Schweiz

Nürensdorf ZH: Mehrere Verhaftungen nach Club-Kontrolle

Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Donnerstag (27.4.2023) in einem Club in Nürensdorf neun Personen verhaftet. Nach mehreren vergangenen Ermittlungen, bei denen diverse Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz und das Gastgewerbegesetz festgestellt wurden, hat die Kantonspolizei Zürich vergangene Nacht eine weitere Kontrolle in einem Club veranlasst.

Weiterlesen

Wil SG: Mann (27) nach Auseinandersetzung festgenommen

Am Mittwoch (26.04.2023), kurz vor 15 Uhr, ist der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen am Bahnhofplatz gemeldet worden. Ein 27-jähriger Mann, welcher gemäss ersten Erkenntnissen gegen mehrere Personen aggressiv geworden war und anschliessend auch gegen die Polizei gewalttätig wurde, musste mittels Einsatz eines Destabilisierungsgeräts (Taser) unter Kontrolle gebracht werden. Er wurde vorläufig festgenommen.

Weiterlesen

Bern / A6: Schussabgabe nach Fluchtfahrt - Falschfahrer verletzt angehalten

Nach einer Meldung zu einem Falschfahrer hat die Kantonspolizei Bern in der Nacht auf Donnerstag einen Lenker im Bereich Wankdorf gestoppt. In der Folge gelang es dem Mann, ein ziviles Polizeiauto zu entwenden und zu flüchten. Trotz Schussabgaben der Einsatzkräfte fuhr der Mann weiter. Schliesslich kam es zu einer Kollision mit einem weiteren zivilen Polizeiauto. Der Mann konnte schliesslich angehalten und in kritischem Zustand ins Spital gebracht werden. Ermittlungen zu den Ereignissen wurden aufgenommen.

Weiterlesen

Kanton Thurgau plant Verkehrsverbesserung in Frauenfeld Ost

Ab voraussichtlich 2025 saniert der Kanton Thurgau die Zürcherstrasse Ost in Frauenfeld und wertet sie für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf. Die Knoten als Hauptursache für Rückstaus werden neu gelöst. Als ersten grossen Schritt arbeitet das kantonale Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Tiefbau und Verkehr der Stadt Frauenfeld 2023 das Auflageprojekt aus und startet den Landerwerb.

Weiterlesen

Rehetobel AR: Strassensanierung und Erhöhung Fussgängersicherheit

Die Kantonsstrasse von Rehetobel zum Kaien wird im Abschnitt Zittäfeli bis zum Einlenker 'alte Landstrasse' auf einer Länge von 650 Metern ausgebaut. Der Abschnitt wurde nach Unwetterschäden im Herbst 2017 provisorisch saniert und soll jetzt rundum erneuert werden. Der Ausserrhoder Regierungsrat hat das Projekt und den Kredit genehmigt.

Weiterlesen

Über 10 .000 pro Jahr - Zahl der Absturzunfälle bleibt hoch

Absturz ist eine der grössten Unfallgefahren auf Baustellen sowie in Industrie und Gewerbe. Jedes Jahr stürzen in Suva versicherten Betrieben bei der Arbeit über 10.000 Personen ab. Im Vergleich zu anderen Unfallhergängen verletzen sie sich dabei öfters schwer oder gar tödlich. Die lebenswichtigen Regeln der Suva helfen, um Unfälle nachhaltig zu reduzieren.

Weiterlesen

Horror Unfall A2 / Silenen UR: Eine Person stirbt, mehrere Verletzte – Nachtrag

Gestern, 26. April 2023, kurz nach 13.30 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A2, Fahrtrichtung Nord informiert. Nach ersten Erkenntnissen geriet ein Lenker mit einem Personenwagen mit Schweizer Kontrollschildern, auf der Normalspur fahrend, zu stark rechts auf den Pannenstreifen, auf welchem bereits ein Pannenfahrzeug mit ausländischen Kontrollschildern mit angehängtem Wohnwagen sowie ein bereits aufgebotenes Pannenhilfefahrzeug stand.

Weiterlesen

Bundesrat beschliesst externe Analyse für Notfallmanagement der Bundeshäuser

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. April 2023 beschlossen, das Notfallmanagement in den Bundeshäusern extern überprüfen zu lassen. Er schliesst sich dafür dem Auftrag an, den die Verwaltungsdelegation (VD) des Parlaments bereits für das Parlamentsgebäude erteilt hat. Dieses koordinierte Vorgehen soll ein präziseres Bild der Herausforderungen ergeben.

Weiterlesen

Schafisheim AG: Lieferwagen kollidiert beim Losfahren mit Bus – ein Verletzter

Am Dienstag fuhr ein Lieferwagen los und kollidierte mit dem Linienbus. Der Lenker des Lieferwagens wurde leicht verletzt. Am Dienstag, 25. April 2023, kurz vor 14.00 war ein Lieferwagen auf einem Parkplatz. Gleichzeitig fuhr ein Linienbus auf der Talhardstrasse. Der Lieferwagen fuhr ab dem Parkplatz los und kollidierte mit dem Bus.

Weiterlesen

Le Cerneux-Péquignot NE: Zusammenstoss zwischen Gabelstapler und Auto

Am Mittwoch, 26. April 2023 um 10:40 Uhr fuhr ein Gabelstapler, der von einem 35-jährigen Einwohner von La Chenalotte/Frankreich gesteuert wurde, auf der Rue des Basbalins in Le Cerneux-Péquignot. Auf der Höhe von Nr. 28a, beim Einbiegen in die RC2326, kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das von einer 27-jährigen Einwohnerin von Le Russey/Frankreich gelenkt wurde und auf der besagten RC in südlicher Richtung fuhr.

Weiterlesen

Kanton Neuenburg: Provisorische Wiedereröffnung des Tunnel de la Clusette

Der Tunnel de la Clusette, der derzeit für den Verkehr gesperrt ist, wird am 27. April 2023 von 13.30 bis 17.00 Uhr provisorisch wieder geöffnet, um den Pendlerverkehr zu erleichtern, der durch die Tour de Romandie beeinträchtigt wird, die ab 16.30 Uhr über den Col de la Tourne fahren wird. Die französisch-neuchâtelische Etappe der Tour de Romandie (Morteau - La Chaux-de-Fonds) wird den Pendlerverkehr am Donnerstag, 27. April 2023, stark beeinträchtigen.

Weiterlesen

A16 / Courgenay JU: Brand eines Anhängers auf der Autobahn

Heute, Mittwoch, den 26. April gegen 15:30 Uhr, geriet auf der Autobahn Nr. 16, am Ausgang des Mont-Terri-Tunnels, bei der Verzweigung Courgenay, ein Pritschenanhänger aus Gründen, die die Untersuchung klären muss, in Brand. Die Stützpunktfeuerwehr Porrentruy war vor Ort, um den Brand einzudämmen. Die Abteilung für Infrastruktur begab sich an den Ort des Geschehens, um die Fahrbahn zu reinigen. Der Anhänger wurde von einer diensthabenden Garage übernommen.

Weiterlesen

Horror Unfall A2 / Silenen UR: Eine Person stirbt, mehrere Verletzte

Heute, 26. April 2023, kurz nach 13.30 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A2, Fahrtrichtung Nord informiert. Nach ersten Erkenntnissen geriet ein Fahrzeuglenker auf der Normalspur fahrend zu stark rechts auf den Pannenstreifen, auf welchem bereits ein Pannenfahrzeug mit angehängtem Wohnwagen plus ein Pannenhilfefahrzeug stand.

Weiterlesen

Polizei Basel-Landschaft schützt die Bevölkerung mit zeitgemässen Mitteln

Die Polizei im Kanton Basel-Landschaft ist mit mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die grösste Dienststelle im Baselbiet. Aufgaben rund um die öffentliche Ordnung und die Sicherheit stehen im Vordergrund. Insgesamt unterhält die Polizeidienststelle 12 Aussenposten im Kantonsgebiet. Polizeiposten befinden sich unter anderem in Allschwil, Muttenz, Reinach, Waldenburg und Pratteln.

Weiterlesen

Eine jährliche Reflexion der Kantonspolizei Zürich – Geschäftsbericht 2022

Der Geschäftsbericht des letzten Jahres kommt frisch aus der Druckerei. Dieser liegt nicht nur in gedruckter, sondern auch in digitaler Form vor. Auf den insgesamt 70 Seiten kann dem Bericht entnommen werden, welche Ziele sich die Kantonspolizei Zürich für das Jahr 2022 gesetzt und welche Hürden sie genommen hat.

Weiterlesen

Hospental UR: Fahrzeugbrand im Gotthard-Strassentunnel

Am Dienstag, 25. April 2023, kurz nach 12.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Lieferwagens mit Anhänger mit Zürcher Kontrollschildern im Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Süd, als er eine Rauchentwicklung im Motorraum feststellte. Daraufhin lenkte er das Fahrzeug in eine Ausstellbucht und alarmierte in der SOS-Kabine die Kantonspolizei Uri.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.