Schweiz

Bollingen SG: Drei Verletzte bei heftiger Frontalkollision mit Totalschaden

Am Freitag (13.06.2025), kurz vor 18 Uhr, ist es auf der Uznacherstrasse zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Autos gekommen. Drei Personen wurden verletzt und hospitalisiert. An den Autos entstand hoher Sachschaden.

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Erlinsbach SO: 36-jähriger Mann stirbt nach Badeunfall in der Aare bei Stauwehr

Am Freitagabend ist ein Mann bei Erlinsbach, unterhalb des Stauwehrs Schönenwerd, beim Schwimmen in Not geraten. Durch eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn konnte der leblose Mann geborgen werden. Er wurde mit einem Rettungshelikopter in ein Spital gebracht, wo er kurz darauf verstarb.

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Deitingen SO: Auto überschlägt sich nach Kollision auf A1 – Lieferwagen flüchtet

Auf der Autobahn A1 bei Deitingen in Richtung Zürich sind am Freitag, 13. Juni 2025, zwei Autos aneinandergeprallt. Dabei hat sich ein Auto überschlagen. Ein Fahrzeuglenker zog sich leichte Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst zur ärztlichen Kontrolle in ein Spital gebracht. Ein beteiligter Lieferwagen fuhr in Richtung Zürich weiter. Die Polizei sucht Zeugen.

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Näfels GL: Unachtsamer Fahrer löst Auffahrkollision mit drei Autos auf N17 aus

Am Freitag, 13.06.2025, 09.45 Uhr, ereignete sich auf der N17 im Oberdorf in Näfels, Fahrtrichtung Glarus, eine Auffahrkollision mit 3 Personenwagen. Der Unfallverursacher bemerkte wegen momentaner Unaufmerksamkeit zu spät, dass die vor ihm fahrenden Fahrzeuge ins Stocken gerieten.

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Wolhusen LU: Bub (7) von Fahrzeug überrollt – Rettungshelikopter im Einsatz

Heute kurz vor Mittag ist ein Kind in Wolhusen von einem Auto erfasst worden. Es musste mit einem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital geflogen werden. Die Unfallursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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Neuenburg NE: Seriendiebstähle von Motorrädern – CHF 900'000 Schaden

Eine umfassende Untersuchung der Neuenburger Kriminalpolizei unter der Leitung der Staatsanwaltschaft hat eine Reihe von Diebstählen von Motorrädern und Elektrofahrrädern in 13 Schweizer Kantonen aufgedeckt. Zwei Männer, die sich derzeit in Untersuchungshaft befinden, werden verdächtigt, für diese in den Jahren 2023 und 2024 begangenen Straftaten verantwortlich zu sein, die einen Gesamtschaden von über 900'000 Franken verursachten.

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Solothurn SO: Auto brennt lichterloh – Wildbachstrasse für drei Stunden gesperrt

Am Donnerstagnachmittag ist ein Auto auf der Wildbachstrasse in Solothurn vollständig ausgebrannt. Für die Lösch- und Bergungsarbeiten musste die Wildbachstrasse im Bereich des Fahrzeugbrandes vorübergehend gesperrt werden. Verletzt wurde niemand.

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Wattwil SG: Motorradfahrer bei Unfall mit BMW verletzt – Lenker begeht Fahrerflucht

Am Freitag (13.06.2025), kurz vor 10:30 Uhr, ist es auf der Rickenstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Ein 64-jähriger Motorradfahrer wurde leicht verletzt, der Autofahrer entfernte sich von der Unfallstelle. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Berschis SG: Auto kracht in Anpralldämpfer auf A3 – vier Fahrzeuge beteiligt, ein Verletzter

Am Freitag (13.06.2025), kurz vor 10 Uhr, ist auf der Autobahn A3 ein Auto in einen Anpralldämpfer des Unterhaltsdienstes geprallt. Ein 22-jähriger Mann wurde leicht verletzt. Am Unfall beteiligt waren insgesamt vier Fahrzeuge. Es entstand hoher Sachschaden.

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Appenzell AR: Tour de Suisse bringt am 17. und 18. Juni Verkehrsbehinderungen

Am Dienstag, 17. Juni 2025 führt die 3. Etappe der Tour de Suisse von Aarau nach Heiden/AR. Die Rennstrecke führt von Hundwil her auf der N25 via Enggenhütten nach Appenzell und auf der Entlastungsstrasse via Gaiserstrasse weiter in Richtung Gais. Von dort aus führt das Rennen via Stoss nach Altstätten – Mohren – Reute – Büriswilen – Walzenhausen nach Heiden, wo das Etappenziel ist. Die Rennspitze wird Appenzell kurz vor 16.00 Uhr und Büriswilen um zirka 16.40 Uhr erreichen. Der Werbetross passiert die Strecke rund 60 Minuten vor der Rennspitze.

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Schweizer Armee: Dynamischer Schiesssport SRA – Finnisches Vorbild trifft Schweizer Miliz

Was hat ein junger Infanterieoffizier mit dem finnischen Militärschiesssport zu tun? Sehr viel! In dieser Podcastfolge spricht Oberleutnant Pascal Brodbeck mit Oberst im Generalstab Mathias Müller über SRA – ein dynamisches Schiessformat aus Finnland, das taktisches Denken, körperliche Fitness und Präzision kombiniert.

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Wängi TG: Zwei Verletzte bei Auffahrkollision mit Folgeunfall auf A1

Bei einer Auffahrkollision und einem Folgeunfall auf der Autobahn A1 bei Wängi wurden am Donnerstag zwei Personen mittelschwer verletzt. Kurz vor 17.30 Uhr war ein 26-jähriger Autofahrer auf der Autobahn A1 in Richtung St. Gallen unterwegs.

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Staufen AG: Mercedes prallt in Mini – 79-jähriger Unfallfahrer stirbt noch vor Ort

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 12. Juni 2025, kurz nach 18.00 Uhr auf der Aarauerstrasse zwischen Schafisheim und Staufen. Zwei Autos befuhren die Ausserortsstrecke in Richtung Staufen. Aus noch ungeklärten Gründen prallte ein Mercedes-Benz, in dem sich zwei Personen befanden, ins Heck eines vorausfahrenden Minis mit einer Person an Bord.

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Zürich ZH: Flughafen erreicht ÖV-Ziel von 46 Prozent erstmals – Rekord dank Modalsplit 2024

2024 reisten 46 Prozent aller Passagiere, Mitarbeitenden und Besuchenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen Zürich – so viele wie noch nie. Das zeigt die jüngste Modalsplit-Erhebung. Gegenüber der letzten Erhebung konnte der ÖV-Anteil damit erneut gesteigert werden.

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Fettbrand in der Küche: Wie entsteht er – und wie lässt er sich verhindern?

Knusprige Bratkartoffeln, paniertes Schnitzel oder asiatische Gerichte im Wok, in vielen Haushalten gehört Braten mit Öl zum Alltag. Was viele unterschätzen: Wird Fett zu heiss, kann es sich entzünden und ein sogenannter Fettbrand entstehen. Diese Art von Brand ist besonders gefährlich, weil sie sich rasend schnell ausbreitet und auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden darf. Anfang Juni berichtet die Kantonspolizei St. Gallen von einem Brand, bei dem sich Öl in einer Bratpfanne entzündet hatte. Glücklicherweise konnte die Betroffene das Feuer selbstständig löschen, dennoch entstand erheblicher Sachschaden. Wissenwertes rund um die Entstehung eines Fettbrands und wie Sie im Falle eines Feuers vorgehen, hat Polizei.news in Kooperation mit der Kantonspolizei St. Gallen zusammengestellt.

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Lichtensteig SG: 76-Jähriger stürzt bei Mäharbeiten an der Thur – Spitalaufenthalt

Am Donnerstag (12.06.2025), kurz vor 9 Uhr, ist in Lichtensteig zu einem Arbeitsunfall gekommen. Ein 76-jähriger Mann verrichtete am Ufer der Thur Mäharbeiten, wobei er einen Steilhang hinunterstürzte und am Boden verletzt liegen blieb.

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Bern BE: Gefängnisse überfüllt – Regierung sieht Containerlösung als einzige Option

Die Regionalgefängnisse im Kanton Bern sind seit einiger Zeit überbelegt. Mehrere parlamentarische Vorstösse zielen auf eine Entlastung der Situation ab. Nicht alle sind gleich gut. Und: Fakten können helfen, Desinformation nicht.

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Schaffhausen SH: Polizei prüft Velonachwuchs – Verkehrsteilnehmende zur Vorsicht aufgerufen

Von Montag (16.06.2025) bis Freitag (20.06.2025) führt die Schaffhauser Polizei im Breitequartier in der Stadt Schaffhausen Radfahrerprüfungen durch. Wir bitten diesbezüglich die VerkehrsteilnehmerInnen um Rücksicht und erhöhte Aufmerksamkeit.

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Rothenfluh SZ: Gleitschirmpilot stürzt kurz nach Start ab – schwer verletzt

Am Donnerstag, 12. Juni 2025, kurz vor 14:30 Uhr, ist ein 32-jähriger Gleitschirmpilot kurz nach dem Start auf der Rotenfluh in Not geraten und aus einer Höhe von rund fünf Metern abgestürzt. Aus noch ungeklärten Gründen verlor der Pilot kurz nach dem Abheben die Kontrolle über seinen Gleitschirm und stürzte zu Boden.

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Zürich ZH: Nahost-Demo im Kreis 4 eskaliert – Pyros, Blockaden und Polizeieinsatz

Am Donnerstagabend, 12. Juni 2025, kam es im Kreis 4 zu einer unbewilligten Demonstration von mehreren hundert Demonstranten. Dabei errichteten diese Strassenblockaden, zündeten Container an und griffen die Einsatzkräfte mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen an. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Reizstoff und Gummischrot ein. Die Stadtpolizei Zürich wurde beim Einsatz von der Kantonspolizei Zürich unterstützt.

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Zürich ZH: Polizei verhindert Bahnhof-Blockade bei Pro-Palästina-Demo – 11 Verhaftungen

Die Kantonspolizei Zürich ist am Donnerstagabend (12.06.2025) aufgrund einer angekündigten, nicht bewilligten Pro-Palästina-Kundgebung im Hauptbahnhof präsent gewesen und unterstützte die Stadtpolizei Zürich bei den anschliessenden Ausschreitungen in der Stadt. Aufgrund einer in den sozialen Medien angekündigten, nicht bewilligten Pro-Palästina-Kundgebung war die Kantonspolizei Zürich bereits am Nachmittag am Hauptbahnhof präsent und führte zahlreiche Personenkontrollen durch. Gegen mehrere Personen mussten Wegweisungen ausgesprochen werden.

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Opfikon ZH: Fussgänger bei Kollision mit Velo schwer verletzt – Zeugen gesucht

Bei einer Kollision zwischen einem Velolenker und einem Fussgänger ist am Donnerstagabend (12.06.2025) in Glattpark (Gemeindegebiet Opfikon) der Fussgänger schwer verletzt worden. Gegen 19:45 Uhr fuhr ein 34 Jahre alter Velofahrer auf dem parallel zur Glattparkstrasse verlaufenden Fussgänger-/Veloweg in Richtung Auzelg.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.