Die Kantonspolizei Zürich und die Kommunalpolizeien auf Kantonsgebiet rückten in der Nacht auf Neujahr (1.1.2024) an rund 120 Ereignisse im Zusammenhang mit den Silvesterfeierlichkeiten aus.
Im Hauptbahnhof zeigte sie sich in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen für die Sicherheit der zahlreichen Besuchenden des Silvesterzaubers in Zürich verantwortlich.
Gestern drohte an der Hilaria-Allee ein Ast abzubrechen und einen Fussgänger/Fussgängerin zu verletzten.
Die aufgebotene Holzergruppe der Feuerwehr Rüti nutze die Autodrehleiter um den Ast abzusägen.
Das neue Jahr war noch keine zwei Stunden alt, da wurde die Feuerwehr Rüti bereits zu einem Brand eines Containers gerufen.
Eine Feuerwerksbatterie entzündete sich neben einem Abfahlcontainer und wurde durch vorbeigehende Fussgänger entdeckt.
Am frühen Montagmorgen, 01. Januar 2024, kurz nach 05.00 Uhr, verursachte ein Fahrzeuglenker in der Autobahn A22 in Füllinsdorf BL, Fahrtrichtung Liestal/Sissach, ein Selbstunfall.
Personen wurde dabei keine verletzt.
Am Sonntagabend, 31. Dezember 2023, kurz vor 21.00 Uhr, kam es in der Dachwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Thiersteinerstrasse in Reinach BL zu einem Brandausbruch.
Vier Personen wurden dabei leicht verletzt. In der betroffenen Wohnung entstand grosser Sachschaden.
In der Silvesternacht rückte die Polizei im Aargau diverse Male wegen Missbrauchs von Feuerwerk aus. Eine Person wurde verletzt.
An diversen Orten entstand Sachschaden.
In der Silvesternacht hat die Kantonspolizei St.Gallen rund 70 verschiedenste Einsätze geleistet. Diese Anzahl ist weit unten denjenigen des vergangenen Jahres. Erfreulicherweise gab es keine schweren Vorfälle. Beschäftigt haben Reklamationen und Ruhstörungen im Zusammenhang mit Feuerwerk.
Zwei Feuerwehren mussten wegen Heckenbränden aufgeboten werden. 12 mal mussten die Feuerwehren rauchende oder brennende Unterflurcontainer löschen.
Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau mussten zwischen Sonntagabend und Montagmorgen an mehrere Brände, Ruhestörungen und Streitigkeiten ausrücken. Bei einer Auseinandersetzung in Warth wurde ein Mann mittelschwer verletzt und musste durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Von Sonntagabend bis Montagmorgen gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale rund 20 Meldungen über Brände, Ruhestörungen und Streitigkeiten, grösstenteils in Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern, ein. In Frauenfeld, Amriswil und Uttwil mussten die Feuerwehren Brände in Unterflurcontainern und Abfalleimern löschen.
In der Nacht auf Montag hat sich in Seedorf ein Verkehrsunfall ereignet. Zwei Personen wurden schwer verletzt mit je einem Helikopter und drei Personen leicht verletzt mit drei Ambulanzen ins Spital gebracht.
Der Unfall wird untersucht.
Auf der Gürtelstrasse, in der Tempo-30-Zone, ist es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Fussgängerin gekommen.
Die Fussgängerin wurde verletzt.
Die Kantonspolizei Zürich verhaftete am Samstagvormittag (30.12.2023) am Flughafen Zürich einen Drogenkurier und stellte rund 1000 Gramm Kokain sicher.
Ein 32-jähriger Brasilianer reiste mit dem Flugzeug von Sao Paolo nach Zürich. Im Transitbereich des Flughafens fiel er Fahndern der Kantonspolizei Zürich auf. Diese unterzogen den Mann einer genaueren Kontrolle. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann mehr als 100 mit Kokain gefüllte Fingerlinge geschluckt hatte und im Körper mitführte. Gesamthaft beläuft sich das Gewicht der Betäubungsmittel auf rund 1000 Gramm.
Christbäume werden bei jeder Kehrichtabfuhr kostenlos gesammelt.
Bitte beachten: Damit sie in die Kehrichtfahrzeuge geladen werden können, dürfen Bäume oder Baumteile nicht grösser als zwei Meter sein.
Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Sonntagmorgen in Wigoltingen einen Mann festgenommen, der ein Auto durchsucht hatte.
Kurz nach 4.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass eine unbekannte Person an der Bändlistrasse ein Auto durchsuche.
Am Samstag, 30. Dezember 2023, ist es in Trogen und in Schwellbrunn zu Selbstunfällen mit Personenwagen gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagnachmittag (29.12.2023) in Elgg einen jugendlichen Einbrecher kurz nach der Tat verhaftet.
Anwohner meldeten gegen 14 Uhr eine verdächtige Person, die sich eilig aus einem Garten entfernt haben soll. Aufgrund des geschilderten Signalements wurde diese Person wenig später von einer Polizeipatrouille erkannt und verhaftet.
Eine unbekannte Täterschaft hat am Samstag eine Briefkastenanlage in Niederrohrdorf gesprengt. Es entstand beträchtlicher Sachschaden.
Die Polizei sucht Zeugen.
Zwei alkoholisierte Autofahrer mussten in der Nacht auf Sonntag in St. Margarethen und Weinfelden ihren Führerausweis abgeben.
Eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau hielt kurz nach 1 Uhr einen Autofahrer auf der Mörikonerstrasse in St. Margarethen zur Kontrolle an. Die Atemalkoholprobe beim 60-jährigen Schweizer ergab 0,79 mg/l.
Am Freitagabend, 29. Dezember 2023, kurz nach 22.30 Uhr, konnte durch die Polizei ein entwendeter Personenwagen nach kurzer Nacheile in Kaiseraugst AG gestoppt und der Lenker angehalten werden.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Am frühen Sonntagmorgen (31.12.2023) fuhr ein Fahrzeuglenker an der Steinachstrasse einen Verkehrsteiler um. Anschliessend kollidierte er mit einer Signaltafel. Es entstand mittlerer Sachschaden.
Personen kamen keine zu Schaden.
Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntag, 31.12.2023, um 04.40 Uhr auf dem Altrheinweg.
Ein E-Roller-Fahrer verlor aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug und wurde verletzt.
In der Zeit zwischen Mittwochnachmittag und Samstagabend (30.12.2023) ist eine unbekannte Täterschaft an der Bettenstrasse in ein Einfamilienhaus eingebrochen.
Sie verschaffte sich über eine Terrassentür gewaltsam Zugang zu den Räumlichkeiten.
Am Sonntag (31.12.2023), kurz nach 03:05 Uhr, ist ein Auto auf der Staatsstrasse in einen Kandelaber geprallt.
Der 32-jährige Autofahrer war in alkoholisiertem Zustand unterwegs. Er musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.
Am Samstag (30.12.2023), kurz nach 10:10 Uhr, ist ein 77-jähriger Mofafahrer auf der Mühlaustrasse von der Fahrbahn abgekommen. Er verletzte sich dabei unbestimmt.
Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Samstag, 30. Dezember 2023, gegen 12.00 Uhr, fuhr der 53-jährige Lenker eines Personenwagens mit slowenischen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Gurtnellen Richtung Norden.
Er geriet auf der Überholspur zu weit nach links und kollidierte mit der Leitplanke. Beim Unfall verletzte sich niemand.
Bei einer Kollision zwischen einer S-Bahn der Linie 4 der SZU und einem Personenwagen ist am Samstagnachmittag (30.12.2023) in Langnau a.A. erheblicher Sachschaden entstanden.
Verletzt wurde niemand.
Ein fahrunfähiger Autofahrer verursachte am Samstagmorgen in Kreuzlingen einen Selbstunfall.
Er wurde leicht verletzt und musste seinen Führerausweis abgeben.
Samstagmorgen nach halb elf raucht es aus einem Unterflurcontainer an der Berner Riedbachstrasse.
Die Berufsfeuerwehr von Schutz und Rettung Bern rückt mit Tanklöschfahrzeug und Kranwagen aus, hebt den Container aus dem Boden und löscht das Feuer im Innern.
Wir erhalten bereits Meldungen, wonach schon Feuerwerk gezündet wird. Das Abbrennen von Feuerwerk ist erst an Silvester/Neujahr erlaubt.
Gerade Tiere leiden schon genug unter dem damit verbundenen Lärm.
Am Samstagmorgen hat eine Polizeipatrouille einen Automobilisten angehalten, nachdem er diese kurz zuvor innerorts überholt hatte.
Der Mann sah nicht genügend aus seinem Auto.
Wir erzählen die spannende Geschichte eines jungen Familienvaters, der einen Herz-Kreislauf-Stillstand überlebt hat.
Mehrere Mitarbeitende der Sanitätspolizei von Schutz und Rettung Bern standen im Einsatz.
Nachdem es am Stephanstag am Bahnhof Aarau zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war, konnte zwischenzeitlich ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen werden.
Es besteht der dringende Verdacht, dass der Mann andere Personen mit einem Messer verletzt hat.
Unbekannte Jugendliche haben am Freitagnachmittag einen Zahlautomaten eines Parkplatzes gesprengt. Es entstand beträchtlicher Sachschaden.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Freitagmorgen, 29. Dezember 2023, kurz nach 10.50 Uhr, konnte die Polizei Basel-Landschaft in Buus BL zwei mutmassliche Diebe anhalten und vorübergehend festnehmen.
Sie werden verdächtigt, zwei Fahrzeuge durchsucht und daraus Deliktsgut gestohlen zu haben.
Am Freitag (29.12.2023), kurz nach 15:35 Uhr, ist es auf der Autostrasse A15, Höhe Erlentunnel, zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Dabei wurde eine Frau zur Kontrolle in Spital gebracht. Beide Autos wurden total beschädigt.
Am Freitag (29.12.2023), kurz nach 16 Uhr, ist an Chrüzstrasse, ein 69-jähriger Mann beim Fällen eines Baumes von einem herabfallenden Ast verletzt worden.
Er wurde von der Rega ins Spital geflogen.
Am Freitag (29.12.2023), kurz nach 14:15 Uhr, ist es im Weiler Secki zu einem Arbeitsunfall gekommen.
Ein 27-jähiger Mann wurde von einem Baum getroffen und tödlich verletzt.
Am Freitag, 29. Dezember 2023, gegen 13:30 Uhr, fuhr die Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern auf der Acherlistrasse in Schattdorf bergwärts.
Ihr kam der Lenker einer Landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine, mit Urner Kontrollschild entgegen.
Aufgrund einer fehlenden Genehmigung fallen ab 1. Januar 2024 die IC- und IR-Verbindungen zwischen Brig–Domodossola (I) in beiden Richtungen temporär aus.
Nicht betroffen sind die EC-Verbindungen und die RE-Verbindungen mit den Zügen der BLS.
Am Donnerstagabend ist im Massnahmenzentrum St. Johannsen in Le Landeron ein Insasse in einer Zelle verstorben.
Die genaue Todesursache wird untersucht.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.