalisierten Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 146 km/h gefahren.
Am Freitag (08.11.2024), kurz vor 16:40 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass Gülle in den Lattenbach neben der Tägernaustrasse laufe.
Vor Ort stellte sich heraus, dass auf eine Wiese ausgetragene Gülle über eine Sickerleitung in den Lattenbach floss.
Zwischen Samstagabend und Sonntagnacht (10.11.2024), in der Zeit zwischen 16:44 Uhr und 0:17 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Einfamilienhaus an der Vollmoosstrasse eingebrochen.
Sie brach ein Fenster auf und verschaffte sich so Zutritt ins Haus. Dort durchsuchte die Täterschaft diverse Räume und Behältnisse.
Am Samstag (09.11.2024), um 16:20 Uhr, ist ein 31-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Unterstüdtlistrasse gegen einen Zaun geprallt.
Er blieb unverletzt, wurde jedoch als fahrunfähig eingestuft. Zudem war ihm der Führerausweis bereits entzogen worden.
Ein Fussgänger wurde am Samstag in Frauenfeld bei einem Unfall schwer verletzt.
Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war ein Fussgänger kurz vor 22.30 Uhr auf dem Trottoir entlang der St. Gallerstrasse in Richtung Bahnhof unterwegs.
Nach einem Selbstunfall in Frauenfeld musste am Samstag eine Autofahrerin ins Spital gebracht werden.
Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war eine 65-jährige Autofahrerin kurz vor 17 Uhr auf der Bahnhofstrasse stadtauswärts unterwegs und verlor beim Schweizerhofkreisel die Kontrolle über ihr Auto.
Am Sonntagmorgen (10.11.2024) hielt die Stadtpolizei St.Gallen innert eineinhalb Stunden fünf Personen an, welche unter Alkoholeinfluss mit dem Auto unterwegs waren.
Drei Personen mussten den Führerausweis vorläufig abgeben. Alle wurden angezeigt.
Am Samstag ist in Silvaplana eine Frau als vermisst gemeldet worden.
Bei einer gross angelegten Suchaktion konnte die Wanderin im Gebiet Lej da la Tscheppa in Sils i.E. nur noch tot geborgen werden.
Aber wussten Sie? Nebellichter oder Nebelschlusslichter dürfen nur verwendet werden, wenn die Sicht wegen Nebels, Schneetreibens oder starken Regens erheblich eingeschränkt ist.
Warum? Wie wir mit einem Patrouillenwagen demonstrieren, leuchten Nebellichter die Fahrbahn anders aus und könnten andere Verkehrsteilnehmer irritieren.
Auf der Oltnerstrasse in Niedergösgen hat sich am Samstag, 9. November 2024, eine Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet.
Dabei wurden die beiden Beteiligten mittelschwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein medizinisches Problem als Unfallursache im Vordergrund stehen.
Am Samstagmorgen kam es auf einem Waldweg in Wallbach zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen.
Die Insassen des mutmasslichen Verursacherfahrzeuges konnten nach kurzer Flucht durch die Polizei angehalten werden. Beide Personen waren alkoholisiert.
Bei einer Kollision zwischen zwei Personenwagen sind am Donnerstag (07.11.2024) die beiden Lenkerinnen verletzt worden.
Kurz vor 10 Uhr fuhr eine 26-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Umfahrungsstrasse Richtung Niederglatt.
Bei einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Zug sind am Donnerstag (07.11.2024) drei Personen verletzt worden.
Gegen 13:20 Uhr fuhr ein Lastwagen bergwärts auf der Bremgartnerstrasse und wollte nach links in die Ziergärtlistrasse abbiegen.
Auf der Solothurnstrasse in Biberist hat sich am Samstagmorgen, 9. November 2024, eine Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet.
Beide Fahrzeuglenker wurden leicht verletzt und zur Kontrolle in ein Spital gebracht.
Am Samstagabend kollidierten zwei Fahrradlenker miteinander. Ein Kind wurde dabei leicht verletzt.
Der erwachsene Fahrradlenker verliess die Unfallstelle, ohne sich um den beteiligten Jungen zu kümmern. Die Polizei sucht Zeugen.
Ein Motorradfahrer hat sich in der Nach von Samstag (9.11.2024) auf Sonntag in Esslingen (Gemeinde Egg) bei einem Selbstunfall schwere Verletzungen zugezogen.
Kurz vor Mitternacht fuhr ein 17-Jähriger mit seinem Motorrad auf der Grüningerstrasse Richtung Grüningen.
Gestern (09.11.2024, 19:08 Uhr) erreichte uns die Meldung, dass im Schrebergarten an der Talgartenstrasse ein Feuer ausgebrochen ist.
Die ausgerückten Feuerwehrleute hatten die Situation schnell unter Kontrolle und konnten das Feuer rasch löschen.
Am Samstagnachmittag geriet in Arch ein Fahrzeug in Brand. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand erfolgreich löschen.
Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens sind derzeit im Gange.
Gewalt und Alkoholkonsum treten häufig im Doppelpack auf. Gerade in der Familie und in der Partnerschaft mündet diese Kombination häufig in wiederholter Gewalt.
Eskalierende Konflikte stehen dann an der Tagesordnung und Belastungen aller Familienmitglieder sind die Folge.
Am Mittwochabend standen bei einer Verkehrskontrolle im Kanton Zürich die Sichtbarkeit und das Licht im Vordergrund.
Es wurden rund 80 Mängel im Zusammenhang mit Sichtbarkeit beanstandet. Dabei hat die Polizei Autofahrende und Zweiradlenkende ermahnt oder gebüsst.
Über fünfzig junge Frauen und Männer werfen heute Vormittag einen Blick hinter die Kulissen der Polizei Basel-Landschaft.
Nach einem allgemeinen Überblick über die Polizeiausbildung durchlaufen sie nun verschiedene Posten und gewinnen so einen Einblick in die Polizeiarbeit.
Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Samstag (7./8.11.2024) in Zürich einen Motorradraser und später in Uster ein Raser mit seinem Auto angehalten und die Lenker sowie die Mitfahrer verhaftet.
Am Freitagabend, kurz nach 22.30 Uhr, fiel einer Polizeipatrouille in Zürich Seebach ein Motorradfahrer mit hochgeklapptem Kontrollschild auf. Während der Nachfahrt beschleunigte der Motorradfahrer auf der Glattalstrasse auf über 100 km/h statt der signalisierten 50 km/h. Er konnte noch auf der Glattalstrasse angehalten und kontrolliert werden. Der 18-jährige Spanier, der mit einem Lernfahrausweis unterwegs war, wurde festgenommen. Die genaue Geschwindigkeit wird nun durch Spezialisten der Kantonspolizei Zürich ermittelt. Der Lernfahrausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen.
Am Samstag geriet in Biel eine Küche einer Wohnung in Brand. Die ausgerückte Feuerwehr konnte das Feuer erfolgreich löschen.
Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens sind derzeit im Gange.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz vor 11:20 Uhr in der Höhle bei der Quelle des Flusses Brenno (Gebiet Alpe di Pertusio) der Körper eines Höhlentauchers geborgen wurde, der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist.
Der Mann befand sich in einer Tiefe von über 40 Metern und etwa 200 Meter vom Eingang entfernt.
Am Samstag, dem 9. November 2024, war ein Autofahrer auf der Route de France in Richtung Delémont unterwegs.
An einer Kreuzung missachtete er die Vorfahrt eines Radfahrers, der ordnungsgemäss auf der Route de Bellerive aus Richtung Laufon kam.
Am Freitag, 08.11.2024, 18.20 Uhr, kam es beim Schwandner Turm oberhalb von Schwanden zu einem Fahrzeugbrand.
Während der Bergfahrt bemerkte der Lenker eines Personenwagens einen Brandgeruch und sah im Rückspiegel brennende Tropfen auf der Strasse.
Zwei mutmassliche Einbrecher konnten nach Flucht in der Nacht auf Samstag durch die Polizei angehalten und vorläufig festgenommen werden.
Am Samstag, 09. November 2024, 01:45 Uhr, meldete ein Anwohner, dass er zwei mutmassliche Einbrecher in seinem Haus in Lenzburg überrascht habe.
Am Donnerstag, 7. November 2024, standen die Rega-Crews aus Bern und Lausanne dreimal im Einsatz, um frühgeborene Babys von Regionalspitälern in die Zentrumspitäler von Lausanne und Basel zu verlegen.
Die Berner Crew nutzte dabei aufgrund der Wolkendecke zweimal die Flugrouten des Low Flight Networks (LFN).
Am Freitag (08.11.2024), kurz vor 02:10 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass an der Hochwachtstrasse ein Mann zurückgehalten werde, der soeben einen Diebstahl aus einem Auto begangen habe.
Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte vor Ort den 30-jährigen algerischen Asylbewerber festnehmen.
Am Freitag (08.11.2024), um 17:30 Uhr, sind auf der St.Gallerstrasse, Höhe Verzweigung Industriestrasse, ein Auto und ein Motorrad zusammengestossen.
Der 44-jährige Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Er musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Freitag und Samstag (09.11.2024) hat die Kantonspolizei St.Gallen drei Verkehrsteilnehmende kontrolliert, die als fahrunfähig eingestuft werden mussten oder einen zu hohen Atemalkoholwert aufwiesen.
Ihnen wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen.
Am Freitag (08.11.2024), in der Zeit zwischen 14 Uhr und 18:35 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Lenterstrasse eingebrochen.
Die Täterschaft verschaffte sich durch die Sitzplatztüre gewaltsam Zutritt ins Haus, wo sie sämtliche Räume durchsuchte.
Auf der Fulenbacherstrasse in Boningen ist am Freitag, 8. November 2024, eine Fussgängerin beim Überqueren der Strasse von einem Auto erfasst und dabei mittelschwer verletzt worden.
Sie wurde durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht.
Am Freitagnachmittag, 8. November 2024, wollte ein 39-jähriger Landwirt im Gebiet Föhrenberg in Gersau mit einem Motorkarren Mist austragen.
Kurz vor 15 Uhr kippte das Arbeitsfahrzeug im steilen Gelände, überschlug sich einmal und kam wieder auf den Rädern zum Stillstand.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.