Schweiz

Kanton Waadt: UEFA-Europameisterschaft 2024 - Umzüge und Festveranstaltungen

Im Rahmen der Spiele der UEFA-Europameisterschaft werden die Gemeindepolizeien und die Kantonspolizei Waadt Vorkehrungen treffen, um mögliche Festveranstaltungen auf der Strasse zu verwalten und die „Fanzonen“ zu sichern, während die Fans ihre Freude zum Ausdruck bringen können. Die Polizei wird keine Fahrzeugkorsos bevorzugen. Um den Verkehrsfluss und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, können Verkehrsumleitungen eingerichtet werden. Missbräuche und schwere Verkehrsdelikte werden zur Anzeige gebracht.

Weiterlesen

Stadt Zürich ZH: Verkehrsbeschränkungen wegen Zurich Pride

Für die Durchführung der Zurich Pride vom Samstag, 15. Juni 2024, erlässt die Stadtpolizei Zürich für die Innenstadt temporäre Verkehrsvorschriften. Am Samstag, 15. Juni 2024, findet die 29. Zurich Pride statt. Aus diesem Grund wird es von 9 bis etwa 17 Uhr zu temporären Verkehrseinschränkungen im Gebiet in der Zürcher Innenstadt sowie entlang des unteren Seebeckens vom Bellevue bis zur Landiwiese kommen.

Weiterlesen

Stadt Basel BS: Senior (88) beraubt und verletzt – Zeugenaufruf

Am Montag, 10. Juni 2024, circa 20.45 Uhr, hat eine unbekannte Person einen 88-jährigen Mann in der Schalterhalle des Bahnhofs SBB beraubt und dabei leicht verletzt. Die Täterschaft floh danach in unbekannte Richtung. Eine sofortige Fahndung durch die Kantonspolizei Basel-Stadt verlief bislang erfolglos.

Weiterlesen

JVA Lenzburg AG: Verpflichtungskredit für Gewerbebetriebe-Ausbau zurückgewiesen

Die grossrätliche Kommission für Allgemeine Verwaltung unterstützt den Antrag der vorberatenden Kommission für öffentliche Sicherheit und beantragt, den Verpflichtungskredit in der Höhe von 11,82 Millionen Franken zurückzuweisen. Der Regierungsrat soll aufgefordert werden, das Projekt zu überarbeiten in Bezug auf Zweckmässigkeit, strategische Ausrichtung, Standort sowie insbesondere auf die Höhe des Verpflichtungskredits und die ungenügende Wirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb.

Weiterlesen

Wil SG: Fussgänger (59) von Auto erfasst und unbestimmt verletzt

Am Montag (10.06.2024), kurz vor 13:45 Uhr, ist es auf dem Bahnhofplatz zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger gekommen. Der 59-jährige Fussgänger wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 2'000 Franken.

Weiterlesen

Bürgenstock NW: Konferenz zum Frieden in der Ukraine - Sicherheitsvorkehrungen

Für die hochrangige Konferenz zum Frieden in der Ukraine am 15./16. Juni 2024 auf dem Bürgenstock (NW) haben sich bisher 90 Staaten und Organisationen angemeldet. Ziel des Treffens auf Ebene der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen ist es, ein gemeinsames Verständnis für einen möglichen Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu entwickeln.

Weiterlesen

Autobahn A2 / Monteceneri TI: Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang

Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es am 09.06.2024 kurz vor 21.30 Uhr auf der Autobahn A2 im Gebiet Monteceneri zu einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Gemäss einer ersten Rekonstruktion war ein Motorradfahrer, dessen Identität noch ermittelt wird, in Richtung Norden unterwegs. Aus noch zu klärenden Gründen verlor er beim Einfahren in den Monteceneri-Tunnel die Kontrolle über sein Motorrad und prallte gegen die rechte Tunnelwand.

Weiterlesen

Endlich macht der Regen mal Pause

Nachdem gestern verbreitet, teils mit Gewittern begleitete Niederschläge niedergingen, beruhigte sich heute allmählich das Wetter. Die Restbewölkung der Kaltfront blieb jedoch noch lange am Alpennordhang „hängen“. Wir zeigen den Ablauf der Gewitter- und der Kaltfrontphase, die Bilanz der Regenmengen und wie sich das stabilere Wetter durchsetzen konnte.

Weiterlesen

Kanton Bern: Wachen wegen mehreren Einsätzen geschlossen

Ab kommendem Mittwoch bis Dienstag nächster Woche bleibt der Grossteil der Wachen der Kantonspolizei Bern geschlossen. Grund dafür ist ein interkantonaler Polizeieinsatz für die Ukraine Konferenz auf dem Bürgenstock sowie weitere Veranstaltungen und offizielle Besuche in der Stadt Bern. Die Kantonspolizei Bern wird mit einem sichtbaren Dispositiv im Einsatz stehen.

Weiterlesen

Kapo St.Gallen: Debit- und Kreditkartenbetrug - Phishing-Nachrichten

Fast jeder Betrug mit Debit- oder Kreditkarten beginnt mit einer Phishing-Nachricht. Dabei gehen die Täter/innen sehr geschickt vor. Wer nicht auf der Hut ist, verliert rasch sehr viel Geld. Der beste Schutz vor Phishing-Angriffen ist, sämtliche Nachrichten zu prüfen und kritisch zu hinterfragen.

Weiterlesen

Zimmerberg-Basistunnel ZH: Erfolgreiche Rettungsübung "SIMPLICITY"

Zusammen mit den Zürcher Blaulichtorganisationen sowie den Gemeinden Adliswil, Rüschlikon, Thalwil und Horgen hat die SBB in der Nacht vom 9./10. Juni 2024 den Ernstfall im Zimmerberg-Basistunnel geübt. Die Einsatz- und Evakuationsprozesse konnten im simulierten Ereignis mit rund 120 Figurantinnen und Figuranten erfolgreich überprüft werden.

Weiterlesen

Küssnacht am Rigi SZ: Bancomat gesprengt - Zeugen gesucht

Am frühen Montagmorgen, 10. Juni 2024, kurz nach 03.30 Uhr, sprengte eine unbekannte Täterschaft an der Zugerstrasse in Küssnacht am Rigi einen Geldautomaten. Durch die Detonation wurden der an einem Tankstellen-Shop angebaute Automat zerstört und das betroffene Gebäude beschädigt.

Weiterlesen

Kanton Uri: Verkehrsbehinderungen wegen der Tour de Suisse

Am Mittwoch, 12. Juni 2024, rollt die Tour de Suisse durch den Kanton Uri. Die 4. Etappe führt von Rüschlikon über die Axenstrasse via Gotthardstrasse und Schöllenen auf den Gotthardpass. Das Teilnehmerfeld umfasste beim Tourstart rund 160 Berufsfahrer. Neben den Begleitfahrzeugen befährt der Reklametross (ca. 20 Fahrzeuge) rund eine Stunde vor dem Rennen die Strecke.

Weiterlesen

Unfall in Schaffhausen SH: Autofahrer (91) fährt ungebremst in Fussgänger

Am Sonntagnachmittag (09.06.2024) ist es an der Rheinhaldenstrasse in 8200 Schaffhausen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und zwei Fussgängern gekommen. Die beiden Fussgänger wurden durch die Kollision schwer verletzt.

Weiterlesen

Val Müstair GR: Motorradfahrer (41) bei Selbstunfall verletzt

Am Sonntagnachmittag ist auf dem Umbrailpass ein Motorradfahrer gestürzt und hat sich dabei verletzt. Ein 41-jähriger Motorradlenker fuhr um 14.10 Uhr vom Umbrailpass talwärts in Richtung Sta. Maria. Bei der Örtlichkeit Alp Muraunza geriet sein Motorrad auf der leicht nassen Fahrbahn in einer langgezogenen Rechtskurve ins Schleudern.

Weiterlesen

Remo-Haustechnik Jevremovic: Ihr Sanitär- und Heizungsfachbetrieb in Wallisellen ZH

Planen Sie, Ihr Badezimmer zu renovieren? Möchten Sie es altersgerecht modernisieren, um mehr Komfort und Sicherheit zu gewährleisten? Oder benötigt Ihre in die Jahre gekommene Heizung ein Upgrade, um effizienter und umweltfreundlicher zu arbeiten? Egal, ob es sich um einen Neubau oder eine Sanierung handelt, Remo-Haustechnik Jevremovic steht Ihnen als kompetenter Ansprechpartner bei Ihrem Projekt zur Seite. Es gibt viele Gründe, warum neue Sanitäranlagen oder Heizungen erforderlich werden können. Vielleicht wollen Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern, Energie und Kosten sparen, oder einfach den Komfort in Ihrem Zuhause verbessern. Alte Heizsysteme können ineffizient und teuer im Betrieb sein. Moderne Anlagen dagegen arbeiten in der Regel energieeffizienter und sparen langfristig Kosten. Neue Sanitärinstallationen sind nicht nur funktionaler, sondern auch optisch ansprechender. Eine Modernisierung kann die Lebensqualität der Hausbewohner erheblich erhöhen.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.