Schweiz

Wetter-Schweiz: Gegen die östlichen Alpen hin teilweise bewölkte Nacht

Generell bestimmte auch heute ein Hoch über Südschweden das Wetter in der Schweiz. Ein Höhentrog zog allerdings in der Nacht auf heute über die Schweiz hinweg nach Süden. Er hatte zur Folge, dass besonders in den östlichen Alpen die Nacht vorübergehend bewölkt war, lokal kam es in Nord- und Mittelbünden sogar zu schwachem Niederschlag. Tagsüber wandelte sich die Wolkendecke in aufgelockerte Quellbewölkung um. Sonst dominierte in der Schweiz einmal mehr die Sonne.

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Gsteig b. Gstaad BE: Snowboardfahrerin nach Kollision mit Kind weitergefahren

Im Skigebiet Glacier3000 in Gsteig b. Gstaad hat sich am Montagnachmittag eine Kollision zwischen einer Snowboarderin und einem Jungen auf Skis ereignet. Der Junge wurde verletzt. Die Snowboarderin entfernte sich nach dem Unfall. Sie konnte im Zuge der bisherigen Ermittlungen nicht identifiziert werden, weshalb durch die zuständige Staatsanwaltschaft ein Zeugenaufruf mit möglicher Bildpublikation verfügt wurde.

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Fahrzeug von Schutz & Rettung Zürich neu im Verkehrshaus der Schweiz

Am 3. März durften wir mit dem Yankee-Walter Modell CB-3500 mit Baujahr 1971 ein neues Fahrzeug im Verkehrshaus willkommen heissen. Es wurde zwischen 1972 und 1986 am Flughafen Zürich von Schutz & Rettung Zürich eingesetzt. Bei der Ankunft im Verkehrshaus wurde das Löschfahrzeug von der Feuerwehr Stadt Luzern ehrenvoll begrüsst und wurde anschliessend unter der Coronado parkiert. Die beiden Zeitgenossen haben sich damals möglicherweise bereits in Zürich kennengelernt.

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Oberengadin GR: Verkehrseinschränkungen wegen des Engadin Skimarathons

Im Oberengadin findet am Sonntag, 13. März 2022 der 52. Engadin Skimarathon statt. Die Kantonspolizei Graubünden regelt für diesen Anlass zusammen mit den Verkehrskadetten, den Polizeiorganen der umliegenden Gemeinden, der Zivilschutzpolizei und Mitarbeitern privater Sicherheitsfirmen den Verkehr. Die Verkehrsteilnehmenden werden gebeten, die signalisierten Umleitungen zu beachten und die Anweisungen der Ordnungskräfte zu befolgen.

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Kanton Bern: Anklage in bandenmässig organisiertem Heroinhandel

Die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben und die Kantonspolizei Bern haben im Zuge mehrjähriger intensiver Ermittlungen einen umfangreichen Fall von bandenmässig organisiertem Heroinhandel aufgedeckt. Den Beteiligten wird der Handel mit insgesamt über 38 Kilogramm Heroin zur Last gelegt. Gegen zwei Männer wurde nun Anklage erhoben.

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Rorschach SG: Mit geparktem Auto kollidiert – Fahrer fahrunfähig

Am Donnerstag (03.03.2022), um 17:05 Uhr, ist das Auto eines 53-Jährigen mit einem geparkten Auto kollidiert. Der Fahrer wurde als fahrunfähig eingestuft. Ihm wurde der Führerweis abgenommen. Der 53-jährige Mann beabsichtigte, sein Auto auf einem Parkfeld an der Industriestrasse zu parken. Beim Rückwärtsfahren prallte sein Auto gegen ein korrekt geparktes Auto.

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St.Gallen SG: Frühlingsjahrmarkt 2022 findet statt

Der Bundesrat hat im Februar 2022 beschlossen, die Massnahmen in Bezug auf die Coronapandemie grösstenteils aufzuheben. Aufgrund dessen hat die Stadtpolizei St.Gallen entschieden, den Frühlingsjahrmarkt 2022 durchzuführen. Der Bundesrat hat die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus im Februar 2022 grösstenteils aufgehoben. Aufgrund dessen sind auch Grossveranstaltungen ohne entsprechende Massnahmen wieder möglich.

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Kanton Uri: Felsräumungsarbeiten an der Isenthalerstrasse, Abschnitt Isleten - Isenthal Kurzfristige Strassensperrungen

Im Rahmen der Schutzmassnahmen für die Isenthalerstrasse werden vom Montag, 07. März 2022 bis Freitag, 25. März 2022 während des Tages Felsräumungsarbeiten ausgeführt. Aus Sicherheitsgründen muss die Strasse in unregelmässigen Abständen für kurze Zeit gesperrt werden. Der Verkehr wird von Hand geregelt.

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Braunau TG: Autofahrer (35) bei Selbstunfall schwer verletzt – Zeugenaufruf

Nach einem Selbstunfall in Braunau musste am Freitagmorgen ein Autofahrer schwer verletzt von der Rega ins Spital geflogen werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen. Gemäss ersten Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war ein Autofahrer gegen 3.30 Uhr auf der Hauptstrasse in Richtung Stehrenberg unterwegs. In einer Linkskurve verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, worauf dieses die Gegenfahrbahn überquerte und in einen Baum prallte.

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Neuhausen am Rheinfall SH: Kollision zwischen zwei Autos – eine Person verletzt

Am Montagmorgen (28.02.2022) hat sich in Neuhausen am Rheinfall eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Eine Fahrzeuglenkerin wurde dabei leicht verletzt. An den beiden Unfallautos entstand erheblicher Sachschaden. Kurz vor 08.00 Uhr am Montagmorgen (28.02.2022) fuhr ein 22-jähriger Schweizer mit seinem Auto in Neuhausen am Rheinfall aus einem Parkplatzareal in die Rheinstrasse ein.

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Diepoldsau SG / A13: Schwerer Verkehrsunfall - Rega im Einsatz

Am Donnerstagnachmittag (03.03.2022), kurz vor 14:20 Uhr, ist es auf der Autobahn A13 zwischen Widnau und Kriessern zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto mit Anhänger und einem Lastwagen gekommen. Dabei wurde der 68-jährige Fahrer des Personenwagens unbestimmt verletzt. Er wurde durch den Rettungsdienst betreut und anschliessend von der Rega ins Spital geflogen.

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Vicosoprano GR: Frontalkollision durch Sekundenschlaf

Auf der Hauptstrasse in Vicosoprano ist es am Donnerstagmorgen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Fahrzeugen gekommen. Die beiden Lenker verletzten sich dabei leicht. Eine 23-jähriger Autolenker fuhr am Donnerstag um 07.25 Uhr auf der Hauptstrasse von Vicosoprano in Richtung Castasegna. Aus der Gegenrichtung lenkte ein 43-Jähriger einen leeren Schulbus.

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Ramsen SH: Lieferwagen-Fahrer baut gleich zwei Unfälle

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags (03.03.2022) hat ein Lieferwagenfahrer in Ramsen gleich zwei Verkehrsunfälle verursacht. Beim zweiten Unfall am Bahndamm kam er unmittelbar bei den Gleisen zum Stillstand. Verletzt wurde niemand. Am Donnerstagmorgen (03.03.2022) wurde der Schaffhauser Polizei gemeldet, dass im Bereich der Industriestrasse – Petersburg in Ramsen ein Lieferwagen mit ausländischen Kontrollschildern auf den Bahngleisen steht.

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Ostermundigen BE: Auseinandersetzung zwischen Autoinsassen - Zeugenaufruf

Mitte Februar hat sich in Ostermundigen eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Autoinsassen ereignet. Dabei kam es zu Tätlichkeiten und Sachbeschädigungen. Zur Klärung des genauen Sachverhalts und der Umstände werden Zeugen gesucht. Am Montag, 14. Februar 2022, ist es gegen 21.00 Uhr, am Flurweg in Ostermundigen zu einer Auseinandersetzung unter mehreren Personen gekommen.

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Vaulruz / Freiburg FR: Drei mutmassliche Opferstock-Diebe festgenommen

Gestern am späten Nachmittag nahmen Polizeipatrouillen drei mutmaßliche Täter fest, die Diebstähle aus Opferstöcken begangen hatten. Sie wurden vorläufig festgenommen. Sie werden allesamt bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Am Mittwoch, 2. März 2022, am späten Nachmittag, nahmen Polizeipatrouillen bei zwei verschiedenen Ereignissen mutmassliche Täter fest, die Diebstähle aus Opferstöcken begangen hatten.

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Zürich ZH (Kreis 5): Mutmassliche Betäubungsmittelhändler verhaftet

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat eine Warensendung kontrolliert und über elf Kilogramm Opium sichergestellt. In der Folge hat die Kantonspolizei Zürich am Dienstagabend (1.3.2022) im Kreis 5 vier mutmassliche Drogenhändler verhaftet und weitere Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt. Mitarbeitern des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) fiel anlässlich ihrer Kontrolltätigkeit eine Warensendung auf. Bei der genaueren Überprüfung konnten über elf Kilogramm Opium sichergestellt werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.