Schweiz

Neuchâtel NE: 12-jähriger Velofahrer bei Kollision mit Bus verletzt

Am Sonntag, 6. Juli 2025, gegen 20:50 Uhr, fuhr ein 12-jähriger Junge aus dem Littoral mit seinem Velo auf der Rue de l'Hôtel-de-Ville in Richtung Süden. Auf der Höhe der Rue Saint-Honoré kam es zu einer Kollision mit einem TransN-Bus, der von einer 45-jährigen Frau aus dem Littoral gelenkt wurde und in östlicher Richtung unterwegs war.

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Givisiez FR: Messerattacke – Bulgare (43) tötet Ehefrau und sechs Wochen altes Baby

Gestern am späten Nachmittag wurden in einer Wohnung in Givisiez die Leichen einer Frau und ihres Babys entdeckt. Der mutmassliche Täter, der Ehemann des Opfers, wurde am Tatort festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung, eventuell Mord, eingeleitet.

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Basel BS: Mann am St. Johanns-Ring angeschossen – Täter flüchtet auf E-Trottinett

Am Sonntag, 6. Juli 2025, kurz vor 17.00 Uhr, hat ein Unbekannter einen 47-jährigen Mann am St. Johanns-Ring durch eine Schussabgabe verletzt. Der Täter flüchtete. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den noch ansprechbaren Geschädigten ins Spital.

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Wetterbericht zum 07. Juli: Schauer, Wind und kühle Temperaturen – wechselhaftes Wetter

Der Sommer legt eine Pause ein: Am Sonntag zeigt sich das Wetter in vielen Teilen der Schweiz von seiner wechselhaften Seite. Dichte Wolken, kräftige Schauer und teils gewittrige Entwicklungen prägen den Tag. Besonders entlang des Alpennordhangs ist auch mit länger anhaltendem Regen zu rechnen. In höheren Lagen sinkt die Schneefallgrenze bis zum Abend spürbar.

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Grub SG: E-Bike-Lenker verliert Kontrolle und wird schwer verletzt ins Spital geflogen

Am Samstag (05.07.2025), kurz nach 19 Uhr, ist es auf der Oberaustrasse zu einem Selbstunfall mit einem E-Bike gekommen. Ein 58-jähriger Mann fuhr mit seinem E-Bike auf der Oberaustrasse von Eggersriet Richtung Wienacht-Tobel.

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Saas-Fee VS: Drama auf Feegletscher – kleiner Hund wird zum grossen Lebensretter

Einen aussergewöhnlichen Einsatz erlebte die Crew der Air Zermatt am Freitagnachmittag auf dem Feegletscher oberhalb von Saas-Fee. Ein Mann ist in eine rund acht Meter tiefe Gletscherspalte gestürzt. Es war ausgerechnet sein kleiner Chihuahua, der ihm wohl das Leben rettete.

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Goldau SZ: Jugendlicher (17) klettert auf Zug – Funkenwurf verletzt ihn erheblich

Am Sonntagmorgen, 6. Juli 2025, kurz nach Mitternacht, kletterte am Bahnhof Goldau ein 17-jähriger Schweizer auf einen Zug. Als sich der Zug in Bewegung setzte, wurde der Jugendliche von einem Funkenschlag getroffen. Dabei stürzte er vom Zug direkt auf die Gleise.

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Ennetbühl SG: Töfffahrer stürzt nach Kurve ins Gelände – Rega-Einsatz nötig

Am Samstag (05.07.2025), kurz nach 15:30 Uhr, ist es auf der Schwägalpstrasse zu einem Selbstunfall eines Motorrads gekommen. Ein 21-jähriger Mann wurde unbestimmt verletzt und von der Rega ins Spital geflogen.

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Oensingen SO: Sekundenschlaf und Alkohol – Autofahrer rammt Kandelaber und flüchtet

Auf der Oltenstrasse in Oensingen ist es am Samstag, 5. Juli 2025, zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern, fuhr der Unfallverursacher weiter. Es entstand hoher Sachschaden.

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Filzbach GL: Traktor durchbricht Baustellen-Abschrankung und fährt über Stützmauer

Am Samstagabend, 05.07.2025 um 20.10 Uhr erreichte die Kantonale Notrufzentrale die Meldung eines Verkehrsunfalles auf einer Baustelle vor dem Kerenzerbergtunnel am Seeweg in Filzbach. Vor Ort konnten die Funktionäre einen Traktor mit Anhänger feststellen welcher mehrere Bauabschrankungen durchbrochen und über eine Stützmauer gefahren war.

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Freienstein ZH: Drei Anzeigen bei Motorradkontrolle – diverse Mängel festgestellt

Am Samstagnachmittag (5.7.2025) hat die Kantonspolizei Zürich Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer in Freienstein (Gemeinde Freienstein-Teufen) kontrolliert. Sie stellte diverse Mängel fest und verzeigte drei Lenker. Mit den regelmässig durchgeführten Motorradkontrollen trägt die Polizei zur Steigerung der allgemeinen Verkehrssicherheit bei und leistet damit einen präventiven Beitrag.

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Zug ZG: Belagsarbeiten in der Neugasse – Vollsperrung an zwei Juli-Sonntagen

In der Neugasse im Abschnitt Postplatz bis Kolinplatz in der Stadt Zug wurde in den vergangenen vier Monaten das städtische Entwässerungssystem den gesetzlichen Vorgaben angepasst. Für Belagsarbeiten muss die Neugasse nun an zwei Sonntagen im Juli vollständig gesperrt werden.

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Beromünster LU: Jugendlicher Töfffahrer (16) kollidiert frontal mit Lastwagen (Rega-Einsatz)

Heute Vormittag ist es auf der Kantonsstrasse im Ortsteil Gunzwil zwischen Beromünster und Menziken zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein 16-jähriger Motorradfahrer erlitt dabei erhebliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Die Kantonsstrasse war über fünf Stunden gesperrt.

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Kreuzlingen TG: Seepolizei nach Einsatztag mit traumhaftem Sonnenuntergang belohnt

Sommer, Sonne, viel Verkehr auf dem Wasser – die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau hat bei diesen Bedingungen alle Hände voll zu tun. Auch diese Woche waren die Spezialistinnen und Spezialisten mit Patrouillenfahrten und Einsätzen auf dem See gefordert.

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Horgen ZH: Auto prallt auf Bahnübergang mit IC zusammen – 21-Jähriger verletzt

Am Samstagabend (5.7.2025) ist es in Horgen auf einem Bahnübergang zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Zug gekommen. Der Fahrzeuglenker wurde mit unbestimmten Verletzungen in ein Spital gebracht. Der Unfall führte zu Verzögerungen und Ausfällen im Bahnverkehr.

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Wetterbericht zum 06. Juli: Gewitterneigung steigt, sommerlich und wechselhaft

Der Samstag beginnt regional freundlich, doch das stabile Sommerwetter gerät im Tagesverlauf unter Druck. In der Deutschschweiz, in Nord- und Mittelbünden sowie auf der Alpensüdseite ziehen ab dem Mittag vermehrt Wolken auf, begleitet von Schauern und teils kräftigen Gewittern. Auch in der Westschweiz bleibt es meist bewölkt mit gewittrigen Niederschlägen am Nachmittag und Abend. Die Temperaturen erreichen verbreitet 24 bis 27 Grad, bevor auffrischender Wind und sinkende Nullgradgrenzen auf eine wechselhafte zweite Tageshälfte hindeuten.

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Die spektakulärsten Schweizer Strassenpässe: Routen, Tipps und Highlights für Ihre Alpenfahrt

Die Schweiz ist berühmt für ihre atemberaubenden Alpenlandschaften, malerischen Täler und spektakulären Bergstrassen. Strassenpässe sind dabei nicht nur wichtige Verkehrsverbindungen, sondern auch beliebte Ausflugsziele für Motorradfahrer, Radfahrer, Autofahrer und Wanderer. In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Schweizer Strassenpässe: von den bekanntesten Routen über Tipps zur Planung bis hin zu Sicherheit und Besonderheiten.

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Schweizer Armee: Programmvereinbarung für bodengestützte Luftverteidigung unterzeichnet

Der Rüstungschef, Urs Loher, und der deutsche Rüstungsdirektor, Vizeadmiral Carsten Stawitzki, haben die Programmvereinbarung im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) zur kooperativen Beschaffung von IRIS-T SLM Systemen der bodengestützten Luftverteidigung mittlerer Reichweite (Bodluv MR) der deutschen Herstellerin Diehl Defence GmbH & Co. KG unterzeichnet. Die Programmvereinbarung, die der Bundesrat am 20. Juni 2025 genehmigt hat, ist eine Voraussetzung für einen Beschaffungsvertrag über die Bodluv MR Systeme. Durch diese gemeinsame Beschaffung kann die Schweiz von Skaleneffekten und einer verbesserten Interoperabilität der Systeme profitieren.

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Der Furkapass – spektakuläre Alpenverbindung zwischen Uri und Wallis

Der Furkapass (Französisch: Col de la Furka) gehört mit 2 429 m ü. M. zu den höchsten und eindrucksvollsten Alpenpässen der Schweiz. Er verbindet Realp im Kanton Uri mit Gletsch im Walliser Goms und bietet eine der faszinierendsten Panoramastrassen der Alpen. Neben der spektakulären Aussicht ist der Pass auch wegen der historischen Dampfbahn und des berühmten Hotels Belvédère am Rhônegletscher bekannt. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die landschaftliche Vielfalt, die geschichtliche Bedeutung, touristische Highlights und die Verkehrssicherheit entlang dieser eindrucksvollen Alpenroute.

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Matten BE: Mann stirbt bei Arbeitsunfall auf Rodelbahn – Polizei ermittelt

Am Freitagmorgen ist es in Matten bei Interlaken zu einem Arbeitsunfall auf einer Rodelbahn gekommen. Ein Mann erlag seinen Verletzungen vor Ort. Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Oberland Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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Bronschhofen SG: Fahrunfähiger Lenker (43) verursacht Selbstunfall mit massivem Schaden

Am Samstag (05.07.2025), kurz nach 3 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Ein 43-jähriger Mann war in fahrunfähigem Zustand unterwegs und wurde eher leicht verletzt. Es entstand Sachschaden.

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Subingen SO: 17-jähriger Marokkaner flüchtet vor Polizei und crasht in Hausmauer

Auf der Luzernstrasse in Subingen hat sich am Samstagmorgen, 5. Juli 2025, ein Automobilist einer Polizeikontrolle entzogen und einen Selbstunfall verursacht. Der mutmassliche Fahrzeuglenker konnte angehalten und für weitere Abklärungen vorläufig festgenommen werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.