Schweiz

Einbruchserie in Kerzers FR - zwei mutmassliche Täter (Marokkaner, 17, 19) in Haft

In Kerzers konnten zwei Einbrecher nach einem Hinweis aus der Bevölkerung von der Kantonspolizei Freiburg festgenommen werden. Die Polizei fand bei den Verdächtigen gestohlenes Diebesgut. Die Ermittlungen zeigen, dass die beiden Männer vermutlich an mehreren Einbrüchen in Kerzers beteiligt waren. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

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Porrentruy JU: Gewalt zwischen Ultras nach Eishockeyspiel – vier Polizisten verletzt

Am Samstag, 19. Oktober 2024, nach dem Spiel zwischen dem HC Ajoie und Genève Servette, als die Genfer Ultras in zwei Kleinbussen die Spielstätte über die Route de Courgenay verliessen, kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Ultras aus Ajoie. Die Polizei musste Zwangsmittel gegen die Fans beider Lager einsetzen, um sie zu trennen. Die grosse Mehrheit der Beteiligten hielt sich nicht an die Anweisungen der Polizei.

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Kerzers FR: Zwei Einbrecher (Marokkaner) nach Hinweis aus der Bevölkerung festgenommen

In Kerzers konnten zwei Einbrecher nach einem Hinweis aus der Bevölkerung von der Kantonspolizei Freiburg festgenommen werden. Die Polizei fand bei den Verdächtigen gestohlenes Diebesgut. Die Ermittlungen zeigen, dass die beiden Männer vermutlich an mehreren Einbrüchen in Kerzers beteiligt waren. Sie sitzen in Untersuchungshaft. In der Nacht von Freitag, 18.10.2024, auf Samstag, 19.10.2024, kurz nach 03.00 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Freiburg eine Meldung über verdächtige Geräusche aus einem Restaurant in Kerzers. Dank dieser Meldung konnten die ausgerückten Polizisten mit Hilfe eines Polizeihundes einen Einbrecher auf frischer Tat festnehmen, welcher versuchte zu flüchten. Seinen Komplizen fand die Polizei einige Stunden später am Bahnhof in Kerzers und nahm ihn ebenfalls fest.

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Lugano TI: 17-jähriger tunesischer Asylbewerber wegen Raub festgenommen

Das Jugendgericht und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 20.10.2024 ein 17-jähriger tunesischer Asylbewerber mit Wohnsitz im Mendrisiotto festgenommen wurde. Der junge Mann wird verdächtigt, kurz nach 15.30 Uhr in der Via Buffi in Lugano eine Frau beraubt und ihr eine Handtasche und ein Mobiltelefon gestohlen zu haben.

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Prangins VD: Radfahrer bei Kollision mit Auto auf der Route de Lausanne tödlich verletzt

Am Sonntag, dem 20. Oktober, ereignete sich in Prangins ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Radfahrer. Der Radfahrer kam dabei ums Leben. Am Sonntag, dem 20. Oktober 2024, um 17.45 Uhr wurde die Waadtländer Polizeizentrale darüber informiert, dass sich auf der Route de Lausanne in Prangins ein Verkehrsunfall ereignet hatte.

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Seewen SZ: Marokkaner (26) nach Diebstählen aus Fahrzeugen festgenommen

Am Sonntagmorgen, 20. Oktober 2024, konnte die Kantonspolizei Schwyz dank eines Hinweises aus der Bevölkerung um 04.30 Uhr am Bahnhof Schwyz in Seewen einen Mann festnehmen. Der 26-jährige marokkanische Staatsangehörige wird verdächtigt, kurz zuvor in Seewen mehrere Gegenstände und Bargeld aus unverschlossenen Autos entwendet und Einschleichdiebstahl-Versuche in einen Wintergarten und ein Wohnmobil begangen zu haben.

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Oberglatt ZH: Mehrere Schnellfahrer gestoppt

Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstag und am Sonntag (19./20.10.2024) in Oberglatt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und dabei mehrere Schnellfahrer gestoppt. Angehörige der Kantonspolizei führten an den beiden Tagen insgesamt drei Geschwindigkeitskontrollen in der 50er-Zone an der Kaiserstuhlstrasse in Oberglatt durch.

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Luzerner Polizei: Wir ziehen eine positive Bilanz zur Määs 2024

Während der zwei Wochen kam es an der Luzerner Määs aus polizeilicher Sicht zu keinen grösseren Zwischenfällen. Die Stimmung war auch dank unserer grossen präventiven Präsenz über alle Tage sehr friedlich. Es wurden diverse Personen kontrolliert und vereinzelt aus dem Määs-Gelände weggewiesen. Aufkommende Streitigkeiten konnten wir stoppen, bevor es zu Auseinandersetzungen kam.

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Stadt Zürich ZH: Verkehrsbeschränkung am Bürkliplatz

Von Freitag, 25. Oktober 2024, 23 Uhr, bis Montag, 28. Oktober 2024, 5 Uhr, muss bei der Zu- und Wegfahrt des Bürkliplatzes mit sehr grossen Verkehrsbehinderungen und Staubildung gerechnet werden. Von der Enge in Richtung Bellevue sowie vom Bellevue in Richtung Enge wird der Verkehr seeseitig einspurig über den Bürkliplatz geführt.

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Montbovon FR: Motorradfahrer (38) von Auto erfasst und schwer verletzt – ins Spital geflogen

Gestern kollidierte ein Auto, das von der Route de l'Intyamon auf eine Nebenstrasse abbog, mit einem Motorradfahrer, der in der Gegenrichtung fuhr. Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt und mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Eine Untersuchung ist im Gange.

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Inwil LU / Autobahn A14: Autofahrer (21) prallt gegen Mittelleitplanke

Am Freitagabend (18. Oktober 2024, kurz vor 23:30 Uhr) verlor ein 21-jähriger Mann aus dem Kosovo auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Luzern die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen die Mittelleitplanke. Es gab keine Verletzten. Der Führerausweis wurde ihm von der Luzerner Polizei entzogen.

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Ruswil LU: Alkoholisierter Fahrer (41) verliert Kontrolle über Auto

Am frühen Samstagmorgen (19. Oktober 2024, kurz nach 07:00 Uhr) verlor ein 41-jähriger, alkoholisierter Mann (0.69 mg/l) auf der Buholzstrasse im Ortsteil Wolhusen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto durchbrach einen Zaun und kam auf einer Wiese zum Stillstand.

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Emmen LU / Autobahn A2: Sattelschlepper kollidiert seitlich mit Auto

Am Samstagmittag (19. Oktober 2024, kurz nach 11:00 Uhr) fuhr ein Sattelmotorfahrzeug auf der Autobahn A2 in Richtung Norden. Zwischen den Anschlussstellen Emmen-Süd und Emmen-Nord wechselte der Lenker den Fahrstreifen und kollidierte seitlich mit einem korrekt fahrenden Auto, das anschliessend gegen die Randleitplanke prallte.

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Beromünster LU: Streifkollision zwischen Traktor und Auto – eine Person verletzt

Am Samstagabend (19. Oktober 2024, um 21:00 Uhr) kam es auf der Luzernerstrasse im Ortsteil Neudorf zu einer Streifkollision zwischen einem Traktor und einem entgegenkommenden Auto. Die Autofahrerin wurde dabei verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Neuenburg NE: Polizei sucht Zeugen nach Verkehrsunfall an der Kreuzung Rue Caselle

Der Fahrer des Wagens, der am Sonntag, 20. Oktober 2024, an der Kreuzung Rue Caselle mit Chemin de la Justice in Neuenburg mit einem roten Mazda-Wagen zusammenstiess, sowie die Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizei Neuenburg zu melden. Telefonnummer: 032 889 92 31.

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Stadt Winterthur ZH: Rennradfahrer (50) nach Sturz lebensgefährlich verletzt

Am Sonntagmorgen, 20. Oktober 2024, stürzte ein Rennradfahrer auf der Steigstrasse und zog sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen zu. Kurz nach 10.30 Uhr fuhr eine Gruppe von Männern mit ihren Rennrädern auf der Steigstrasse bergab in Richtung Winterthur.

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Emmenbrücke LU: Fussgängerin (79) bei Unfall mit Linienbus verletzt – Zeugen gesucht

Am Freitagmorgen wurde in Emmenbrücke eine 79-jährige Frau bei einem Unfall erheblich verletzt. Der Unfallhergang ist unklar. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen. Am Freitagmorgen (18. Oktober 2024, kurz vor 10:30 Uhr) wurde eine Fussgängerin in Emmenbrücke verletzt. Die Frau war auf dem Trottoir der Gerliswilstrasse in Richtung Bushaltestelle Sprengi unterwegs.

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Wassen UR: Zwei erheblich Verletzte bei Kollision zwischen Auto und Motorrad

Heute, Sonntag, 20. Oktober 2024, kurz vor 11.30 Uhr, fuhr ein 48-jähriger Mann mit seinem Personenwagen mit Urner Kontrollschildern vorwärts aus einem Parkplatz bei Gorezmettlen, um auf der Sustenpassstrasse in Richtung Dorf Wassen zu fahren. Gleichzeitig nahte von links ein 62-jähriger Motorradfahrer, der mit einer auf dem Sozius mitfahrenden Frau, in Richtung Sustenpass unterwegs war. Dabei kam es zwischen den beiden Fahrzeugen zur Kollision.

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Bern BE: Mitarbeitende der Transportpolizei und BLS nach Fussballspiel verletzt

Im Nachgang des Fussballspiels zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Luzern ist es am Samstagabend beim Bahnhof Wankdorf zu einem Angriff auf Mitarbeitende der Transportpolizei und des Sicherheitsdienstes der BLS gekommen. Dabei wurden zwei Personen verletzt. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen eingeleitet. Am Samstagabend, 19. Oktober 2024, fand im Wankdorf Stadion in Bern der Match zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Luzern statt. Während der Anreise und des Spiels kam es in und um das Stadion zu keinen grösseren Zwischenfällen.

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Klosters GR: Auto überschlägt sich – Fahrer alkoholisiert

Am Samstagabend hat sich auf der Klosterserstrasse ein Auto mit vier Personen überschlagen. Die Atemluftprobe beim Fahrzeugführer fiel positiv aus. Der 27-Jährige fuhr gegen 22 Uhr mit drei Kollegen von Klosters kommend bergwärts in Richtung Davos.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.