Schweiz

Wetter am Freitag, 12.06.2026: Im Osten noch Regen, später freundlicher

Mit einer nordwestlichen Höhenströmung fliesst zunächst noch feuchtkühle und instabil geschichtete Luft zur Alpennordseite. Die Alpensüdseite ist mit Nordwind wetterbegünstigt. Im weiteren Verlaufe des Donnerstags dehnt sich ein Hoch vom Atlantik her über Frankreich bis zum Alpenbogen aus, welches die Luft allmählich abgetrocknet und stabilisiert. Am Freitag erfasst eine Warmfront insbesondere den Osten der Schweiz, bevor sich am Samstag das Hochdruckgebiet wieder ausdehnt und in der gesamten Schweiz wetterbestimmend wird.

Weiterlesen

Luzern LU: Fahrzeugbrand in Einstellhalle löst Feuerwehreinsatz mit 90 Kräften aus

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 19.27 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr, die Einsatzkompanie 2 sowie die Stabskompanie der Feuerwehr Stadt Luzern wegen einer Rauchentwicklung aus einer Einstellhalle im Büttenenring alarmiert. Die ersten vorrückenden Einsatzkräfte stellten ein einzelnes brennendes Fahrzeug fest.

Weiterlesen

Kloten ZH: Franzosen verlangen von 84-Jährigem über 10'000 Fr. für Vorplatz-Reinigung

Die Kantonspolizei Zürich verhaftete am Mittwochnachmittag (10.6.2026) in Kloten zwei Betrüger, deren Masche es war, zu Wucher-Preisen Vorplätze zu reinigen. Die beiden Tatverdächtigen wurden nach einer Fahndung festgenommen.

Weiterlesen

Broc FR: Hydrauliköl verschmutzt Fluss und Greyerzersee – Polizei ermittelt

Gestern wurde in Broc eine Verschmutzung der Jogne mit Hydrauliköl festgestellt. Das Öl gelangte von einer Anlage des Wasserkraftwerks in den Fluss und weiter bis zum Greyerzersee. Die Einsatzkräfte konnten die Ausbreitung mit einer Ölsperre eindämmen. Die Kantonspolizei ermittelt zur Ursache.

Weiterlesen

Tessin TI: Polizei toleriert WM-Jubel – bei Ausschreitungen drohen Konsequenzen

Anlässlich der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 werden die Gemeindepolizeien und die Kantonspolizei spontane Feierlichkeiten von Fans grundsätzlich tolerieren, sofern dadurch die Sicherheit, die öffentliche Ordnung und die Nachtruhe nicht beeinträchtigt werden. Bei gefährlichem Verhalten oder bei Feierlichkeiten, die über die angemessen tolerierte Dauer hinausgehen, werden die gesetzlichen Bestimmungen angewendet.

Weiterlesen

Montfaucon JU: Gefahrgut-Alarm nach Austritt unbekannter Substanz aus Spezialtransporter

Am Donnerstag, 11. Juni, gegen 11.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Jura darüber informiert, dass in einem Spezialtransportfahrzeug auf der Kantonsstrasse 18 zwischen Saint-Brais und Montfaucon eine möglicherweise chemische Substanz ausgelaufen war. Die genauen Umstände des Vorfalls sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Weiterlesen

Stein am Rhein SH: E-Bikefahrerin prallt gegen parkiertes Auto und wird schwer verletzt

Am Dienstagmittag (09.06.2026) in Stein am Rhein ist eine Velofahrerin gestürzt. Bei diesem Alleinunfall wurde die Frau schwer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

Weiterlesen

Oberdiessbach BE: Auto überschlägt sich nach Ausweichmanöver – Lenker verletzt

Am Mittwochabend hat sich im Bleikewald in Bleiken bei Oberdiessbach ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos ereignet. Ein Fahrzeuglenker wurde dabei leicht verletzt. Die Kantonspolizei Bern sucht zur Klärung des Unfallhergangs Zeuginnen und Zeugen.

Weiterlesen

Gais AR: Einbrecher erbeuten Wertgegenstände für über 100'000 Franken aus Gewerbebetrieb

In der Nacht auf Donnerstag, 11. Juni 2026, sind Unbekannte in eine Gewerbeliegenschaft in Gais eingebrochen. Die Täterschaft entwendete Diebesgut und verursachte Sachschaden.

Weiterlesen

Schaffhausen SH: E-Scooterfahrer stürzt bei Bushaltestelle und muss ins Spital

Am Mittwochnachmittag (10.06.2026) hat sich in der Stadt Schaffhausen ein Alleinunfall mit einem E-Scooter ereignet. Dabei wurde der E-Scooterfahrer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

Weiterlesen

Kriens LU: Auffahrkollision auf A2 sorgt mitten im Feierabendverkehr für langen Rückstau

Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden ist es am Mittwoch (10. Juni 2026, ca. 16:30 Uhr) nach dem Schlundtunnel zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Verletzt wurde beim Unfall niemand.

Weiterlesen

Sils i.D. GR: Schynstrasse nach schwerem Unfall mit vier Verletzten fünf Stunden gesperrt

Auf der Schynstrasse in Sils im Domleschg hat sich am frühen Mittwochabend ein Verkehrsunfall ereignet. Dabei wurden vier Personen verletzt.

Weiterlesen

Trübbach SG: Arbeiter von Felsbrocken getroffen und schwer verletzt

Am Mittwochmorgen (10.06.2026) ist ein 59-jähriger Arbeiter von einem Gesteinsbrocken getroffen worden. Er wurde eher schwer verletzt und von der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.

Weiterlesen

Niederglatt SG: Auto überschlägt sich – fahrunfähiger Lenker verliert Ausweis

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (11.06.2026) ist es auf der Strasse Städeli zu einem Selbstunfall gekommen. Das Auto eines 62-jährigen Mannes überschlug sich. Er wurde als fahrunfähig eingestuft und musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.

Weiterlesen

Aarau AG: Auto überschlägt sich nach Rotlichtmissachtung – Lenker eingeklemmt

Am Mittwochmorgen missachtete ein 29-jähriger Automobilist auf der Suhrenbrücke in Aarau ein Rotlicht und kollidierte mit einem vortrittsberechtigten Fahrzeug. Sein Auto kam auf der Seite liegend zum Stillstand, worauf die Feuerwehr Aarau den verletzten Mann aus dem Unfallwagen barg.

Weiterlesen

Kanton St.Gallen: 400 Betrugsversuche seit Jahresbeginn – Telefonbetrug nimmt zu

Immer wieder werden der Kantonspolizei St.Gallen Betrugsfälle gemeldet, bei denen sich unbekannte Personen am Telefon als Polizisten, Behördenmitarbeitende oder Bankangestellte ausgeben. Die Kantonspolizei St.Gallen berichtete im Februar 2026. Aktuell treten diese Fälle wieder vermehrt auf, insbesondere die betrügerischen Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitenden.

Weiterlesen

Egerkingen SO: Auffahrkollision vor Fussgängerstreifen – Polizei sucht Zeugin

Auf der Solothurnerstrasse in Egerkingen hat sich am Mittwochnachmittag, 10. Juni 2026, eine Auffahrkollision mit zwei beteiligten Autos ereignet. Dabei sind zwei Personen leicht verletzt worden. Der genaue Unfallhergang und die Unfallursache sind Gegenstand laufender Ermittlungen.

Weiterlesen

Wetter am Donnerstag, 11.06.2026: Mehr Sonne im Westen, einzelne Schauer im Osten

Die Schweiz liegt heute Mittwoch noch im Einflussbereich einer Tiefdruckzone über dem Nordwesten Europas. Mit einer mässigen Westströmung fliesst feuchtkühle Atlantikluft zur Alpennordseite. Ab Donnerstag dehnt sich ein Hochdruckgebiet vom Atlantik über Frankreich bis zum Alpenbogen aus. Im Westen und Süden wird die Luft rasch abgetrocknet und stabilisiert, während die östlichen Landesteile noch etwas länger im Einflussbereich feuchtkühler Luft bleiben. Am Freitag streift eine Warmfront den Osten der Schweiz.

Weiterlesen

Zürich ZH: Stadtpolizei geht gegen Poser, Lärm und illegale Fahrzeugumbauten vor (Video)

Wer posen will, riskiert mehr als nur einen schlechten Eindruck. Illegal abgeänderte Fahrzeuge, unnötiger Lärm und gefährliches Fahrverhalten haben Konsequenzen.

Weiterlesen

Kapo Schwyz: Phishing-Angriffe nehmen stark zu – Polizei warnt vor perfiden Betrugsmaschen

Im letzten Jahr haben Phishing-Delikte schweizweit um 25 % zugenommen. Betrüger geben sich etwa als Banken, Online-Shops oder Lieferdienste aus und setzen ihre Opfer mit täuschenden Nachrichten sowie Zeitdruck unter Zugzwang.

Weiterlesen

Kapo Zürich: Mysteriöser Betonmord aus den 1960er-Jahren jetzt im Polizei-Podcast

Polizeirapport – Der Podcast aus dem Kriminalmuseum der Kantonspolizei Zürich mit einer neuen Episode. Bonusfolge: Warum erhielt eine Frau regelmässig Ansichtskarten von ihrem Mann, den sie als vermisst gemeldet hatte?

Weiterlesen

Zug ZG: Grosse Rettungsübung auf dem See – Drohnen unterstützen Personensuche

Am Montag führten wir zusammen mit der Seerettung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ), dem Feuerwehrinspektorat und dem Rettungsdienst Zug zwei Seerettungsübungen durch. Im Fokus standen die koordinierte Suche nach auf dem See in Not geratenen Personen sowie das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen.

Weiterlesen

Kanton Bern: Millionenbetrug per Fernzugriff – Täter räumen Bankkonten leer

Die Kantonspolizei Bern verzeichnet seit November des letzten Jahres im ganzen Kanton Bern eine starke Zunahme von Meldungen über "Remote Access Scam", den sogenannten Fernzugriffsbetrug. Den unbekannten Täterschaften gelang es dabei, insgesamt mehrere Millionen Schweizer Franken zu erbeuten.

Weiterlesen

Gelterkinden/Diepflingen BL: Vermisstes Angus-Rind nach fünftägiger Suche getötet

Das seit Freitag, 05. Juni 2026, in der Region Gelterkinden / Diepflingen entlaufene Rind wurde am Mittwoch, 10. Juni 2026, in einem Waldgebiet gefunden. Aufgrund der konkreten Situation vor Ort war ein sicheres Einfangen des Tieres jedoch nicht möglich. In der Folge musste es erlegt werden.

Weiterlesen

Zürich Oerlikon ZH: Mann bei Streit mit Stichwaffe verletzt – Syrer festgenommen

Am Mittwochnachmittag, 10. Juni 2026, kam es im Kreis 11 zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei griff einer der beiden den anderen mit einer Stichwaffe an und verletzte diesen. Der mutmassliche Täter wurde festgenommen.

Weiterlesen

Ascona TI: Juwelier-Einbruch geklärt – zwei Rumänen nach Grossfahndung verhaftet

Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) teilen mit, dass am 9. Juni 2026 ein 21-Jähriger und ein 37-Jähriger, beide rumänische Staatsbürger mit Wohnsitz in Rumänien, festgenommen worden sind. Die beiden Männer stehen im Verdacht, am selben Tag kurz nach 5 Uhr einen Einbruch in eine Bijouterie an der Via Borgo in Ascona verübt zu haben.

Weiterlesen

Mit dem Wohnmobil durch den Seelisbergtunnel

Wohnmobile sind auf Schweizer Strassen das ganze Jahr über unterwegs. Viele Fahrten führen dabei auf der wichtigen Nord-Süd-Achse auch durch den Seelisbergtunnel. Im Vergleich zu einem Personenwagen unterscheiden sich Wohnmobile deutlich in Grösse, Gewicht und Fahrverhalten. Der folgende Beitrag zeigt, worauf Wohnmobilfahrer im Seelisbergtunnel achten sollten und wie sich typische Risiken vermeiden lassen.

Weiterlesen

Chur GR: Stadtpolizei vereidigt neue Polizisten und Sicherheitsassistenten

Am Mittwoch, 10. Juni 2026, fand im Gemeinderatssaal des Churer Rathauses die feierliche Inpflichtnahme und Vereidigung von Mitarbeitenden der Stadtpolizei Chur statt. Sechs Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten sowie zwei Polizisten wurden offiziell in ihre Funktionen eingeführt.

Weiterlesen

Luzern LU: 35 Jahre vor Ort – Quartierpolizei blickt auf Erfolgsgeschichte zurück

Am Dienstagabend fand am Hirschengraben in der Stadt Luzern die Feier zum 35-Jahr-Jubiläum der Quartierpolizei statt. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden, Vereinen, Schulen und zahlreichen weiteren Netzwerkpartnerinnen und -partnern wurde in Erinnerungen geschwelgt und es wurden aktuelle Themen diskutiert.

Weiterlesen

Schweiz: Gefälschte BSV-Mails locken mit AHV-Geld – Betrüger wollen Kreditkartendaten

Mit einer gefälschten E-Mail im Namen des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) versuchen Cyberkriminelle, an persönliche Daten zu gelangen. Die Täter locken ihre Opfer mit angeblichen AHV-Ergänzungsleistungen auf eine täuschend echte Fake-Website und verlangen dort sensible Angaben.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.