Schweiz

Lütisburg/Widnau SG: Drei Franzosen nach Garage-Einbruch festgenommen

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (26.02.2026) ist es in Lütisburg und Widnau zu je einem Einbruch in eine Autogarage gekommen. In Lütisburg konnte die Täterschaft flüchten, in Widnau kam es zu drei Festnahmen. Autos wurden keine gestohlen.

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Schaffhausen SH: 17-jähriger Töfffahrer prallt in abbiegendes Auto

Am späteren Dienstagnachmittag (24.02.2026) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet. Dabei wurde der jugendliche Motorradfahrer leicht verletzt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Sachschaden.

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Schwyz SZ: Betrüger erbeuten mit Fake-Bankanruf 500’000 Franken

In der vergangenen Woche ist es Betrügern in einem Einzelfall im Kanton Schwyz gelungen, mit einer perfiden Masche (Remote-Betrug) rund 500’000 Franken zu erbeuten. Die Polizeikorps der Zentralschweiz warnen eindringlich vor dieser derzeit wieder vermehrt auftretenden Betrugsform.

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Sempach Station LU: Töff gerät nach Sturz in Brand – Fahrer (20) schwer verletzt

Am Mittwochabend ist es auf der Surseestrasse bei Sempach Station zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Motorradfahrer stürzte und verletzte sich erheblich. Der Abschnitt der Surseestrasse war wegen des Unfalls mehrere Stunden gesperrt.

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Olten SO: Jugendlicher bei Restaurant überfallen – zwei Täter gefasst

Im Bereich eines Restaurants an der Aarauerstrasse in Olten ist am Mittwochabend ein Jugendlicher tätlich angegangen und beraubt worden. Im Zuge einer umgehend eingeleiteten Nahfahndung konnten zwei Tatverdächtige angehalten und für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen werden.

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Illnau ZH: Über 70 Schadensmeldungen nach Explosion auf Sprenggelände

Am Mittwochnachmittag (25.2.2026) ist es auf einem Sprenggelände in Illnau (Gemeinde Illnau-Effretikon) bei der geplanten Vernichtung von Sprengmitteln zu einer unkontrollierten Explosion gekommen (Medienmitteilung vom 25.2.2026). Bis am Donnerstagvormittag sind bei der Kantonspolizei Zürich über 70 Meldungen von Beschädigungen eingegangen.

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St. Margrethen/Diepoldsau SG: Zoll stoppt Lieferwagen mit über 2’700 Hanfpflanzen

Zoll stoppt zwei Lieferwagen mit über 2’700 Hanfpflanzen im Kanton St. Gallen Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben im Kanton St. Gallen bei zwei Kontrollen innert zwei Tagen über 2’700 Hanfpflanzen gefunden. Beide Fälle wurden an die Kantonspolizei St. Gallen übergeben.

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Wetter am Donnerstag, 26.02.2026: Viel Sonne, Nebel am Morgen, bis 19 Grad mild

Ein Hochdruckgebiet mit Zentrum über dem Balkan ist heute für unser Wetter bestimmend. Mit schwachen westlichen bis südwestlichen Höhenwinden gelangt trockene und sehr milde Luft zu uns. Im Mittelland und auf der Alpensüdseite ist die Luftmasse in der Grundschicht noch etwas feuchter. Am Donnerstag und Freitag bleibt der Hochdruckeinfluss im Wesentlichen erhalten und die aussergewöhnlich milde Witterungsphase dauert an.

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Illnau ZH: Explosion auf Sprengplatz reisst Krater und beschädigt Häuser

Am Mittwochnachmittag (25.2.2026) ist es auf einem Sprenggelände in Illnau (Gemeinde Illnau-Effretikon) bei der geplanten Vernichtung von Sprengmitteln zu einer unkontrollierten Explosion gekommen. Die Druckwelle verursachte im erweiterten Umfeld der Anlage grössere Schäden. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen.

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Vaulruz FR: Lastwagen kracht in Wohnwagen – Folgecrash legt A12 lahm

Zwei Verkehrsunfälle auf der A12 zwischen Châtel-St-Denis und Vaulruz Heute Nachmittag ereigneten sich auf dem Autobahnabschnitt zwischen Châtel-St-Denis und Vaulruz zwei Verkehrsunfälle. Dies führte zur Sperrung des betroffenen Autobahnabschnitts. Drei Personen wurden verletzt ins Spital gebracht. Ermittlungen sind im Gange, um die Unfallursachen zu klären.

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Stadt Schaffhausen SH: Auffahrkollision im Fäsenstaubtunnel – A4 gesperrt

Am Mittwochabend (25.02.2026) hat sich im A4-Fäsenstaubtunnel in der Stadt Schaffhausen eine Auffahrkollision zwischen zwei Fahrzeugen ereignet. Verletzt wurde dabei niemand. Für die Unfallaufnahme und den Abtransport eines Fahrzeuges musste der Tunnel für rund 45 Minuten gesperrt werden.

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Neuenhof AG: Traktor verliert Vorderrad – Diesel läuft in Schacht

In Neuenhof löste sich während der Fahrt an einem Traktor ein Vorderrad. Dabei wurde der Dieseltank beschädigt und Treibstoff floss in einen Schacht. Die Zürcherstrasse blieb für rund vier Stunden gesperrt. Im Vordergrund steht eine technische Ursache.

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Frienisberg BE: Mit 154 km/h durch 80er-Zone – 56-Jähriger geständig

Am Dienstagabend ist auf der Bernstrasse in Frienisberg ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden. Der Lenker konnte angehalten werden und wird sich nach den gesetzlichen Bestimmungen über Raserdelikte vor der Justiz verantworten müssen.

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Studen BE: Einschleichdiebe flüchten in Wald – Diensthund schnappt Täter

Am Samstagabend ist es in Studen zu zwei Einschleichdiebstahlsversuchen in Wohnliegenschaften gekommen. Mehrere mutmassliche Täter flüchteten zu Fuss. Einer von ihnen konnte durch die Kantonspolizei Bern angehalten werden, die anderen sind flüchtig. Ermittlungen sind im Gange.

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Stadt Basel BS: Weniger Fasnachtsabfall als 2025 – Innenstadt bis 9 Uhr sauber

Vom Montagmorgen bis heute Mittwoch befreite das Bau- und Verkehrsdepartement die Innenstadt zusammen mit den Basler Verkehrs-Betrieben von rund 170 Tonnen Fasnachtsabfällen. Die Abfallmenge liegt unter jener des vergangenen Jahres. Die Tramgleise in der Innenstadt waren zum morgendlichen Betriebsbeginn jeweils befahrbar, die Innenstadt um 9 Uhr sauber. Morgen um 4 Uhr beginnt die „Ändreinigung“ mit rund 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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Gossau SG: Sechs Fahrzeuge kollidieren auf A1 – Polizei zeigt Gaffer an

Am Mittwochmorgen (25.02.2026) ist es auf der Autobahn A1 zwischen Oberbüren und Gossau zu einem Unfall mit sechs Fahrzeugen gekommen. Zwei Frauen wurden dabei verletzt. Der entsprechende Autobahnabschnitt war für rund 30 Minuten komplett gesperrt, was zu einem grösseren Rückstau führte. Im Bereich der Unfallstelle musste die Kantonspolizei fünf Autofahrer feststellen, die beim Vorbeifahren fotografierten oder filmten. Sie werden angezeigt.

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Lugano TI: Unternehmerin (51) wegen Anlagebetrugs und Geldwäscherei verhaftet

Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass kürzlich ein Strafverfahren gegen eine 51-jährige italienische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in der Region Lugano eingeleitet wurde, die Eigentümerin mehrerer in der Region ansässiger Unternehmen ist, die im Bereich Investitionen, Beratung und Finanzvermittlung tätig sind. Die Ermittlungen sollen insbesondere klären, ob Straftaten im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzmitteln durch Investitionsangebote im Bereich Wandelanleihen und Versprechen hoher Gewinne vorliegen.

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Schweiz: Falsche Temu-Mails locken mit Rückzahlung – Achtung Phishing-Falle

Cyberkriminelle verschicken E-Mails im Namen von Temu und behaupten, es sei eine doppelte Zahlung festgestellt worden. In Wirklichkeit steckt hinter der vermeintlichen Rückerstattung eine fiese Phishing-Masche.

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Luzern LU: 37-jähriger Sri-Lanker missachtet Haltezeichen – Polizei feuert auf Auto

In der Nacht auf Mittwoch hat die Luzerner Polizei eine allgemeine Verkehrskontrolle im Bereich der Autobahnausfahrt beim Kasernenplatz in der Stadt Luzern durchgeführt. Dabei missachtete ein Autofahrer das Haltezeichen und durchbrach die Kontrollstelle. Der Fahrer konnte kurze Zeit später an der Baselstrasse gestoppt und festgenommen werden.

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Embrach ZH: 20-Jähriger rast mit 131 km/h durch 60er-Zone – 560 PS-Auto gestoppt

Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagabend (24.2.2026) in Embrach eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt und dabei einen Raser gestoppt. Mit einem Lasermessgerät hat die Kantonspolizei innerorts auf der Bülacherstrasse die Einhaltung der erlaubten Geschwindigkeit kontrolliert.

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Flims GR: Quad überschlägt sich auf Schlittelbahn – 41-jähriger Lenker stirbt

Am Dienstagabend ist auf der Schlittelbahn Foppa in Flims ein Quad mit zwei Arbeitern verunfallt. Der Fahrzeuglenker verstarb noch auf der Unfallstelle.

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Bern BE: 50'000 Fr. pro Opfer – Bund reagiert auf Brandkatastrophe von Crans-Montana

Die schwerverletzten Opfer sowie die Angehörigen der Verstorbenen der Brandkatastrophe von Crans-Montana sollen vom Bund einen einmaligen Solidaritätsbeitrag von 50 000 Franken erhalten. Weiter will der Bund einen runden Tisch einberufen, der die Betroffenen bei der Erarbeitung von aussergerichtlichen Lösungen unterstützt.

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Münchenstein BL: Zugriff mit Diensthunden – zwei Georgier (39) bei Einbruch verhaftet

Am Samstagabend, 21. Februar 2026, konnte die Polizei Basel-Landschaft in einer Liegenschaft an der Tannenstrasse in Münchenstein BL zwei mutmassliche Einbrecher festnehmen. Kurz nach 20.00 Uhr ging bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft die Meldung ein, dass soeben in eine Liegenschaft an der Tannnenstrasse eingebrochen worden sei.

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Olten SO: Brand in Mehrfamilienhaus – Kerze oder Raucherware als Ursache

An der Unterführungsstrasse in Olten kam es am Samstag, 21. Februar 2026, zu einem Brand. Als Folge davon musste der Wohnungsmieter wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung in ein Spital gebracht werden. In der Zwischenzeit haben die Brandursachenabklärungen durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn ergeben, dass ein menschliches Verschulden zum Brand geführt haben dürfte.

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Stans NW: Tempoverstösse bei Einsatzfahrten – Polizei, Feuerwehr und Sanität entlasten

Bei Rettungseinsätzen von Blaulichtorganisationen kommt es immer wieder zu Geschwindigkeitsüberschreitungen. Ein Vorstoss zielt darauf ab, das Verfahren bei der Prüfung solcher Übertretungen zu ändern, um den administrativen Aufwand für alle Beteiligten zu verringern.

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Fenin NE: 18-jähriger Töfffahrer stürzt in Kurve – offener Bruch

Am Dienstag, dem 24. Februar 2026, gegen 15:00 Uhr, fuhr ein 18-jähriger Motorradfahrer aus dem südlichen Teil des Kantons auf der Kantonsstrasse zwischen Fenin und Neuenburg. In einer Linkskurve kam das Motorrad von der Fahrbahn ab, und der Fahrer stürzte in einen Graben am rechten Strassenrand.

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Goldau SZ: Unfall auf A4 legt Verkehr lahm – Auto dreht sich auf Überholstreifen

Am Dienstag, 24. Februar 2026, kam es auf der A4 zwischen Goldau und Seewen zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Eine Person wurde leicht verletzt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.