Schweiz

Balerna TI: Tödlicher Zugunfall im Bahnhof - 15-Jähriger erlag seinen Verletzungen

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich gestern kurz vor 23 Uhr im Bahnhof Balerna ein Zugunfall. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, wurde ein 15-jähriger marokkanischer Asylbewerber, der auf dem Bahnsteig 2 sass, von der Kante der Lokomotive eines nach Norden fahrenden Güterzuges getroffen.

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Neuenburg NE: Verkehrsunfall mit Verletzten - Zeugenaufruf

Am Freitag, den 15. Juli 2022 um 1550 Uhr fuhr ein unbekannter Autofahrer mit einem schwarzen, in Frankreich zugelassenen Audi auf der Route de Pierre-à-Bot in Neuenburg in südlicher Richtung. Kurz vor dem gleichnamigen Kreisel stieg er auf den Sockel eines Bienenpollers und riss diesen im Vorbeifahren ab.

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Chaumont NE: Strafuntersuchung nach Waldbrand eingeleitet - Zeugenaufruf

Am Donnerstag, den 14. Juli um 17.30 Uhr meldete ein Zeuge der Neuenburger Notfallzentrale (CNU) über die Notrufnummer 118, dass sich im Wald von Chaumont, am Ort "Châble-aux-Raves", ein Feuer ausbreite. Es wurden umfangreiche Löschmittel eingesetzt, um den Waldbrand einzudämmen und unter Kontrolle zu bringen.

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A3 / Niederurnen GL: Zwei Unfälle auf der Autobahn

Am Freitagnachmittag, 15.07.2022, ereigneten sich auf der Autobahn A3 bei Niederurnen zwei Autounfälle. Kurz vor 14 Uhr war ein 20-jähriger Lenker mit seinem Personenwagen in Fahrtrichtung Chur unterwegs. Als er kurz vor der Ausfahrt Weesen einen Militärlastwagen überholte, bemerkte er zu spät, dass sich der Verkehrsfluss verlangsamte und die vorausfahrenden Fahrzeuge abbremsen mussten.

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Splügen GR: Fahrradfahrer bei Selbstunfall verletzt

Am Donnerstag ist ein Mann mit seinem Rennrad am Splügenpass gestürzt. Er fiel bis in steindurchsetztes Wiesland und zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Der 58-jährige Däne fuhr kurz vor 16 Uhr mit seinem Rennrad von der Passhöhe kommend die Passstrasse in Richtung Splügen hinunter. In einer Linkskurve bei der Örtlichkeit bir lenga Galerie stürzte er.

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Kanton Wallis: Verlängerung der Hitzewelle

Die Hitzewelle hat jetzt eingesetzt. MeteoSchweiz informiert uns über ein leichtes Absinken der Temperaturen über das Wochenende, dann über einen weiteren Anstieg, der von Montag, 18. Juli bis mindestens Mittwochabend, 20. Juli erwartet wird, mit einer Durchschnittstemperatur von 27 ° C tagsüber am Dienstag, 19.07.2022.  Unter Berücksichtigung der Dauer und Intensität der angekündigten Hitzewelle können diese Wetterbedingungen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der am stärksten gefährdeten Menschen, insbesondere älterer Menschen, haben. Der Kantonsarzt erinnert daran, wie wichtig es ist, sich vor der Hitze zu schützen, sich reichlich mit Flüssigkeit zu versorgen und Solidarität mit seinen Lieben und seinem Umfeld zu zeigen.

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Allschwil BL: Brandausbruch im Recyclinghof erfordert Feuerwehreinsatz

Am Freitagmorgen, 15. Juli 2022, kurz nach 11.30 Uhr, kam es im Aussenbereich des Recyclinghofes an der Kiesstrasse in Allschwil BL zu einem Brandausbruch. Zwei Mitarbeiter wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Spital gebracht. Die entsprechende Meldung, wonach es im Aussenbereich des Recyclinghofes an der Kiesstrasse in Allschwil BL zu einem Brandausbruch gekommen sei, ging am Freitagmorgen um 11.54 Uhr bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft ein.

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Kanton Graubünden: Zwei junge Wölfe dürfen geschossen werden

Der Kanton Graubünden reagiert auf die jüngsten Rissvorfälle des Beverinrudels und hat den Abschuss von zwei Jungtieren aus dem verhaltensauffälligen Wolfsrudel bewilligt. Am Mittwochabend hatte das Rudel auf der Alp Nera am Schamserberg zum zweiten Mal eine Mutterkuh angegriffen und sie so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Der Abschuss von zwei Jungtieren aus dem Beverinrudel wurde vom Bundesamt für Umwelt genehmigt. Das Ziel des Kantons bleibt die Entfernung des gesamten Rudels und der Abschuss des besonders auffälligen Vatertiers M92 im Rahmen der schweizerischen Rechtsordnung.

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Vouvry VS: Raserdelikt eines Motorradfahrers

Am Donnerstagnachmittag, 14. Juli 2022, führte die Kantonspolizei in der Region Vouvry eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Ein Motorradfahrer wurde mit einer Geschwindigkeit von 107 km/h auf einem auf 50 km/h beschränkten Abschnitt gemessen. Gegen 17:30 Uhr hielten Agenten der Kantonspolizei Wallis anlässlich einer Radarmessung einen 29-jährigen, in Frankreich wohnhaften Motorradfahrer an, der mit einer Geschwindigkeit von 107 km/h auf einem auf 50 km/h beschränkten Abschnitt fuhr.

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St.Gallen SG: Auffahrunfall auf der Autobahn

Am Donnerstagabend (14.07.2022), kurz nach 17:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 Richtung Zürich zu einem Auffahrunfall gekommen. Ein 62-jähriger Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt und musste von der Rettung ins Spital gebracht werden. Eine 22-jährige Autofahrerin und ihre 20-jährige Beifahrerin erlitten leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden von über 10'000 Franken.

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Täsch VS: Frau wird von Stein getroffen und stirbt

Am Mittwochvormittag, 13. Juli 2022, ereignete sich in Täsch ein tragisches Ereignis. Eine Frau wurde von einem Stein getroffen und dabei tödlich verletzt. Gegen 10.45 Uhr sass eine Frau in ihrem Garten auf einem Stuhl. Ihre Tochter befand sich zum Zeitpunkt des Ereignisses im Haus. Als sie dieses verliess, musste sie feststellen, dass ihre Mutter von einem Stein am Kopf getroffen worden war. Sie alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Diese konnten jedoch nur noch den Tod der Frau feststellen.

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Stadtpolizei Zürich: Für Sie im Einsatz – im Notfall immer 117

Sie treten menschlich auf, mit Takt, Verständnis und Hilfsbereitschaft. Sie handeln wo nötig konsequent und verhältnismässig, doch stets rücksichtsvoll. Sie sind während 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für Zürich und seine Bevölkerung da und sorgen für Sicherheit und Ordnung. Sie sind verantwortlich dafür, dass die Stadtpolizei Zürich stets als innovatives und modernes Polizeikorps wahrgenommen wird: Sie sind die rund 2200 Mitarbeitenden der Stadtpolizei Zürich.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.