Schweiz

Frauenfeld TG: Tank von Lastwagen aufgerissen – Diesel fliesst in Schächte

Nach dem Selbstunfall eines Lastwagenfahrers in Frauenfeld floss am Donnerstag Diesel aus einem beschädigten Tank. Ein 46-jähriger Lastwagenfahrer bog kurz vor 20.45 Uhr von der Langfeldstrasse auf einen Parkplatz ab.

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Reichenburg SZ: Autofahrer prallt in Roller – Lenkerin (34) schwer verletzt

Am Donnerstagabend, 19. Februar 2026, fuhr eine 34-jährige Rollerfahrerin auf der Benknerstrasse in Richtung Reichenburg. Hinter ihr fuhr ein 28-jähriger Autofahrer in die gleiche Richtung.

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Kapo Aargau: Lärm durch aufgemotzte Autos belastet Wohngebiete (Video)

Aufgemotzt & laut? Rücksicht zählt. Klar klingt dein Fahrzeug gut, aber das ist noch lange kein Freipass, um besonders in den Abendstunden unnötig Lärm zu verursachen.

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Klosters GR: Lenker überholt Schulbus – Bub (8) von Auto erfasst und verletzt

Am Donnerstagnachmittag ist es in Klosters auf der Talstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Kind gekommen. Der Schüler wurde leicht verletzt.

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Polizei Basel-Landschaft BL: 104 Lastwagen kontrolliert – neun Verstösse entdeckt

Vergangene Woche führten wir gemeinsam mit Polizeikorps aus Bern, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn gezielte Verkehrskontrollen durch. Im Fokus standen Lastwagen und andere schwere Motorfahrzeuge – insbesondere Gewicht und Ladungssicherung, aber auch Ausweisdokumente oder Geschwindigkeitsüberschreitungen.

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Kanton St.Gallen: Polizei kündigt Radar-Kontrollen an – hier die Standorte

Die Kantonspolizei St.Gallen kündigt für das kommende Wochenende erneut Einsätze mit semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen an. Ziel der Kontrollen ist es, die Verkehrssicherheit im ganzen Kantonsgebiet zu erhöhen und Geschwindigkeitsüberschreitungen zu verhindern.

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Disentis/Mustér GR: Nachtsperrung auf Lukmanierstrasse wegen Tunnelarbeiten

Das Tiefbauamt Graubünden führt im Tunnel Las Ruinas Sicherungsarbeiten durch. Dazu muss die Lukmanierstrasse im Abschnitt zwischen Disentis und Curaglia von Montag, 2. März bis Freitag, 27. März 2026, jeweils nachts von 22.00 bis 06.00 Uhr für den Verkehr gesperrt werden.

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Wetter am Freitag, 20.02.2026: Schnee bis ins Flachland, im Süden sonnig

Die Schweiz liegt auf der Rückseite eines Tiefs über dem Balkan in einer nordwestlichen Höhenströmung. Die feuchte Luft wird am Alpennordhang gestaut, auf der Alpensüdseite wird die Luftmasse mit Nordwind abgetrocknet. Am Samstag zieht aus Nordwesten eine Warmfront über die Alpennordseite hinweg. Am Sonntag folgt aus Südwesten durch ein Hoch über der Iberischen Halbinsel trockene und milde Luft.

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Graubünden GR: 600 First Responder Plus für abgelegene Regionen im Einsatz

Die Alpine Rettung Schweiz (ARS) ist die zentrale Koordinationsstelle für die Bergrettung in der Schweiz, dabei kommen auch First Responder Plus zum Einsatz. First Responder Plus gewährleisten die Erstversorgung von Notfallpatientinnen und Notfallpatienten, schwer erkrankten oder verunfallten Personen in Gebieten des Kantons, in denen aufgrund der geringen Einsatzhäufigkeit kein Ambulanzstützpunkt eingerichtet ist, und das Eintreffen professioneller Rettungskräfte am Ereignisort zu lange dauert.

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Stadt Zürich ZH: "Dein Geburtsmonat, deine Polizeifunktion" – Aufgaben der Stadtpolizei

Die Stadtpolizei Zürich zeigt auf ihren Social-Media-Kanälen einen spielerischen Einblick in die Vielfalt polizeilicher Aufgaben. Unter dem Motto „Dein Geburtsmonat – deine Polizeifunktion“ werden zwölf verschiedene Funktionen vorgestellt.

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Lawinenlage bleibt kritisch: Polizei.news und SchneeToni zeigen die Situation am Urnerboden

Am Mittwoch, 18. Februar 2026, war SchneeToni erneut live unterwegs – diesmal auf der Strecke von Linthal zum Urnerboden. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache: massive Schneemengen, zunehmend instabile Hänge und eine Lawinensituation, die weiterhin als kritisch einzustufen ist. Polizei.news nutzt die aktuelle Lage, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, Wintersportler zu sensibilisieren und konkrete Verhaltenstipps für den Ernstfall zu geben. Denn in weiten Teilen der Alpen herrscht weiterhin erhebliche bis grosse Lawinengefahr.

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Neuchâtel NE: 62-Jähriger prallt mit Auto gegen Mauer – Fahrer im Spital

Am Donnerstag, dem 19. Februar, um 13:42 Uhr, fuhr ein 62-jähriger Einwohner von La Côte-aux-Fées mit seinem Auto auf der Rue de Maillefer in Neuchâtel in Richtung Norden. Nahe der Rue Bonhomme verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Mauer.

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Stallikon ZH: Pneukran kippt an Baustelle – Kranführer (60) schwer verletzt

Am Donnerstagmorgen (19.2.2026) ist in Stallikon bei einem Kranunfall der Kranführer schwer verletzt worden. Wegen der aufwändigen Bergungsarbeiten bleibt die Bucheneggstrasse mehrere Tage gesperrt.

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Dagmersellen LU: Möbelstück fällt auf A2 – Kollision im Feierabendverkehr

Ein Lieferwagen fuhr am Mittwoch (18. Februar 2026, kurz vor 19:30 Uhr) auf der Autobahn A2 in Richtung Norden. Kurz nach der Einfahrt Dagmersellen rutschte aus noch ungeklärten Gründen ein geladenes Möbelstück von der Ladefläche auf die Fahrbahn.

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Winikon LU: Lastwagen gerät ins Wiesland und kippt auf die Seite – Lenker leicht verletzt

Ein Lastwagen fuhr am Donnerstag (19. Februar 2026, ca. 08:20 Uhr) auf der Widenmoosstrasse in Richtung Winikon. Aus noch ungeklärten Gründen geriet das Fahrzeug linksseitig ins Wiesland, rutschte ein Bord hinunter und kippte.

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Zug ZG: Zwei Iren nach „Lost Traveller Scam“ festgenommen

Mit einer frei erfundenen Geschichte und vorgetäuschten Geldüberweisungen hat die Täterschaft vorwiegend junge Personen dazu bewogen, an einen Bankomaten Bargeld abzuheben und ihnen zu übergeben. Dank intensiven Ermittlungen konnten vor wenigen Tagen zwei Tatverdächtige festgenommen werden.

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Zentralschweiz: Kampagne gegen Online-Schnäppchen-Betrug gestartet

Ein neues Smartphone für wenige Franken oder ein Haushaltsgerät fast geschenkt – tausende Menschen in der Schweiz werden jedes Jahr Opfer von Betrug bei vermeintlichen Schnäppchen im Internet. Die Zentralschweizer Polizeikorps lancieren deshalb erneut die Kampagne „Hit oder Sh!t? – STOPP Bestellbetrug“.

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Kaltbrunn SG: Missbrauchsvorwürfe erneut geprüft – kein Tatnachweis, Delikte verjährt

Im Rahmen der Missbrauchsvorwürfe betreffend die Christliche Schule Linth sowie die Evangelische Gemeinde Hof Oberkirch in Kaltbrunn hat die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen ein sistiertes Verfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und sexuelle Handlungen mit Kindern wieder aufgenommen. Die Untersuchungen gegen zwei ehemalige Lehrpersonen wurden eingestellt beziehungsweise nicht anhand genommen.

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Lugano TI: Nach Raubversuch – zwei estnische Staatsbürger in Untersuchungshaft

Bezüglich des versuchten Raubes, der sich gestern kurz vor 17:00 Uhr auf dem Corso Pestalozzi in Lugano ereignete, geben die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei bekannt, dass nach Abschluss der Vernehmungen die Untersuchungshaft der beiden nach dem Vorfall festgenommenen Männer angeordnet wurde. Es handelt sich um zwei estnische Staatsbürger.

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Niederwil SG: Auto kracht in Waldstück gegen Baum – Fahrer schwer verletzt

In der Donnerstagnacht (19.02.2026) ist ein 25-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Flawilerstrasse verunfallt und gegen einen Baum geprallt. Der Autofahrer wurde dabei schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.