Am Freitagabend wurde eine 55-jährige Frau, nach erfolgtem Bargeldbezug an einem Bankomaten, tätlich angegangen und zu Boden gestossen.
Der unbekannte Täter konnte mit dem Bargeld flüchten. Die Frau wurde leicht verletzt. Die Polizei sucht Augenzeugen.
Am Freitag (17.02.2023), um 15:25 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Autos gekommen. Das vordere Auto musste wegen eines Gegenstandes auf der Fahrbahn anhalten.
Es kam zu grossen Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr.
In der Zeit zwischen Freitagabend und Samstagmorgen (18.02.2023) hat die Kantonspolizei St.Gallen sechs Personen wegen Fahrunfähigkeit oder Fahren unter Alkoholeinfluss zur Anzeige gebracht. Vier Personen wurde der Führausweis abgenommen, einer Person wurde der Führerausweis für die Schweiz aberkannt und einer Person wurde die Weiterfahrt für mehrere Stunden untersagt.
Eine Person musste auf Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen eine Blut- und Urinprobe abgeben.
Am Samstag (18.02.2023), hat die Kantonspolizei St.Gallen nach einer Fahndung einen Algerier festgenommen.
Er wird verdächtigt, vorgängig Einbruchdiebstähle begangen zu haben.
Am Freitag (17.02.2023), zwischen Mitternacht und 08:45 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Mehrfamilienhaus im Dörfli eingebrochen.
Sie verschaffte sich Zugang zu einer Wohnung und durchsuchte die Räumlichkeiten.
In der Zeit zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (17.02.2023), 06:20 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Firma an der Heulösergangstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch ein Fenster gewaltsam Zutritt ins Gebäude.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (17.02.2023), kurz vor 01:30 Uhr, ist ein 22-Jähriger in ein Restaurant am Bahnhofplatz eingebrochen. Er verschaffte sich Zutritt zu den Räumlichkeiten und suchte laut eigener Angabe nach einem Schlafplatz.
Gestohlen wurde nichts.
Ein Mann gelangte in Aarau in ein Mehrfamilienhaus und begab sich von dort in eine unverschlossene Wohnung.
In der Wohnung traf er auf die anwesende Mieterin, welche ihn aus der Wohnung vertrieb. Anlässlich der Fahndung konnte der Mann angehalten werden.
Am Samstagmorgen, 18.02.2023 um ca. 05.30 Uhr erreichte die Kantonale Notrufzentrale der Kantonspolizei Glarus die Meldung, dass es in Glarus an der Landstrasse zu einem Küchenbrand gekommen sei.
Die Bewohner der Liegenschaft konnten den Brand selbstständig löschen.
Heute Abend stand ein Auto unter dem Autobahnviadukt in Flamatt in Flammen. Wegen einer starken Rauchentwicklung musste die Autobahn gesperrt werden. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Es wurde niemand verletzt.
Am Freitag, 17.02.2023, gegen 19:00 Uhr wurde die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei wegen eines Fahrzeugbrandes unter dem Autobahnviadukt in Flamatt kontaktiert.
Die vielen Schweisstropfen, die zahlreiche Stunden im Schulzimmer, das gemeinsame Lernen – alles hat sich gelohnt.
Heute haben unsere Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter das erste Ausbildungsjahr an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch erfolgreich abgeschlossen und damit auf dem Weg zur Bergspitze die Mittelstation erreicht.
Auf der Suche nach markantem Wetter müssen wir heute Freitag ausserhalb der Schweiz suchen und in den Norden reisen.
Das Sturmtief Otto sorgt heute und morgen von Schottland bis Polen für orkanartige Sturmböen.
Herzliche Gratulation an unsere sechs Aspiranten des Lehrgangs 01-22.
Die schulische Grundausbildung sowie die Vorprüfung der Berufsprüfung haben alle erfolgreich bestanden und somit einen ersten Meilenstein auf dem Weg der Polizeiausbildung erreicht.
Am Donnerstag hat sich in Zielebach ein schwerer Arbeitsunfall ereignet. Beim Versuch die Türe eines Abrollcontainers zu öffnen, wurde ein Mann vom Verschlussmechanismus unvermittelt getroffen.
Eine Ambulanz brachte den Schwerverletzten ins Spital, wo er in der Nacht auf Freitag seinen Verletzungen erlag. Der Unfall wird untersucht.
Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat Urs Schindler zum interimistischen Leiter der Gefängnisse Gmünden gewählt.
Er tritt seine Aufgabe heute an, nachdem sich die bisherige Direktorin Alexandra Horvath entschieden hat, eine neue Herausforderung anzunehmen.
Am Dienstagabend (14.02.2023) hat sich in Thayngen ein Alleinunfall mit einem Auto ereignet. Personen wurden dabei keine verletzt.
Eine 23-jährige Frau fuhr mit ihrem Auto am Dienstagabend (14.02.2023), kurz nach 21.00 Uhr, in Thayngen – bei sehr dichtem Nebel - auf dem Lohningerweg in Richtung Stadt Schaffhausen.
Sie sind fast überall zu finden und machen das Leben komfortabler: QR-Codes. Doch was hinter den Codes steckt, ist oft nicht sichtbar und sie bergen grosse Risiken.
Welche Gefahren dahinterstecken und wie wir sie vermeiden, verrät dieser Artikel.
Am Donnerstagabend kam es in Diessenhofen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein 43-Jähriger wurde dabei leicht verletzt.
Der 59-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen.
Vom Donnerstagabend, 16. Februar 2023, bis zum frühen Freitagmorgen, 17. Februar 2023, gelang es der Stadtpolizei Zürich, mehrere Personen kurz nach ihrer Deliktsbegehung ausfindig zu machen und festzunehmen.
Kurz nach 20.30 Uhr beobachteten Fahnder im Kreis 1 zwei verdächtige Männer, die eine Rolltreppe betraten und sich einem anderen Mann näherten. Kurz darauf beobachteten die Fahnder, wie die beiden Wertsachen aus der Tasche des Mannes entwendeten.
Am frühen Freitagmorgen ist in Oberdiessbach ein unbewohntes Haus, indem sich eine Motorradwerkstatt befindet, in Brand geraten und dabei komplett zerstört worden. Verletzt wurde niemand.
Die Brandursache wird untersucht.
Auf der Social-Media-Plattform Instagram geben sich Betrüger als Kanton St.Gallen aus. Sie erscheinen mit offiziellem Wappen und versprechen in Direktnachrichten den Gewinn von Smartphones.
Die Staatskanzlei warnt die Bevölkerung vor dieser Betrugsmasche und empfiehlt, diesen Profilen nicht zu folgen.
In der Zeit zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen (16.02.2023) ist eine unbekannte Täterschaft in einen Betrieb an der Rickenstrasse eingebrochen.
Die Täterschaft hat sich gewaltsam Zugang zu den Räumlichkeiten verschafft.
Am Donnerstag (16.02.2023), in der Zeit zwischen 11:15 und 12:05 Uhr, hat sich auf dem Südring im Kreisverkehr Kriessernstrasse ein Verkehrsunfall ereignet.
Eine unbekannte Person verlor die Kontrolle über das Auto und prallte anschliessend in mehrere Hindernisse. Danach fuhr die Täterschaft fort ohne den Vorfall zu melden.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (17.02.2023), kurz vor 01:30 Uhr, ist ein 22-Jähriger in ein Restaurant am Bahnhofplatz eingebrochen.
Er verschaffte sich Zutritt zu den Räumlichkeiten und suchte laut eigener Angabe nach einem Schlafplatz. Gestohlen wurde nichts.
Bei einer Schwerverkehrskontrolle haben Spezialisten mehrere Fahrzeuge und deren Fahrer unter die Lupe genommen worden.
Fünf Fahrzeugführer werden angezeigt.
Am Donnerstag, 16.02.2023, ca. 11:20 Uhr, wurden in der Hegenheimerstrasse, unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreisverkehrsplatz Luzernerring / Wasgenring, zwei Jugendliche von einem Personen wagen erfasst, als sie den dortigen Fussgängerstreifen überquerten.
Diese wurden dabei verletzt und zwecks weiteren Abklärungen durch die Sanität Basel-Stadt ins Kinderspital UKBB gebracht.
Am Donnerstag, 16. Februar 2023, um ca. 18.50 Uhr, haben vier Unbekannte in der Reinacherstrasse einen Mann angegriffen und verletzt.
Die Sanität der Rettung Basel-Stadt behandelte den Geschädigten ambulant vor Ort.
Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben bei einer Gepäckkontrolle am Flughafen Zürich 20 Kilogramm Kokain in einem Gepäckstück gefunden und sichergestellt.
Eine Person wurde festgenommen.
Am Donnerstagnachmittag, 16. Februar 2023, kurz vor 17.30 Uhr, ereignete sich in der Verzweigung Chillmattenstrasse/Eichgasse in Biel-Benken BL eine Kollision zwischen zwei Personenwagen.
Eine Person wurde dabei verletzt.
Am Mittwochabend (15.02.2023) kurz nach 20.00 Uhr ist es auf der Masanserstrasse, Höhe Heiligkreuzkirche, zu einem Verkehrsunfall zwischen einem unbekannten Personenwagen und einer Fussgängerin gekommen. Die Fussgängerin erlitt diverse Blessuren.
Der Fahrzeuglenker entfernte sich unerkannt von der Unfallstelle. Die Stadtpolizei Chur sucht Zeugen.
Am frühen Mittwochnachmittag (15.02.2023) hat ein renitenter Mann in der Stadt Schaffhausen mutwillig mehrere Sachbeschädigungen begangen.
Er konnte in der Folge von der Schaffhauser Polizei verhaftet werden.
Der Fussgänger, der am Dienstag in Belp von einem Auto erfasst und in kritischem Zustand ins Spital gebracht worden war, ist am Mittwochabend verstorben.
Am Dienstag, 14. Februar 2023, war ein Fussgänger auf der Rubigenstrasse in Belp von einem Auto erfasst worden (Polizei.news berichtete).
Am Donnerstagvormittag (16.02.2023) kam es zwischen Hallau und Neunkirch zu einer "Beinahekollision".
Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen dieses Vorfalles.
Am Donnerstagvormittag ist es in Chur zu einem Feuerwehreinsatz gekommen.
Eine in einem Abfallsack entsorgte Zigarette entfachte einen Brand auf einem Balkon.
Die Kantonspolizei Bern hat seit Frühling 2021 Ermittlungen im Zusammenhang mit Menschenhandel zwecks sexueller Ausbeutung in Biel geführt.
Drei beschuldigten Personen wird Menschenhandel, Förderung der Prostitution und Beschäftigung von Ausländerinnen ohne Arbeitsbewilligung vorgeworfen.
Unser Diensthund Mio meisterte vergangene Woche mit Bravour den Einsatztest für "Notengeld" (wir haben berichtet).
Genau eine Woche später hatte Mio mit seinem Dienstherrchen innert 24 Stunden drei erfolgreiche Einsätze.
Der Schmutzige Donnerstag ist traditionell der Beginn der Fasnacht im Kanton Luzern.
Die Luzerner Polizei zieht eine positive Bilanz zum Fasnachtsauftakt. Fasnächtlerinnen und Fasnächtler starteten friedlich und ausgelassen in die fünfte Jahreszeit. Die Tagwache am Morgen, wie auch der Umzug am Nachmittag in der Stadt Luzern verzeichneten einen Zuschauerrekord.
Am Donnerstag, 16. Februar 2023, zwischen 03.10 und ca. 03.45 Uhr, ist eine Frau in der Flughafenstrasse Opfer eines Sexualdeliktes geworden.
Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge hatte ein unbekannter Mann an der 28-jährigen Frau in unmittelbarer Nähe des Kreisels zum Flughafen ein Sexualdelikt begangen.
Verschiedene Wetterdienste und MeteorologInnen kündigten in den letzten Tagen eine plötzliche Stratosphärenerwärmung für die kommenden Tage an.
Diese Veränderung der Strömungsverhältnisse in der Stratosphäre können die Wetterbedingungen in der Schweiz verändern.
Bei einem Unfall ist am Sonntagabend (12.02.2023) ein Motorradfahrer schwer verletzt worden.
Um etwa 19:45 Uhr fuhr ein 45-jähriger Personenwagenlenker auf der Schaffhauserstrassse Richtung Zürich. Nach ersten Erkenntnissen wendete er auf Höhe Bushaltestelle „Glattbrugg Post“ sein Fahrzeug, um in die entgegengesetzte Richtung zu fahren.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.