Die Kantonspolizei Schwyz führte am Donnerstag, 29. Mai 2025 in Pfäffikon und am Samstag, 7. Juni 2025 in Schwyz je eine Verkehrskontrolle durch.
Dabei lag der Fokus auf unerlaubten Anbauteilen und Abänderungen, unerlaubten Lichtern, abgefahrenen Reifen oder auch manipulierten Auspuffanlagen. Insgesamt wurden 11 Personen verzeigt und 5 Fahrzeuge vor Ort stillgelegt.
Weil eine Automobilistin das Rotlicht missachtete, kam es bei einer Einmündung eingangs Brugg zu einer heftigen Kollision. Verletzt wurde niemand.
Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 8. Juni 2025, kurz nach 18.30 Uhr auf der Aarauerstrasse in Brugg.
Im Raum Lenzerheide-Valbella findet vom Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Juni 2025 die Motor Classics Lenzerheide statt. Vor, während und nach der Veranstaltung ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Die Hauptstrasse wird vom Freitag 13. Juni 2025 ab 06.00 Uhr bis Montag, 16. Juni 2025 ca. 18.00 Uhr zwischen Valbella und Lenzerheide gesperrt.
Ein 52-jähriger Mann feuerte in Yverdon-les-Bains mit einer Softair-Waffe aus dem Fenster. Die Polizei nahm ihn unter massivem Widerstand fest.
Er wurde ins CHUV eingeliefert. Es wurden mehrere Waffen sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.
Nach einer Nacht auf einem Boot wurde ein 29-jähriger Mann in Morges vermisst. Taucher fanden ihn tot im Hafen.
Die Polizei hat eine Strafuntersuchung eingeleitet. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen bisher nicht vor.
Ein 7-jähriger Junge wurde am Sonntag in La Chaux-de-Fonds bei einer Kollision mit einem Auto verletzt.
Er musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.
Verantwortung, Abwechslung und ein sinnstiftender Job im Kampf gegen die Kriminalität? Genau das erwartet dich bei der Kantonspolizei St.Gallen.
Für unsere Abteilung Betäubungsmitteldelikte am Standort St.Gallen suchen wir eine/n Sachbearbeiter/in (w/m/d).
Am Donnerstag, 5. Juni 2025, kurz vor 17.30 Uhr, hat die Kantonspolizei während eines Einsatzes am Riehenring in einer Erdgeschosswohnung eine leblose Person entdeckt.
Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt geht aufgrund der rechtsmedizinischen Untersuchung von einem Tötungsdelikt aus. Beim Opfer handelt es sich um einen 49-jährigen Mann.
Im Begginger Wald hat die Schaffhauser Polizei eine illegale Party mit Bühne, Feuerstellen und Lärm während der Brutzeit aufgelöst.
Die Veranstaltung war nicht bewilligt, es wurden Bäume gefällt, Generatoren betrieben und Littering festgestellt.
Die SBB-Brücke in Oensingen, die über den A1-Zubringer und die Staadackerstrasse führt, wird ab dem 10. Juni 2025 saniert.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte November 2025. Während der Bauzeit bleibt der Verkehr auf dem A1-Zubringer zweispurig. Auf der Staadackerstrasse gilt ein Einbahnregime in Richtung VEBO-Knoten.
Auf die vielen Niederschläge folgt nun eine trockene und zunehmend warme, gegen Ende Woche auch heisse Periode.
Der letzte Tag, an dem es in der ganzen Schweiz niederschlagsfrei blieb, war am 30. Mai. Um einen weiteren solchen Tag zu finden, muss man zurück gehen bis zum 17. Mai. Also etwa 3 Wochen lang hat es nun fast täglich in der Schweiz geregnet (natürlich nicht immer in allen Regionen und nicht immer grosse Mengen). Dem wird nun ein Ende gesetzt.
Verschwunden am 05. Juni 2025 gegen 18:45 Uhr aus Solduno
MALCHOW Jakob, geboren am 09.06.2006, Bürger der Schweiz, wohnhaft in Solduno, wird vermisst.
Eine Entenmama hatte sich ihr Nest hoch oben auf einem Turm gebaut.
Nach dem Sprung nach unten wartete sie – aber die Küken steckten fest: zu wohlgenährt, um durch den Maschendrahtzaun zu passen.
Ein Fall für die Feuerwehr.
Seit einigen Wochen ist wieder "Bienensaison" bei der Berufsfeuerwehr.
Sie rückt oft mehrmals täglich aus, um ausgeschwärmte Bienen behutsam einzufangen und sie anschliessend in die Obhut von Imkerinnen und Imkern zu übergeben.
Neues Präventionsprogramm: Sophies Reise
Die Kantonspolizei Wallis lanciert "Sophies Reise" – ein Präventionsprogramm für Eltern, um die Online-Sicherheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
An 270 Zählstellen wird nächste Woche der motorisierte und der Veloverkehr erfasst – ein Mix aus Handzählung durch 960 Schülerinnen und Schüler sowie automatischer Datenerhebung.
Die Resultate der kantonalen Strassenverkehrszählung liefern Grundlagen für die künftige Verkehrsplanung.
In einem Wohnquartier im Kanton Bern ist es nach einem Hinweis eines Hauswarts auf einen verbotenen Parkplatzgebrauch zu einem heftigen Streit gekommen.
Ein 29-jähriger Syrer wurde daraufhin ausfällig.
Die Ruhe nach dem Sturm: Auf den ersten Blick scheint das Foto eine friedliche Abendstimmung einzufangen.
Doch was man auf diesem Bild nicht sieht, ist die Geschichte dahinter: Ein Lieferwagen hat auf der Autobahn ein Rad verloren.
Am Sonntag kam es an der Wehntalerstrasse zu einem Wasserrohrbruch grossen Ausmasses.
Das Wasser und der weggespülte Schutt verteilten sich über die tieferliegenden Strassen und fluteten mehrere Wohnhäuser. Das sich rasch ausbreitende Wasser unterspülte weiter das Gleistrassee beim Eingang des Weinbergtunnels, bildete einen Schuttkegel, woraufhin der Zugverkehr teilweise unterbrochen werden musste.
Am frühen Sonntagmorgen, 8. Juni 2025, kam es im Kreis 4 zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Dabei wurde ein Mann mit einer Stichwaffe verletzt und musste hospitalisiert werden. Der mutmassliche Täter wurde festgenommen.
In der Nacht von Freitag (06.06.2025) auf Samstag (07.06.2025) ist ein Autofahrer auf der Lindenstrasse gegen ein parkiertes Auto gefahren.
Ohne sich um den Schaden zu kümmern, entfernte er sich von der Örtlichkeit. Die Stadtpolizei St.Gallen konnte den 31-jährigen Lenker ermitteln. Er wurde als fahrunfähig eingestuft. Verletzt wurde niemand, es entstand erheblicher Sachschaden.
Zwischen Samstagabend (07.06.2025) und Sonntagmorgen (08.06.2025) hat die Stadtpolizei St.Gallen drei Männer angezeigt, die mit ihren Autos vermeidbaren Lärm verursacht haben.
Ein Fahrzeug wurde sichergestellt.
Am Samstagabend kam es bei der Autobahneinfahrt Lenzburg zu einer Auffahrkollision mit fünf beteiligten Fahrzeugen.
Vier Personen wurden leicht verletzt. Es entstand hoher Sachschaden.
Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute gegen 18:45 Uhr bei der Gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) ein Verkehrsunfall im Gebiet von Piotta gemeldet wurde.
Gemäss einer ersten Rekonstruktion fuhr ein 44-jähriger Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Leventina auf der Via Giof in Richtung Piotta mit einem Lastwagen.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund?
Rahel nimmt euch mit hinter die Kulissen und zeigt, was sie in ihrem Arbeitsalltag alles erlebt.
Am Mittwochabend, 4. Juni 2025, gegen 17:45 Uhr, kam es in Castel San Pietro an der Via alle Zocche zu einem Chemieunfall.
In einem auf Edelmetallverarbeitung spezialisierten Betrieb trat während eines Produktionsprozesses eine geringe Menge verdünnte Wasserstoffperoxid- und Salzsäurelösung aus.
Der Polizeiposten von Willisau zieht um. Am 16. Juni 2025 wird der neue Posten in einem Neubau an der Bahnhofstrasse 17a eröffnet – in unmittelbarer Nachbarschaft zum bisherigen Amtsgebäude an der Vorstadt 9.
Während des Umzugs bleibt der Posten vom 12. bis am 15. Juni 2025 geschlossen.
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Auf der Breitestrasse im Abschnitt vom Breiteplatz bis zur Storchenbrücke müssen diverse Werkleitungen erneuert und die Strasse saniert werden.
Mit dem Projekt sollen aber auch die Verkehrssicherheit insbesondere für Fussgänger erhöht und der Strassenraum aufgewertet werden. Das Projekt wird zur Mitwirkung der Bevölkerung ab Freitag, 6. Juni 2025, für dreissig Tage öffentlich aufgelegt.
Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat das Projekt und den Kredit für die Revitalisierung der Ochsenbäche in der Dornesslen in Walzenhausen genehmigt.
Die Bachoffenlegung dient dem Hochwasserschutz und ermöglicht eine ökologische und landschaftliche Aufwertung. Die Planauflage startet Mitte Juni.
In der Samstagnacht, 7. Juni 2025, kurz nach 22.30 Uhr, kam es in einer Autowerkstatt an der Klostergasse in Maisprach BL zu einem Brandausbruch.
Personen wurden keine verletzt.
Eine 23-jährige deutsche Staatsbürgerin unternahm am 5. Juni 2025 gegen 10 Uhr gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren beiden Hunden eine Wanderung auf die Hohe Nock.
Aufgrund aufziehender starker Bewölkung wurde die Wanderung im Bereich "Merkensteinbründl" abgebrochen und der Abstieg ins Tal angetreten.
Bureau du radar: Über 7'000 Tempoverstösse wurden während des Auffahrtswochenendes im Kanton Waadt festgestellt.
Unter den Verstössen befinden sich auch drei besonders gravierende Via Sicura-Fälle.
Nach dem verheerenden Gletscherabbruch in der Gemeinde Blatten gibt der Regierungsrat 500’000 Franken als Soforthilfe aus dem Gemeinnützigen Fonds frei.
Die Unterstützung richtet sich an die Bewohnerinnen und Bewohner von Blatten. Sie haben wegen des Bergsturzes ihr ganzes Hab und Gut verloren.
Der Kanton Zug leistet eine Soforthilfe von 250 000 Franken an die Gemeinde Blatten, um den dortigen Menschen schnell helfen zu können.
Zudem wird er in Abstimmung mit der Gemeinde diese mit einem bedarfsgerechten Projektbeitrag unterstützen.
Im Rahmen der dritten Rhonekorrektion hat der Staatsrat beschlossen, dem Grossen Rat einen Verpflichtungskredit von 15 Millionen Franken zu unterbreiten.
Dieser Betrag dient zur Finanzierung der Sicherungsarbeiten der vorgezogenen Massnahme (VM) II Raron auf dem Gebiet der Gemeinden Raron und Baltschieder.
Ein Verkaufsladen eröffnet am Standort der Strafanstalt Crêtelongue (SACL) in Granges.
Die Bevölkerung kann dort Agrar- und Handwerksprodukte kaufen, die von den Insassen in den Arbeitswerkstätten hergestellt wurden. Diese Initiative soll es den inhaftierten Personen ermöglichen, berufliche und soziale Kompetenzen im Hinblick auf ihre Wiedereingliederung zu entwickeln.
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Die Baudirektion Uri und die Matterhorn Gotthard Bahn investieren in ihre gemeinsame Infrastruktur von Strasse und Bahn.
Dazu gehört auch die regelmässige Inspektion der Lawinengalerie auf der Urner Seite des Oberalppasses.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.