Schweiz

Stadt Schaffhausen SH / A4: Kollision zwischen zwei Autos – eine Person verletzt

Am Freitagnachmittag (08.12.2023) hat sich auf der A4 in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Dabei wurde eine Autofahrerin leicht verletzt. Der Unfallhergang ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Stadt Bern BE: Verkehrskontrolle – zwei Personen festgenommen

Die Kantonspolizei Bern hat am vergangenen Wochenende in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) in der Region Bern gezielte Kontrollen mit Blick auf den grenzüberschreitenden Verkehr durchgeführt. Insgesamt wurden 5 Fahrzeuglenkende angezeigt. Ein Fahrzeug wurde sichergestellt beziehungsweise einem Fahrzeug die Weiterfahrt verhindert. Zwei Personen wurden festgenommen.

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Stadt St.Gallen SG: Verletzte Person nach Auseinandersetzung - Festnahmen

Am Montag (11.12.2023), kurz nach 8:30 Uhr, hat die Stadtpolizei St.Gallen die Meldung von Blutverschmutzungen in einem Mehrfamilienhaus an der Langgasse erhalten. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ist ein 23-jähriger Mann in einer tätlichen Auseinandersetzung mit einer Gruppe mehrerer Personen unbestimmt verletzt worden. Die Umstände der Tat sind Gegenstand von laufenden Ermittlungen. Am Dienstagnachmittag wurden zwei Verdächtige festgenommen.

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Kantone Waadt, Genf und Stadt Lausanne: Sanktionen nach Ausschreitungen

Die Kantone Waadt und Genf sowie die Stadt Lausanne haben die Konferenz der Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) angerufen, um ihre Sanktionen nach den gewalttätigen Ausschreitungen zu koordinieren, die sich am Samstag, den 9. Dezember 2023 am Rande des Spiels zwischen Lausanne-Sport und dem FC Servette im Stade de la Tuilière ereignet haben. Die für die Fans dieser beiden Vereine reservierten Tribünen werden für ihr nächstes jeweiliges Heimspiel geschlossen. Sollte es erneut zu einem Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften kommen, wird dieses unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.

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Kanton Jura: Zusammenstoss zwischen Fussgänger und Fahrzeug - Zeugenaufruf

Am Mittwoch, 06.12.2023, gegen 07:15 Uhr, kam es kurz vor der Begegnungszone in der Nähe des Collège zu einem Zusammenstoss zwischen einem Fussgänger und einem dunklen Fahrzeug. Infolge des Zusammenstosses stürzte der Fussgänger und das Fahrzeug verliess den Ort, ohne sich anzumelden.

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Kanton Waadt: Bilanz der Unwetter - EMCC, Zivilschutz, Feuerwehr und mehr mobilisiert

Die Niederschläge, die in der Nacht von Sonntag auf Montag einsetzten, erforderten eine Koordination der Dienste, die vom Kantonalen Führungsstab (EMCC) geleitet wurde, um eine Überwachung der Lage zu gewährleisten. Die Feuerwehr, der Zivilschutz, die Waadtländer Polizei und die Generaldirektion für Umwelt - Abteilung Wasserressourcen und Wasserwirtschaft (EAU) wurden in mehreren Regionen des Kantons präventiv mobilisiert, um den Wasserstand der Flüsse und Seen zu überwachen. Die Lage blieb stabil. Das Dispositiv wird bis zur Ankündigung des für morgen Mittwoch erwarteten Endes der Niederschläge aufrechterhalten.

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Iragna TI: Beeinträchtigung des Betriebs einer Radarstation - Täter identifiziert

Im Zusammenhang mit dem Versuch, den ordnungsgemässen Betrieb einer halbstationären Radaranlage zu beeinträchtigen, der sich am späten Abend des 02.11.2023 in der Via della Pietra in Iragna ereignete, teilt die Kantonspolizei mit, dass die sofort eingeleiteten Ermittlungen die Identifizierung und Befragung der Täterschaft ermöglicht haben. Es handelt sich um einen 27-jährigen Mann und eine 64-jährige Frau, beide Schweizer Bürger, die an der Riviera leben.

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Kanton Waadt: Verkehrsprävention - Kampagne gegen Alkohol am Steuer

Seit Anfang Dezember und während der Feiertage führen die Kantonspolizei und die Waadtländer Gemeindepolizeien eine Kampagne zur Verkehrsprävention gegen Alkohol am Steuer durch. Die Visuals der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU): "Am Steuer reicht ein Glas, um die Sicht zu trüben" werden in unserem Gebiet plakatiert. Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, sich in dieser festlichen Zeit verantwortungsvoll im Strassenverkehr zu verhalten.

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La Chaux-De-Fonds NE: Kollision zwischen zwei Fahrzeugen - Fahrer verletzt

Am Montag, 11. Dezember, gegen 17:30 Uhr, fuhr ein Auto, das von einer 30-jährigen Einwohnerin von La Chaux-de-Fonds gesteuert wurde, auf der Avenue Léopold-Robert in La Chaux-de-Fonds. Auf Höhe der Hausnummer 21 kam es zu einer Kollision mit dem Auto, das von einem 33-jährigen Einwohner von Couvet gesteuert wurde und verkehrsbedingt angehalten hatte.

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Kirchlindach / Meikirch / Bern BE: Mehrere Raube auf Einkaufsläden – Täter ermittelt

Im März 2023 konnte nach einem Raubversuch in Bern ein mutmasslicher Täter angehalten werden. Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Mann drei weitere Raubüberfälle zwischen 2019 und 2023 in Kirchlindach und Meikirch zugeordnet werden. Der Mann wird sich vor der Justiz verantworten müssen.

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Älterer Velo- und E-Bike-Fahrender - zehnfaches Sterberisiko ab 75 bei Unfällen

Velo- und E-Bike-Unfälle haben im Alter besonders schwerwiegende Folgen. So verletzen sich Personen ab 75 Jahren zehnmal so oft tödlich wie Menschen unter 45. Insgesamt haben Ältere pro gefahrene Kilometer ein stark erhöhtes Risiko für schwere Unfälle. Eine neue Analyse der BFU zeigt, dass es gezielte Präventionsmassnahmen braucht, um den Verkehr für Velos und E-Bikes sicherer zu machen. Davon profitieren letztlich alle Altersgruppen.

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Kanton Graubünden: Wolfs-Regulation wird nur in Teilen des Kantons gestoppt

Der Kanton Graubünden zeigt sich über das Vorgehen der Umweltschutzorganisationen überrascht und enttäuscht. Nachdem nun die Details der Beschwerde vorliegen und klar ist, dass sich diese nur gegen einen Teil der proaktiven Regulation richtet, kann die proaktive Regulation in den nicht davon betroffenen Teilen fortgesetzt werden. Auch die Jägerschaft darf unterstützen.

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Genf GE: Hochwasser der Arve - Bevölkerung zur Wachsamkeit aufgerufen

Am Montag, den 11. Dezember 2023, und gemäss den Vorhersagen von MeteoSchweiz wurde für die Arve eine Hochwasserwarnung der Stufe 4 ausgegeben. Die Abflüsse können in der Nacht potenziell über 750m3/Sekunde betragen, was dem Fünffachen des durchschnittlichen Abflusses des Flusses im Monat Dezember entspricht. Angesichts der Gefahren wird die Bevölkerung zu äusserster Vorsicht aufgerufen, wie schon beim Hochwasser am 15. November. Die Rettungsdienste haben Sicherheitsmassnahmen ergriffen und rechnen mit einer möglichen Schliessung von Brücken.

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Hauterive NE: Unfall zwischen Fussgänger und Radfahrer mit Verletzten - Zeugenaufruf

Am Sonntag, 10. Dezember 2023, zwischen 18:00 und 18:30 Uhr, ereignete sich auf dem gemischten Fuss- und Radweg zwischen Hauterive und St-Blaise, der entlang der BLS-Zuglinie verläuft, ein Unfall zwischen einem 74-jährigen Fussgänger und einem Radfahrer. Die Neuenburger Polizei sucht den am Unfall beteiligten Radfahrer sowie alle Personen, die Auskunft geben können.

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Region Locarno TI: Eine Verhaftung wegen versuchten Mordes - Opfer schwer verletzt

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass heute ein 36-jähriger italienischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in der Region Locarno verhaftet wurde. Gemäss einer ersten Rekonstruktion befand sich der Verhaftete gestern Morgen kurz vor 03:00 Uhr in einem Nachtclub in der Via Stazione in Muralto.

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Oberburg BE: Frontalkollision zwischen zwei Autos - drei Personen verletzt

Am Montagnachmittag ist es in Oberburg zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine Lenkerin und ein Lenker sowie eine Beifahrerin wurden dabei verletzt und mit zwei Ambulanzen ins Spital gebracht. Die Krauchthalstrasse war für die Unfallarbeiten rund eineinhalb Stunden gesperrt.

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Graubünden: Sperrung der Kantonsstrasse zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen

Aufgrund der starken Niederschläge hat sich im Laufe des Montags, 11. Dezember 2023 Erd- und Gesteinsmaterial oberhalb der Kantonsstrasse zwischen Rhäzüns und Rothenbrunnen gelöst und ist teilweise bis auf die Kantonsstrasse gelangt. Aus Sicherheitsgründen bleibt diese bis mindestens Mittwochmittag, 13. Dezember 2023 gesperrt.

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Stadt Schaffhausen SH: Präventionsaktion im Herblinger Markt

Am Mittwoch (13.12.2023), ab 13.00 Uhr, wird die Schaffhauser Polizei, im Einkaufszentrum Herblinger Markt in der Stadt Schaffhausen einen Infostand zu den Themen "Alkohol im Strassenverkehr" und "Einbruchschutz über die Festtage" betreiben. Mit den anstehenden Festtagen steigt für gewöhnlich auch die Anzahl an Firmen- und Familienanlässen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.