Die Schaffhauser Polizei hat am Sonntagmorgen (07.04.2024) in Thayngen zwei mutmassliche Einbrecher festgenommen.
Diese werden beschuldigt, für mehrere Einschleich-, Einbruch- und Velodiebstähle in der Stadt Schaffhausen und Thayngen verantwortlich zu sein.
Am vergangenen Samstagabend, 13.04.2024, beabsichtige ein Autolenker von Engelberg Richtung Grafenort zu fahren.
Aufgrund der Bedienung des Auto-Radios geriet er in der Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte anschliessend beidseitig mit der Strasseneinrichtung.
Zwischen dem 25. März und 12. April 2024 wurden aus den Texaid-Altkleider-Containern der Sammelstellen Ygrubenstrasse in Glarus und Bahnhof Netstal mutmasslich Alttextilien gestohlen.
Die unbekannte Täterschaft holte via die Einwurfsklappe Altkleidersäcke aus den Containern, riss diese auf und suchte sich die für sie brauchbaren Kleidungsstücke heraus. Die restlichen Textilien warf sie wieder zurück.
In der Nacht auf Dienstag (16.04.2024) ist in Elgg ein Schopf komplett niedergebrannt. Am Gebäude ist erheblicher Sachschaden entstanden.
Mehrere Personen mussten evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.
Im Tunnel Silvaplana ist es am frühen Montagmorgen zu einer Frontalkollision zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen.
Alle beteiligen Personen wurden medizinisch versorgt.
Auf dem Hallwilersee werden Segelschiffe mit Foils (flügelähnliche Vorrichtungen am Schiffsrumpf) ab dem 1. Mai 2024 neu zugelassen. Zudem wird das bisherige, pauschale Flugverbot über Gewässer für Drohnen oder andere zivile unbemannte Luftfahrzeuge gelockert.
Der Regierungsrat hat diese und weitere Änderungen der Verordnung über die Schifffahrt beschlossen. Die neuen Bestimmungen treten am 1. Mai 2024 in Kraft.
Zum Schutz der Luzerner Gewässer vor Schadorganismen müssen Schiffe, die zuvor in einem anderen Gewässer lagen, vor dem Einwassern gereinigt werden.
Gleichzeitig werden nun auch auf dem Sempachersee und dem Luzerner Teil des Hallwilersees Segelschiffe und Segelbretter mit tragflügelähnlichen Vorrichtungen (sog. Foils) zugelassen. Der Regierungsrat hat diese und weitere Änderungen an der Verordnung über die Schifffahrt beschlossen. Die neuen Bestimmungen treten am 1. Mai 2024 in Kraft.
Umstellung der ärztlichen Notrufnummer von 0900 401 501 auf 0800 401 501.
Ab Montag, 15. April 2024 ersetzt die für Anrufende kostenlose Notrufnummer 0800 401 501 die bisherige kostenpflichtige ärztliche Notrufnummer 0900 401 501 (Fr. 3.23 pro Minute). Auch über die neue ärztliche Notfallnummer erhalten Patientinnen und Patienten bei medizinischen Anliegen rasche und kompetente Hilfe.
Anlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle hat die Kantonspolizei Solothurn am Samstag, 13. April 2024, auf der Thalstrasse in Matzendorf mit einem mobilen Radargerät ein Auto im Innerortsbereich mit 119 km/h gemessen.
Erlaubt sind im Bereich der Messstelle 50 km/h. Der verantwortliche Fahrzeuglenker konnte durch die Polizei angehalten werden. Er wird nach den gesetzlichen Bestimmungen über Raserdelikte zur Anzeige gebracht.
Heute Vormittag ist es auf einem Parkplatz bei der Seeburgstrasse in Luzern zu einem Selbstunfall gekommen.
Ein Fahrzeug fuhr eine Böschung hinunter und überschlug sich. Die Autofahrerin verletzte sich beim Unfall und wurde ins Spital gefahren.
In der Nacht auf Sonntag schlichen zwei Personen in ein Einfamilienhaus.
Sie wurden durch die Bewohner überrascht und später durch die Polizei verhaftet.
Am Sonntagabend wurde ein Motorradfahrer in Bellmund mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Der Lenker konnte in der Folge angehalten werden.
Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.
Am Montag, 15.04.2024, ist es in Herisau zu einem Einbruchdiebstahl in ein Gewerbegebäude gekommen.
Dabei entstand Schaden in noch nicht bestimmter Höhe.
Am 11. April 2024 informierte eine Drittperson die Kantonspolizei Wallis über den Fund einer toten Person in der Region Derborence.
Die Polizei barg die sterblichen Überreste und identifizierte sie.
Am Montagmorgen, 15. April 2024 ereignete sich auf der Zugerstrasse in Arth eine Selbstkollision eines Motorradfahrers.
Der 40-Jährige fuhr um 05:55 Uhr bei Dunkelheit und nasser Fahrbahn dorfauswärts Richtung Walchwil.
Der Motorradfahrer, der am Samstag bei einem Verkehrsunfall auf der Julierstrasse in Rona lebensgefährlich verletzt wurde (Polizei.news berichtete), ist am Sonntag im Spital verstorben.
Der 18-jährige Schweizer war frontal mit einem entgegenkommenden Lieferwagen kollidiert und hatte dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
Eine Autofahrerin fuhr am Freitag (12. April 2024, 15:30 Uhr) auf der Luzernerstrasse in Mosen Richtung Beinwil.
Bei der Kreuzung bog zum gleichen Zeitpunkt ein Lieferwagenlenker von der Aescherstrasse her nach links in die Luzernerstrasse ein.
Ein Autofahrer bog am Samstag (13. April 2024, kurz vor 10:30 Uhr) von einer Nebenstrasse in die Lindenbergstrasse ein, um Richtung Hitzkirch zu fahren.
Ein von Hämikon Richtung Hitzirch fahrender Motorradfahrer bemerkte dies zu spät und prallte gegen das Heck des Autos.
Am frühen Sonntagmorgen (14. April 2024, kurz vor 01:30 Uhr) war ein Radfahrer in der Stadt Luzern unterwegs.
Beim Bundesplatz kam er zu Fall und verletzte sich beim Sturz.
Ein Mann entwendete am frühen Sonntagmorgen (14. April 2024, 06:00 Uhr) in Wolhusen einen Personenwagen.
Im Bereich der Kirchhalde prallte er rechts gegen einen Gartenzaun.
Am Sonntag (14. April 2024, kurz vor 08:45 Uhr) fuhr ein 32-jähriger Autofahrer auf der Ringstrasse Ost in den Kreisel Schlottermilch und anschliessend in Richtung Surseepark.
Gleichzeitig überquerte ein Fussgänger die Ringstrasse auf dem dortigen Fussgängerstreifen.
Ein Autofahrer fuhr am Sonntag (14. April 2024, kurz nach 15:30 Uhr) mit seinem Auto von Baldegg Richtung Hitzkirch.
Dabei soll er gemäss Meldung ins Wiesland geraten sein und auch Randsteine touchiert haben.
Am Sonntagnachmittag ist es in Steffisburg zu einem Selbstunfall eines Motorradlenkers gekommen.
Trotz umgehender Rettungsmassnahmen erlag der Motorradlenker noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Unfall wird untersucht.
In der Nacht auf Samstag, 13. April 2024, ist an der Mittelbissaustrasse in Heiden, ein Brand ausgebrochen. Es entstand hoher Sachschaden.
Am 13. April, kurz nach 02.00 Uhr war es in Heiden zu einem Brand eines Einfamilienhauses mit angebauter Scheune gekommen.
Um rund um die Uhr einsatzbereit zu sein, absolvieren unsere Crews regelmässige Trainings, wie hier bei der jährlichen Checkwoche am Grenchenberg Ende März 2024.
In einer solchen Checkwoche wird auch der Einsatz mit der Rettungswinde in Zusammenarbeit mit Rettungsspezialisten Helikopter der Alpinen Rettung Schweiz trainiert.
Am vergangenen Wochenende ist es zu sieben Verkehrsunfällen gekommen. Dabei wurden vier Personen verletzt und ins Spital eingeliefert.
Am Montagmorgen geriet ein Fahrzeug in Brand.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Elsau hat die Kantonspolizei Zürich am Sonntagabend (14.4.2024) einen Raser festgenommen.
Der Mann war mit seinem Motorrad auf der St. Gallerstrasse 134 km/h zu schnell unterwegs.
Am Montag (15.04.2024), kurz nach 00:40 Uhr, ist es in einer Wohnung am St. Josefweg zu einem Brand gekommen.
Als Brandursache steht ein technischer Defekt von einer Elektroinstallation im Vordergrund.
Am Montag (15.04.2024), kurz nach 2:30 Uhr, ist es in einer Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses an der Bürgerheimstrasse zu einem Brand gekommen.
Durch den Brand erlitten mehrere Fahrzeuge Totalschaden. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.
Am Sonntag (14.04.2024), kurz nach 22:20 Uhr, ist es in einem Schopf an der Oberdorfstrasse zu einem Brand gekommen. Der Brand konnte rasch gelöscht werden.
Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Sonntag (14.04.2024), ist es auf der Hulfteggstrasse zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen.
Er wurde dabei unbestimmt verletzt. Der 20-Jährige wurde von der Rega ins Spital geflogen.
Am Sonntag (14.04.2024), um 16:45 Uhr, ist es auf einer Raststätte bei der Autobahn A1 in Richtung Rheineck zu einem Autobrand gekommen.
Es wurden keine Personen verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 20'000 Franken.
Am Sonntag (14.04.2024), um 11:40 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen.
Der 47-jährige Velofahrer wurde dabei leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Sonntag (14.04.2024), kurz nach 12:30 Uhr, ist es auf der Trogenerstrasse zu einem Selbstunfall von einer Motorradfahrerin gekommen.
Die 57-jährige Frau wurde dabei unbestimmt verletzt.
Am Sonntag, 14. April 2024, ist es auf der Schwägalpstrecke in Urnäsch zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen.
Dabei verletzte sich eine Person. Es entstand Sachschaden.
Ab Montag, 22. April 2024, saniert das Strassenkreisinspektorat Wattwil die Schwägalpstrasse in der Gemeinde Nesslau.
Im Abschnitt Seebensäge bis Seebengatter verbessert das Strassenkreisinspektorat nebst den alten Belägen auch den Amphibienschutz und erneuert die Gewässerdurchlässe. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende August 2024.
Von Montag, 22. April 2024, bis Juli 2024 saniert das kantonale Tiefbauamt in Schmerikon die St.Galler- und die Hauptstrasse im Abschnitt Lanzenmoos- bis Bahnhofstrasse.
Der Verkehr wird in dieser Zeit einspurig geführt. Abschliessend wird während einem Wochenende die Durchfahrt für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Am Sonntagnachmittag geriet ein PW-Lenker mit seinem Fahrzeug in das Gleisbett. Er versuchte dann selbständig wieder aus diesem herauszufahren, was nicht gelang.
Verletzt wurde niemand. Es entstand am Fahrzeug sowie an der Bahninfrastruktur jedoch erheblicher Sachschaden.
Aktuell erleben wir ein „Jahreszeitenorchester“ der besonderen Art: Wie bereits am vergangenen Wochenende war es auch dieses Wochenende wieder sommerlich warm und es wurden zahlreiche April-Temperaturrekorde gebrochen.
Die Temperaturentwicklung in der kommenden Woche zeigt jedoch einen klaren Trend: und zwar nach unten! Der Winter gibt noch nicht auf.
Polizeifahrzeuge aus den unterschiedlichsten Kantonen und Korps für einmal nicht an einem interkantonalen Grosseinsatz, sondern beim jährlichen Fahrsicherheitstraining der Kantonspolizei Zürich auf dem Flugplatz Dübendorf.
Das Fahrzeug auch bei schwierigen Situationen unter Kontrolle zu haben, ist das Ziel eines Fahrsicherheitstrainings.
Damian Bregy teilt mit, was ihn motiviert und welche Herausforderungen er täglich meistert.
Denk daran, wenn du eine Notrufnummer wählst: Bleibe ruhig und beantworte die Fragen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.