Schweiz

Schwende AI: Kleinbus prallt in Baum – Rega fliegt Schwerverletzten

Der Unfall forderte vier Verletzte: Eine Person erlitt schwere, drei weitere leichte Verletzungen. Am Samstagnachmittag, 21. Februar 2026, um kurz nach 14.00 Uhr, hat sich in Schwende / AI ein Selbstunfall ereignet.

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Kapo St.Gallen: Polizei sucht Bewerber mit Mut, Ruhe und Teamfähigkeit (Video)

Viele Einsätze verlangen vor allem eines: überlegtes Handeln und Vertrauen ins Team. In unklaren Situationen ruhig zu bleiben, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen, genau das prägt den Polizeialltag.

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Schaffhausen SH: E-Scooter-Fahrerin schwer verletzt – Rega im Einsatz

Am Freitagabend (20.02.2026) ging bei der Schaffhauser Polizei die Meldung einer Drittperson ein, wonach eine Person mit einem E-Scooter auf der Fulachstrasse in Schaffhausen verunfallt sei. Die 49-jährige Schweizerin zog sich Verletzungen unbekannten Schweregrades zu und wurde in ein Spital verbracht.

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Aeschi SO: Unfallfahrt endet im Gartenzaun – Lenker (44) offenbar unter Drogen

Auf der Gallishofstrasse in Aeschi hat sich am Freitagmorgen, 20. Februar 2026, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Gemäss derzeitigen Erkenntnissen hat der Automobilist das Auto mutmasslich in einem nicht fahrfähigen Zustand und ohne gültigen Führerausweis gelenkt.

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Chur GR: 22-Jähriger donnert mit 164 km/h durch 80er-Zone – Ausweis auf der Stelle weg

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Umfahrung Süd in Chur ist ein Personenwagen ausserorts mit massiv überhöhter Geschwindigkeit erfasst worden. Der 22-jährige Lenker überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit nach Abzug der Toleranz um 79 km/h.

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Oberriet SG: 44-jährige Autofahrerin rammt Brückengeländer und meldet Unfall nicht

In der Samstagnacht (21.02.2026) hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem beschädigten Brückengeländer an der Werkstrasse erhalten. Wie sich herausstellte, hatte eine 44-jährige Autofahrerin einen Selbstunfall verursacht und danach die Unfallmeldung unterlassen.

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Goppenstein VS: Bergung nach Entgleisung gestartet – Strecke bald frei

Nachdem sich die Lawinensituation im Gebiet Goppenstein entspannt hat, konnte die BLS am Donnerstag mit der Bergung des entgleisten Zuges beginnen. Die Lötschberg-Südrampe zwischen Goppenstein und Brig wird voraussichtlich ab Montagmorgen wieder befahrbar sein.

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Wetter am Samstag, 21.02.2026: Warmfront bringt Regen, Schnee und Wind

Die Schweiz befindet sich am Samstag im Einflussbereich eines Tiefs, das vom Atlantik über die Britischen Inseln zieht. Eingelagert in eine nordwestliche Höhenströmung überquert eine Warmfront die zentralen und östlichen Landesteile. Die feuchte Luft wird am Alpennordhang gestaut, die Alpensüdseite bleibt mit Nordwindtendenz wetterbegünstigt. Dahinter fliesst aus Nordwesten deutlich mildere, am Sonntag vorübergehend auch trockenere Luft zur Schweiz. Am Montag erreicht uns aus Westen die nächste Warmfront.

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Hitzkirch LU: 19 angehende Polizisten starten in Praxisausbildung (Video)

19 angehende Polizistinnen und Polizisten des Lehrgangs 25-1 haben die Vorprüfung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch erfolgreich bestanden. Mit viel Engagement, Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung wurde dieses wichtige Etappenziel erreicht.

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Stadt St.Gallen SG: Neue Lehrmittel stärken Sicherheit auf dem Schulweg

Die neuen Lehrmittel zur Schulwegsicherheit sind druckfrisch bei der Stadtpolizei St.Gallen eingetroffen. Sie werden ab Sommer von der 1. bis zur 6. Klasse Primarschule eingesetzt und Schritt für Schritt wichtige Kompetenzen für sicheres Verhalten im Strassenverkehr vermitteln.

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Polizei Basel-Landschaft: Baselbieter Polizeinachwuchs schliesst Ausbildung ab

Wir gratulieren den Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs 2025-1 ganz herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch. In den vergangenen Monaten habt ihr euch mit Engagement, Durchhaltewillen und Teamgeist intensiv auf eure neue verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet.

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Kapo Obwalden: Obwaldner Polizeianwärter besteht Abschlussprüfung

An der heutigen Schlussfeier der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch hat unser Anwärter des Lehrgangs 25-1 seine Abschlussnoten erhalten und die Prüfung erfolgreich bestanden. Dieser bedeutende Meilenstein erfüllt nicht nur ihn, sondern auch unser gesamtes Team mit grosser Freude und Stolz.

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Kapo Schwyz: Zwei Aspirantinnen und fünf Aspiranten meistern Vorprüfung

Unsere zwei Aspirantinnen und fünf Aspiranten des Lehrgangs 25-1 haben an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch die Vorprüfung bestanden. Wir gratulieren ihnen herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg bei der Ausbildung zu Polizistinnen und Polizisten!

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Valbroye VD: Lieferfahrzeug prallt in Unterhaltswagen – Strasse gesperrt

Freitag, 20. Februar 2026, gegen 9.00 Uhr, ereignete sich auf der Route de Berne, im Gebiet "Treize-Cantons" auf Gemeindegebiet von Valbroye, ein Verkehrsunfall zwischen einem Fahrzeug der Generaldirektion für Mobilität und Strassen (DGMR) und einem Lieferfahrzeug. Der Beifahrer des zweiten Fahrzeugs wurde verletzt und ins Spital gebracht. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert und eröffnete eine Untersuchung.

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St-Cergue VD: Streit um Parkplatz – Gemeindeangestellter stirbt nach Faustschlag

Der Mitarbeiter der Gemeinde St-Cergue, der am Sonntag, 8. Februar, bei einer Auseinandersetzung in dieser Ortschaft schwer verletzt worden war, ist gestern gegen Abend im CHUV verstorben. Zur Klärung der genauen Todesursache wurden rechtsmedizinische Untersuchungen angeordnet.

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Genf GE: 60 Beförderungen bei Polizei – erste Auszeichnung für Tapferkeit

Am Montag, 16. Februar, versammelte die Genfer Kantonspolizei ihre Führungskräfte, Mitarbeitenden sowie deren Angehörige im Victoria Hall zur Zeremonie der Verleihung von Graden und Funktionen. Die Zeremonie fand im Beisein unserer Kommandantin, Oberst Monica Bonfanti, von Staatsrätin Carole-Anne Kast sowie von Generalstaatsanwalt Olivier Jornot statt. Das Orchester der Polizei begleitete diesen besonderen Moment musikalisch.

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Bellinzona TI: Grosskontrolle gegen Raser – Mobile Blitzer in allen Bezirken

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Prävention zur Strassensicherheit darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle ist, die teilweise schwere oder sogar tödliche Folgen haben. Die Fahrzeuglenkenden werden erneut aufgefordert, die Tempolimiten zum Schutz der eigenen Sicherheit und jener der anderen Verkehrsteilnehmenden einzuhalten.

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Castagnola TI: E-Scooter-Fahrer stürzt schwer auf Strada di Gandria

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich heute gegen 13:30 Uhr in Castagnola ein Verkehrsunfall ereignet hat. Ein 32-jähriger Schweizer Staatsbürger aus der Region Lugano fuhr mit einem E-Scooter die Strada di Gandria bergab.

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Erstfeld UR: Lieferwagenfahrer mit 0,71 mg/l Alkohol gestoppt

Anlässlich einer mobilen Schwerverkehrskontrolle beim Rastplatz Wyler, auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Nord bei Erstfeld, wurde heute Freitag, 20. Februar 2026, um 07.00 Uhr, ein Lieferwagen mit italienischen Kontrollschildern kontrolliert. Bei der Kontrolle konnten beim Fahrzeuglenker, einem italienischen Staatsangehörigen, Atemalkoholsymptome festgestellt werden.

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Busswil BE: Auto erfasst Mann beim Überqueren der Strasse

Am Freitagmorgen ist es in Busswil zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Fussgänger und einem Auto gekommen. Der Fussgänger wurde schwer verletzt und musste mit der Ambulanz ins Spital gefahren werden. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.

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Zuchwil SO: Lastwagen verliert Spezialkleber – Einfahrt stundenlang zu

In Zuchwil bei der Autobahneinfahrt Solothurn Ost verlor ein Lastwagen am Freitagvormittag, 20. Februar 2026, einen Teil seiner Ladung. Für die Fahrbahnreinigung musste die Einfahrt für rund vier Stunden gesperrt werden.

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Bellinzona TI: Über 600 Gramm Drogen sichergestellt – zwei Festnahmen

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 17. Februar 2026 ein 23-jähriger albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Albanien und ein 56-jähriger Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz im Raum Bellinzona festgenommen wurden. Die beiden stehen im Verdacht, in unterschiedlichen Funktionen an einem grossangelegten Drogenhandel mit lokalen Kunden beteiligt gewesen zu sein.

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Stans NW: Mehrere Anzeigen und Festnahmen an der Fasnacht

Die Fasnachtsanlässe im Kanton Nidwalden begannen am Freitag, 7. Februar 2026, mit dem «Guggenüberfall» in Stans und endeten am Dienstag, 17. Februar 2026, mit der «Uislumpätä» in Buochs und Dallenwil. Die Kantonspolizei Nidwalden begleitete die gesamte Fasnachtszeit mit zusätzlichen Polizeikräften und zieht eine positive Bilanz.

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Thal SG: Reinigungsmittel verursacht Schaumbildung im Steinlibach

Am Donnerstagnachmittag (19.02.2026) hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einer Schaumbildung im Steinlibach erhalten. Abklärungen des Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen haben ergeben, dass Tensid haltiges Reinigungsmittel in einem Schacht entsorgt wurde.

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Frauenfeld TG: Tank von Lastwagen aufgerissen – Diesel fliesst in Schächte

Nach dem Selbstunfall eines Lastwagenfahrers in Frauenfeld floss am Donnerstag Diesel aus einem beschädigten Tank. Ein 46-jähriger Lastwagenfahrer bog kurz vor 20.45 Uhr von der Langfeldstrasse auf einen Parkplatz ab.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.