Schweiz

Biel BE: Nach Streit auf Balkon – 35-Jähriger flüchtet durch Stadt und in die Zihl

Am Sonntagabend ist es in Biel zu einem Polizeieinsatz im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung gekommen. Dabei flüchtete ein 35-jähriger Mann vor den Einsatzkräften und konnte nach einer Nachfahrt, unter anderem durch Biel, im Fluss Zihl angehalten werden. Er wurde zur medizinischen Kontrolle in ein Spital gebracht und wird sich vor der Justiz verantworten müssen.

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Reussbühl LU: Betrunkener E-Bike-Fahrer stürzt nach Kollision und landet im Spital

Am Montag (22. Juni 2026, kurz vor 17.00 Uhr) fuhr ein Radfahrer mit seinem E-Bike auf dem Xylophonweg von Luzern in Richtung Emmenbrücke. Dabei touchierte er einen entgegenkommenden Radfahrer und kam zu Fall.

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Sursee LU: Mulde stürzt auf A2-Einfahrt vom Anhänger – Böschung gerät in Brand

Am Montag (22. Juni 2026, kurz vor 15.00 Uhr) fuhr ein Lastwagen mit angekoppeltem Sachentransportanhänger auf die Autobahneinfahrt Sursee in Fahrtrichtung Norden. Beim Befahren des Beschleunigungsstreifens rutschte aus noch ungeklärten Gründen eine Wechselaufbaumulde vom Anhänger.

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Appenzell AI: Brand in Wohn- und Geschäftshaus – Bewohner und Katzen gerettet

Ein Bewohner und drei Katzen wurden unbeschadet gerettet. Am Dienstagnachmittag (23.06.2026) um zirka 15.19 Uhr bemerkten Passanten das Schrillen eines handelsüblichen Rauchmelders in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Marktgasse und alarmierten sofort die Feuerwehr.

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Stein AG: Diensthund Bjarki stellt Dieb (Algerier, 16) nach nächtlicher Fahndung

Nach mehreren Meldungen über verdächtiges Verhalten nahm die Kantonspolizei in Stein einen 16-jährigen Algerier fest. Er steht unter Verdacht, in derselben Nacht einen Diebstahl in einem Mehrfamilienhaus sowie weitere Diebstähle aus Fahrzeugen begangen zu haben.

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Wiehnacht-Tobel AR: Deutscher Töfffahrer rast mit Tempo 100 durch 50er-Zone – Ausweis weg

Am Montag, 22. Juni 2026, ist in Wiehnacht-Tobel ein Motorradlenker mit stark überhöhter Geschwindigkeit von der Semistationären Messanlage erfasst worden. Kurz nach 17.40 Uhr fuhr ein 58-jähriger Mann mit seinem Motorrad von Grub in Richtung Rorschach.

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Winterthur ZH: Wegen Albanifest zahlreiche Strassensperrungen und Busumleitungen

Im Zusammenhang mit dem 53. Albanifest werden sämtliche Zufahrten in die Winterthurer Altstadt, die Stadthausstrasse und die Museumstrasse von Freitag, 26. Juni, 8.45 Uhr bis Montag, 29. Juni 2026, 5 Uhr, für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Im Stadtzentrum stehen nur wenige öffentliche Parkplätze und Parkhäuser zur Verfügung. Die Polizei bittet die Festbesuchenden, das Stadtzentrum grossräumig zu umfahren und für die Fahrt ins Zentrum die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.

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Kanton St.Gallen: Polizei warnt vor Hitzegefahren für Mensch, Tier und Natur

Die vorherrschende Hitzewelle birgt Gefahren, die aus polizeilicher Sicht unbedingt zu beachten sind. Das Verhalten beispielsweise in den Bergen, im Wasser oder im eigenen Garten kann derzeit besonders risikobehaftet sein. Ebenso sollen Hundebesitzer/-innen ihre Tiere in der Sommerhitze auf keinen Fall im Auto zurücklassen.

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Monte Carasso TI: Algerier und drei Franzosen nach Einbruchstour verhaftet

Im Zusammenhang mit der Festnahme vom 20.06.2026 kurz vor 5.30 Uhr in Monte Carasso teilen die Staatsanwaltschaft, die Jugendanwaltschaft und die Kantonspolizei mit, dass nach Abschluss der Einvernahmen die Verhaftung von vier Männern angeordnet wurde. Es handelt sich um einen 19-jährigen Algerier sowie einen 17-Jährigen, einen 22-Jährigen und einen 25-Jährigen französischer Staatsangehörigkeit. Alle wohnen in Frankreich.

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Bern/Lyss BE: Frauen sollen Opfer betäubt und ausgeraubt haben – Festnahmen

Mitte Februar 2026 hat die Kantonspolizei Bern zwei Frauen angehalten, die mutmasslich Opfer unter Medikamente gesetzt und danach ausgeraubt haben sollen. Nach Abschluss der Ermittlungen werden sich die beiden Beschuldigten vor der Justiz verantworten müssen. Die Kantonspolizei Bern weist auf entsprechende Präventionstipps hin.

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Düdingen FR: Zwei Kollisionen mit Autos – E-Bike-Fahrerinnen im Spital

Heute Morgen intervenierte die Kantonspolizei Freiburg aufgrund von zwei separaten Verkehrsunfällen mit Velofahrerinnen in Düdingen. Die beiden Verletzten wurden in Spitäler gebracht. Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs sind im Gange.

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Wädenswil ZH: Velofahrer prallt ungebremst in Lastwagen und wird schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall ist am Dienstagmorgen (23.06.2026) in Wädenswil ein Velofahrer gegen einen stehenden Lastwagen geprallt und dabei schwer verletzt worden. Kurz nach 9 Uhr parkierte ein Lastwagen neben einer an die Seestrasse angrenzenden Baustelle, um Material abzuladen.

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Aarau AG: Drohne ortet Vermissten in der Aare – für 22-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät

Am Montagnachmittag kam es auf der Zurlindeninsel in Aarau zu einem Badeunfall. Die alarmierten Rettungskräfte leiteten umgehend eine Suchaktion ein, konnten den 22-jährigen Mann jedoch nur noch leblos aus der Aare bergen.

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Zürich ZH: City Triathlon sorgt für Verkehrseinschränkungen rund ums Seebecken

Für die Durchführung des Zurich City Triathlon vom Wochenende, 27./28 Juni 2026, erlässt die Stadtpolizei Zürich rund um das Zürcher Seebecken temporäre Verkehrsvorschriften. Am Samstag und Sonntag, 27./28. Juni 2026 findet der Zurich City Triathlon statt.

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Lupfig AG: A3-Ausfahrt Brugg wird für Optimierungsarbeiten nachts gesperrt

Diesen Sommer führt die NSNW AG im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA Optimierungsarbeiten am Knoten Seebli (A3 Ausfahrt Brugg) durch. Mit den Verbesserungen kann die Lichtsignalanlage in Zukunft bedarfsgerechter gesteuert werden, um Rückstausituationen auf die Autobahn zu minimieren.

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Kanton Luzern: Fünf Töfffahrer nach Wheelies und Raserdelikten gefasst

Die Luzerner Polizei hat Ende März im Rahmen einer gezielten Aktion fünf Motorradfahrer ermittelt und festgenommen, die im Gebiet Grosswangen, Buttisholz und Ruswil grobe Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz begangen haben. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, mit ihren Motorrädern teils massiv zu schnell gefahren zu sein und auf öffentlichen Strassen verbotene Wheelies ausgeführt zu haben.

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Zürich ZH: Drogenlager entdeckt – Polizei stellt über 24 Kilo Marihuana sicher

Am Donnerstagnachmittag, 18. Juni 2026, kontrollierten Fahnder der Stadtpolizei Zürich einen Personenwagen, nach welchem gefahndet wurde. Im Laufe der Kontrolle erhärtete sich der Verdacht auf Betäubungsmitteldelikte. Bei anschliessenden Personenkontrollen und Hausdurchsuchungen stellte die Polizei unter anderem grössere Mengen MDMA, Amphetamin und Cannabisprodukte sicher. Drei Personen wurden festgenommen.

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Escholzmatt LU: Tote Frau im Bach entdeckt – schwer verletzter Afghane tatverdächtig

Am Montagnachmittag (22. Juni 2026, kurz nach 14:00 Uhr) wurden im Ballenbach in Escholzmatt (Gebiet Schwandacher) eine tote Frau und ein schwer verletzter Mann aufgefunden. Die Luzerner Polizei geht aktuell von einem Tötungsdelikt aus.

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Basel BS: Marktplatz monatelang ohne Trams – neun Linien werden umgeleitet

Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) und die BVB erneuern ab Montag, 29.06.2026 die Tramgleise am Marktplatz. Von 29. Juni bis 6. September 2026 verkehren zwischen Barfüsserplatz und Marktplatz keine Trams. Die Linien 1, 3, 6, 8, 11, 14, 15, 16 und 17 werden umgeleitet. Bis Mitte Oktober 2026 halten darüber hinaus keine Trams an der Haltestelle Marktplatz. Der Stadtmarkt findet auf einer kleineren Fläche weiterhin statt.

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Oberarth SZ: Stichflamme beim Tanken – 20-Jähriger mit Brandverletzungen ins Spital

Am Montagnachmittag, 22. Juni 2026, fuhr ein 20-Jähriger mit einem Personenwagen von Arth herkommend um 16.15 Uhr zu einer Tankstelle an der Gotthardstrasse in Oberarth. Während des Tankvorganges kam es mutmasslich zu einer Stichflamme und das Fahrzeug geriet in Brand.

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St.Gallen SG: Spanier verletzt Polizistin und Polizisten bei Flucht durch die Innenstadt

Am Montagnachmittag (22.06.2026) ist einer zivilen Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen beim Kantonsschulpark ein Mann mit aggressivem Verhalten aufgefallen. Er widersetzte sich der anschliessenden Personenkontrolle und ergriff die Flucht. Als der Mann eingeholt wurde, verletzte er die Polizistin und den Polizisten und flüchtete weiter. Gemeinsam mit Einsatzkräften der Stadtpolizei St.Gallen konnte der 42-jährige Spanier schliesslich beim Bohl festgenommen werden.

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Bern BE: Katze verirrt sich in Kamin – Feuerwehr rettet Vierbeiner aus Mauer

Eine Katze hat sich in einen stillgelegten Kamin in einem Haus in der Berner Altstadt verirrt. Die Besitzer der Katze konnten den miauenden Vierbeiner zwar orten, aber nicht selber befreien.

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Schweiz: TCS warnt vor Mega-Staus – am Gotthard drohen kilometerlange Kolonnen

Der Ferienverkehr sorgt in den nächsten Wochen regelmässig für Stau an den neuralgischen Stellen Richtung Süden. Am Gotthard ist insbesondere an den Wochenenden mit langen Wartezeiten zu rechnen. Auch am Grossen Sankt Bernhard und am Mont-Blanc-Tunnel müssen Reisende Geduld haben.

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Aranno TI: 18-jähriger Autofahrer stirbt nach Horrorcrash im Wald

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es am 22.06.2026 kurz nach 22.30 Uhr in Aranno zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen ist. Ein 18-jähriger Schweizer Autofahrer aus der Region war auf der Via Ur Stradón in Richtung Cademario unterwegs.

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Wetter am Dienstag, 23.06.2026: Sonne pur, bis 36 Grad und lokale Gewitter

Die Schweiz befindet sich im Einflussbereich einer umfangreichen Hochdruckzone, welche sich vom Mittelmeer über den Alpenraum bis nach Nordwesteuropa erstreckt. Die Luftmasse ist heiss und trocken. Die schwache nördlichen Höhenströmung dreht auf Nordost, auf der Alpennordseite stellt sich eine schwache bis mässige Bisenströmung ein. Der Hochdruckeinfluss bleibt voraussichtlich noch bis mindestens am Wochenende erhalten, wenn dann auch die Gewitterneigung allmählich ansteigt.

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Uster ZH: Auto gerät auf Gegenfahrbahn – vier Verletzte bei heftigem Crash

Bei einer Kollision mit drei beteiligten Personenwagen sind am Montagnachmittag (22.06.2026) auf der Aathalstrasse in Uster vier Personen verletzt worden. Kurz vor 14.45 Uhr fuhr ein 49-jähriger Mann mit seinem Personenwagen auf der Aathalstrasse in Richtung Wetzikon.

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Gotthard UR: 29 illegale Überholmanöver im Tunnel – Töfffahrer (32) angezeigt

Am Freitag, 19. Juni 2026, konnte durch die Kantonspolizei Uri der Lenker eines Motorrads mit Berner Kontrollschild festgestellt werden, welcher im Gotthard-Strassentunnel, trotz Verbots, mehrere Überholmanöver durchgeführt hatte. Der 32-jährige Lenker konnte anschliessend durch die Kantonspolizei Tessin angehalten werden.

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Roveredo GR: Velofahrer erleidet bei Kollision mit Auto schwere Kopfverletzungen

Am Sonntagabend ist es in Roveredo zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Fahrradfahrer gekommen. Der Fahrradfahrer wurde dabei schwer verletzt.

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Gossau SG: Auto kracht nach Kollision in Lastwagen – zwei Frauen verletzt

Kurz nach 7:30 Uhr wurde der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen ein Verkehrsunfall bei der Einfahrt Gossau in Richtung St.Gallen gemeldet. Bei der Kollision zwischen zwei Autos und einem Lastwagen wurden zwei Autofahrerinnen leicht verletzt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.