Schweiz

Schönengrund AR: Sanierung an Bachdurchlässen – einspuriger Verkehr geplant

Das Ausserrhoder Tiefbauamt führt in Schönengrund Instandsetzungsarbeiten an den Bachdurchlässen des Sien- und des Lehmbergbachs durch. Weil der Lehmbergbach zudem die Kantonsgrenze zu St.Gallen bildet, wurden die Bewilligungsverfahren und die Bauarbeiten für diesen Durchlass mit der Gemeinde Neckertal koordiniert.

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Schindellegi SZ: Lieferwagen geht in Flammen auf – Totalschaden nach Brand

Am Samstagnachmittag, 28. März 2026, wurde die Feuerwehr Feusisberg-Schindellegi kurz nach 15.30 Uhr wegen eines Fahrzeugbrandes alarmiert. Ein 53-jähriger Mann fuhr mit einem Lieferwagen auf den Vorplatz einer Liegenschaft an der Aeschstrasse, als er Rauch im Motorraum bemerkte.

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Wetter am Sonntag, 29.03.2026: Wechselhaft kühl und teils Schnee bis in tiefe Lagen

Hinter einer okkludierten Front sorgt am Sonntag ein kurzer Zwischenhocheinfluss aus Westen für eine allmähliche Abtrocknung. Auf Montag erreicht dann aus Nordwesten bereits die nächste Okklusion die Alpennordseite. Dahinter dreht die Höhenströmung von Nordwest auf Nord, und die feuchtkalte Luft wird am Alpennordhang gestaut. Die Alpensüdseite bleibt mit zunehmendem Nordwind im Schutze der Alpen wetterbegünstigt.

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Camorino TI: Brand in Lagerraum – Haus wegen Rauch evakuiert

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass heute kurz nach 18:00 Uhr in der Via Ala Nuverasca in Camorino ein Feuer ausgebrochen ist. Nach ersten Erkenntnissen und aus noch ungeklärten Gründen brach das Feuer in einem Lagerraum aus und erfasste auch ein Fahrzeug.

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Siebnen/Freienbach SZ: Einbrecher geschnappt – weitere Diebstähle aufgedeckt

In der Nacht auf Samstag, 28. März 2026, kurz vor 1 Uhr, meldete eine Anwohnerin der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz, dass in einen Garagenbetrieb an der Zürcherstrasse in Siebnen eingebrochen werde. Die ausgerückten Polizeikräfte konnten kurze Zeit später ausserhalb des Gebäudes zwei tatverdächtige Personen festnehmen.

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Mellingen AG: Jugendlicher flüchtet nach Unfall mit Pferd – Frau verletzt

Auf der Industriestrasse in Mellingen kam es zu einer Kollision zwischen einem jugendlichen Fahrradlenker und einem Pferd. In der Folge riss sich das Tier los, woraufhin die Halterin zu Boden stürzte und sich leicht verletzte. Der Jugendliche entfernte sich anschliessend von der Unfallstelle, ohne sich um die verletzte Pferdehalterin zu kümmern. Die Polizei sucht Personen, welche den Vorfall beobachtet haben.

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Bazenheid SG: Lieferwagen erfasst Kind – 9-Jähriger schwer verletzt

Am Freitag (27.03.2026) ist es auf der Heinrich-Federerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Lieferwagen und einem Kind gekommen. Das 9-jährige Kind wurde durch den Unfall schwer verletzt. Der genaue Unfallhergang ist derzeit unklar und wird untersucht. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Neu St. Johann SG: Auto kracht frontal in Tunnelportal – Lenker (62) schwer verletzt

Am Freitag (27.03.2026) ist ein Mann mit seinem Auto auf der Toggenburgerstrasse gegen ein Tunnelportal geprallt. Dabei wurde er lebensbedrohlich verletzt. Der genaue Unfallhergang ist derzeit unklar. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren zehntausend Franken.

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Schweiz: Fast 4'000 Rettungen im Jahr 2025 – weniger Tote, aber mehr erschöpfte Berggänger

Der Schweizer Alpen-Club SAC hat die Bergnotfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach mussten in den Schweizer Bergen im Zusammenhang mit Bergsport fast 4'000 Menschen gerettet werden – rund 11 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024.

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Wetter am Samstag, 28.03.2026: Sonne, später Wolken und Schnee bis in tiefe Lagen

Ein Hochdruckausläufer erstreckt sich vom Atlantik bis nach Mitteleuropa. Am Samstag lenkt ein Tief mit Kern über dem Nordmeer eine okkludierte Front aus Nordwesten zur Schweiz, welche bis am Sonntagnachmittag nur langsam abzieht. Auf Montag erreicht uns aus Nordwesten bereits die nächste Okklusion. Dahinter dreht die Höhenströmung von Nordwest auf Nord, und die feuchte Luft wird am Alpennordhang gestaut.

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Zürich ZH: Hafenmole gesunken – Schiffe auf Seegrund entdeckt, Bergung läuft

Bekanntlich sank in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Teil der Beton-Mole des Hafens Tiefenbrunnen. Während der Abklärungen am gestrigen Tag wurde durch die Seepolizei der Kantonspolizei Zürich unter anderem ein Tauchroboter eingesetzt.

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Kapo Freiburg: Polizei trainiert Tatortarbeit – Ermittler sichern Spuren wie im Ernstfall

So arbeiten unsere Ermittlerinnen und Ermittler an einer nachgestellten Tatortszene! Vor Ort wurden unter anderem das sorgfältige Absperren des Bereichs, das Sichern und Fotografieren von Spuren sowie die protokollarische Dokumentation der Tatortlage geübt.

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Bellinzona TI: Blitzer-Woche startet – zahlreiche Tempokontrollen angekündigt

Die Kantonspolizei und die kommunalen Polizeikorps weisen darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist – oft mit schweren oder tödlichen Folgen. Fahrzeuglenkende werden daher aufgefordert, die Tempolimiten einzuhalten, um sich selbst und andere Verkehrsteilnehmende zu schützen.

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Titlis: Tödlicher Gondelabsturz – Ermittlungen gegen Bergbahn-Mitarbeitende

Die Staatsanwaltschaft Nidwalden hat im Zusammenhang mit dem Gondelunfall am Titlis vom 18. März 2026 eine Strafuntersuchung eröffnet. Das Verfahren richtet sich gegen zwei Mitarbeitende der Titlis-Bergbahnen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs.

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Mühlehorn GL: Unfall beim Rückwärtsfahren – Auto überschlägt sich mehrfach

Mühlehorn: Selbstunfall mit Personenwagen beim Rückwärtsfahren Am Donnerstag, 26. März 2026, kurz vor 09.00 Uhr, ereignete sich in Mühlehorn ein Selbstunfall mit einem Personenwagen.

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Büsserach SO: Brandstiftung vermutet – Feuer in Holzbetrieb mitten in der Nacht

An der Passwangstrasse in Büsserach ist es in der Nacht auf Freitag, 27. März 2026, zu einem Brand in einem Unterstand eines Holzverarbeitungsbetriebs gekommen. Verletzt wurde niemand. Als Brandursache steht Brandstiftung im Vordergrund. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

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Töss-Winterthur ZH: Auffahrkollision mit vier Autos – Lenker reagiert zu spät auf Rotlicht

Am Freitagmorgen 27. März 2026, kurz nach 6.30 Uhr, kam es auf der Auwiesenstrasse zu einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Personenwagen. Gemäss ersten Erkenntnissen war ein 52-jähriger Lenker auf der Auwiesenstrasse in Richtung Autobahnauffahrt Zürich unterwegs.

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Winterthur ZH: 62-Jähriger verpasst Tankstelle und kollidiert mit Container

Am Donnerstag, 26. März 2026, kurz vor 16.30 Uhr, kam es auf der Ulrich-Hegner-Strasse im Bereich der Kreuzung zur Zürcherstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen. Gemäss ersten Erkenntnissen verpasste ein 62-jähriger Lenker die Einfahrt zu einer Tankstelle und fuhr in eine Seitenstrasse.

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Brüttisellen ZH: Bagger stürzt von Anhänger auf A1 – Folgecrash fordert Verletzte

Am Freitagmorgen (27.03.2026) ist auf der A1 in Brüttisellen nach einem Bremsmanöver ein mit einem Radbagger beladener Lastwagenanhänger umgekippt. Bei einem Folgeunfall sind zwei Personen leicht verletzt worden.

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Kanton Bern: 5447 Unfälle – Töfffahrer im Jahr 2025 besonders betroffen

Die Anzahl der von der Kantonspolizei Bern registrierten Verkehrsunfälle auf Berner Strassen sind im Jahr 2025 leicht angestiegen. Es sind mehr Person auf Berner Strassen verstorben als im vergangenen Jahr.

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Kanton Luzern: Leinenpflicht für Hunde startet – Verstösse werden gebüsst

Vom 1. April bis 31. Juli gilt im Kanton Luzern eine Leinenpflicht für Hunde im Wald sowie näher als 50 Meter zum Waldrand. Sie dient während der Brut- und Setzzeit dem Schutz der Wildtiere und ihrer Jungen.

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Unterwasser SG: Sturz auf Piste – Polizei sucht Skifahrer mit blauer Jacke

Am Sonntag (22.03.2026) ist es auf der Skipiste im Bereich des Restaurants Stöfeli zu einem Unfall gekommen. Eine 56-jährige Skifahrerin stürzte während der Abfahrt und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Die genauen Umstände, die zum Unfall führten, sind derzeit unklar. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Eschenbach SG: Lieferwagen erfasst 10-jähriges Mädchen auf Fussgängerstreifen

Am Donnerstag (26.03.2026) ist es auf der Rütistrasse zu einem Unfall zwischen dem Lieferwagen eines 56-jährigen Mannes und einem 10-jährigen Kind gekommen. Das Kind wurde dabei unbestimmt verletzt.

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Benken SG: Feuer im Dachstock – Feuerwehr öffnet Dach und löscht Brand

Benken: Dachstockbrand in Einfamilienhaus Am Donnerstag (26.03.2026) ist es an der Schmittenäckerstrasse zu einem Brand im Dachstock eines Einfamilienhauses gekommen. Anwohnende bemerkten die Rauchentwicklung und alarmierten umgehend die Feuerwehr. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

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Spurwechsel im Seelisbergtunnel: Risiken richtig einschätzen und sicher handeln

Täglich passieren zahlreiche Fahrzeuge den Seelisbergtunnel. Im gleichmässigem Verkehrsfluss sind Spurwechsel dabei selbstverständlich. Doch gerade beim Wechsel der Fahrspur kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Die Umgebung ist konstant, seitliche Orientierungspunkte fehlen und Abstände lassen sich schwerer einschätzen als auf offener Strecke. Der folgende Beitrag zeigt, warum Spurwechsel im Tunnel besonders riskant sind und worauf Sie achten sollten.

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Kapo Obwalden: Selbstunfall auf A8 – Frau prallt mehrfach in Leitplanken

Vorgestern (25.03.2025) kam es gegen 17:50 Uhr auf der A8 in Fahrtrichtung Luzern zu einem Selbstunfall. Die 32-jährige Fahrzeuglenkerin prallte zunächst mit der rechten Fahrzeugfront gegen die Leitplanke rechts neben dem Pannenstreifen und kollidierte ca. 42 Meter weiter mit der Mittelleitplanke.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.